Soziales

Soziale Sicherungssysteme zukunftsfähig gestalten

Die sozialen Sicherungssysteme sind das Fundament des Sozialstaats in Deutschland. Ihr Erfolg hat dazu beigetragen, dass Lebensrisiken abgesichert wurden und sich die Bürger_innen auf den Staat verlassen konnten. Doch nicht nur für den Einzelnen sind sie von großer Bedeutung. Für die gesamte Volkswirtschaft ebenso wie für die Akzeptanz der Demokratie haben sie einen überragenden Stellenwert. Gegenwärtig müssen sich die Sozialsysteme vielfältigen Herausforderungen stellen. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um sie zukunftsfähig zu gestalten und so ihre bisherigen Errungenschaften nachhaltig zu sichern.

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Iva Figenwald
0228 883-8309
Iva.Figenwald(at)fes.de


Stadtentwicklung, Bau, Wohnen und Mobilität

Lisa Pfann
030 26935-8303
Lisa.Pfann(at)fes.de


Beiträge zu Soziales

Veranstaltungen & Publikationen

Bunte Illustration mit verschiedenen Motiven aus dem Themenbereich Pflege

FES impuls-Reihe | Gewinnung von Pflegekräften aus Drittstaaten

| Publikation

Der Mangel an Pflegefachkräften in Deutschland nimmt immer weiter zu. Ein Forschungsprojekt zur Thematik der Anwerbung aus Drittstaaten.


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Wohnungsschlüssel auf einem Mietvertrag

FES impuls | Housing First: Ein erfolgversprechendes Konzept zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit

| Publikation

Das weltweit erprobte Konzept Housing First stellt wohnungslosen Menschen eine Wohnung mit allen Rechten und Pflichten nicht am Ende, sondern am...


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FES impuls | Die gerechte Mobilitätswende ist feministisch

| Publikation

Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn die Bedürfnisse aller Menschen in den Fokus gerückt werden. Dieser FES Impuls zeigt wie eine feministische...


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Eine ältere Hand hält einen Notfallknopf.

FES diskurs | Solidarisch, gerecht und umsetzbar

| Publikation

Zehn Reformvorschläge für ein zukunftsfähiges Gesundheits- und Pflegewesen


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltungen

  • Freitag, 19.04.24 bis Sonntag, 21.04.24 – Europäische Akademie Berlin, Berlin

    Die Zukunft Europas: Mehr, aber anders?

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  • Freitag, 19.04.24 – 18:00 bis 19:30 Uhr – Bürgerhaus in Delitzsch, Delitzsch

    „Die da drüben“ - Reden über den Osten

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  • Montag, 22.04.24 – 18:00 bis 20:00 Uhr – Bonn

    Verfassung im Fluss. 75 Jahre Grundgesetz: Was war, was ist, was fehlt?

    Details Anmeldung

Publikationen

Soziales im Fokus

Risiken gehören zum Leben. Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Unfall, Alter oder Arbeitslosigkeit können zu gravierenden sozialen Schieflagen führen. Die Absicherung durch gesetzliche und solidarisch finanzierte Sicherungssysteme hat hierzulande eine lange Tradition. Mit dem Versprechen, Sicherheit und soziale Teilhabe zu gewährleisten, beeinflusst der Sozialstaat die Einstellungen der Bürger_innen zum politischen System maßgeblich. Insbesondere in Krisenzeiten zeigt er seine stabilisierende Wirkung, indem er die Binnennachfrage stützt und Armut mindert.

Vertrauen im Wandel erhalten

Das erarbeitete Vertrauen kann allerdings nur erhalten bleiben, wenn sich die Sozialsysteme an eine durch Digitalisierung und Automatisierung veränderte Arbeitswelt, den demografischen Wandel sowie eine global und europäisch vernetzte Wirtschaft erfolgreich anpassen. Das gilt für alle fünf Säulen – also Kranken-, Unfall-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – gleichermaßen.

Damit die sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft eine gute Versorgung, Sicherung und Schutz bieten können, müssen sie politisch unterstützt, nachhaltig und solidarisch finanziert werden. Ziel muss sein, dass alle Personen- und Berufsgruppen ihren Beitrag gemäß ihrer Leistungsfähigkeit erbringen. Ergänzend muss der Staat gesamtgesellschaftliche Aufgaben mit Steuermitteln finanzieren. Mittelfristig müssen ebenfalls andere Einkommensarten als das Erwerbseinkommen zur Finanzierung der Sicherungssysteme herangezogen werden.

Sozialstaat als Partner der Bürger_innen

Über die grundsätzliche Verlässlichkeit hinaus müssen sich die Leistungen der Versorgungssysteme – vor allem im Bereich Gesundheit und Pflege – konsequent an den sich verändernden Bedarfen sowohl der Patient_innen und Pflegebedürftigen als auch ihrer Familien orientieren. Außerdem müssen sie hohe Qualität liefern, innovativ und effizient vor Ort organisiert sein und für gute Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten sorgen. Bürger_innen dürfen keine Bittsteller sein.

Im Falle der Alterssicherung bedeutet dies, dass die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die jahrzehntelange Lebensleistung von Beschäftigten auf angemessenem Niveau wiederspiegeln müssen, selbst wenn ein unterdurchschnittlicher Verdienst zugrunde liegt. Die betriebliche und private Altersvorsorge muss den Interessen der Versicherten dienen, transparent und verlässlich sein.

Das macht die FES

Wie sieht ein moderner, zukunftsfähiger Sozialstaat aus? Welche Vorschläge zur Weiterentwicklung der Sicherungssysteme sind langfristig tragfähig? Die FES erarbeitet gemeinsam mit Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden innovative Ideen und Konzepte für die Sozialpolitik. Diese werden in öffentlichen Veranstaltungen und Publikationen diskutiert und vorgestellt.

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