Medien und Netzpolitik

Medien und Netzpolitik

Durch die Digitalisierung ist Medien- und Netzpolitik zu einer Querschnittsaufgabe geworden. Sie muss heute den Rahmen setzen für Vielfalt und Informationsfreiheit – gleichzeitig aber einer Verletzung von Persönlichkeitsrechten im Netz entgegenwirken. Es geht darum, den Schutz der Einzelnen als Nutzer_innen und zugleich ihre Freiheit als Produzent_innen von Informationen zu gewährleisten.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich verändert. Aber eine freie und überlebensfähige private Presse ist ein wesentlicher Bestandteil für den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft. Eine weitere wichtige Grundlage stellt speziell in Deutschland die Balance zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk dar. Es gilt deshalb dafür Sorge zu tragen, dass auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Anforderungen der digitalen Gesellschaft gerecht werden kann.

Politische Bildung und Beratung muss deshalb den für die Demokratie unersetzlichen Wert der Medien im Blick haben. Ziele sind der Erhalt und die Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit, der Medienvielfalt und des Qualitätsjournalismus, auch in den an Bedeutung zunehmenden Online-Formaten.

Vor diesem Hintergrund leistet die FES-Medienpolitik mit ihren Studien, Publikationen und Veranstaltungen Beiträge zur Verständigung über die weitere Entwicklung des Mediensystems in seiner inhaltlichen und technischen Vielfalt. Daran sind Medienverantwortliche, Beschäftigte in der Medienwirtschaft, Politiker_innen, zivilgesellschaftliche Akteuren und Wissenschaftler_innen beteiligt.

Die Anforderungen an Berufsbilder im Journalismus steigen. Journalistinnen und Journalisten arbeiten in einer Medienlandschaft, die stetige Veränderungsprozesse durchläuft. Unsere Demokratie braucht einen unabhängigen Journalismus, der die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beobachtet, darüber informiert, kommentiert, mahnt, zweifelt und entlarvt. Die JournalistenAkademie unterstützt die Journalistinnen und Journalisten bei dieser Aufgabe.


Beiträge zu Medien und Netzpolitik

| Veranstaltung

Zum Nachlesen und Anschauen: Das EU-Hospitanzprogramm 2019 im Live-Blog

Zweifelsohne: Europa ist kompliziert. In der Berichterstattung über Europa hat das Folgen. Private TV-Sender berichten nur noch sporadisch aus...


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| Geschichte, Kultur, Medien, Netzpolitik | Medien und Netzpolitik | Demokratisches Europa | Veranstaltung | News | Rückblicke

Influencer als digitale Meinungsführer

Spätestens seit dem viralen Rezo-Video „Die Zerstörung der CDU“ sind Influencer und YouTuber aus dem öffentlichen politischen Diskurs nicht mehr...


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30.09.2019 | Rückblicke

Aktion zum Tag der Pressefreiheit

Am 3. Mai war der Tag der Pressefreiheit. Anlässlich dieses Tages hat die JournalistenAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung einen Teil ihrer...


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltungen

  • freie Plätze

    Donnerstag, 19.12.19 - Magdeburg

    Film im Gespräch: 'Stilles Land'

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    Anmeldung

  • freie Plätze

    Samstag, 18.01.20 - Regensburg

    Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen mit einfachsten Mitteln

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    Anmeldung

  • freie Plätze

    Samstag, 25.01.20 - Nürnberg

    Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen mit einfachsten Mitteln

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    Anmeldung

Publikationen

Medien und Netzpolitik im Fokus

Medien und Gesellschaft im Wandel

Wir leben in einer von Medien durchdrungenen Gesellschaft. Nie waren die Möglichkeiten, Informationen zu verbreiten und aufzunehmen, zahlreicher und vielfältiger als heute. Die großen Aufgaben einer Mediengesellschaft liegen in der Sortierung, Aufbereitung, Weitergabe und Analyse von Inhalten. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, bedarf es bei der großen Bandbreite medialer Angebote und auch digitaler Gestaltungsmechanismen Regeln und Organisationsrahmen, fundierte Ausbildungen und erweiterte Medienkompetenzen.

