Flüchtlingspolitik

Schutz vor Gewalt und Verfolgung

Das Phänomen Flucht ist global gesehen keine neue Entwicklung, sondern traurige Konstanz nicht zuletzt in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch nimmt weltweit die Zahl der Schutzsuchenden bereits seit Jahren zu. Mit dem Krieg in Syrien rücken die Krisenherde nun näher an Europa, doch die zahlreichen langanhaltenden Konflikte in Eritrea, Somalia, DR Kongo, Afghanistan, dem Irak und anderswo führten das internationale Flüchtlingsregime bereits an seine Grenzen.


Beiträge zu Flüchtlingspolitik

Reihen & Formate

Freitag, 08.11.19 19:13 bis Sonntag, 10.11.19 19:13 - Bonn | Flüchtlingspolitik | Migrationspolitik

Deutsch-Französische Beziehungen: Motor Europas?

08.-10. November 2019, Bonn

Seminarleitung: Prof. Dr. Ulrich Pfeil


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| Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | News

Es braucht ein ganzes Dorf!

Die freiwillige Aufnahme von Geflüchteten in europäischen Kommunen sorgt für eine demokratische Wiederbelebung von unten.


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18.09.2019 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | News | Newsslider

Ceuta und Melilla: Abschottung um jeden Preis?

Keine EU-Außengrenze ist stärker befestigt als in den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Nun soll der umstrittene NATO-Draht verschwinden.


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| Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | Publikation

Gesucht: Private Sponsorship-Programme für die Aufnahme von Geflüchteten

Private Sponsorship-Programme stehen in Europa noch am Anfang. Spanien könnte nun wichtige Impulse geben.


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| Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | Flucht | News

Afrika helfen, Geflüchteten zu helfen

Knappe Ressourcen, soziale Spannungen und schwerfällige Regulierungsprozesse behindern die Flüchtlingshilfe in Afrika.


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25.11.2018 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | News | Interview

Rechte und Freiheiten aller Frauen müssen global geschützt werden

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November sprachen wir mit den Anwältinnen ohne Grenzen.


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N.E.T.Z. Werkstatt für Integration

Im Fokusprojekt „Arbeit mit Geflüchteten und Helfer_innen“ bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung dafür das Format „NETZ Werkstatt für Integration“ an, das den Austausch zwischen den vor Ort in der Flüchtlingshilfe tätigen Akteur_innen ermöglicht.

NETZ steht dabei für „Networking, Empowerment, Transparenz und Zusammenhalt“.
Eine „NETZ Werkstatt für Integration“ stellt in der jeweiligen Stadt/der Region/im Landkreis ein Forum für fachliche Beratung, für Austausch und Vernetzung dar. Sie bildet einen geschützten und zugleich kreativen Raum für gegenseitige Wertschätzung und Visionen gemeinsamer Entwicklung. Nachhaltige Strukturen von Kooperation der beteiligten Akteur_innen vor Ort sollen angeregt werden, die für das Gelingen integrativer Prozesse nutzbar sind.

Seminare „Demokratische Bildung auf Arabisch bzw. Persisch“

Was sind gesellschaftliche Werte in Deutschland? Was bedeutet Demokratie für mich? Wie kann ich mich aktiv einbringen? Die Vermittlung von demokratischen Werten sowie von Partizipationsmöglichkeiten ist essentiell für eine gelungene Integration. Dies kann nicht warten, bis ein ausreichendes Deutschniveau vorliegt.


Daher führen seit Ende 2015 arabisch- und persischsprachige Trainer_innen im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Seminare zur demokratischen Bildung mit geflüchteten Menschen in mehreren Bundesländern durch. Lesen Sie mehr dazu hier oder schauen Sie sich unseren kurzen Trailer an.

