Flüchtlingspolitik

Schutz vor Gewalt und Verfolgung

Das Phänomen Flucht ist global gesehen keine neue Entwicklung, sondern traurige Konstanz nicht zuletzt in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch nimmt weltweit die Zahl der Schutzsuchenden bereits seit Jahren zu. Mit dem Krieg in Syrien rücken die Krisenherde nun näher an Europa, doch die zahlreichen langanhaltenden Konflikte in Eritrea, Somalia, DR Kongo, Afghanistan, Sudan, dem Irak und anderswo führten das internationale Flüchtlingsregime bereits an seine Grenzen. 


Beiträge zu Flüchtlingspolitik

Reihen & Formate

| Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | Publikation

Geflüchtete und Migrant_innen in Bosnien und Herzegowina ohne Menschenrechte?

Die Corona-Pandemie hat die Bewegung von Geflüchteten auf der Balkanroute verlangsamt. Eine FES-Publikation gibt nun Einblick in die Situation.


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06.05.2020 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik

Corona und Geflüchtete in Asien: Eine Krise vor dem Ausbruch 

Regierungen, Geldgeber und humanitäre Organisationen müssen jetzt handeln, um die potenziell katastrophalen Auswirkungen auf Geflüchtete zu mildern.


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21.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | Interview

"Ich freue mich, dass das gemeinsame Engagement nun endlich etwas bewirkt"

Wir sprachen mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius über die Aufnahme minderjähriger Geflüchteter aus Griechenland.


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20.04.2020 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik | News

Die Coronakrise rechtfertigt nicht die Aufhebung der Menschenrechte

Das Coronavirus könnte sich in nicht hygienischen und überfüllten Flüchtlingscamps ausbreiten - und die EU kann nicht mehr wegsehen.

 


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| Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik

Koalition der Menschlichkeit

Nach fünf Jahren Stillstand kommt Bewegung in die europäische Asylpolitik. Fünf dringende Aufgaben stellen sich jetzt.


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25.03.2020 | Flucht, Migration, Integration | Flüchtlingspolitik

 „Wir müssen die Geflüchteten retten, bevor das Virus in den Camps ausbricht“

Wir sprachen mit Marie von Manteuffel von Ärzte ohne Grenzen über die drohende Gesundheitskatastrophe in den Flüchtlingslagern in Griechenland.


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N.E.T.Z. Werkstatt für Integration

Im Fokusprojekt „Arbeit mit Geflüchteten und Helfer_innen“ bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung dafür das Format „NETZ Werkstatt für Integration“ an, das den Austausch zwischen den vor Ort in der Flüchtlingshilfe tätigen Akteur_innen ermöglicht.

NETZ steht dabei für „Networking, Empowerment, Transparenz und Zusammenhalt“.
Eine „NETZ Werkstatt für Integration“ stellt in der jeweiligen Stadt/der Region/im Landkreis ein Forum für fachliche Beratung, für Austausch und Vernetzung dar. Sie bildet einen geschützten und zugleich kreativen Raum für gegenseitige Wertschätzung und Visionen gemeinsamer Entwicklung. Nachhaltige Strukturen von Kooperation der beteiligten Akteur_innen vor Ort sollen angeregt werden, die für das Gelingen integrativer Prozesse nutzbar sind.

Seminare „Demokratische Bildung auf Arabisch bzw. Persisch“

Was sind gesellschaftliche Werte in Deutschland? Was bedeutet Demokratie für mich? Wie kann ich mich aktiv einbringen? Die Vermittlung von demokratischen Werten sowie von Partizipationsmöglichkeiten ist essentiell für eine gelungene Integration. Dies kann nicht warten, bis ein ausreichendes Deutschniveau vorliegt.


Daher führen seit Ende 2015 arabisch- und persischsprachige Trainer_innen im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Seminare zur demokratischen Bildung mit geflüchteten Menschen in mehreren Bundesländern durch. Lesen Sie mehr dazu hier oder schauen Sie sich unseren kurzen Trailer an.

