Digitalisierung

Kontakt

Ansprechperson

Stefanie Moser
030 26935-8308
Stefanie.Moser(at)fes.de

 

 

Wir leben im digitalen Zeitalter

Internet of Things, Big Data und selbstfahrende Autos – allzu oft reduzieren wir Digitalisierung auf ihren technischen Aspekt. Dabei geht es um wesentlich mehr. Die Digitalisierung ist fester Bestandteil unseres Alltags. Schließlich beeinflusst sie, wie wir leben, arbeiten und miteinander interagieren.

Doch die digitale Revolution ist keine Naturgewalt. Sie ist von Menschen gemacht und muss gestaltet werden, damit möglichst alle von ihren Potenzialen profitieren.

Weitere Informationen


Beiträge zu Digitalisierung

Studie

| Publikation

Marktmacht, Finanzialisierung, Ungleichheit

Neue Studie: Wie die Digitalisierung die deutsche Wirtschaft verändert

Die globale Internetwirtschaft wird von wenigen Konzernen dominiert. Die...


weitere Informationen
 
| Veranstaltung | News

Digitaler Kapitalismus 2019

Die schönsten Momente vom Kongress in unserem Liveblog


weitere Informationen
 
Donnerstag, 21.11.19 17:00 - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Lipsiusbau Raum 318, Karl-Liebknecht-Straße 145, 04277 | Veranstaltung | News | Newsslider

Wie verbessert künstliche Intelligenz das Leben und die Arbeitswelt?

Mit dem wachsenden Forschungsinteresse und Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) stellen sich zukunftsweisende Fragen:


weitere Informationen
 
Freitag, 25.10.19 19:00 bis Sonntag, 27.10.19 16:00 - Düsseldorf | Training/Seminar

Digital in NRW - Mitbestimmung gestalten

"Mitbestimmung gestalten - Interessenvertretung in der digitalen Arbeitswelt"

 


weitere Informationen
 
FES
Donnerstag, 24.10.19 18:00 - Westfälischer Industrieklub, Dortmund | Rückblicke

Genossenschaften in der Plattformökonomie

Für mehr Solidarität im digitalen Kapitalismus.


weitere Informationen
 

Weitere Beiträge finden Sie hier.

Was die Menschen in Deutschland über Digitalisierung denken
Umfrage

Was die Menschen in Deutschland über Digitalisierung denken

Ein Groß­teil der Be­frag­ten sieht die tech­no­lo­gisch­en Ent­wick­lung­en zwar grund­sätz­lich po­si­tiv. Die Men­schen wol­len aber mehr Mi­tspra­che und bes­sere Qua­li­fi­zie­rung. weiter

Veranstaltungen & Publikationen

Veranstaltungen

  • Mittwoch, 13.11.19 - Stendal

    Der Bus tankt jetzt Strom? - Chancen von alternativen Antrieben in Stadt und Land

    Details
    Anmeldung

  • Freitag, 15.11.19 bis Sonntag, 17.11.19 - Duisburg

    Arbeit 4.0 - Die schöne neue Arbeitswelt des digitalen Zeitalters?

    Details

  • Montag, 18.11.19 - Berlin

    Gel(i)ebte Demokratie - digitale Tools und Teilhabe

    Details
    Anmeldung

Publikationen

Digitalisierung im Fokus

Ursprünglich ist Digitalisierung ein Hilfsmittel, um analoge Informationen in digitale Formate umzuwandeln, mit dem Ziel sie zu speichern und besser verarbeiten zu können. Hervorgerufen durch bahnbrechende Neuerungen in der Digital- und Informationstechnik, bezeichnet Digitalisierung inzwischen einen umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess, der nicht nur unsere Produktionsweisen verändert, sondern all unsere Lebensbereiche durchdringt.

Der digitale Strukturwandel

Der Einsatz digitaler Technologien lässt noch nie dagewesene Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Beschäftigungsformen in allen Branchen entstehen. Durch technische Innovationen wie beispielsweise miteinander kommunizierende Maschinen werden bestehende Produktions- und Arbeitsabläufe komplett umgekrempelt, in der Hoffnung Effizienz zu gewinnen und auf Kundenbedürfnisse spezifischer eingehen zu können. Dieser Transformationsprozess endet jedoch nicht an den Fabrikstoren. Im Gegenteil: Er ändert unsere Wahrnehmung, die Art der Kommunikation, unseren Konsum und macht selbst vor der sozialen Sphäre nicht Halt.

