Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

08.07.2019

EU-Handelsabkommen mit Kolumbien, Peru und Ecuador: Kein Vorbild für Nachhaltigkeit!

»Nachhaltigkeitskapitel« in Abkommen schützen nicht vor Arbeitsrechtsverletzungen und Umweltschäden, so die Bilanz der Zivilgesellschaft.


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Der Deal mit dem Deal

Frankreich rudert zurück beim umstrittenen Handelsabkommen zwischen EU und Mercosur-Ländern, berichtet Susanne Stollreiter im IPG-Journal.


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Zum Schutz verpflichtet

Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Deutsche und europäische Unternehmen müssen sie weltweit einhalten, so Bärbel Kofler im IPG-Journal.


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Alles andere als DDR

Zwischen Staat und Markt muss in der wirtschaftspolitischen Debatte keine Leerstelle klaffen, betont Marius Müller-Hennig im IPG-Journal.


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Rettet den Kapitalismus vor sich selbst

Das neoliberale Modell ist gescheitert. Es ist Zeit für eine progressive kapitalistische Agenda, so Joseph E. Stiglitz im IPG-Journal.


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Keine Handelsabkommen ohne starke Arbeiter_innenrechte

Wie können Gewerkschaften die Arbeiter_innenrechte in Freihandelsvereinbarungen stärken? Interview mit Annie Adviento, Südost-Asien/IndustriALL.

 


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Freitag, 25.10.19 bis Sonntag, 27.10.19 - Duisburg

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der Wertorientierung.

Eine Wirtschaftspolitik der...


Freitag, 01.11.19 bis Samstag, 02.11.19 - Oranienburg

Freihandel adé? - Streit der großen Wirtschaftsnationen und die Folgen für die Weltwirtschaft

Seit Beginn der klassischen Volkswirtschaftslehre ist unter den meisten Ökonomen unstrittig, dass Freihandel allen beteiligten Ländern nützt.

Der Brite David Ricardo hat mit seiner Theorie der...


Freitag, 29.11.19 bis Sonntag, 01.12.19 - Münster

Digitaler Kapitalismus - Herrschaft der Tech-Giganten oder mehr Wohlstand für alle?

Die Digitalisierung verändert unser Wirtschaftssystem. Neben der Transformation von Wertschöp-fungsquellen, Märkten, Geschäftsmodellen und Arbeitsorganisation wirkt sie auch auf wirtschaftliche und...


Publikationen

Schwartz, Chris

Between partnership and punitive tariffs

Prospects for a new U.S-E.U. trade agreement in the new Congress
, 2019

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Rahman, Mustafizur; Bhattarcharya, Debapriya

Graduating LDCs in an evolving WTO

Options and strategies
Geneva, 2019

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Kyurumyan, Artak

Amendments to the tax code in the light of the reasons for, and consequences of, the 2018 revolution in Armenia

Tbilisi, 2019

Publikation herunterladen (2,7 MB PDF-File)


Lesebuch der Sozialen Demokratie ; 2 / Englisch

Bonn, 2019

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Kaiser, Jürgen

20 Jahre nach der Schuldenerlass-Initiative des Kölner G8-Gipfels

Was wurde aus den HIPC-Ländern?
Berlin, 2019

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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