Digitalisierung

Fünf Personen unterschiedlichen Geschlechts und Alters mit Virtual-Reality-Headsets sitzen nebeneinander auf einer Bank in einem Raum
Urheber: picture alliance/dpa | Carsten Koall

Wir leben im digitalen Zeitalter

Internet of Things, Big Data und selbstfahrende Autos – allzu oft reduzieren wir Digitalisierung auf ihren technischen Aspekt. Dabei geht es um wesentlich mehr. Die Digitalisierung ist fester Bestandteil unseres Alltags. Schließlich beeinflusst sie, wie wir leben, arbeiten und miteinander interagieren.

Doch die digitale Revolution ist keine Naturgewalt. Sie ist von Menschen gemacht und muss gestaltet werden, damit möglichst alle von ihren Potenzialen profitieren.


Beiträge zu Digitalisierung

  • Digitalisierung
  • Souveränes Europa

Digitale Souveränität im Sinne des Gemeinwohls stärken

Ein Policy Brief "A progressive roadmap for expanding European digital sovereignty" der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) zeigt wie digitale Souveränität gestärkt und im Sinne des...

Symbolbild EU-Flagge mit 1 und 0-Codierung
Urheber: © Shutterstock/mixmagic
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  • Mobilität

Mobilität digital und gemeinwohlorientiert gestalten

Google Maps, DB Navigator oder kommunale App: Mobilitätsplattformen haben großes Potenzial, Mobilität komfortabler und klimafreundlicher zu gestalten. Doch die Entwicklung birgt auch Risiken. Ein Impulspapier beleuchtet die Unterschiede...

Illustration mit Fahrrad, Bus und Bahn, vernetzt durch digitale Linien und ein Smartphone-Symbol
Urheber: picture alliance / Ikon Images | Stuart Kinlough
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Daseinsvorsorge in der Plattformökonomie

Neues Impulspapier | Private Plattformen bilden heute zentrale Schnittstellen der Daseinsvorsorge. Ihre wachsende Präsenz führt zu einer schleichenden Privatisierung des Zugangs zu grundlegenden Leistungen und schwächt die staatliche...

Urheber: picture alliance / dieKLEINERT.de / Ivonne Schulze
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Die digitale Dividende in der Pflege

Digitale und KI-basierte Anwendungen sollen Pflegekräfte entlasten. Dieser Mehrwert stellt sich aber nicht automatisch ein. Damit eine „digitale Dividende“ in der Pflege gelingt, braucht es vor allem nachweislichen Nutzen, eine passende...

Visualbild Banner der Publikation
Urheber: picture alliance/Pascal Fossier, tigerworx
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  • Klimawandel, Energie und Umwelt
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Online-Session mit „e-Bert“ gegen Fake News über Demokratie, Klimapolitik oder Europa

Chatbot e-Bert

Veranstaltungen

Demokratie durchgespielt 2 - Gaming als Tool in der Politischen Bildung

Das dreitägige Webseminar bietet einen umfassenden Einblick in die Welt des (Serious) Gamings, in Gaming-Communitys als Zielgruppe sowie in den Einsatz von Games in der politischen Bildung. Am ersten…

Künstliche Intelligenz und Arbeitslosigkeit

In der gegenwärtigen Debatte um die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt, wird vielfach die Gefahr einer massiven technologischen Arbeitslosigkeit beschworen. Das…

Künstliche Intelligenz für die Ratsarbeit nutzen

Termine:Mittwoch, 11. November 2026, 18-21 UhrMontag, 16. November 2026, 18-21 UhrMittwoch, 18. November 2026, 18-21 UhrIn diesem dreiteiligen Online-Seminar lernen die Teilnehmenden, wie sie…


Publikationen

Digitalisierung im Verkehrssektor

Haardt, Marius ; Heimlich, Stefan ; Resch, Ralf | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, Dezember 2024

Digitalisierung aktiver gestalten und endlich in die Breite bringen

Digitalisierung, KI und Pflege

Bringmann, Julia ; Evans-Borchers, Michaela | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, November 2024

auf der Suche nach der digitalen Dividende

Digitalisierung in Studium und Lehre

Borgwardt, Angela | Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Analyse, Planung und Beratung, Januar 2023

Bürgernahe Verwaltung digital?

Bogumil, Jörg ; Kuhlmann, Sabine ; Heuberger, Moritz ; Marienfeldt, Justine | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, Juli 2022

Digitalisierung und Automatisierung im Praxistest


Studie

Das Bild zeigt einen Mann, der einen bionischen Roboterarm zur Reparatur oder Überprüfung in den Händen hält.
Urheber: © Halfpoint – fotolia

Was die Menschen in Deutschland über Digitalisierung denken

Ein Groß­teil der Be­frag­ten sieht die tech­no­lo­gisch­en Ent­wick­lung­en zwar grund­sätz­lich po­si­tiv. Die Men­schen wol­len aber mehr Mi­tspra­che und bes­sere Qua­li­fi­zie­rung.