Licht und Schatten der Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet große Chancen und kann helfen, viele ungelöste Fragen unserer Zeit zu beantworten. Smart-Data und künstliche Intelligenz erlauben eine ökologische wie ökonomische Trendwende bisher ungeahnten Ausmaßes. Der Einsatz digitaler Technologien kann sowohl die Verkehrsplanung als auch die medizinische Diagnostik revolutionieren. Ebenso erleichtern digitale Geräte auf individueller Ebene das Berufs- wie Privatleben. Besorgungen und Behördengänge werden einfacher, räumliche Distanz zu Freund_innen und Verwandten wird problemlos überwunden.

Zweifelsohne ermöglicht das Internet grenzenlose Kommunikation und Zugang zu schier unerschöpflichen Informationsquellen. Allerdings zeigen die Datenskandale der letzten Jahre, dass sich dieses Freiheitsversprechen nur schwer aufrechterhalten lässt. Algorithmen in sozialen Netzwerken generieren Filterblasen, welche die Meinungsvielfalt einschränken und extremistische Tendenzen befeuern können. Digitale Monopole und Datenmissbrauch können somit gefährliche Auswirkungen auch auf stabile Demokratien haben.

Neue Ungerechtigkeit als Folge?

Zusätzlich unterwandern neu entstandene Beschäftigungsformen wie Crowd-, Cloud- und Gig-Working bestehende soziale Standards, Arbeitsschutz- und Arbeitnehmer_innenrechte. Neue Abhängigkeiten und Formen der Ausbeutung entstehen. Letztlich kann sich die gesellschaftliche Spaltung vertiefen, indem diejenigen, die Zugang zu digitalen Technologien haben bzw. die Geschäftsmodelle besitzen, ihre Einkommen und Vermögen steigern und dadurch an gesellschaftlichem Einfluss gewinnen. Vor allem gegenüber denjenigen, die keinen oder nur beschränkten Zugang zu den neuen Technologien haben bzw. durch den digitalen Wandel schlechtere Arbeitsbedingungen oder gar Arbeitslosigkeit erfahren.

Digitalisierung muss gestaltet werden

Diese Schattenseiten des digitalen Kapitalismus sind weder zwangsläufig noch ist der digitale Strukturwandel ein Phänomen, welches „von außen“ über eine Gesellschaft hereinbricht. Der digitale Wandel ist nämlich gestaltbar. Wir sind die Architekt_innen der Digitalisierung und müssen dafür sorgen, dass nicht nur eine Hand voll Tech-Riesen bestimmen, wie wir alle leben und arbeiten, was wir wissen und kaufen. Bei der Gestaltung der Digitalisierung muss die Gesellschaft im Ganzen berücksichtigt werden. Ziel muss es sein, sozialen Fortschritt zu schaffen, an dem alle teilhaben.

Aber wie kommen wir dahin? Wie sieht eine Strategie aus, die den gesellschaftliche Nutzen und damit den Mensch in den Mittelpunkt stellt? Was ist zu tun, um digitale Monopole zu regulieren? Wie ist auf die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu reagieren? Welche Rolle spielt der Staat dabei? Wie muss er seine Bildungs-, Forschungs- und Innnovationspolitik ausrichten?

Das macht die FES

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Arbeit der FES zum Thema Digitalisierung im In- und Ausland. Denn der digitale Umbruch ist ein globales Phänomen und betrifft den afrikanischen Kontinent genauso wie Asien, Lateinamerika oder Europa.

Mit ihren Studien und Analysen zeigt die FES, welche Auswirkungen die Digitalisierung in verschiedenen Ländern hat, welche politischen Antworten in Deutschland, Europa und international formuliert und beraten werden. In internationalen Großveranstaltungen werden verschiedene Facetten der Digitalisierung dargestellt und mit Partner_innen aus der Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert. So macht die FES mit ihrer Expertise Angebote, wie der digitale Wandel politisch gestaltet werden kann.

nach oben