Miteinander in NRW

 

Im Rahmen der Reihe „Miteinander in NRW“ reist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit Anfang 2016 quer durch das Bundesland. Thema: Die Integration von Geflüchteten.
Mehr Informationen und Veranstaltungsberichte finden Sie hier

Flüchtlingspolitik im Fokus

Flucht weltweit

Fast 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mussten im Durchschnitt jeden Tag 44.400 Menschen ihr Zuhause verlassen. 40 Millionen davon sind Binnenvertriebene, 3,1 Millionen warten auf den Ausgang ihres Asylverfahrens, knapp 25 Millionen fliehen in andere Länder. Mehr als die Hälfte dieser Geflüchteten sind unter 18 Jahre. Auch die Zahl der Binnenvertriebenen ist in den letzten Jahren angestiegen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass es zunehmend schwieriger wird, im Falle von bewaffneten Konflikten Zuflucht im sicheren Ausland zu finden.

Auch bei der grenzüberschreitenden Flucht stehen die Wenigsten vor den Toren Europas. Neun von zehn Menschen, die auf der Flucht sind, fliehen in unmittelbare Nachbarstaaten. 85% aller Geflüchteten werden von Entwicklungsländern aufgenommen (2003 waren es noch 70%), fast ein Drittel aller Geflüchteten finden Zuflucht in den Least Developed Countries, also in den Ländern, wo die Menschen im Schnitt weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Gemessen am wirtschaftlichen Wohlstand, nimmt Europa nur sehr wenige Geflüchtete auf. Nur 1 bis 2% aller Geflüchteten weltweit kommen nach Europa.

Dies liegt auch daran, dass dafür sichere Fluchtwege fehlen. Viele der Fluchtrouten sind stattdessen mit großer Gefahr für die Menschen verbunden wie beispielsweise der Weg in unsicheren Booten über das Mittelmeer.

Rund die Hälfte der Geflüchteten weltweit befinden sich in sogenannten »protracted situations«, Langzeitsituationen, die im Durchschnitt zwanzig Jahre dauern und damit zu einer Dauerangelegenheit mit ganz neuen Herausforderungen für die Menschen in den Lagern und den Aufnahmeländern werden. 

Europäische Flüchtlingspolitik

Mit Blick auf die europäische Flüchtlingspolitik stehen Themen wie:

  • die Unterstützung der europäischen Ankunftsstaaten
  • die Verteilung der Geflüchteten innerhalb der EU und das Dublin-System
  • der „Schutz“ der europäischen Außengrenzen und die Aufgaben von FRONTEX
  • die Zusammenarbeit Europas mit Transitländern wie der Türkei, Marokko oder Libyen

oft im Zentrum der politischen Debatte.

Dabei wird in den Geflüchteten häufig nur eine anonyme Masse von Menschen gesehen, gegenüber der man sich abschotten muss. So werden individuelle Rechtsansprüche der Geflüchteten, die unter anderem auf der Genfer Flüchtlingskonvention basieren und Fluchtursachen, die der Flucht zugrunde liegen, mitunter missachtet und ausgeblendet. Eine solidarische Flüchtlingspolitik kann die Zusammenarbeit und Teilung von Verantwortungen unter Staaten jedoch weltweit verbessern.

Nationale Flüchtlingspolitik

Auch in der nationalen Flüchtlingspolitik stehen oft Fragen der Aufnahmefähigkeit den Rechten der Geflüchteten gegenüber. Fragen um Abschiebung und Unterbringung in großen Zentren dominieren dabei häufig die öffentliche Debatte. Auch die Einstufung von Staaten als „sichere Herkunftsländer“ soll das Asylsystem dabei entlasten. Was es jedoch braucht sind stattdessen globale Pakte und nationale Aufnahmebereitschaft, damit Geflüchtete ihr Recht auf Schutz wahrnehmen können.

Trotzdem es noch viele Baustellen gibt, übernimmt Deutschland Verantwortung und versucht Schutzsuchenden eine Lebensperspektive zu bieten. Viele Menschen im ganzen Land helfen dabei mit und engagieren sich sowohl in der konkreten Situation der Erstankunft, als auch in der Aufgabe der dauerhaften Integration und bilden Freundschaften zu den Geflüchteten.

Auf dieser Seite finden Sie Analysen der Friedrich-Ebert-Stiftung zur deutschen, europäischen und weltweiten Flüchtlingspolitik sowie Hintergrundberichte und Informationen über die Situation von Geflüchteten.

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