Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

In Mumbai wie in Mannheim: Arbeits-und Menschenrechte entlang der globalen Lieferketten

140 Gewerkschaftsaktive aus acht Ländern diskutieren über internationale Solidarität. Eine gemeinsame Tagung von ver.di, tie global und FES.


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Unternehmen weltweit in die Pflicht nehmen

Unsere interaktive Weltkarte gibt einen Überblick über Gesetze und Verordnungen zum Thema Sorgfaltspflicht entlang globaler Lieferketten.


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Über Chinas Afrika-Dilemma

Pekings Engagement auf dem afrikanischen Kontinent verdeutlicht die Spannungen und Herausforderungen durch Chinas neue Rollenidentität.


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04.11.2019

Studie "G20 Compact with Africa: The Audacity of Hope"

Im Auftrag der FES ergründen Robert Kappel und Helmut Reisen die Wirkung des CwA und geben Politikempfehlungen.


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Steuer-Reförmchen

Ziel verfehlt - die Vorschläge der OECD zur internationalen Unternehmensbesteuerung greifen zu kurz, so José Ocampo im IPG-Journal.


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17.10.2019

Ecuador: Die katastrophalen Folgen eines IWF-Kredits

Die massiven Unruhen waren möglicherweise nur ein Auftakt, denn die Unzufriedenheit angesichts des Rechtsrucks der Regierung Moreno wächst.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 02.03.20 - Magdeburg

Das Politische Quartett - Wissenschaft, Politik, Medien und Gesellschaft im Gespräch über politische Sachbücher

Mehr Wachstum, mehr Wohlstand. Über Jahrzehnte hinweg schien es Konsens, dass eine starke und vor allem freie Wirtschaft zu mehr Wohlstand und Gerechtigkeit führe. Es wird vom "Wirtschaftswunder"...


Mittwoch, 04.03.20 - Berlin

Verleihung des Hans-Matthöfer-Preises 2020

Nur noch wenige Plätze frei!
Ausgezeichnet werden: Julie Froud, Michael Moran, Sukhdev Johal, Angelo Salento und Karel Williams für ihr Buch "Die Ökonomie des Alltagslebens - Für eine neue...


Donnerstag, 05.03.20 - Berlin

Auf dem Weg zu nachhaltigen Lieferketten

Mehr als 450 Millionen Menschen sind heute in globalen Lieferketten tätig und 80 Prozent des weltweiten Handels findet laut UN Handelskonferenz in globalen Produktionsnetzwerken statt (UNCTAD 2019)....


Publikationen

Property valuation of environmental crimes in Albania

case study: illegal logging in the Mali me Gropa Biza-Martanesh National Park
Tirana, 2020

Publikation herunterladen (4,3 MB PDF-File)


Tonchev, Plamen

China's soft power in Southeast Europe

Sarajevo, 2020

Publikation herunterladen (1,9 MB)


Grassi, Sergio

Die Belt-and-Road-Initiative in Malaysia

Chinas Geopolitik und Geoökonomie im Spannungsfeld demokratischen Wandels
Berlin, 2020

Publikation herunterladen (1,5 MB PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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