Soziales

Soziale Sicherungssysteme zukunftsfähig gestalten


Die sozialen Sicherungssysteme sind das Fundament des Sozialstaats in Deutschland. Ihr Erfolg hat dazu beigetragen, dass Lebensrisiken abgesichert wurden und sich die Bürger_innen auf den Staat verlassen konnten. Doch nicht nur für den Einzelnen sind sie von großer Bedeutung. Für die gesamte Volkswirtschaft ebenso wie für die Akzeptanz der Demokratie haben sie einen überragenden Stellenwert. Gegenwärtig müssen sich die Sozialsysteme vielfältigen Herausforderungen stellen. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um sie zukunftsfähig zu gestalten und so ihre bisherigen Errungenschaften nachhaltig zu sichern.

 

weitere Informationen

Iva Figenwald
0228 883-8309
Iva.Figenwald(at)fes.de

Stadtentwicklung, Bau, Wohnen und Mobilität

Lisa Pfann
030 26935-8303
Lisa.Pfann(at)fes.de

Familien- und Geschlechterpolitik

Vanessa Kiesel
030 26935-7138
Vanessa.Kiesel(at)fes.de


Beiträge zu Soziales

Veranstaltungen & Publikationen

gepflegtes Wohnhaus mit schönen Blumen im Vordergrund

Wohnungsgenossenschaften als Zukunftsmodell

09.07.2026 Publikation, Soziales, Wohnen
Wohnungsgenossenschaften sollten eine zentrale Säule der Wohnraumversorgung in sein: Sie schaffen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum und stabile Nachbarschaften, entziehen Immobilien der Spekulation und entlasten öffentliche Haushalte.
weitere Informationen
 
Wohnreihe mit orangen und roten Reihenhaushälften

Wohneigentum als Mittel progressiver Politik

25.06.2026 Publikation, Soziales, Wohnen
Während Eigentümer:innen von steigenden Vermögenswerten profitieren, können sich die meisten Menschen eine Immobilie nicht mehr leisten. Doch Wohneigentum kann und sollte Teil progressiver Politik sein, und zwar bezahlbar und nicht spekulativ.
weitere Informationen
 
Zwei ältere Personen lesen einen Brief

Rente mit 70? Warum das dänische Renteneintrittsalter nur im Gesamtpaket funktioniert

22.06.2026 Publikation, Soziales
Dänemark wird aufgrund seines hohen Renteneintrittsalters häufig als Vorbild bei den Reformdiskussionen in der deutschen Alterssicherung aufgeführt. Dieses muss allerdings im Kontext des Gesamtsystems der Alterssicherung und der Arbeitsmarktpolitik...
weitere Informationen
 

Wohnungspolitik in der Ideologie und Politik der radikalen Rechten

08.06.2026 Publikation, Soziales, Wohnen
Radikale rechte Parteien in Europa profitieren von der Wohnungskrise – und bieten selbst ein wohnungspolitisches Programm an, das Zuspruch findet, die Wohnungskrise aber verschärfen wird.
weitere Informationen
 

Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltungen

Montag, 31.08.26 – 18:00 bis 20:00 Uhr – Foyer des Familienzentrums der Stadt, Nidderau

Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung: Georg-August Zinn - Für ein modernes und weltoffenes Hessen

Georg-August Zinn war von 1950 bis 1969 Ministerpräsident in Hessen. Er prägte das Bundesland wie kaum ein anderer. Der Wiederaufbau der kriegszerrütteten Region und die Integration von Vertriebenen…


Publikationen

Koissy, Koffi Yéboué Stéphane

Ville juste

logements sociaux et accès aux services publics à Abidjan

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Soziales im Fokus

Risiken gehören zum Leben. Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Unfall, Alter oder Arbeitslosigkeit können zu gravierenden sozialen Schieflagen führen. Die Absicherung durch gesetzliche und solidarisch finanzierte Sicherungssysteme hat hierzulande eine lange Tradition. Mit dem Versprechen, Sicherheit und soziale Teilhabe zu gewährleisten, beeinflusst der Sozialstaat die Einstellungen der Bürger_innen zum politischen System maßgeblich. Insbesondere in Krisenzeiten zeigt er seine stabilisierende Wirkung, indem er die Binnennachfrage stützt und Armut mindert.

Vertrauen im Wandel erhalten

Das erarbeitete Vertrauen kann allerdings nur erhalten bleiben, wenn sich die Sozialsysteme an eine durch Digitalisierung und Automatisierung veränderte Arbeitswelt, den demografischen Wandel sowie eine global und europäisch vernetzte Wirtschaft erfolgreich anpassen. Das gilt für alle fünf Säulen – also Kranken-, Unfall-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – gleichermaßen.

Damit die sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft eine gute Versorgung, Sicherung und Schutz bieten können, müssen sie politisch unterstützt, nachhaltig und solidarisch finanziert werden. Ziel muss sein, dass alle Personen- und Berufsgruppen ihren Beitrag gemäß ihrer Leistungsfähigkeit erbringen. Ergänzend muss der Staat gesamtgesellschaftliche Aufgaben mit Steuermitteln finanzieren. Mittelfristig müssen ebenfalls andere Einkommensarten als das Erwerbseinkommen zur Finanzierung der Sicherungssysteme herangezogen werden.

Sozialstaat als Partner der Bürger_innen

Über die grundsätzliche Verlässlichkeit hinaus müssen sich die Leistungen der Versorgungssysteme – vor allem im Bereich Gesundheit und Pflege – konsequent an den sich verändernden Bedarfen sowohl der Patient_innen und Pflegebedürftigen als auch ihrer Familien orientieren. Außerdem müssen sie hohe Qualität liefern, innovativ und effizient vor Ort organisiert sein und für gute Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten sorgen. Bürger_innen dürfen keine Bittsteller sein.

Im Falle der Alterssicherung bedeutet dies, dass die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die jahrzehntelange Lebensleistung von Beschäftigten auf angemessenem Niveau wiederspiegeln müssen, selbst wenn ein unterdurchschnittlicher Verdienst zugrunde liegt. Die betriebliche und private Altersvorsorge muss den Interessen der Versicherten dienen, transparent und verlässlich sein.

Das macht die FES

Wie sieht ein moderner, zukunftsfähiger Sozialstaat aus? Welche Vorschläge zur Weiterentwicklung der Sicherungssysteme sind langfristig tragfähig? Die FES erarbeitet gemeinsam mit Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden innovative Ideen und Konzepte für die Sozialpolitik. Diese werden in öffentlichen Veranstaltungen und Publikationen diskutiert und vorgestellt.

nach oben