Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Menschenrechte und globale Lieferketten

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Grafik einer weiblichen Person, die auf drei Weltkugeln schaut, die sich bewegen.

Welttag für menschenwürdige Arbeit: Wo sind die Stimmen der Arbeiterinnen, wenn Handelskonflikte zuschlagen?

01.10.2026 Publikation, Gender Weltweit, Gewerkschaften international
In Madagaskar haben Beschäftigte eigentlich ein gesetzliches Mitspracherecht. Doch nachdem die USA das Land mit Zöllen belegt hatten und das AGOA-Handelsabkommen ausgelaufen war, saßen Arbeiterinnen der Textilindustrie nicht mit am Verhandlungstisch....
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EIne gewundene Straße im reduzierten Comicstil mit einem roten Arbeiter mit Helm

Der geschrumpfte American Dream

16.09.2026 Die Welt gerecht gestalten | Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung Publikation, Die Welt gerecht gestalten, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Eine neue FES-Studie zeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das US-amerikanische Aufstiegsversprechen verändert und warum die Frage nach sozialer Sicherheit weit über die USA hinausweist.
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Logistikpark im Westen der Tschechischen Republik mit LKWs in Lagerhallen.

Ungerechtigkeit im Paket

10.09.2026 Interview, Flucht, Migration, Integration, Migrationspolitik
Über prekäre Arbeitsbedingungen von Ukrainer:innen in der tschechischen Logistikbranche und die Rolle deutscher Unternehmen sprechen wir mit dem tschechischen Rechtsanwalt Martin Rozumek.
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Eine Frau guckt sich einen Astronautenanzug an, der in einem Glaskasten ausgestellt ist.

China als Weltraummacht

21.07.2026 News, Publikation
China baut seine Rolle im All rasant aus – technologisch, wirtschaftlich und geopolitisch. Unsere Studie von Lea Thome zeigt, welche Chancen, Risiken und politischen Handlungsoptionen sich daraus für Deutschland und Europa ergeben.
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E-Bikes für den Lebensmittellieferservice, die mit Lieferboxen ausgestattet sind, stehen am Straßenrand.

Ein Mensch muss das letzte Wort haben

02.07.2026 Gewerkschaften und gute Arbeit, Gewerkschaften international
Das neue ILO-Übereinkommen zur Plattformarbeit stärkt die Rechte von Beschäftigten. Gegen den Widerstand vieler Plattformunternehmen trugen die Gewerkschaften entscheidend dazu bei. Was bedeutet das konkret? Darüber sprachen wir mit Monica Tepfer vom...
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Symbolbild: Menschen gehen an den sehr farbenfrohen Flaggen verschiedener Nationen vorbei.

Wer gestaltet die (neue) Weltordnung?

21.05.2026 Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Mittelmächte könnten entscheidend dazu beitragen, die internationale Zusammenarbeit neu zu beleben. Was unterscheidet ihren Ansatz vom alten Blockdenken? Unsere politische Einordnung des vielbeachteten Artikels von Stewart Patrick liefert Impulse für...
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Projektseite

Die Staatsverschuldungsfalle im Globalen Süden beenden

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Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Mittwoch, 07.10.26 – Köln

Lesung: Wolfswelt - Strategien für Europa nach dem Zusammenbruch der liberalen Weltordnung

Die Rückkehr der Großmächtekonkurrenz und der geoökonomischen Rivalität bringt das globale Machtgefüge aus dem Gleichgewicht. Dabei erklärt ausgerechnet der Hegemon die liberale Weltordnung für…


Dienstag, 13.10.26 – Großer Sitzungssaal Landratsamt, Pforzheim

Globale Krisen, Lokale Verantwortung – Perspektiven zu Palästina

Wie lässt sich über Palästina sprechen – differenziert und offen; selbst dann, wenn Sichtweisen und Einschätzungen auseinandergehen? Auf welchen Ebenen müssen diese Gespräche stattfinden und welche…


Freitag, 16.10.26 – Caspar-Hedio-Haus, Ettlingen

Solidarity: Film und Diskussion

Solidarität ist eines der wertvollsten Prinzipien menschlicher Gemeinschaften – und zugleich ein zutiefst widersprüchliches. Sie kann als universeller Anspruch verstanden werden, sich um alles…


Publikationen

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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