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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

Es droht eine UN-Version light

Welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine auf die Arbeit der UN hat, erklärt Michael Bröning, Leiter des UN-Verbindungsbüros der FES in der ZEIT.


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Raus aus der Verschuldung mit „zakat“? Tunesien braucht eine Verschnaufpause für Reformen

09.02.2022

Tunesiens Wirtschaft steht an einem kritischen Punkt, der auch für die demokratische Transformation von hoher Bedeutung ist. Ob sich die...


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G20 Entschuldungsinitiativen: Höchste Zeit zu handeln!

15.12.2021

In vielen Ländern des globalen Südens droht ein wirtschaftliches und soziales Desaster, wenn die Entschuldungsinitiativen der G20 nicht schnell...


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Tausende von bunten Kunststoffkappen werden zum Recycling gestapelt.

Sustainable Finance: Geld hat immer eine Wirkung

02.12.2021

Plastik und Banken? Die Verknüpfung drängt sich nicht auf den ersten Blick auf. Silke Stremlau, Mitglied des Sustainable Finance-Beirates, spricht im...


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Das gleiche System im neuen Gewand

Yvonne Bartmann

UNCITRAL vertrödelt Zeit bei der Reform der Investor-Staats-Schiedsgerichtsbarkeit (ISDS).


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Freitag, 01.04.22 bis Samstag, 31.12.22 - E-learning

KommunalAkademie digital Kurs 1: Kommune in Staat und Gesellschaft

Der digitale Selbstlernkurs "Kommune in Staat und Gesellschaft" ist der erste Kurs in der Reihe" KommunalAkademie digital".

Sie sind in Ihrer Kommune engagiert und wollen mehr über Kommunalpolitik...


Samstag, 02.04.22 bis Samstag, 31.12.22 - E-learning

KommunalAkademie digital Kurs 2: Kommunaler Haushalt und Finanzen

Der digitale Selbstlernkurs "Kommunaler Haushalt und Finanzen" ist der zweite Kurs in der Reihe "KommunalAkademie digital".

Sie sind in Ihrer Kommune engagiert und wollen mehr über Haushalt und...


Montag, 16.05.22 - Kassel

An den Rändern Europas: Warum sich das Schicksal unseres Kontinents an seinen Außengrenzen entscheidet - Lesung und Diskussion

Wie hat sich Europa in den letzten Jahrzehnten verändert, wenn wir es von seinen Rändern her betrachten? Achim Engelberg bereist seit vielen Jahren Europas Außengrenzen von Island bis Sizilien, von...


Dienstag, 17.05.22 - Wiesbaden

An den Rändern Europas: Warum sich das Schicksal unseres Kontinents an seinen Außengrenzen entscheidet - Lesung und Diskussion

Wie hat sich Europa in den letzten Jahrzehnten verändert, wenn wir es von seinen Rändern her betrachten? Achim Engelberg bereist seit vielen Jahren Europas Außengrenzen von Island bis Sizilien, von...


Publikationen

Lehmann, Volker

Grundstein oder Grabstein der UN?

Was eine kleine Reform des Vetos im Sicherheitsrat für die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen bedeuten könnte
Bonn, 2022

Publikation herunterladen (6,5 MB, PDF-File)


Lwanga-Ntale, Charles

A global fund for social protection

Views from selected low-income countries
Bonn/Geneva, 2022

Publikation herunterladen (230 KB, PDF-File)


Kaltenborn, Markus; Kreft, Laura

Governance principles for a global fund for social protection

Markus Kaltenborn, Laura Kreft ; Issuing Department: Division for International Cooperation
Bonn/Geneva, 2022

Publikation herunterladen (470 KB, PDF-File)


Vivas Franco, Careli Isabel

Participación ciudadana frente al cambio climático

Experiencias de abordaje en gobiernos locales
BuenosAires, 2022

Publikation herunterladen (13 MB, PDF-File)


Cichon, Michael; Lanz, Hajo

Creating fiscal and policy space

A pragmatic two-pronged global implementation strategy for universal social protection
Geneva, 2022

Publikation herunterladen (210 KB, PDF-File)



Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

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