Der Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung

Preisträger 2017: Organisationskomitee der Kerzenbürger-Demonstrationen Korea

Beginnend im Oktober 2016 kamen über mehrere Wochen Millionen von Koreanerinnen und Koreaner zusammen, um gegen mutmaßlichen Machtmissbrauch und Korruption zu demonstrieren. Die sogenannten Kerzendemonstrationen waren mit zeitweilig über 2 Millionen Teilnehmenden der größte Protest der Geschichte der jungen Demokratie. Die Demonstrationen blieben dabei stets friedlich und haben Beispielcharakter für das gewaltlose Einfordern von Rechtsstaatlichkeit und der Wiederherstellung der verfassungsrechtlichen Ordnung. Der öffentliche Protest führte zur Amtsenthebung der Präsidentin und ebnete den Weg für Neuwahlen.

Mit der Verleihung des Menschenrechtspreises 2017 ehrt die Friedrich-Ebert-Stiftung alle beteiligten Bürgerinnen und Bürger, die sich durch ihr Engagement für Menschenrechte eingesetzt und die Demokratie gestärkt haben. Insbesondere soll mit dem Preis die Arbeit des Organisationskomitees der Kerzenbürger-Demonstrationen gewürdigt werden, in dem sich rund 1500 Organisationen zusammenfanden. Mit ihrem beispielhaften Einsatz für die Versammlungsfreiheit in Südkorea setzten die Kerzenbürgerinnen und -bürger ein ermutigendes Zeichen gegen Autoritarismus und für die Demokratie.

Der FES-Menschenrechtspreis wird seit 1994 jedes Jahr an Personen oder Organisationen verliehen, die sich in verschiedenen Teilen der Welt in herausragender Weise für die Menschenrechte engagiert haben. Er wird aus dem Feist-Fonds vergeben, dem Nachlass des Ehepaares Karl und Ida Feist aus Hamburg.

Preisverleihung

freie Plätze
Dienstag, 05.12.17 - Berlin

Menschenrechtspreis 2017 der Friedrich-Ebert-Stftung

Preisträger 2017: Organisationskomitee der Kerzenbürger-Demonstrationen Korea

Beginnend im Oktober 2016 kamen über mehrere Wochen Millionen Koreanerinnen und Koreanern zusammen, um gegen mutmaßlichen...


  • Kontakt

    Maria Beihof

    Internationale Entwicklungszusammenarbeit
    Referat Asien und Pazifik

    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Hiroshimastraße 28
    10785 Berlin

    030/ 26935 7507

    maria.beihof(at)fes.de

Über den Menschenrechtspreis

Der Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde im Jahr 1994 zum ersten Mal verliehen und geht zurück auf ein Vermächtnis des Hamburger Ehepaares Karl und Ida Feist. Die Stifter hatten testamentarisch festgelegt, dass die Stiftung ihr Erbe verwalten und daraus alljährlich einen Menschenrechtspreis vergeben soll. Dieser soll an Einzelpersonen oder Organisationen vergeben werden, die sich in besonderer Weise um die Menschenrechte in den verschiedenen Teilen der Welt verdient gemacht haben.

Karl und Ida Feist waren viele Jahre aktiv in der Arbeiterbewegung tätig. Ihre eigenen bitteren Erfahrungen mit Krieg und Zerstörung brachten sie zu dem entschiedenen Eintreten für Frieden und Gewaltlosigkeit.

Preisträger_innen 1994-2016

2015: Israel

Ilan Sadeh, Bürgermeister des Menashe Regional Councils und Hasan Atamna, Bürgermeister von Kafr Qara

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2014: Mogadischu/ Somalia

Fartuun Adan, Direktorin des Elman Peace and Human Rights Center

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2013: Griechenland

Center for Democracy and Reconciliation in Southeast Europe (CDRSEE)

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2012: Pakistan

Tribal Union of Journalists (TUJ)

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2011: Ägypten

Slim Amamou, Tunesien und Khaled Said (1982-2010)

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2010: Mexiko

Marcelina Bautista Bautista

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2009: Kapstadt / Südafrika

TAC - Treatment Action Campaign

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2008: Weißrussland

Zhanna Litvina

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2007: Kasachstan

Dr. Jevgenij Zhovtis

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2006: Thailand

Somsak Kosaisook

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2005: Chile/Peru

Wahrheitskommissionen von Chile und Peru – Anwälte der Menschenrechte

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2004: Sudan

Abel Alier und Mahgoub Mohamed Salih

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2003: Ruanda

Internationale Tribunal für Ruanda (ICTR)

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2002: Israel

Israelisch-palästinensische Koalition für den Frieden

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2001: Serbien

Serbische Widerstandsbewegung OTPOR

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2000: Russland

Verband der Komitees der Soldatenmütter Russlands

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1999: Indien

Kailash Satyarthi

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1998: Algerien

Omar Belhouchet

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1997: Bosnien und Herzegowina

Pater Petar Andjelovic OFM

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1996: Nigeria

Olusegun Obasanjo

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1995: Polen

Professor Ewa Letowska

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1994: Deutschland

Marie-Schlei-Verein e.V.

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2016: Kolumbien

La Ruta Pacífica de las Mujeres

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FES Publikationen über Korea und Menschen aus Korea

Yun, Aelim

Trade unions in transformation

Rebuilding workers' power beyond corporate boundaries in South Korea
Berlin

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Anwerben, Ankommen, Anpassen?

Koreanische Krankenpflegerinnen in Deutschland - Erfahrungen aus fünf Jahrzehnten und neue Wege für die Zukunft : Veranstaltungsdokumentation
Bonn

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