Arbeit

Blick auf eine mehrstöckige Fensterfront, hinter der vereinzelt Personen vor oder an ihren Arbeitsplätzen zu sehen sind.
Urheber: picture alliance / imageBROKER | Manfred Schmidt

Arbeit bedeutet Teilhabe

Arbeit nimmt einen zentralen Stellenwert in unserem Leben ein und ist Grundlage gesellschaftlichen Wohlstands. Die überwiegende Mehrheit aller Menschen geht einer Erwerbstätigkeit nach, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Ihr Einkommen bestimmt, in welchem Maß sie teilhaben können an Bildung, Kultur oder Konsum.

Häufig hängt ebenfalls der Zugang zur sozialen Sicherung, etwa zur Rente, davon ab. Damit kommt Arbeit auch eine politische Funktion zu. Denn materielle Sicherheit und Teilhabe beeinflussen das gesellschaftliche Klima und die Einstellung zum politischen System deutlich.


Beiträge zu Arbeit

  • Veranstaltung
  • Arbeit
  • Gewerkschaften national

Tariftreue: Meilenstein erreicht! Was bleibt zu tun?

Die Vergabetagung 2026 bewegt sich thematisch zwischen einer ersten Bestandsaufnahme zum „Meilenstein BTTG“ sowie den zukünftigen Perspektiven einer strategischen Neuausrichtung öffentlicher Beschaffung in der EU und damit auch in...

Symbolbild Vergabetagung
Urheber: FES/bergsee, blau
  • Rückblick
  • Arbeit

Investitionen bekommt das Land! Und gute Arbeitsbedingungen?

Rückblick auf die gemeinsame Fachtagung von DGB, Faire Mobilität, dem PECO-Institut/IG BAU und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 30.06.2026.

  • Arbeit
  • Gute Arbeit, faire Löhne
  • Gewerkschaften und gute Arbeit

Rückschau auf die Vergabetagung 2025

Am 15. Oktober 2025 diskutierten auf Einladung der FES und des DGB zahlreiche Gäste über den neuerlichen Anlauf für ein Bundestariftreuegesetz und eine Vereinfachung des Vergaberechts durch ein Vergabebeschleunigungsgesetz.

Blick auf das Podium im Rahmen der Tagung
Urheber: FES/bundesfoto/Kurc
  • Arbeit
  • Gender
  • Soziales

Macht Zeit gerecht!

Zum internationalen Frauentag wollen wir einmal mehr zeigen: Zeit immer noch eine Frage des Geschlechts.

Illustration: Eine Frau rennt in einer großen Uhr, um sie herum sind Menschen in verschiedenen Situationen, z.B. bei der Arbeit, auf dem Rad
Urheber: Goldland Media

Veranstaltungen

Umkämpfte Zeit – Die Geschichte vom Achtstundentag

Der Achtstundentag war und ist ein Symbol für ein besseres Leben für alle. Bereits 1817 prägte der britische Sozialreformer Robert Owen die Losung: „Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit, acht…

Politisches Parcourstraining: "Wie viel Klasse steckt in der Mitte?" Studienvorstellung und Diskussion

Erwerbsklassen und ihr Blick auf Arbeit, Gesellschaft und Politik Wir sehen derzeit im politischen Raum, dass fast alle politischen Parteien für sich in Anspruch nehmen, Politik für die „arbeitende…

Zukunft Rente - Wie ein starkes System für alle Generationen gelingen kann

Teil 1: 08. Oktober, 17.00-20.00 Uhr onlineTeil 2: 10. Oktober, 10.00 Uhr - 11. Oktober, 15.00 Uhr: Jugendherberge DüsseldorfDas Rentensystem steht derzeit so stark zur Debatte, wie lange nicht mehr:…

Publikationen

Az üzemi tanácsok jogainak érvényesülése a gyakorlatban

Dura, Mirjam ; Kisgyörgy, Sándor | Budapest : Friedrich-Ebert-Stiftung, 2026 szeptember

kutatási zárótanulmány

The Transnistrian region in 2026

Munteanu, Igor ; Veaceslav, Ioniţă | Chisinau : Friedrich-Ebert-Stiftung, September 2026

structural crisis, economic convergence and prospects for reintegration

Situación del sistema de inspección laboral en Colombia, Ecuador y Perú

Chunga Fiestas, Federico | Quito-Ecuador : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. FES-ILDIS, Septiembre 2026

Regiunea transnistreană în 2026

Munteanu, Igor ; Veaceslav, Ioniţă | Chişinău : Friedrich-Ebert-Stiftung, Septembrie 2026

criză structurală, convergenţă economică şi perspective de reintegrare



Arbeit im Fokus

Für die meisten von uns sichert das Arbeitseinkommen die Existenz und ermöglicht uns, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Einer Arbeit nachzugehen, bedeutet jedoch weit mehr: Erwerbstätigkeit ermöglicht soziale Kontakte und sozialen Austausch, kann sinnstiftend und abwechslungsreich sein, Anerkennung und Wertschätzung vermitteln. Umgekehrt können geringe Einkommen, unsichere Beschäftigungsverhältnisse oder Überbeanspruchung sehr belasten.

