Themenportal Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales

  • Kinderhände mit Plastikzahlen spielen

    Schuleingangsuntersuchungen für Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit nutzen

    11.03.2026 Publikation, Bildung, Soziales
    Soziale Ungleichheit prägt Bildungs- und Teilhabechancen. Um Kinder aus benachteiligten Familien wirksam zu unterstützen, brauchen Kommunen kleinräumige Daten. Schuleingangsuntersuchungen können...
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  • Ungleiche Wohnraumverteilung

    11.03.2026 Publikation, Wohnen
    Angesichts des Wohnungsmangels sollte der Bestand besser genutzt werden. Eine gerechtere Verteilung, etwa durch Wohnungstausch oder Downsizing-Anreize, ist eine wichtige, ressourcenschonende Ergänzung...
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  • Erbschaften fair besteuern

    20.02.2026 Publikation, Finanzen
    Eine Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist dringend erforderlich. Die Autor:innen des Impulspapiers liefern Ansätze, von denen sowohl Bürger:innen als auch Unternehmen profitieren würden.
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  • Baustelle von Mehrfamilienwohnhäusern

    Gemeinnütziger Wohnungsbau in Österreich: ein nachhaltiges Finanzierungsmodell

    24.11.2025 Publikation, Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales, Wohnen, Soziales
    Der gemeinnützige Wohnungsbau könnte auch hierzulande neben dem kommunalen Wohnungsbau zu signifikant mehr bezahlbarem Wohnraum beitragen – wie das gelingt, zeigt das österreichische Modell.
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Wirtschaft:
Vera Gohla
030 26935-8331
Vera.Gohla(at)fes.de

Finanzen:
René Bormann
0228 883-8312
Rene.Bormann(at)fes.de

Ökologie:
Jonathan Overmeyer
030 26935-7129
Jonathan.Overmeyer(at)fes.de

Soziales:
Iva Figenwald
0228 883-8309
Iva.Figenwald(at)fes.de

 

Wirtschaft

Zentrales Ziel des Wirtschaftens ist es, den Wohlstand und die Lebensqualität aller Menschen zu erhöhen. Mehr Wachstum und Wohlstand im quantitativen und qualitativen Sinne für breite Bevölkerungsgruppen, mehr gute Arbeit ... weiter

Finanzen

Mit seiner Steuer-, Abgaben- und Ausgabenpolitik trägt der Staat wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik, zur Teilhabe breiter Bevölkerungsgruppen und zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Damit er seine Aufgaben adäquat … weiter

Ökologie

Mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften bringen wir die Erde an ihre Belastungsgrenze. Es ist höchste Zeit umzudenken und zu handeln, um die Natur und damit die Lebensgrundlagen aller Menschen für zukünftige Generationen zu bewahren. weiter

Soziales

Die sozialen Sicherungssysteme sind das Fundament des Sozialstaats in Deutschland. Ihr Erfolg hat dazu beigetragen, dass Lebensrisiken abgesichert wurden und sich die Bürger_innen auf den Staat verlassen konnten. weiter

Veranstaltungen

Montag, 30.03.26 – Rathaus Marburg, Marburg

Ausstellung "Wohnen im Umbruch. Ein Zuhause für Alle!"

Wenn sich die Lebenssituation verändert, verändern sich auch die Bedarfe beim Wohnen. Der Auszug aus dem Elternhaus, Familiengründung, Trennung, Eintritt in den Ruhestand, hohes Alter und…


Montag, 30.03.26 – Rathaus Marburg, Marburg

Vernissage zur Ausstellung "Wohnen im Umbruch. Ein Zuhause für Alle!"

