Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Rettet den Kapitalismus vor sich selbst

Das neoliberale Modell ist gescheitert. Es ist Zeit für eine progressive kapitalistische Agenda, so Joseph E. Stiglitz im IPG-Journal.


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Keine Handelsabkommen ohne gestärke Arbeiter_innenrechte

Wie können Gewerkschaften die Arbeiter_innenrechte in der Freihandelsvereinbarung Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) stärken?...


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24.05.2019

Die Krise als Chance

Warum die Krise der Globalisierung eine Chance für die Neuausrichtung der Linken ist, erklärt Boliviens Vizepräsident Álvaro García Linera.


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Der Markt richtet es nicht

Wir brauchen eine ökonomische Ordnung, die dem Gemeinwohl dient. Ein Plädoyer von FES-Referatsleiter Jochen Steinhilber im IPG-Journal.


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10.04.2019

Neue Wege für die EU-Freihandelspolitik!

Die USA droht mit Zöllen, China will eine neue Seidenstraße. Doch statt nationaler Egoismen bedarf es einer fairen multilateralen Handelspolitik.


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29.03.2019

»Fair Play im Welthandel«

Unser Podcast fängt ein, wie sich die europäische Sozialdemokratie eine gerechtere internationale Handelspolitik vorstellt.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Freitag, 28.06.19 - Genthin

In der Schuldenkrise - Ist Kabadien noch zu retten?

Die Schüler_innen reflektieren aktuelle Entwicklungen und Kontroversen der europäischen Finanz- und Währungspolitik. Sie bewegen sich im Spannungsfeld von widerstreitenden innerstaatlichen, nationalen...


Dienstag, 09.07.19 - Düsseldorf

Managerkreis_ Vom Start-Up zum Weltkonzern_Case Study ecx.io

Diese Veranstaltung ist nur für Mitglieder des Managerkreises! Wie Sie Mitglied werden können, erfahren Sie hier: https://www.managerkreis.de/interesse-an-mitgliedschaft/

In unserer neuen...


Freitag, 25.10.19 bis Sonntag, 27.10.19 - Duisburg

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der Wertorientierung.

Eine Wirtschaftspolitik der...


Publikationen

Rahman, Mustafizur; Bhattarcharya, Debapriya

Graduating LDCs in an evolving WTO

Options and strategies
Geneva, 2019

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Kyurumyan, Artak

Amendments to the tax code in the light of the reasons for, and consequences of, the 2018 revolution in Armenia

Tbilisi, 2019

Publikation herunterladen (2,7 MB PDF-File)


Lesebuch der Sozialen Demokratie ; 2 / Englisch

Bonn, 2019

Publikation herunterladen (5,5 MB, PDF-File)


Kaiser, Jürgen

20 Jahre nach der Schuldenerlass-Initiative des Kölner G8-Gipfels

Was wurde aus den HIPC-Ländern?
Berlin, 2019

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Acosta, Jorge; Macaroff, Anahí

Complaint from banana workers for violation of rights

under the framework of the Multiparty Trade Agreement of Colombia, Ecuador, Peru and the European Union
Quito, 2019

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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