Klimawandel, Energie und Umwelt

Soziale und ökologische Verantwortung verbinden

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt schon heute spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Wir setzen uns weltweit für eine sozial-ökologische Transformation ein, die die ökologische und die soziale Frage gemeinsam beantwortet. Unsere Vision: Emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme, die allen Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben geben. Dafür bauen wir stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse zwischen Umweltbewegung, Politik und Gewerkschaften auf, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

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Klimawandel, Energie und Umwelt aktuell

04.05.2020

Petersberger Klimadialog: Klimaschutz und Krisenbewältigung zusammendenken!

Pariser Klimaabkommen und Agenda 2030 bieten Lösungen für eine Just Recovery, um Klimaschutz und Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

 

 


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15.04.2020

In Krisenzeiten: Die Lösung der Klimakrise kann nicht verschoben werden

Auch ohne diesjährige UN-Klimakonferenz müssen Staaten ihre Verpflichtungen einhalten. Wie das möglich ist, erklärt Manuela Mattheß.


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Corona-Krise: Es drohen Rückschritte für den Klimaschutz

Die Regierungen müssen ihre Rettungsmaßnahmen sozial und ökologisch ausrichten, fordert Franziska Wehinger (FES Amman) im ipg-journal.


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„Erfolgreiche Energiewende braucht belastbare Kompromisse"

Bundesregierung und Kohlekommission müssen wieder an einen Tisch, fordert Matthias Miersch im ipg-journal.


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Julia Balanowski

Die EU als Vorreiterin im globalen Klimaschutz unter dem Pariser Klimaabkommen?

Wie füllt die EU ihre vielbeschworene Vorreiterrolle in der internationalen Klimapolitik aus? Eine FES-Publikation gibt Einblicke und Tipps.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

FES @ #COP25
Weltklimakonferenz

FES @ #COP25

Wie weiter mit dem Pariser Abkommen? Einschätzungen, Analysen und Beiträge junger Aktivist_innen von den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen. weiter

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus
Online-Weiterbildung

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus

Was kann auf dem Weg zu nachhaltigen Strukturen getan werden? Was bedeutet die Energiewende genau? Die FES Onlineakademie lädt dazu ein, mehr über Nachhaltigkeit zu lernen. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Freitag, 19.06.20 - ONLINE

Veranstaltungsreihe: STADT IM GLEICHGEWICHT. Ohne Verzicht geht nichts!? Eine Pro-und-Contra-Debatte zum Lebensstil

Die Erfahrung des Shutdowns der Corona-Krise war in Vielem wie eine Lupe, die die bestehende gesellschaftliche Probleme noch einmal deutlicher sichtbar gemacht hat. Sie war ein Zwangsverzicht auf...


Mittwoch, 24.06.20 - Online

Antidemokratische Tendenzen in der Gesellschaft


Samstag, 27.06.20 - Online

Webinar: Spuren hinterlassen - Mein Weg zu nachhaltigem Konsum

Durch mehr nachhaltigen und bewussten Konsum können zwar nicht alle Probleme auf einmal gelöst werden, doch es ist ein Beitrag zu mehr Umweltschutz, zu mehr Generationengerechtigkeit und zur...


Mittwoch, 08.07.20 - ONLINE

Veranstaltungsreihe: STADT IM GLEICHGEWICHT. Mitreden - Mitgestalten! (Wie) Gelingt Bürgerbeteiligung?

Hochhausentscheid, zweite S-Bahn-Stammstrecke, Radschnellwege, Entwicklung neuer Stadtquartiere - Bürgerinnen und Bürger wollen bei der Stadtplanung mitreden, Bürgerbeteiligung ist das Gebot der...


Publikationen

Jobelius, Matthias

Green recovery and social democracy

Programmatic challenges for a climate-neutral Europe
Berlin, 2020

Publikation herunterladen (100 KB, PDF-File)


Diokno, Maria Teresa I.

Gender perspectives on energy poverty and energy democracy in The Philippines

PasigCity, 2020

Publikation herunterladen (620 KB, PDF-File)


Friedrich-Ebert-Stiftung Rwanda Office

17 sustainable development goals

not for sale
Kigali, 2020

Publikation herunterladen (8 MB, PDF-File)


Clean heat in the MENA region

Status report
Amman, 2020

Publikation herunterladen (6,5 MB PDF-File)


Venjakob, Maike; Wagner, Oliver; Adisorn, Thomas

Transformation processes of energy companies

Application to Jordan : Study on behalf of the Friedrich-Ebert-Stiftung
Amman, 2020

Publikation herunterladen (17 MB, PDF-File)



Klimawandel und Soziale Demokratie

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Eine nachhaltigere Weltwirtschaft brauchen wir allein schon, um die Erderwärmung zu begrenzen – darauf hat sich auch die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen geeinigt. Und bei einem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit geht es um noch mehr: Die sozial-ökologische Transformation, für die wir einstehen, ermöglicht es,

  • Armut und Ungleichheit zu vermindern;
  • wirtschaftlichem Aufschwung durch nachhaltigen Fortschritt zu erreichen;
  • internationale Solidarität zu befördern;
  • emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme zu gestalten;
  • mit der Arbeitskraft von Menschen achtsam, respektvoll und nachhaltig umzugehen und,
  • dass alle Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben haben.

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit: Zwei Seiten einer Medaille

Das sozialdemokratische Verständnis von Fortschritt im 21. Jahrhundert verbindet soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung. Die ökologische muss mit der sozialen Frage verknüpft und gemeinsam beantwortet werden: Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Umweltbewegung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen. Zwischen deren oft unterschiedlichen Positionen baut die Friedrich-Ebert-Stiftung Brücken – für stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

Die soziale und die ökologische Frage gehören zusammen

Wenn wir zum Beispiel darüber sprechen, dass der Abbau von Kohle beendet werden muss, dann nicht, um die „Interessen der Umwelt“ gegen die „Interessen der Arbeitnehmer_innen“ auszuspielen. Viele Menschen fürchten sich aus guten Gründen davor, durch Strukturwandel ihren Arbeitsplatz und ihre Sicherheit zu verlieren. Es muss sichergestellt werden, dass sie eine Zukunftsperspektive haben, die nicht davon abhängig ist, dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Der Weg dahin ist oft nicht leicht, aber genau dafür entwickeln wir Konzepte und Ideen: Für einen gerechten Strukturwandel, der nachhaltigere Wirtschaftsweisen und bessere Lebensperspektiven für alle ermöglicht.

Klimagerechtigkeit Weltweit

Klimaschutz wollen wir sozial gerecht und ausgleichend gestalten, so dass am Ende alle davon profitieren. Klimagerechtigkeit bedeutet, jedem Menschen gleiches Nutzungsrecht an der Atmosphäre zuzugestehen – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Alter, Geschlecht oder Religion. Klimagerechtigkeit erfordert, dass die Interessen des Globalen Südens genauso schwer wiegen wie die des Globalen Nordens, die der älteren Generation genau so schwer wie die der jüngeren. Und Klimagerechtigkeit bedeutet auch, dass Chancen und Belastungen weltweit gerecht geteilt werden.

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