Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

15.10.2020

Die andere zweite Welle

Auf der Jahrestagung von Weltbank und IMF wird auch über die Zukunft der Austerität verhandelt.


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Mirko Herberg

Wie wäre es, wenn die Berliner die gesammelten Daten von Uber besäßen?

Wir dürfen Unternehmen nicht Kontrolle und Macht über unsere Daten überlassen. Was wir stattdessen brauchen, erklärt Parminder Jeet Singh.


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22.09.2020

»Freiwilligkeit funktioniert nicht. Wir brauchen einen gesetzlichen Rahmen!«

Nach über 7 Jahren Rana-Plaza-Einsturz: Über Stärken, Bedeutung und Chancen eines deutschen Lieferkettengesetzes, spricht Bärbel Kofler.


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Versteuert

Keine globale Steuer für Digitalkonzerne mit Trump – Was das für die OECD bedeutet, erklärt der Ökonom Alex Cobham aus Oxford im ipg-journal.


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Vorbei mit der Freiwilligkeit

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen missachtet in ihren Lieferketten Menschenrechte und Sozialstandards. Ein Gesetz ist längst überfällig.


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13.07.2020

»Ja zum Lieferkettengesetz« - das sagt auch die IG BCE

Ein Gesetz soll Unternehmen verpflichten, Menschenrechte und Umweltschutz einzuhalten. Was meint die IG BCE? Klare Worte von Michael Vassiliadis.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 26.10.20 - Regensburg

Biden oder Trump? Die USA vor der Präsidentschaftswahl

Der ohnehin extrem polarisierte Wahlkampf in den USA hat sich in den letzten Tagen noch einmal zugespitzt. Nicht zuletzt haben das würdelose TV-Duell zwischen Trump und Biden sowie die COVID-19...


Mittwoch, 28.10.20 - Frankfurt

Das Forum - Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde

Im Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen und in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Frankfurt am Main zeigen wir den Film "DAS FORUM" - In Zeiten von Populismus und zunehmendem...


Donnerstag, 29.10.20 - online

Das Lieferkettengesetz: ein Weg zu mehr globaler Gerechtigkeit?

Wenn uns Bilder brennender oder eingestürzter Textilfabriken in Ländern des Globalen Südens erreichen, wie vor einigen Jahren in Pakistan oder Bangladesch geschehen, ist der Schock in Deutschland und...


Publikationen

Kappel, Robert

Europa - Afrika

Die Neuorientierung in Angriff nehmen
Berlin, 2020

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Momani, Bessma

Jordan, international financial institutions and social justice

Amman, 2020

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Etzold, Tobias

Influence through cooperation?

Nordic, German and EU interests in the Arctic
Berlin, 2020

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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