Soziales

Soziale Sicherungssysteme zukunftsfähig gestalten


Die sozialen Sicherungssysteme sind das Fundament des Sozialstaats in Deutschland. Ihr Erfolg hat dazu beigetragen, dass Lebensrisiken abgesichert wurden und sich die Bürger_innen auf den Staat verlassen konnten. Doch nicht nur für den Einzelnen sind sie von großer Bedeutung. Für die gesamte Volkswirtschaft ebenso wie für die Akzeptanz der Demokratie haben sie einen überragenden Stellenwert. Gegenwärtig müssen sich die Sozialsysteme vielfältigen Herausforderungen stellen. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um sie zukunftsfähig zu gestalten und so ihre bisherigen Errungenschaften nachhaltig zu sichern.

 

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Iva Figenwald
0228 883-8309
Iva.Figenwald(at)fes.de

Stadtentwicklung, Bau, Wohnen und Mobilität

Lisa Pfann
030 26935-8303
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Familien- und Geschlechterpolitik

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Beiträge zu Soziales

Veranstaltungen & Publikationen

Wohnungspolitik in der Ideologie und Politik der radikalen Rechten

08.06.2026 Publikation, Soziales, Wohnen
Radikale rechte Parteien in Europa profitieren von der Wohnungskrise – und bieten selbst ein wohnungspolitisches Programm an, das Zuspruch findet, die Wohnungskrise aber verschärfen wird.
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Wenn die letzte Schule schließt – Folgen für Demokratie, Demografie und Zusammenhalt

29.05.2026 Publikation, Bildung, Soziales
Ländliche Räume verlieren in raschem Tempo Orte der Daseinsvorsorge. Laut aktuellen Prognosen droht absehbar den ostdeutschen Flächenländern eine Welle von Schulschließungen. Welche Folgen hat diese Entwicklung und wie lässt sie sich aufhalten?
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Reformbedarf in der Primärversorgung

10.04.2026 Publikation, Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales, Soziales
Wie kann eine künftige Ausgestaltung der Primärversorgung aussehen? Aufbauend auf der Analyse des Änderungsbedarfs skizziert ein Expert:innengremium ein Modell für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Primärversorgung, die zügig angegangen...
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Kinderhände mit Plastikzahlen spielen

Schuleingangsuntersuchungen für Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit nutzen

11.03.2026 Publikation, Bildung, Soziales
Soziale Ungleichheit prägt Bildungs- und Teilhabechancen. Um Kinder aus benachteiligten Familien wirksam zu unterstützen, brauchen Kommunen kleinräumige Daten. Schuleingangsuntersuchungen können Bedarfe aufzeigen und präventive Steuerung ermöglichen.
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltungen

Freitag, 19.06.26 bis Sonntag, 21.06.26 – 15:30 bis 13:30 Uhr – Bonn

Kommunalpolitische Sommerakademie 2026. Neue Köpfe: Personalentwicklung für Kommunalpolitik.

Die kommunalpolitische Sommerakademie wendet sich an in der Kommunalpolitik engagierte Menschen, die sich persönlich, fachlich und methodisch zu grundlegenden Themen fit machen wollen. Auch bei der…


Publikationen

Tiefensee, Anita ; Menge, Jonathan ; Dahm, Jochen

Sozialstaat und Soziale Demokratie

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Soziales im Fokus

Risiken gehören zum Leben. Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Unfall, Alter oder Arbeitslosigkeit können zu gravierenden sozialen Schieflagen führen. Die Absicherung durch gesetzliche und solidarisch finanzierte Sicherungssysteme hat hierzulande eine lange Tradition. Mit dem Versprechen, Sicherheit und soziale Teilhabe zu gewährleisten, beeinflusst der Sozialstaat die Einstellungen der Bürger_innen zum politischen System maßgeblich. Insbesondere in Krisenzeiten zeigt er seine stabilisierende Wirkung, indem er die Binnennachfrage stützt und Armut mindert.

Vertrauen im Wandel erhalten

Das erarbeitete Vertrauen kann allerdings nur erhalten bleiben, wenn sich die Sozialsysteme an eine durch Digitalisierung und Automatisierung veränderte Arbeitswelt, den demografischen Wandel sowie eine global und europäisch vernetzte Wirtschaft erfolgreich anpassen. Das gilt für alle fünf Säulen – also Kranken-, Unfall-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – gleichermaßen.

Damit die sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft eine gute Versorgung, Sicherung und Schutz bieten können, müssen sie politisch unterstützt, nachhaltig und solidarisch finanziert werden. Ziel muss sein, dass alle Personen- und Berufsgruppen ihren Beitrag gemäß ihrer Leistungsfähigkeit erbringen. Ergänzend muss der Staat gesamtgesellschaftliche Aufgaben mit Steuermitteln finanzieren. Mittelfristig müssen ebenfalls andere Einkommensarten als das Erwerbseinkommen zur Finanzierung der Sicherungssysteme herangezogen werden.

Sozialstaat als Partner der Bürger_innen

Über die grundsätzliche Verlässlichkeit hinaus müssen sich die Leistungen der Versorgungssysteme – vor allem im Bereich Gesundheit und Pflege – konsequent an den sich verändernden Bedarfen sowohl der Patient_innen und Pflegebedürftigen als auch ihrer Familien orientieren. Außerdem müssen sie hohe Qualität liefern, innovativ und effizient vor Ort organisiert sein und für gute Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten sorgen. Bürger_innen dürfen keine Bittsteller sein.

Im Falle der Alterssicherung bedeutet dies, dass die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die jahrzehntelange Lebensleistung von Beschäftigten auf angemessenem Niveau wiederspiegeln müssen, selbst wenn ein unterdurchschnittlicher Verdienst zugrunde liegt. Die betriebliche und private Altersvorsorge muss den Interessen der Versicherten dienen, transparent und verlässlich sein.

Das macht die FES

Wie sieht ein moderner, zukunftsfähiger Sozialstaat aus? Welche Vorschläge zur Weiterentwicklung der Sicherungssysteme sind langfristig tragfähig? Die FES erarbeitet gemeinsam mit Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden innovative Ideen und Konzepte für die Sozialpolitik. Diese werden in öffentlichen Veranstaltungen und Publikationen diskutiert und vorgestellt.

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