Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Menschenrechte und globale Lieferketten

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

A stylised globe bearing the inscription “BAM!”

Der Just-Transition-Mechanismus

05.05.2026 Publikation, Klimawandel, Energie und Umwelt, Gewerkschaften und gute Arbeit, Gewerkschaften international
Nur mit sozialer Gerechtigkeit ist eine ambitionierte Klimapolitik möglich, sonst drohen Akzeptanzverlust und politische Blockaden. Wie kann der neue internationale Just-Transition-Mechanismus hierzu beitragen? Ein Interview mit Klimaaktivistin...
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Kelly Fay Rodriguez hält eine Rede auf einem Podium der Friedrich-Ebert-Stiftung. Vor ihr sitzt das Publikum.

Vom Gesetz zur Praxis

29.04.2026 Gewerkschaften international
Arbeitnehmer:innenrechte zu stärken, ist das Ziel des Kompetenzzentrums für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten. Anlässlich der Eröffnungsfeier in der Friedrich-Ebert-Stiftung sprachen wir mit Kelly Fay Rodríguez, Geschäftsführerin des Zentrums.
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Handschlag vor Europaflagge und Grafik einer Weltkarte.

Der „vierte Weg“

10.04.2026 Publikation, Frieden und Sicherheit
Zwischen USA, China und Fragmentierung sucht Europa seine alternative Rolle in einer multipolaren Welt. In unserer neuen Publikation analysieren Moeed Yusuf und Ejaz Haider, warum Europa mit Mittelmächten einen „vierten Weg“ gestalten sollte. Ein...
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Superyacht fährt im Schlingerkurs übers Meer. Helikopter sind an Board.

Steuergerechtigkeit. Aber richtig!

05.02.2026 Video, Rückblick, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Warum ist eine gerechte Besteuerung für alle so dringend notwendig und wie gelingt sie? In sechs Videostatements geben Expert:innen Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven.
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Portrait Gabriel Zucman

Reichensteuer. Aber richtig! Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Gabriel Zucman

Dienstag, 27.01.26 17:30 bis 19:00 Berlin Veranstaltung
Milliardär:innen zahlen oft weniger Steuern als die Mittelschicht. Wir sprechen mit dem Ökonomen Gabriel Zucman und weiteren Gästen darüber, warum das so ist und welche Handlungsoptionen es gibt. Live in Berlin oder im Livestream auf Youtube!
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Flyer mit Europaflagge liegt kaputt und schmutzig auf dem Boden.

Tag der Menschenrechte: Faire Lieferketten?

10.12.2025
Unmittelbar vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte schwächt die EU die Lieferkettenrichtlinie massiv ab. Steht die Wettbewerbsfähigkeit im Widerspruch zum Schutz der Menschenrechte?
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Projektseite

Die Staatsverschuldungsfalle im Globalen Süden beenden

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Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Mittwoch, 20.05.26 – Ostpreußisches Landesmuseum, Lüneburg

Jürgen Habermas - Gedenkveranstaltung

Detlef Horster zeigt die innere Entwicklung und Architektur des Habermasschen Werkes auf, der die bundesrepublikanische Demokratie und Wissenschaft durch seine Eingriffe seit 1953 entscheidend…


Mittwoch, 20.05.26 – Stuttgart

Zwischen Heimat und Hiersein – Palästinensische Perspektiven im Dialog. Zwischen Schweigen und Schmerz – Ein Abend des Zuhörens

Der Krieg in Gaza bewegt viele Menschen. Für Palästinenser_innen in Deutschland ist er oft mit tiefer persönlicher Betroffenheit, Trauer, Wut und Ohnmacht verbunden. Zwischen emotionaler Nähe,…


Samstag, 20.06.26 – Gera

FIFA, DFB und Co: Wohin geht's mit unserem Fußball?

Leumnitzer Legendengespräch
FIFA, DFB und Co: Wohin geht's mit unserem Fußball?

Unter dem Eindruck der ersten Tage der Fußball WM der Männer wird sich die Gesprächsrunde unter anderem mit der Frage…


Publikationen

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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