Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

weitere Informationen


Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Knut Panknin

US-Wirtschaft steht kurz vor dem K.O.

Die USA taumeln nach zwei massiven Tiefschlägen durch COVID-19 und Wirtschaftskrise. Wie das passieren konnte, analysiert diese Publikation.


weitere Informationen
 
Mirko Herberg

Wie wäre es, wenn die Berliner die gesammelten Daten von Uber besitzen würden?

Wir dürfen Unternehmen nicht Kontrolle und Macht über unsere Daten überlassen. Was wir stattdessen brauchen, erklärt Parminder Jeet Singh. (engl.)


weitere Informationen
 

Vom Werden und Vergehen des Kapitalismus - aber was kommt dann?

Cornelia Jentzsch im Gespräch mit Ulrike Herrmann. Ein Podcast der Urania Berlin in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.


weitere Informationen
 

Herdenliquidität

Nach der Finanzkrise bekamen Unternehmen bedingungslose staatliche Unterstützung. Das darf sich nicht wiederholen, so Mariana Mazzucato im...


weitere Informationen
 
22.04.2020

Millionenverluste durch Zusammenbruch des Bekleidungssektors in Bangladesch

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie treffen Arbeiter_innen besonders hart. Vor allem Frauen sind der Rezession ausgeliefert.


weitere Informationen
 

Epochenbruch

Die Corona-Krise sendet Schockwellen durch alle Systeme. Das eröffnet aber auch Chancen, so Marc Saxer (FES) im ipg-journal.


weitere Informationen
 

Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

Steuergerechtigkeit

weiter

Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

weiter

Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Donnerstag, 20.08.20 - Online

Online-Reihe: Ökonomie-Kritik - Wohin führt das? // Marx, Keynes, Picketty - was bedeutet das für heute?

Die Corona-Krise verändert nicht nur unser Leben, sondern auch die Sicht auf Staat und Wirtschaft. Viele Unternehmen und Märkte sind kollabiert, während die Zentralbanken plötzlich Billionen Euro...


Montag, 28.09.20 bis Freitag, 02.10.20 - Bonn

Die Erde in Bedrängnis - Endliche Ressourcen und ökologische Gerechtigkeit

Wasser, fruchtbarer Boden, saubere Luft, eine reiche Artenvielfalt und abbaubare Rohstoffe sind die notwendigen Ressourcen für menschliches Leben auf unserem Planeten. Ein stetiges Wachstum und ein...


Montag, 12.10.20 bis Freitag, 16.10.20 - Bonn

Brexit: Should I stay or should I go? - Einordnung der politischen und wirtschaftlichen Folgen des Brexits für Europa

Im Juni 2016 stimmten die Bürger_innen des Vereinigten Königreichs für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. "Brexit means Brexit" war danach eine auf britischer Seite oft...


Publikationen

Said, Salam

COVID-19 and the Syrian economy

Implications for social justice
Beirut, 2020

Publikation herunterladen (330 KB, PDF-File)


Zattler, Jürgen K.

Wachsende Ungleichheit

Was bedeutet diese für die Politik der Weltbank?
Berlin,NewYork, 2020

Publikation herunterladen (130 KB, PDF-File)


Vandeputte, Nathan

Rejuvenating EU democracy support in Africa

The Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument (NDICI) as a promising framework for action?
Berlin, 2020

Publikation herunterladen (1,5 MB PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
nach oben