SPRACHE
Leichte
Sprache
Menü

Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

weitere Informationen


Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

„Too Big To Fail“ – Finanzunternehmen und ihr Einfluss auf Entwicklungsländer

Too Big To Fail-Firmen spielen beim Nettoabfluss von Finanzmitteln aus Entwicklungsländern in Industrieländer eine entscheidende Rolle. Das zeigt eine...


weitere Informationen
 

Chinas Rolle im multilateralen Handelssystem

Unsere jüngste Analyse erläutert, was Beijings Außenwirtschaftspolitik antreibt und stellt Überlegungen an, wie Europa darauf reagieren sollte.


weitere Informationen
 

China und die globale Finanzarchitektur

FES Asia

China ist ein wesentlicher Teil der globalen Finanzarchitektur, denn es ist sowohl Mitglied internationaler Institutionen als auch an der Gründung...


weitere Informationen
 

Ausbeutung im Takt der App

10.05.2022

Indiens Plattformökonomie wächst rasant. Das bringt neue Jobs aber auch Unsicherheit. Ein Beitrag von Anup Srivastava.


weitere Informationen
 

Kann eine Reform des globalen Steuersystems helfen, die Not afrikanischer Frauen zu lindern?

26.04.2022

Chenai Mukumba vom Tax Justice Network Africa ist skeptisch, ob dies gelingt. Warum, erklärt sie in einem neuen FES W7-Blogbeitrag.


weitere Informationen
 

Schutz von Frauen in globalen Lieferketten? Nur mit geschlechtergerechten Gesetzen!

08.04.2022

Multinational agierende Unternehmen haben es bisher verpasst, Frauenrechte ausreichend zu schützen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Ein neuer...


weitere Informationen
 

Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltung

TRADE + SUSTAINABILITY HUB

Während sich die handelspolitischen Entscheidungsträger im Dezember zur 12. WTO-Ministerkonferenz #MC12 versammeln, wird die Zivilgesellschaft im Rahmen des ersten #TradeandSustainabilityHub darüber diskutieren, wie Handelspolitik zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. weiter

Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

weiter

Fairplay im Welthandel

weiter

Wirtschaft und Menschenrechte

weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Mittwoch, 07.09.22 - Berlin

Equal Care und Equal Pay ? höchste Zeit, die Lücken zu schließen!

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn: In vielen Staaten gelingt die geschlechtergerechte Entlohnung nicht. Gleichzeitig wird unbezahlte Sorgearbeit zu einem ungleich höheren Anteil von Frauen und Mädchen...


Freitag, 25.11.22 bis Sonntag, 27.11.22 - Berlin

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der...


Publikationen

Ekeruche, Mma Amara

Africa's rising debt and the emergence of new creditors

A review of trends, challenges and prospects (2000-2021)
AddisAbaba, 2022

Publikation herunterladen (460 KB, PDF-File)


Ekeruche, Mma Amara

Africa's rising debt and the emergence of new creditors

A review of trends, challenges and prospects (2000-2021)
AddisAbaba, 2022

Publikation herunterladen (460 KB, PDF-File)


Ekeruche, Mma Amara

Africa's rising debt and the emergence of new creditors

A review of trends, challenges and prospects (2000-2021)
AddisAbaba, 2022

Publikation herunterladen (460 KB, PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
nach oben