Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

17.10.2019

Ecuador: Die katastrophalen Folgen eines IWF-Kredits

Die massiven Unruhen waren möglicherweise nur ein Auftakt, denn die Unzufriedenheit angesichts des Rechtsrucks der Regierung Moreno wächst.


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Die neue Macht der Städte

Wie Afrikas wachsende Städte die Politik auf den Kopf stellen und über die Zukunft des Kontinents entscheiden.


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08.10.2019

Ankündigung der Studie "G20 Compact with Africa: The Audacity of Hope"

Im Auftrag der FES ergründen Robert Kappel und Helmut Reisen die Wirkung des CwA und geben Politikempfehlungen.


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08.10.2019

Eine gerechte und umfassende Lösung

Die ICRICT-Kommission buchstabiert aus, worauf es bei der Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung ankommt.


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01.10.2019

Digitalisierung alleine macht die Welt nicht gerechter

Angeblich stärkt die Digitalwirtschaft Frauen. Im Webinar erklären Expertinnen, warum das ein Mythos ist und was wirklich funktioniert (auf Englisch).


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Piketty greift wieder an

Ungleichheit im Kapitalismus ist gewollt, so Thomas Piketty (ICRICT) in seinem neuen Werk. Laut Eduardo Febbro (IPG) bietet er Alternativen.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Donnerstag, 24.10.19 - Westfällischer IndustrieclubDortmund

Genossenschaften in der Platformökonomie - Für mehr Solarität im digitalen Kapitalismus

Die Digitalisierung führt zu einem rasanten Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Entwicklung der Plattformökonomie. Dort manifestieren sich auch die...


Freitag, 25.10.19 bis Sonntag, 27.10.19 - Duisburg

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der Wertorientierung.

Eine Wirtschaftspolitik der...


Donnerstag, 07.11.19 - München, Evangelische Stadtakademie

Kapitalismus und Kommunismus in Harmonie?

Der Wandel der Kommunistischen Partei Chinas

Vortragsreihe CHINA verstehen

Obwohl Kommunismus und Kapitalismus als Ideologien einander entgegengesetzt sind, haben sie sich in Chinas Regierungspraxis als...


Montag, 11.11.19 - Potsdam

Trump again? - Die USA ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen

Eines scheint sicher zu sein: Der 45. Präsident der USA, Donald Trump, wird für die Republikaner als ihr Kandidat 2020 in das nächste Rennen um das Weiße Haus gehen.

Ob bis dahin ein...


Dienstag, 19.11.19 - Düsseldorf

Geteilter Wohlstand. Wie gelingt eine progressive Wirtschaftspolitik?

Weltweit trübt sich die Stimmung hinsichtlich der konjunkturellen Lagen zunehmend ein. Außenwirtschaftliche Unsicherheiten bestimmen das Tagesgeschehen. Der Brexit sowie der Handelskonflikt zwischen...


Publikationen

Kopsieker, Fritz

Ghana Beyond Aid

Ein neuer Aufbruch oder viel Rauch um wenig?
Berlin, 2019

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Kaiser, Jürgen

20 years after the Cologne Debt Initiative

What became of the HIPC countries?
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (250 KB, PDF-File)


Sinclair, Scott; Trew, Stuart

Taking stock of CETA

Early impacts of the EU-Canada Comprehensive Economic and Trade Agreement
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (210 KB, PDF-File)


Grabosch, Robert

Unternehmen und Menschenrechte

Gesetzliche Verpflichtungen zur Sorgfalt im weltweiten Vergleich
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (3,5 MB PDF-File)


In or out?

The politics of Euro accession for Eastern European member states
Sofia, 2019

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Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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