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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Tina Blohm

Wir haben ein Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz! Und nun?

Mehrere Jahre wurde für die Verabschiedung des Lieferkettengesetzes gekämpft. Wie man es interpretieren und nutzen kann, zeigen eine Kurzanalyse von...


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08.12.2021

Wohnen auf weniger als sechs Quadratmetern

Hanois Arbeitsmigrant_innen halten die Stadt am Laufen, aber ihre ohnehin prekären Arbeits- und Lebensbedingungen haben sich während der Pandemie noch...


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17.11.2021

Steuervermeidung verlängert die Pandemie

Der neue State of Tax Justice Report zeigt, dass weltweite Verluste an Steuereinnahmen vor allem durch Steuervermeidung in reichen Industrieländern...


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Tina Blohm

Den Wandel nutzen - Transnationale Taktiken für Arbeiter_innenbewegungen

Für den Übergang von freiwilligen Formen der sozialen Verantwortung von Unternehmen zu einer verpflichtenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gibt...


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Steven Blockmans

Die neue EU-Handelspolitik

Eine Analyse der FES beleuchtet die neue EU-Handelsstrategie. Von besonderem Interesse hierbei: Das Konzept der strategischen Autonomie und die Frage...


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01.09.2021

Zu Tisch!

Der IWF attestiert vielen der ärmsten Länder längst eine untragbare Gesamtverschuldung. Über Fehler und Möglichkeiten der G20 sprach Annette Schlicht...


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltung

TRADE + SUSTAINABILITY HUB

Während sich die handelspolitischen Entscheidungsträger im Dezember zur 12. WTO-Ministerkonferenz #MC12 versammeln, wird die Zivilgesellschaft im Rahmen des ersten #TradeandSustainabilityHub darüber diskutieren, wie Handelspolitik zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. weiter

Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Freitag, 04.02.22 bis Samstag, 05.02.22 - Online

Web-Seminar: Wirtschaft und Soziale Demokratie

Teil 1: Freitag, 04.02.2022, 17:00 bis 20:30 Uhr
Teil 2: Samstag, 05.02.2022, 10:00 bis 13:30 Uhr

Wachstum, sozialer Ausgleich und Nachhaltigkeit

Drei Ziele, die eine Wirtschaftspolitik einer Sozialen...


Publikationen

Tilekeyev, Kanat

Labor market informality in the construction and garment industries of Kyrgyzstan

Disclosure of labor informality è higher labor protection and sustainable economic growth
Bishkek, 2022

Publikation herunterladen (640 KB, PDF-File)


Ćerimagić, Adnan

Challenges and opportunities for Bosnia and Herzegovina

European integration and economic development
Sarajevo, 2021

Publikation herunterladen (230 KB, PDF-File)


Kuhar, Miljenka; Vulinec, Anja; Horvat, Marija

IETO - Inclusive Energy Transition in Southeast Europe

Sarajevo, 2021

Publikation herunterladen (7 MB, PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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