Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Menschenrechte und globale Lieferketten

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Handschlag vor Europaflagge und Grafik einer Weltkarte.

Der „vierte Weg“

10.04.2026 Publikation, Frieden und Sicherheit
Zwischen USA, China und Fragmentierung sucht Europa seine alternative Rolle in einer multipolaren Welt. In unserer neuen Publikation analysieren Moeed Yusuf und Ejaz Haider, warum Europa mit Mittelmächten einen „vierten Weg“ gestalten sollte. Ein...
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Superyacht fährt im Schlingerkurs übers Meer. Helikopter sind an Board.

Steuergerechtigkeit. Aber richtig!

05.02.2026 Video, Rückblick, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Warum ist eine gerechte Besteuerung für alle so dringend notwendig und wie gelingt sie? In sechs Videostatements geben Expert:innen Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven.
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Portrait Gabriel Zucman

Reichensteuer. Aber richtig! Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Gabriel Zucman

Dienstag, 27.01.26 17:30 bis 19:00 Berlin Veranstaltung
Milliardär:innen zahlen oft weniger Steuern als die Mittelschicht. Wir sprechen mit dem Ökonomen Gabriel Zucman und weiteren Gästen darüber, warum das so ist und welche Handlungsoptionen es gibt. Live in Berlin oder im Livestream auf Youtube!
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Flyer mit Europaflagge liegt kaputt und schmutzig auf dem Boden.

Tag der Menschenrechte: Faire Lieferketten?

10.12.2025
Unmittelbar vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte schwächt die EU die Lieferkettenrichtlinie massiv ab. Steht die Wettbewerbsfähigkeit im Widerspruch zum Schutz der Menschenrechte?
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Eine Aktivistin hält einen Fächer mit der Aufschrift "Debt Kills Development" (Schulden töten Entwicklung) während eines Protestes auf dem FfD4-Gipfel der UN hoch.t.

Sevilla als Stunde der Wahrheit in der Schuldenkrise

17.07.2025 Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis hat die 4. Internationale Konferenz für Entwicklungsfinanzierung begleitet und zieht ein gemischtes Fazit.
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Ein junger Mann trägt einen großen Ballen mit rotem Stoff auf dem Kopf. Im Hintergrund blauer Himmel.

Menschenrechte und Globale Lieferketten

Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Lieferkettengesetze helfen Kinderarbeit wirksam zu bekämpfen und globale Lieferketten fairer und zukunftsfähiger zu gestalten. Unsere neue interaktive Karte zeigt, welche gesetzlichen Regelungen es weltweit gibt – und worin sie sich...
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Projektseite

Die Staatsverschuldungsfalle im Globalen Süden beenden

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Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 20.04.26 – online

Feminism & Bookmarks: Emilia Roig mit "Lieber Sohn oder So rettest du die Welt!"

In ihrer Lesung richtet sich Emilia Roig direkt an die nächste Generation – und an uns alle. Persönlich, politisch und berührend spricht sie über Männlichkeit, Verantwortung, Feminismus, Care-Arbeit…


Mittwoch, 22.04.26 – Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin

Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik 2026

Kongress am 22. April 2026


Leider sind keine Anmeldung für die Präsenzteilnahmen mehr möglich. Sie können sich aber gern noch für eine Online-Teilnahme unter folgendem Link anmelden:
Online-Anmeldung…


Dienstag, 28.04.26 – Verdi-Höfe, Hannover

Willkommen in der neuen Welt(un)ordnung

Achtung, der Veranstaltungsort wurde geändert – aktueller Veranstaltungsort: Verdi-Höfe, Goseriede 10, 30159 Hannover

Die Welt, wie wir sie kannten, wird gerade umgewälzt, wir erleben eine…


Publikationen

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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