Themenportal Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales

  • 23.09.2020 | Soziales

    Europas soziale Resilienz stärken – Verbindlichkeit der EU-Sozialpolitik als Antwort auf neue Herausforderungen

    von Björn Hacker


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  • 18.09.2020 | Finanzen

    Geldpolitik in Europa: Die EZB als progressive Kraft?

    von Jörg Bibow


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  • 21.09.2020 | Klimawandel, Energie und Umwelt | Wirtschaft | Ökologie | Publikation | News

    Umdenken!

    Eine gezielte Reform der Subventionen für fossile Energieträger im Stromsektor bring den Klimaschutz voran und hilft bei der Gestaltung des...


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  • 16.09.2020 | Digitalisierung | Ökologie

    Digitalisierung und Nachhaltigkeit – die unterschätzten zwei Seiten derselben Medaille

    von Rita Schwarzelühr-Sutter


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  • Themen
    Wirtschaft

    Wirtschaft

    Zentrales Ziel des Wirtschaftens ist es, den Wohlstand und die Lebensqualität aller Menschen zu erhöhen. Mehr Wachstum und Wohlstand im quantitativen und qualitativen Sinne für breite Bevölkerungsgruppen, mehr gute Arbeit ... weiter

    Finanzen

    Finanzen

    Mit seiner Steuer-, Abgaben- und Ausgabenpolitik trägt der Staat wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik, zur Teilhabe breiter Bevölkerungsgruppen und zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Damit er seine Aufgaben adäquat … weiter

    Ökologie

    Ökologie

    Mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften bringen wir die Erde an ihre Belastungsgrenze. Es ist höchste Zeit umzudenken und zu handeln, um die Natur und damit die Lebensgrundlagen aller Menschen für zukünftige Generationen zu bewahren. weiter

    Soziales

    Soziales

    Die sozialen Sicherungssysteme sind das Fundament des Sozialstaats in Deutschland. Ihr Erfolg hat dazu beigetragen, dass Lebensrisiken abgesichert wurden und sich die Bürger_innen auf den Staat verlassen konnten. weiter

Veranstaltungen

Montag, 11.05.20 bis Donnerstag, 31.12.20 - Online

ONLINE-UMWELTWORKSHOP: No Planet B? Was tun? Was tun?

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler_innen bereits vor gefährlichen Klimaauswirkungen. Trotzdem wurde dieses Thema in Deutschland lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. In den vergangenen...


Dienstag, 22.09.20 - online

Arbeiten 4.0 - digital und global: Globale KI Ethik - Grenzlose Chancen oder Grenzerfahrung?

Arbeit 4.0 - digital und global. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Gestaltung von Algorithmen fußt...


Freitag, 25.09.20 - Adorf

Adorf zwischen Tradition und Moderne. Wege in die 'Goldenen 2020er Jahre'. Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus im Dreiländereck

Ort: Adorf, Ratskeller, Markt 1

Adorf hat viele Ideen, wie die Stadt in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden soll. Das reicht von der "Möglichmacherei", der Initiative Stadtentwicklung und...


Publikationen

Das Klima-Handbuch für Kommunen

Den solidarisch-ökologischen Wandel erfolgreich gestalten
München, 2020

Publikation herunterladen (1,5 MB PDF-File)


Ebert, Thomas

Das Dilemma der Alterssicherung

Plädoyer für eine umfassende Systemreform
Bonn, 2020

Publikation herunterladen (700 KB, PDF-File)


Zerzawy, Florian; Liss, Fabian; Paoli, Lea

Umdenken!

Industrieausnahmen reformieren, Innovationen fördern, Klimaneutralität ermöglichen
Bonn, 2020

Publikation herunterladen (550 KB, PDF File)


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Die Steigerung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes ist ein wichtiges wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Ziel. Lange Zeit stand dabei fast ausschließlich die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts als zentrales Wohlstandsmaß im Fokus der Debatte. Schon seit einiger Zeit setzt sich aber in Politik und Gesellschaft immer mehr die Einsicht durch, dass dieser Blick zu kurz greift.

Denn die Höhe des Bruttoinlandsprodukts sagt alleine noch nicht viel über den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand aus. Vielmehr setzt sich dieser sowohl aus materiellen als auch immateriellen Elementen zusammen. Zu beachten ist daher auch, wie der Wohlstand zustande kommt und wie nachhaltig er gesichert ist. Kommt das Wirtschaftswachstum nur wenigen zugute, ist es mit niedrigen Löhnen und schlechter Arbeit oder mit negativen gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen verbunden, dann schwindet der Beitrag, den das Wirtschaftswachstum zum Wohlstand leisten kann.

Wohlstand breit denken – ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial

Tatsächlich tragen eine Vielzahl an Akteuren, Institutionen und Politiken zum gesamtgesellschaftlichen Wohlstand bei: die Wirtschaft in Gestalt einer Vielzahl an Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, indem sie über Produktions- und Produktivitätssteigerungen sowie durch Produktinnovationen höhere Einkommen und mehr Konsummöglichkeiten schaffen, der Staat, indem er durch die Bereitstellung öffentlicher Güter und Dienstleistungen oder auch durch direkte und indirekte Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen positiv auf die Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung einwirkt.

Hinzu kommen die Umwelt und das Klima, die die Lebensqualität und damit den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand ebenfalls maßgeblich beeinflussen; ebenso die sozialen Sicherungssysteme, die dazu beitragen, Lebensrisiken abzusichern sowie individuelle Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale zu stärken und so die wirtschaftliche Dynamik und die Teilhabe breiter Bevölkerungsgruppen an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung fördern. Wohlstand muss daher – auch von der Politik – breit definiert und breit gedacht werden, nämlich ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial.

Nachhaltig handeln – ökonomisch, fiskalisch, ökologisch und sozial

Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, bei Fragen zur Steigerung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes nur das Wirtschaftswachstum bzw. rein ökonomische Aspekte in den Mittelpunkt zu stellen, denen sich alle anderen Lebens- und Politikbereiche unterzuordnen haben. Vielmehr müssen alle Bereiche gleichberechtigt in den Fokus genommen werden.

Aus ökonomischer Sicht gilt es, die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken, den Strukturwandel zukunftsorientiert zu gestalten und Risiken für die Stabilität der Wirtschaftsentwicklung zu reduzieren. Aus fiskalischer Sicht gilt es, die Staatstätigkeit und die Staatsfinanzen auf der Einnahmen- wie auf der Ausgabenseite stabilitätskonform und sozial gerecht zu gestalten. Aus ökologischer Sicht gilt es, den Ressourcenverbrauch der Wirtschaft und Gesellschaft zu verringern und die Umwelt und das Klima nachhaltig zu schützen. Und aus sozialer Sicht gilt es, die großen Lebensrisiken gemeinschaftlich abzusichern und durch sozialstaatliche Maßnahmen gleiche Lebenschancen und Teilhabe für alle zu garantieren, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die ökonomische und politische Stabilität und damit auch den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu sichern.

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