Klimawandel, Energie und Umwelt

Soziale und ökologische Verantwortung verbinden

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt schon heute spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Wir setzen uns weltweit für eine sozial-ökologische Transformation ein, die die ökologische und die soziale Frage gemeinsam beantwortet. Unsere Vision: Emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme, die allen Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben geben. Dafür bauen wir stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse zwischen Umweltbewegung, Politik und Gewerkschaften auf, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

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Klimawandel, Energie und Umwelt aktuell

29.07.2020

Zukunft der EU: Chancen des Green Deal richtig nutzen

von Frederik Moch


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Umlenken!

Durch eine Reform der Subventionen für fossile Energieträger können wir die Energiewende voranbringen und das Klima schützen.


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Matthias Jobelius

Ein Sozialdemokratisches Programm für ein klimaneutrales Europa

Drei programmatische Aufgaben der Sozialdemokratie sind bedeutend, wenn sie wirtschaftlich, sozial und auch ökologisch tragfähig sein will.


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Henrik Maihack

Kampf um Ressourcen am Horn von Afrika in Folge des Klimawandels

Die Climate Security Working Group stellt Ergebnisse vor, wie Klimasicherheit in aktuelle Friedensverhandlungen einbezogen werden kann (engl)


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Dimensionen der Nachhaltigkeit

Was ist Just Transition? Gewerkschaften prägen diese Idee: Was dahintersteckt und was der Green Deal damit zu tun hat, benennt dieses Dossier.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

FES @ #COP25
Weltklimakonferenz

FES @ #COP25

Wie weiter mit dem Pariser Abkommen? Einschätzungen, Analysen und Beiträge junger Aktivist_innen von den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen. weiter

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus
Online-Weiterbildung

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus

Was kann auf dem Weg zu nachhaltigen Strukturen getan werden? Was bedeutet die Energiewende genau? Die FES Onlineakademie lädt dazu ein, mehr über Nachhaltigkeit zu lernen. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 11.05.20 bis Donnerstag, 31.12.20 - Online

ONLINE-UMWELTWORKSHOP: No Planet B? Was tun? Was tun?

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler_innen bereits vor gefährlichen Klimaauswirkungen. Trotzdem wurde dieses Thema in Deutschland lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. In den vergangenen...


Mittwoch, 19.08.20 - online

Green New Deal und wenn ja, welcher?

In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts initiierte der US-Präsident Franklin D. Roosevelt in den USA als Antwort auf die Weltwirtschaftskrise umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen, den "New...


Freitag, 18.09.20 bis Sonntag, 20.09.20 - Lubmin

Nord Stream 2 oder wie die Zukunft der Energieversorgung die europäische Politik (mit-)bestimmt

Die Pipeline Nord Stream 2 ist zu einem umstrittenen Symbol in der europäischen Energiepolitik geworden. Dabei geht es über die bloße Möglichkeit des Gastransportes von Russland nach Deutschland...


Mittwoch, 23.09.20 - Nordhorn

Klimaschutz und Nachhaltigkeit


Publikationen

Umlenken!

Subventionen abbauen, Strukturwandel gestalten, Klima schützen
Bonn, 2020

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Istepanian, Harry H.

Iraq solar energy: from dawn to dusk

Amman, 2020

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Wiśniewski, Jan

Elektromobilität in Polen

Aktueller Stand und Entwicklungsperspektiven
Warschau, 2020

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Just transition

A social route to sustainability
Berlin, 2020

Publikation herunterladen (1,7 MB PDF-File)


Jobelius, Matthias

Green recovery and social democracy

Programmatic challenges for a climate-neutral Europe
Berlin, 2020

Publikation herunterladen (100 KB, PDF-File)



Klimawandel und Soziale Demokratie

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Eine nachhaltigere Weltwirtschaft brauchen wir allein schon, um die Erderwärmung zu begrenzen – darauf hat sich auch die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen geeinigt. Und bei einem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit geht es um noch mehr: Die sozial-ökologische Transformation, für die wir einstehen, ermöglicht es,

  • Armut und Ungleichheit zu vermindern;
  • wirtschaftlichem Aufschwung durch nachhaltigen Fortschritt zu erreichen;
  • internationale Solidarität zu befördern;
  • emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme zu gestalten;
  • mit der Arbeitskraft von Menschen achtsam, respektvoll und nachhaltig umzugehen und,
  • dass alle Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben haben.

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit: Zwei Seiten einer Medaille

Das sozialdemokratische Verständnis von Fortschritt im 21. Jahrhundert verbindet soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung. Die ökologische muss mit der sozialen Frage verknüpft und gemeinsam beantwortet werden: Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Umweltbewegung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen. Zwischen deren oft unterschiedlichen Positionen baut die Friedrich-Ebert-Stiftung Brücken – für stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

Die soziale und die ökologische Frage gehören zusammen

Wenn wir zum Beispiel darüber sprechen, dass der Abbau von Kohle beendet werden muss, dann nicht, um die „Interessen der Umwelt“ gegen die „Interessen der Arbeitnehmer_innen“ auszuspielen. Viele Menschen fürchten sich aus guten Gründen davor, durch Strukturwandel ihren Arbeitsplatz und ihre Sicherheit zu verlieren. Es muss sichergestellt werden, dass sie eine Zukunftsperspektive haben, die nicht davon abhängig ist, dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Der Weg dahin ist oft nicht leicht, aber genau dafür entwickeln wir Konzepte und Ideen: Für einen gerechten Strukturwandel, der nachhaltigere Wirtschaftsweisen und bessere Lebensperspektiven für alle ermöglicht.

Klimagerechtigkeit Weltweit

Klimaschutz wollen wir sozial gerecht und ausgleichend gestalten, so dass am Ende alle davon profitieren. Klimagerechtigkeit bedeutet, jedem Menschen gleiches Nutzungsrecht an der Atmosphäre zuzugestehen – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Alter, Geschlecht oder Religion. Klimagerechtigkeit erfordert, dass die Interessen des Globalen Südens genauso schwer wiegen wie die des Globalen Nordens, die der älteren Generation genau so schwer wie die der jüngeren. Und Klimagerechtigkeit bedeutet auch, dass Chancen und Belastungen weltweit gerecht geteilt werden.

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