Klimawandel, Energie und Umwelt

Soziale und ökologische Verantwortung verbinden

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt schon heute spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Wir setzen uns weltweit für eine sozial-ökologische Transformation ein, die die ökologische und die soziale Frage gemeinsam beantwortet. Unsere Vision: Emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme, die allen Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben geben. Dafür bauen wir stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse zwischen Umweltbewegung, Politik und Gewerkschaften auf, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

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Klimawandel, Energie und Umwelt aktuell

14.08.2019

Braunkohle gefährdet Heimat

Ein sächsisches Dorf soll dem Kohleabbau weichen. Bei der Degrowth-Sommerschule diskutieren Anwohner und Klimaaktivistinnen Auswege.


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05.08.2019

„Eigenes Verhalten kann konkret mithelfen, Tourismus fair zu gestalten“

Tobias Paul erläutert, warum die FES das Dossier „Besser Reisen“ entwickelt hat und worauf er selbst im Urlaub achtet.


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Dicke Luft

Die Rufe nach einer CO2-Abgabe werden lauter. Was uns Kanadas langjährige Erfahrung damit lehrt, erläutert Isabelle Turcotte im IPG-Journal.


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An der Bruchkante

Die Klimafrage ist die neue Konfliktlinie. Die Volksparteien müssen sich positionieren, so Schaller und Carius im IPG-Journal.


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Was transformative Klimapolitik mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun hat

Vom Klimawandel sind Frauen besonders betroffen - auch in Asien. Wie sie starke Netzwerke bilden können, zeigt das Video der FES Asia.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Besser Reisen
Interaktives Dossier

Besser Reisen

Verantwortungsvoller Tourismus - geht das überhaupt? Hintergrundinfos und Tipps finden Kreuzfahrer, Backpackerinnen und andere Reisende bei der FES Onlineakademie. weiter

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Weltklimakonferenz

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Wie weiter mit dem Pariser Abkommen? Einschätzungen, Analysen und Beiträge junger Aktivist_innen von den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen. weiter

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus
Online-Weiterbildung

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Was kann auf dem Weg zu nachhaltigen Strukturen getan werden? Was bedeutet die Energiewende genau? Die FES Onlineakademie lädt dazu ein, mehr über Nachhaltigkeit zu lernen. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Donnerstag, 01.08.19 bis Dienstag, 31.12.19 - Niedersachsen

Umweltworkshop: No Planet B? Was tun? Was tun? (für Jugendliche ab der 8. Klasse)

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler_innen bereits vor gefährlichen Klimaauswirkungen. Trotzdem wurde dieses Thema in Deutschland lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. In den vergangenen...


Mittwoch, 21.08.19 - Hamburg (19 Uhr - Freie Akademie der Künste)

Klima auf der Kippe - Welchen Preis braucht CO 2 ?

Wer seinen Müll über den Zaun in Nachbars Garten entsorgt, dürfte rasch Konsequenzen spüren. Anders sieht es bei CO2 aus, dem Abfall der Verbrennung fossiler Energieträger. Dessen Entsorgung ist in...


Montag, 02.09.19 bis Freitag, 06.09.19 - Wettringen

CO2-frei in die Zukunft?- Mobilität und Energieversorgung im ländlichen Raum

Der zunehmend überhitzte Planet Erde schreit nach einem Ausstieg aus der Energieerzeugung durch fossile Brennstoffe. Deutschland möchte dabei Vorreiter in der Entwicklung und Inbetriebnahme...


Mittwoch, 04.09.19 - Düsseldorf

Managerkreis_Kostenloser ÖPNV oder Gewinnmaximierung der Verkehrsunternehmen

Kostenloser ÖPNV oder Gewinnmaximierung der Verkehrsunternehmen -
Welche Impulse gibt die Verkehrspolitik ?

Podiumsdiskussion

04. September 2019 18.00 - 20.00 Uhr
Haus der Universität, Schadowplatz 14,...


Publikationen

Almasri, Reem; Alshamali, Abdallah; Chevillard, Naomi

Decentralized solar in Jordan

Streamlining administrative procedures to maximize socio-economic benefits ; Report to the Friedrich-Ebert-Stiftung
Amman, 2019

Publikation herunterladen (85 MB, PDF-File)


Almasri, Reem; Alshamali, Abdallah; Chevillard, Naomi

[Decentralized solar in Jordan]

[Streamlining administrative procedures to maximize socio-economic benefits ; Report to the Friedrich-Ebert-Stiftung]
Amman, 2019

Publikation herunterladen (102 MB, PDF-File)


Energy transition phase model - MENA

Case of Jordan: the sustainable transformation of energy systems
Amman, 2019

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Lessenich, Stephan

CO2-Bepreisung

Energiesteuern sozialverträglich gestalten
Bonn, 2019

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Hatzfeld, Ulrich; Bormann, René

Stadtentwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik

Zusammen denken, zusammen handeln
Bonn, 2019

Publikation herunterladen (85 KB, PDF-File)



Klimawandel und Soziale Demokratie

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Eine nachhaltigere Weltwirtschaft brauchen wir allein schon, um die Erderwärmung zu begrenzen – darauf hat sich auch die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen geeinigt. Und bei einem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit geht es um noch mehr: Die sozial-ökologische Transformation, für die wir einstehen, ermöglicht es,

  • Armut und Ungleichheit zu vermindern;
  • wirtschaftlichem Aufschwung durch nachhaltigen Fortschritt zu erreichen;
  • internationale Solidarität zu befördern;
  • emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme zu gestalten;
  • mit der Arbeitskraft von Menschen achtsam, respektvoll und nachhaltig umzugehen und,
  • dass alle Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben haben.

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit: Zwei Seiten einer Medaille

Das sozialdemokratische Verständnis von Fortschritt im 21. Jahrhundert verbindet soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung. Die ökologische muss mit der sozialen Frage verknüpft und gemeinsam beantwortet werden: Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Umweltbewegung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen. Zwischen deren oft unterschiedlichen Positionen baut die Friedrich-Ebert-Stiftung Brücken – für stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

Die soziale und die ökologische Frage gehören zusammen

Wenn wir zum Beispiel darüber sprechen, dass der Abbau von Kohle beendet werden muss, dann nicht, um die „Interessen der Umwelt“ gegen die „Interessen der Arbeitnehmer_innen“ auszuspielen. Viele Menschen fürchten sich aus guten Gründen davor, durch Strukturwandel ihren Arbeitsplatz und ihre Sicherheit zu verlieren. Es muss sichergestellt werden, dass sie eine Zukunftsperspektive haben, die nicht davon abhängig ist, dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Der Weg dahin ist oft nicht leicht, aber genau dafür entwickeln wir Konzepte und Ideen: Für einen gerechten Strukturwandel, der nachhaltigere Wirtschaftsweisen und bessere Lebensperspektiven für alle ermöglicht.

Klimagerechtigkeit Weltweit

Klimaschutz wollen wir sozial gerecht und ausgleichend gestalten, so dass am Ende alle davon profitieren. Klimagerechtigkeit bedeutet, jedem Menschen gleiches Nutzungsrecht an der Atmosphäre zuzugestehen – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Alter, Geschlecht oder Religion. Klimagerechtigkeit erfordert, dass die Interessen des Globalen Südens genauso schwer wiegen wie die des Globalen Nordens, die der älteren Generation genau so schwer wie die der jüngeren. Und Klimagerechtigkeit bedeutet auch, dass Chancen und Belastungen weltweit gerecht geteilt werden.

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