Klimawandel, Energie und Umwelt

Soziale und ökologische Verantwortung verbinden

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt schon heute spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Wir setzen uns weltweit für eine sozial-ökologische Transformation ein, die die ökologische und die soziale Frage gemeinsam beantwortet. Unsere Vision: Emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme, die allen Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben geben. Dafür bauen wir stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse zwischen Umweltbewegung, Politik und Gewerkschaften auf, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

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Klimawandel, Energie und Umwelt aktuell

08.04.2019

Stagnation statt Fortschritt

Klimaschutz und Klimadiplomatie der EU sind nicht ambitioniert genug, unterstreicht Arne Lietz, MdEP, in seinem FES-info-Gastbeitrag.


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Sonntagsreden waren gestern

2019 wird zum Schlüsseljahr für den Klimaschutz in Deutschland. Umweltministerin Svenja Schulze skizziert im IPG-Journal, was sie vorhat.


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Sektorenkopplung - Die nächste Stufe der Energiewende

Mit der Sektorenkopplung in die post-fossile Zukunft


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19.03.2019

It is Friday – I am in love

Globaler Klimastreikalltag: 20000 Menschen in Berlin. 300000 Menschen in Deutschland. Weltweit 2000 Kundgebungen und Streiks in 120 Staaten.


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15.02.2019

ON TOUR – with JUST TRANSITION!

Just Transition spielt eine wichtige Rolle auf der politischen Agenda der COP24. Was genau bedeutet das? Und wie lässt er sich realisieren?


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

FES @ #COP
Weltklimakonferenz

FES @ #COP

Wie weiter mit dem Pariser Abkommen? Einschätzungen, Analysen und Beiträge junger Aktivist_innen von den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen. weiter

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus
Online-Weiterbildung

Nachhaltigkeit, Energiewende & Fairer Tourismus

Was kann auf dem Weg zu nachhaltigen Strukturen getan werden? Was bedeutet die Energiewende genau? Die Welt erkunden, aber fair - geht das überhaupt? Die FES Onlineakademie lädt dazu ein, mehr über Nachhaltigkeit zu lernen. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Mittwoch, 22.05.19 - München, LMU, Hörsaal E 004

UniDialog Wirtschaft und Gesellschaft: Der Kohleausstieg - Ein notwendiger Schritt zum Erreichen der Klimaziele?

2017 sind die CO2 Emissionen entgegen aller Zielsetzungen weltweit erstmals wieder gestiegen. Wie kann eine effektive Senkung gelingen, um die in Paris gesetzten Klimazie-le doch noch zu erreichen?

Am...


Donnerstag, 23.05.19 - Hannover

Plastik plötzlich politisch - Umweltdialog

für Schüler_innen, Berufsschüler_innen, Azubis und Studierende!

Mit Umweltminister Olaf Lies MdL.

Plastik ist praktisch. Die Spülmaschine besteht daraus, der Strohhalm, mein Pullover. Im Supermarkt ist...


Dienstag, 28.05.19 - Halle (Saale)

60. Forum Kultur und Politik: Warum eine Verständigung von Russen und Deutschen so wichtig ist

Bereits der Vater von Vladimir Kotenev, Jahrgang 1957, war im diplomatischen Dienst tätig. Vladimir Kotenev studierte Politik und Germanistik am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale...


Montag, 03.06.19 bis Freitag, 07.06.19 - Bonn

'Darf's ein bisschen mehr sein?' - Nachhaltiger Konsum zwischen politischem Ideal und persönlichem Alltag

"Nachhaltigkeit" - ursprünglich ein Begriff der Forstwirtschaft - erlangte in den letzten Jahren enorme Popularität: Während die Medien ständig neue Szenarien eines fortschreitenden Klimawandels,...


Publikationen

Lessenich, Stephan

CO2-Bepreisung

Energiesteuern sozialverträglich gestalten
Bonn, 2019

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Hatzfeld, Ulrich; Bormann, René

Stadtentwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik

Zusammen denken, zusammen handeln
Bonn, 2019

Publikation herunterladen (85 KB, PDF-File)


Bruckner, Thomas; Kondziella, Hendrik

Sektorenkopplung

Die nächste Stufe der Energiewende
Bonn, 2019

Publikation herunterladen (630 KB, PDF-File)


Aloul, Sahar; Naffa, Randa; Mansour, May

Gender in public transportation

A perspective of women users of public transportation
Amman, 2019

Publikation herunterladen (4,8 MB PDF-File)


Ventura-Dias, Vivianne

Global capitalism and the challenges facing social-ecological transformation in Latin America

Mexiko, 2019

Publikation herunterladen (720 KB, PDF-File)



Klimawandel und Soziale Demokratie

Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften. Das bedeutet gewaltige Veränderungen, zum Beispiel müssen wir weg von fossilen Energiequellen wie Kohle und hin zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird.

Eine nachhaltigere Weltwirtschaft brauchen wir allein schon, um die Erderwärmung zu begrenzen – darauf hat sich auch die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen geeinigt. Und bei einem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit geht es um noch mehr: Die sozial-ökologische Transformation, für die wir einstehen, ermöglicht es,

  • Armut und Ungleichheit zu vermindern;
  • wirtschaftlichem Aufschwung durch nachhaltigen Fortschritt zu erreichen;
  • internationale Solidarität zu befördern;
  • emissionsarme, ressourcenschonende und sozial inklusive Wirtschaftssysteme zu gestalten;
  • mit der Arbeitskraft von Menschen achtsam, respektvoll und nachhaltig umzugehen und,
  • dass alle Menschen die Chance auf ein gutes und menschenrechtsbasiertes Leben haben.

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit: Zwei Seiten einer Medaille

Das sozialdemokratische Verständnis von Fortschritt im 21. Jahrhundert verbindet soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung. Die ökologische muss mit der sozialen Frage verknüpft und gemeinsam beantwortet werden: Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Umweltbewegung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen. Zwischen deren oft unterschiedlichen Positionen baut die Friedrich-Ebert-Stiftung Brücken – für stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse, die den Weg in eine nachhaltigere Zukunft ebnen.

Die soziale und die ökologische Frage gehören zusammen

Wenn wir zum Beispiel darüber sprechen, dass der Abbau von Kohle beendet werden muss, dann nicht, um die „Interessen der Umwelt“ gegen die „Interessen der Arbeitnehmer_innen“ auszuspielen. Viele Menschen fürchten sich aus guten Gründen davor, durch Strukturwandel ihren Arbeitsplatz und ihre Sicherheit zu verlieren. Es muss sichergestellt werden, dass sie eine Zukunftsperspektive haben, die nicht davon abhängig ist, dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Der Weg dahin ist oft nicht leicht, aber genau dafür entwickeln wir Konzepte und Ideen: Für einen gerechten Strukturwandel, der nachhaltigere Wirtschaftsweisen und bessere Lebensperspektiven für alle ermöglicht.

Klimagerechtigkeit Weltweit

Klimaschutz wollen wir sozial gerecht und ausgleichend gestalten, so dass am Ende alle davon profitieren. Klimagerechtigkeit bedeutet, jedem Menschen gleiches Nutzungsrecht an der Atmosphäre zuzugestehen – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Alter, Geschlecht oder Religion. Klimagerechtigkeit erfordert, dass die Interessen des Globalen Südens genauso schwer wiegen wie die des Globalen Nordens, die der älteren Generation genau so schwer wie die der jüngeren. Und Klimagerechtigkeit bedeutet auch, dass Chancen und Belastungen weltweit gerecht geteilt werden.

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