Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Menschenrechte und globale Lieferketten

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Menschen müssen Vorrang vor Profiten haben

02.11.2017 News, Flucht, Migration, Integration, Fluchtursachen, Migrationspolitik, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung, Handel
Für eine Weltwirtschaftsordnung, die sich nicht einseitig an Profitinteressen orientiert.
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Imbiss zahlt mehr Steuern als Großkonzern

05.02.2018 News, Flucht, Migration, Integration, Fluchtursachen, Migrationspolitik, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung, Handel
Steuerhinterziehung hat weltweit absurde Ausmaße angenommen und nimmt Menschen ihre Perspektive. Dabei kann Transparenz hergestellt werden.
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Menschenrechte, Transparenz, Steuern: Zur (Un-)Verantwortung transnationaler Konzerne

23.02.2018 Global Economy and Corporate Responsibility, Interview, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Interview mit Claudia Detsch zum FES-Projekt „Transnationale Konzerne“.
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Ohne Steuergerechtigkeit keine Entwicklung

06.03.2018 Global Economy and Corporate Responsibility, Trade, Rückblick, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung, Handel
Diskussion in New York kritisierte verbreitetes Verständnis von "illegitimen Finanzströmen" und unpolitische G20-Platform.
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Ein Gesetz am Ende des Tunnels?

25.04.2018 News, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung, Unternehmen
In zwei Jahren entscheidet die Bundesregierung, ob sie Unternehmen zum Menschenrechtsschutz verpflichtet – der Weg dahin ist kritisch.
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Die Zukunft der Arbeit beginnt jetzt!

27.04.2018 Global Economy and Corporate Responsibility | International Trade Union Policy | Gute Arbeit, faire Löhne | Gewerkschaften international | Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung Global Economy and Corporate Responsibility, International Trade Union Policy, Publikation, Gute Arbeit, faire Löhne, Gewerkschaften international, Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Wie der Wandel in Lateinamerika gestaltet werden kann.
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Projektseite

Die Staatsverschuldungsfalle im Globalen Süden beenden

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Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 02.03.26 – Kino Atelier, Tübingen

Until we talk - Film & Diskussion

Als Rami Elhanans 14-jährige Tochter in Jerusalem bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag ums Leben kommt, beginnt für ihn eine lange Phase des Ringens um Antworten. In dieser Zeit lernt er den…


Mittwoch, 04.03.26 – Berlin

Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Algerien: Eine Chance für wen?

Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Algerien: Eine Chance für wen?

Fachgespräch in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund am 4. März 2026, 18:00-19:30 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung,…


Donnerstag, 05.03.26 – Kulturzentrum, Bad Belzig / online

Auftaktveranstaltung der Brandenburgischen Frauenwochen 2026 "WTF - Wut trifft Feminismus"

Die Veranstaltung findet vor Ort statt und wird als Live-Stream ins Internet übertragen.
Sowohl für die Teilnahme in Präsenz als auch digital ist eine Anmeldung über den Frauenpolitischen Rat bis zum…


Publikationen

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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