Miteinander in NRW

 

Im Rahmen der Reihe „Miteinander in NRW“ reist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit Anfang 2016 quer durch das Bundesland. Thema: Die Integration von Geflüchteten.
Mehr Informationen und Veranstaltungsberichte finden Sie hier

Flüchtlingspolitik im Fokus

Flucht weltweit

Über 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mussten im Durchschnitt jeden Tag 44.400 Menschen ihr Zuhause verlassen. 41,3 Millionen davon sind Binnenvertriebene, 3,5 Millionen warten auf den Ausgang ihres Asylverfahrens, knapp 25 Millionen fliehen in andere Länder. Mehr als die Hälfte dieser Geflüchteten sind unter 18 Jahre. Auch die Zahl der Binnenvertriebenen ist in den letzten Jahren angestiegen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass es zunehmend schwieriger wird, im Falle von bewaffneten Konflikten Asyl im sicheren Ausland zu finden.

Auch bei der grenzüberschreitenden Flucht stehen die Wenigsten vor den Toren Europas. Neun von zehn Menschen, die auf der Flucht sind, fliehen in unmittelbare Nachbarstaaten. 84 Prozent aller Geflüchteten werden von Entwicklungsländern aufgenommen (2003 waren es noch 70 Prozent), fast ein Drittel aller Geflüchteten finden Zuflucht in den Least Developed Countries, also in den Ländern, wo die Menschen im Schnitt weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Gemessen am wirtschaftlichen Wohlstand, nimmt Europa nur sehr wenige Geflüchtete auf. Nur 1 bis 2 Prozent aller Geflüchteten weltweit kommen nach Europa.

Dies liegt auch daran, dass dafür sichere Fluchtwege fehlen. Viele der Fluchtrouten sind stattdessen mit großer Gefahr für die Menschen verbunden wie beispielsweise der Weg in unsicheren Booten über das Mittelmeer.

Rund die 78 Prozent der Geflüchteten weltweit befinden sich in sogenannten »protracted situations«, Langzeitsituationen, die im Durchschnitt zwanzig Jahre dauern und damit zu einer Dauerangelegenheit mit ganz neuen Herausforderungen für die Menschen in den Lagern und den Aufnahmeländern werden. 

Europäische Flüchtlingspolitik

Mit Blick auf die europäische Flüchtlingspolitik stehen Themen wie:

  • die Unterstützung der europäischen Ankunftsstaaten
  • die Verteilung der Geflüchteten innerhalb der EU und das Dublin-System
  • der „Schutz“ der europäischen Außengrenzen und die Aufgaben von FRONTEX
  • die Zusammenarbeit Europas mit Transitländern wie der Türkei, Marokko oder Libyen

oft im Zentrum der politischen Debatte.

Dabei wird in den Geflüchteten häufig nur eine anonyme Masse von Menschen gesehen, gegenüber der man sich abschotten muss. So werden individuelle Rechtsansprüche der Geflüchteten, die unter anderem auf der Genfer Flüchtlingskonvention basieren und Fluchtursachen, die der Flucht zugrunde liegen, mitunter missachtet und ausgeblendet. Eine solidarische Flüchtlingspolitik in Europa kann die Zusammenarbeit und Teilung von Verantwortungen unter Staaten jedoch weltweit verbessern. 

Nationale Flüchtlingspolitik

Auch in der deutschen Flüchtlingspolitik stehen oft Fragen der Aufnahmefähigkeit den Rechten der Geflüchteten gegenüber. Fragen um Asyl, Abschiebung und Unterbringung in großen Flüchtlingsunterkünften dominieren dabei häufig die öffentliche Debatte. Auch die Einstufung von Staaten als „sichere Herkunftsländer“ soll das Asylsystem dabei entlasten. Was es jedoch braucht, sind stattdessen globale Pakte und nationale Aufnahmebereitschaft, damit Geflüchtete ihr Recht auf Schutz wahrnehmen können.

Trotzdem es noch viele Baustellen gibt, übernimmt Deutschland Verantwortung und versucht Schutzsuchenden eine Lebensperspektive zu bieten. Viele Menschen im ganzen Land helfen dabei mit und engagieren sich sowohl in der konkreten Situation der Erstankunft, als auch in der Aufgabe der dauerhaften Integration und bilden Freundschaften zu den Geflüchteten.

Auf dieser Seite finden Sie Analysen der Friedrich-Ebert-Stiftung zur deutschen, europäischen und weltweiten Flüchtlingspolitik sowie Hintergrundberichte und Informationen über die Situation von Geflüchteten.

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