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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

Ausbeutung im Takt der App

10.05.2022

Indiens Plattformökonomie wächst rasant. Das bringt neue Jobs aber auch Unsicherheit. Ein Beitrag von Anup Srivastava.


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Kann eine Reform des globalen Steuersystems helfen, die Not afrikanischer Frauen zu lindern?

26.04.2022

Chenai Mukumba vom Tax Justice Network Africa ist skeptisch, ob dies gelingt. Warum, erklärt sie in einem neuen FES W7-Blogbeitrag.


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Schutz von Frauen in globalen Lieferketten? Nur mit geschlechtergerechten Gesetzen!

08.04.2022

Multinational agierende Unternehmen haben es bisher verpasst, Frauenrechte ausreichend zu schützen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Ein neuer...


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Ins Visier nehmen: Die Suche nach Oligarchengeldern und der Kampf gegen Steuervermeidung

05.04.2022

Schätzungen zufolge halten Putin-nahe Oligarchen bis zu eine Billion US-Dollar im Ausland versteckt. Ein globales Vermögensregister könnte helfen...


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Wiederaufbau – aber geschlechtergerecht!

31.03.2022

Für eine Wirtschaftsordnung, die Frauen und Mädchen in den Fokus rückt. Ein FES W7-Blogbeitrag von Marianna Leite, Juristin, Forscherin und Aktivistin...


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EU-Lieferkettengesetz: Menschenrechte vor Gewinn

Globale Verantwortung für Lieferketten: Dazu will die EU Unternehmen nun gesetzlich verpflichten. Ein Kommentar von Franziska Korn im ipg-journal.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltung

TRADE + SUSTAINABILITY HUB

Während sich die handelspolitischen Entscheidungsträger im Dezember zur 12. WTO-Ministerkonferenz #MC12 versammeln, wird die Zivilgesellschaft im Rahmen des ersten #TradeandSustainabilityHub darüber diskutieren, wie Handelspolitik zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. weiter

Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 30.05.22 bis Dienstag, 31.05.22 - Berlin

Tag der progressiven Wirtschaftspolitik / Preisverleihung Hans-Matthöfer-Preis

Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik

Online-Kongress vom 30. - 31. Mai 2022

Weitere Informationen zu den einzelnen Themen, Terminen und Referent_Innen sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: Zur...


Freitag, 25.11.22 bis Sonntag, 27.11.22 - Berlin

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Wirtschaft und Soziale Demokratie

Eine moderne Wirtschaftspolitik der Sozialen Demokratie ist nicht nur eine Frage der richtigen Instrumente. Sie ist eine Frage der richtigen Ziele, der...


Publikationen

Becker, Astrid

The Escazú agreement

Its effect on Latin America's economy and trade policy
Berlin, 2022

Publikation herunterladen (60 KB, PDF-File)


Becker, Astrid

Das Abkommen von Escazú

Auswirkungen des Abkommens auf die Wirtschaft Lateinamerikas und seine Handelspolitik
Berlin, 2022

Publikation herunterladen (70 KB, PDF-File)


Western Balkans manifesto for the future of Europe

Sarajevo, 2022

Publikation herunterladen (1,4 MB PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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