Das Leitbild „Gute Arbeit“ steht weltweit für eine moderne, humane Arbeitswelt mit fairen Einkommen, beruflicher und sozialer Sicherheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zudem sind Entwicklungsperspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten sowie Arbeitnehmermitbestimmung elementar. Eine starke Interessenvertretung durch repräsentative, demokratische und unabhängige Gewerkschaften ist hierfür unverzichtbar.

Die Herausforderungen an die Arbeitsmarktpolitik weltweit sind mannigfaltig

In zahlreichen Ländern jedoch gehört die Verletzung grundlegender Arbeitsstandards nach wie vor zum Alltag. Insbesondere in Entwicklungsländern ist ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung im informellen Sektor tätig. In der sogenannten Schattenwirtschaft arbeiten sie ohne staatlichen Schutz oder soziale Absicherung. Aber auch in Entwicklungs- und Schwellenländern sind bereits weitreichende Erfolge bei Arbeitnehmer_innenrechten und beim Ausbau sozialer Sicherungssysteme erzielt worden, die es für wirtschaftlich schwierigere Zeiten zu sichern gilt.

Innerhalb der EU sind die sozialen Unterschiede eklatant: Durchschnittsverdienste, Arbeitslosenrate oder das soziale Netz klaffen zwischen Ländern wie Finnland und Rumänien weit auseinander. Brüssel hat nur wenige Kompetenzen in der Sozial- und Arbeitsgesetzgebung. Gleichwohl haben EU-Parlament, Rat und Kommission mit der Verabschiedung der Europäischen Säule Sozialer Rechte die Debatte um die soziale Dimension Europas wieder auf die Tagesordnung gehoben. Vorschläge zum Aufbau einer Europäischen Arbeitsbehörde, zum europäischen Mindestlohn oder zur Ausweitung des Sozialschutzes auf atypische Beschäftigungsformen und Selbständige sind einige Beispiele.

Alte und neue Tendenzen am deutschen Arbeitsmarkt treffen aufeinander

Das Wirtschafts- und Sozialmodell in Deutschland ändert sich. Die Spaltung in "gute" und "schlechte" Arbeitsplätze nimmt zu. Die Grenzen zu überwinden, wird schwieriger. Der demografische Wandel führt zu Fachkräftemangel, ebenso dazu, dass ältere Arbeitnehmer_innen länger im Berufsleben bleiben. Immer öfter sind beide Geschlechter berufstätig. Moderne Arbeitszeitmodelle sind nötig, damit Beschäftigte den vielfältigen Verpflichtungen sei es in Erziehung oder Pflege gerecht werden können. Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie haben die deutsche Arbeitsgesellschaft über Jahrzehnte geprägt. Nun stehen sie vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Tarifbindung ist seit Jahren rückläufig, die betriebliche Mitbestimmung verliert an Boden. Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen hoch. Das wiederentdeckte Konzept des öffentlich geförderten Arbeitsmarktes soll helfen, ihnen neue Teilhabechancen zu eröffnen.

Die Digitalisierung verlangt nach neuen Antworten

Der digitale Wandel wird die Arbeitsgesellschaften weltweit prägen - wenngleich in unterschiedlichem Tempo und Ausmaß. Ob zum Guten oder Schlechten, hängt nicht zuletzt von der Ausgestaltung durch Politik und Sozialpartner ab. Einerseits werden Arbeitsplätze verschwinden, andererseits erschließen innovative Geschäftsmodelle neue Tätigkeitsfelder. Während mobiles Arbeiten Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht, braucht es gleichzeitig Schutz vor ständiger Erreichbarkeit. Zwar bieten Plattformen für private, haushaltsnahe Dienstleistungen gering Qualifizierten unkomplizierten Zugang zum Arbeitsmarkt. Allerdings bergen sie zweifelsohne die Gefahr, prekäre Ausprägungen der Solo-Selbständigkeit zu fördern und Risiken einseitig auf die Plattformarbeiter_innen abzuwälzen.

Die Aus- und Weiterbildung gewinnt weiter an Bedeutung

Die Erwerbsbiografien der Zukunft werden stärker als bisher von Umbrüchen geprägt sein. Die berufliche Ausbildung, die wesentlichen Anteil an der deutschen Wettbewerbsfähigkeit hat, wird immer wichtiger. Sie muss den Arbeitskräften von morgen zu einem breiten Spektrum an Wissen und (sozialen) Fähigkeiten verhelfen, um diese auf den stetigen Wandel vorzubereiten. Aus gleichen Gründen steigt der Wert der Weiterbildung. So steht nicht nur die Arbeitsmarktpolitik, sondern auch der Sozialstaat vor neuen Aufgaben: Wie kann sichergestellt werden, dass Jede_r das Recht, das Geld und die Zeit zur Weiterbildung oder zum beruflichen Neustart hat, wenn sich die Notwendigkeit dazu stellt?

Das macht die FES

Die aufgezeigten Herausforderungen sind nicht alle neu – aber viele von ihnen verlangen nach neuen Antworten. Die FES bringt im In- und Ausland Politik, Sozialpartner, Verbände und Wissenschaft zusammen, um Strategien und Konzepte für Gute Arbeit, einen nachhaltigen Ausbau der Arbeitnehmerbeteiligung und eine zukunftsgerichtete Aus- und Weiterbildungspolitik zu erarbeiten. Sie leistet Politikberatung und fördert den öffentlichen Dialog durch Publikationen und Veranstaltungen.

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