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Digitalisierung im Fokus

Ursprünglich ist Digitalisierung ein Hilfsmittel, um analoge Informationen in digitale Formate umzuwandeln, mit dem Ziel sie zu speichern und besser verarbeiten zu können. Hervorgerufen durch bahnbrechende Neuerungen in der Digital- und Informationstechnik, bezeichnet Digitalisierung inzwischen einen umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess, der nicht nur unsere Produktionsweisen verändert, sondern all unsere Lebensbereiche durchdringt.

Der digitale Strukturwandel

Der Einsatz digitaler Technologien lässt noch nie dagewesene Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Beschäftigungsformen in allen Branchen entstehen. Durch technische Innovationen wie beispielsweise miteinander kommunizierende Maschinen werden bestehende Produktions- und Arbeitsabläufe komplett umgekrempelt, in der Hoffnung Effizienz zu gewinnen und auf Kundenbedürfnisse spezifischer eingehen zu können. Dieser Transformationsprozess endet jedoch nicht an den Fabrikstoren. Im Gegenteil: Er ändert unsere Wahrnehmung, die Art der Kommunikation, unseren Konsum und macht selbst vor der sozialen Sphäre nicht Halt.

Licht und Schatten der Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet große Chancen und kann helfen, viele ungelöste Fragen unserer Zeit zu beantworten. Smart-Data und künstliche Intelligenz erlauben eine ökologische wie ökonomische Trendwende bisher ungeahnten Ausmaßes. Der Einsatz digitaler Technologien kann sowohl die Verkehrsplanung als auch die medizinische Diagnostik revolutionieren. Ebenso erleichtern digitale Geräte auf individueller Ebene das Berufs- wie Privatleben. Besorgungen und Behördengänge werden einfacher, räumliche Distanz zu Freund_innen und Verwandten wird problemlos überwunden.

Zweifelsohne ermöglicht das Internet grenzenlose Kommunikation und Zugang zu schier unerschöpflichen Informationsquellen. Allerdings zeigen die Datenskandale der letzten Jahre, dass sich dieses Freiheitsversprechen nur schwer aufrechterhalten lässt. Algorithmen in sozialen Netzwerken generieren Filterblasen, welche die Meinungsvielfalt einschränken und extremistische Tendenzen befeuern können. Digitale Monopole und Datenmissbrauch können somit gefährliche Auswirkungen auch auf stabile Demokratien haben.

Neue Ungerechtigkeit als Folge?

Zusätzlich unterwandern neu entstandene Beschäftigungsformen wie Crowd-, Cloud- und Gig-Working bestehende soziale Standards, Arbeitsschutz- und Arbeitnehmer_innenrechte. Neue Abhängigkeiten und Formen der Ausbeutung entstehen. Letztlich kann sich die gesellschaftliche Spaltung vertiefen, indem diejenigen, die Zugang zu digitalen Technologien haben bzw. die Geschäftsmodelle besitzen, ihre Einkommen und Vermögen steigern und dadurch an gesellschaftlichem Einfluss gewinnen. Vor allem gegenüber denjenigen, die keinen oder nur beschränkten Zugang zu den neuen Technologien haben bzw. durch den digitalen Wandel schlechtere Arbeitsbedingungen oder gar Arbeitslosigkeit erfahren.

Digitalisierung muss gestaltet werden

Diese Schattenseiten des digitalen Kapitalismus sind weder zwangsläufig noch ist der digitale Strukturwandel ein Phänomen, welches „von außen“ über eine Gesellschaft hereinbricht. Der digitale Wandel ist nämlich gestaltbar. Wir sind die Architekt_innen der Digitalisierung und müssen dafür sorgen, dass nicht nur eine Hand voll Tech-Riesen bestimmen, wie wir alle leben und arbeiten, was wir wissen und kaufen. Bei der Gestaltung der Digitalisierung muss die Gesellschaft im Ganzen berücksichtigt werden. Ziel muss es sein, sozialen Fortschritt zu schaffen, an dem alle teilhaben.

Aber wie kommen wir dahin? Wie sieht eine Strategie aus, die den gesellschaftliche Nutzen und damit den Mensch in den Mittelpunkt stellt? Was ist zu tun, um digitale Monopole zu regulieren? Wie ist auf die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu reagieren? Welche Rolle spielt der Staat dabei? Wie muss er seine Bildungs-, Forschungs- und Innnovationspolitik ausrichten?

Das macht die FES

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Arbeit der FES zum Thema Digitalisierung im In- und Ausland. Denn der digitale Umbruch ist ein globales Phänomen und betrifft den afrikanischen Kontinent genauso wie Asien, Lateinamerika oder Europa.

Mit ihren Studien und Analysen zeigt die FES, welche Auswirkungen die Digitalisierung in verschiedenen Ländern hat, welche politischen Antworten in Deutschland, Europa und international formuliert und beraten werden. In internationalen Großveranstaltungen werden verschiedene Facetten der Digitalisierung dargestellt und mit Partner_innen aus der Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert. So macht die FES mit ihrer Expertise Angebote, wie der digitale Wandel politisch gestaltet werden kann.

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