Medienpolitik muss den Rahmen setzen für möglichst viel Informationsfreiheit, gleichzeitig aber einer zunehmenden Verletzung von Persönlichkeitsrechten im Netz entgegen wirken. Sie muss den Schutz des Einzelnen als Nutzerin und Nutzer, aber zugleich als Produzierende von Informationen betonen und verteidigen. Zum Beispiel sind es Fragen zur Internet Governance (english version) oder dem veränderten Mediennutzungsverhalten, die von der Medienpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung verfolgt werden.

Die FES-Medienpolitik konzipiert Publikationen und Veranstaltungen für Journalist_innen, Beschäftigte in den verschiedenen Branchen der Medienwirtschaft, Entscheidungsträger_innen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Interessenten an Medien und Kommunikation. Grundsätzlich steht der Wert freier Medien für die Demokratie und als Raum gesellschaftlicher Selbstverständigung im Mittelpunkt einer sozialen, demokratischen Medienpolitik, wie sie von der FES diskutiert und vermittelt wird.

Die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten in einer neuen Medienlandschaft

Journalistinnen und Journalisten arbeiten in einer Medienlandschaft, die stetige Veränderungsprozesse durchläuft. Ökonomische, gesellschaftliche und auch kulturelle Entwicklungen prägen nicht nur die Arbeitswelt der Journalistinnen und Journalisten. Sie formen auch den inhaltlichen Diskurs sowie Kommunikationswege.

Dadurch erweitert sich das Aufgabengebiet des Journalisten und der Journalistin: Sie sind Produzentinnen und Produzenten, Storyteller, Filmschaffende, Faktenfinder u.v.m. Die Anforderungen an das Berufsbild Journalist/Journalistin steigen. Ihre Aufgabe wächst mit ihren Kompetenzen. Unsere Demokratie braucht einen unabhängigen Journalismus, der die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beobachtet, darüber informiert, kommentiert, mahnt, zweifelt und entlarvt. Die JournalistenAkademie unterstützt die Journalistinnen und Journalisten bei dieser Aufgabe.

Glaubwürdigkeit ist heute von zentraler Bedeutung. Das ist der Anspruch von Qualitätsjournalismus. Beides wird derzeit auf die Probe gestellt. Antidemokratische Tendenzen in unserer Gesellschaft greifen die Glaubwürdigkeit des Journalismus an. Alternative Fakten, Fake News und bewusste Falschberichterstattung verzerren den Blick auf die Arbeit und Qualität der journalistischen Recherche und Aufbereitung. Das ist eine Gefahr für die Demokratie schützende Funktion des Journalismus.

Klassische Massenmedien und Neue Medien

Konventionelle Massenmedien, wie das Radio und das Fernsehen, stehen vor einer Herausforderung. Sie müssen Formate finden, damit Sie mit neueren Medienformen mithalten können. Zugleich müssen Sie für alle Menschen erreichbar und zugänglich bleiben.

Medien werden durch die Digitalisierung und das Internet verändert. Die ständige verfügbare Konnektivität hat Einfluss auf die Nutzung von Medien und Entwicklung medialer Angebote. Der Benutzer oder die Benutzerin bezieht seine oder ihre Nachrichten mehr und mehr aus sozialen Netzwerken. Nachrichten werden durch neue Medien verfügbarer und unmittelbarer. Zugleich stehen die medialen Angebote in einem Wettbewerb. Inhalte auf Twitter, Facebook, Instagram und anderen Netzwerken buhlen um die Aufmerksamkeit ihrer User. Die Akteurinnen und Akteure stehen zwischen den klassischen und neuen Medien.

Die neue Medienwelt stellt die Nutzer_innen in ihrer Rolle als Produzentinnen und Produzenten heraus. Sie können auf verschiedene Wege mit medialen Inhalten interagieren und kommentieren. Auch hier braucht es Regeln, damit ein integratives Miteinander aufrechterhalten werden kann.

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