Wenn sich die Lebenssituation verändert, verändern sich auch die Bedarfe beim Wohnen. Der Auszug aus dem Elternhaus, Familiengründung, Trennung, Eintritt in den Ruhestand, hohes Alter und…


Mittwoch, 08.04.26 – Online , Online

Zwischen Freihandel und Nachhaltigkeit- Das Mercosur-Abkommen auf dem Prüfstand

Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) steht für große Chancen – und ebenso große Kontroversen. Während die EU und…


Publikationen

Čalovska Dimovska, Neda / Чаловска Димовска, Неда ; Stoimenovska, Tatjana / Стоименовска, Татјана

Do rodova ednakvost preku lokalni politiki za poddrška na griža za decata / До родова еднаквост преку локални политики за поддршка на грижа за децата

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Adil, Fareeha ; Ansari, Nadia ; Jawwad, Alishba

Advancing economic and social rights in Pakistan through care-inclusive social protection

towards gender-just governance

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Skučienė, Daiva

Distributional justice of Lithuania's pension system

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Die Steigerung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes ist ein wichtiges wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Ziel. Lange Zeit stand dabei fast ausschließlich die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als zentrales Wohlstandsmaß im Fokus der Debatte. Schon seit einiger Zeit setzt sich aber in Politik und Gesellschaft immer mehr die Einsicht durch, dass dieser Blick zu kurz greift.

Denn die Höhe des Bruttoinlandsprodukts sagt alleine noch nicht viel über den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand aus. Vielmehr setzt sich dieser sowohl aus materiellen als auch immateriellen Elementen zusammen. Zu beachten ist daher auch, wie der Wohlstand zustande kommt und wie nachhaltig er gesichert ist. Kommt das Wirtschaftswachstum nur wenigen zugute, ist es mit niedrigen Löhnen und schlechter Arbeit oder mit negativen gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen verbunden, dann schwindet der Beitrag, den das Wirtschaftswachstum zum Wohlstand leisten kann.

Wohlstand breit denken – ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial

Tatsächlich tragen eine Vielzahl an Akteuren, Institutionen und Politiken zum gesamtgesellschaftlichen Wohlstand bei: die Wirtschaft in Gestalt einer Vielzahl an Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, indem sie über Produktions- und Produktivitätssteigerungen sowie durch Produktinnovationen höhere Einkommen und mehr Konsummöglichkeiten schaffen, der Staat, indem er durch die Bereitstellung öffentlicher Güter und Dienstleistungen oder auch durch direkte und indirekte Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen positiv auf die Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung einwirkt.

Hinzu kommen die Umwelt und das Klima, die die Lebensqualität und damit den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand ebenfalls maßgeblich beeinflussen; ebenso die sozialen Sicherungssysteme, die dazu beitragen, Lebensrisiken abzusichern sowie individuelle Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale zu stärken und so die wirtschaftliche Dynamik und die Teilhabe breiter Bevölkerungsgruppen an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung fördern. Wohlstand muss daher – auch von der Politik – breit definiert und breit gedacht werden, nämlich ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial.

Nachhaltig handeln – ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial

Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, bei Fragen zur Steigerung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes nur das Wirtschaftswachstum bzw. rein ökonomische Aspekte in den Mittelpunkt zu stellen, denen sich alle anderen Lebens- und Politikbereiche unterzuordnen haben. Vielmehr müssen alle Bereiche gleichberechtigt in den Fokus genommen werden.

Aus ökonomischer Sicht gilt es, die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken, den Strukturwandel zukunftsorientiert zu gestalten und Risiken für die Stabilität der Wirtschaftsentwicklung zu reduzieren. Aus fiskalischer Sicht gilt es, die Staatstätigkeit und die Staatsfinanzen auf der Einnahmen- wie auf der Ausgabenseite stabilitätskonform und sozial gerecht zu gestalten. Aus ökologischer Sicht gilt es, den Ressourcenverbrauch der Wirtschaft und Gesellschaft zu verringern und die Umwelt und das Klima nachhaltig zu schützen. Und aus sozialer Sicht gilt es, die großen Lebensrisiken gemeinschaftlich abzusichern und durch sozialstaatliche Maßnahmen gleiche Lebenschancen und Teilhabe für alle zu garantieren, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die ökonomische und politische Stabilität und damit auch den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu sichern.

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