Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Cry for me, Argentina

Der Glaube des IWF an „wachstumsfördernde Sparpolitik“ wäre lächerlich, wenn er nicht so schädlich wäre, so Jayati Ghosh im IPG-Journal.


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Westlicher Tunnelblick

Statt Chinas Produktionsstandards zu kritisieren, sollten wir zunächst selbst unsere Ansprüche erfüllen, so Claudia Detsch im IPG-Journal.


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Freihandel allein ist in Afrika auch keine Lösung

Gewerkschaften müssen bei der Umsetzung des afrikanischen Freihandelsabkommens ACFTA mitreden, so Greven und Schulz auf gegenblende.dgb.de.


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06.08.2019

Steuern zahlen müssen alle

Warum Digitalisierung den Reformdruck erhöht, beleuchtet Sarah Ganter in ihrer Bestandsaufnahme für das FES-info Magazin.


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06.08.2019

Monopole eindämmen

Achim Wambach im FES-info-Interview über eine Wirtschaftsordnung für die digitale Ökonomie.


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Tickende Zeitbombe

Ein Green New Deal ist die Antwort auf den Einfluss der Reichen und globale Ungleichheit, so ICRICT-Kommissarin Jayati Ghosh im IPG-Journal.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 23.09.19 - Magdeburg

Managerkreis: Ein modernes Hochschulgesetz für mehr wirtschaftliche Dynamik?!

Derzeit wird in Sachsen-Anhalt über die Novellierung des Hochschulgesetzes diskutiert. Neben vielen anderen Aspekten geht es dabei auch darum, dem Gründungsgeschehen in Sachsen-Anhalt neuen Schwung zu...


Dienstag, 01.10.19 - Harzgerode

Zwischen Idee und Utopie - Das bedingungslose Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte

Die Konzepte um ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) sind vielfältig und zahlreich. Lange Zeit wurde über diese vor allem auf theoretischer Ebene diskutiert und gestritten. Eine erste große...


Dienstag, 01.10.19 - Düsseldorf

Das Kapital sind wir - Zur Kritik der digitalen Ökonomie

Ob es darum geht, die ganze Erde zu kartieren oder alle Freundschaften der Welt zu organisieren - im digitalen Kapitalismus werden Algorithmen zur wichtigsten Maschine, Daten zum essenziellen Rohstoff...


Donnerstag, 24.10.19 - Westfällischer IndustrieclubDortmund

Genossenschaften in der Platformökonomie - Für mehr Solarität im digitalen Kapitalismus

Die Digitalisierung führt zu einem rasanten Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Entwicklung der Plattformökonomie. Dort manifestieren sich auch die...


Freitag, 25.10.19 bis Sonntag, 27.10.19 - Duisburg

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der Wertorientierung.

Eine Wirtschaftspolitik der...


Publikationen

In or out?

The politics of Euro accession for Eastern European member states
Sofia, 2019

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Piątkowski, Marcin

Das Wunder an der Weichsel

Polen ist Europas am schnellsten wachsende Volkswirtschaft
Warschau, 2019

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Gnanguênon, Amandine

Eine Kooperation mit variabler Geometrie

die Afrikanische Union und die regionalen Wirtschaftsgemeinschaften
Berlin, 2019

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Gnanguênon, Amandine

A cooperation of variable geometry

the African Union and regional economic communities
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (1 MB)


The future of employment in the car sector

Four country perspectives from Central and Eastern Europe
Prag, 2019

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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