Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

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FES-Menschenrechtspreis 2023

an Shaharzad Akbar, Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Vorsitzende der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechtskommission (AIHRC). weiter


Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

Cover der FES Konferenz-Zeitung: "Mont Blanc Trade News". Im Hintergrund die Sillhouette des Montblanc-Massivs

13. WTO-Ministerkonferenz: Das Thema Entwicklung angehen!

Interviews und Stimmen von Journalist_innen aus den ärmsten Entwicklungsländern und von hochrangigen Ländervertreter_innen zu den Ergebnissen der...


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Cover der FES Konferenz-Zeitung: "Mont Blanc Trade News". Im Hintergrund die Sillhouette des Montblanc-Massivs

13. WTO-Ministerkonferenz: Die richtigen Prioritäten setzen

Daniel Bertossa appelliert an die WTO-Ministerkonferenz, die Entwicklungsagenda und das öffentliche Interesse in den Vordergrund zu stellen.


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Cover der FES Konferenz-Zeitung: "Mont Blanc Trade News"

Erwartungen an die 13. WTO-Ministerkonferenz in Abu Dhabi

Die FES Genf berichtet in drei Ausgaben ihrer "Mont Blanc Trade News" über die MC13. Zu Beginn der Konferenz kommen Vertreter_innen aus Sambia,...


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Illustration: große Sprechblase über einer Gruppe von Menschen

Kroatien testet erfolgreich Bürgerräte

In der kroatischen Stadt Rijeka zeigt ein erfolgreicher Bürgerrat, wie Bürgerbeteiligung neu gelebt werden kann. Die Bürger_innen erarbeiteten...


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Sharepic zur Publikation mit Cover und Schriftzug des Titels

Chinas internationale Entwicklungszusammenarbeit. Historie, Struktur und Fallstudien aus Afrika

FES Asien,

Peking ist einer der größten Geber von Entwicklungshilfe weltweit und nutzt Entwicklungsfinanzierung als außenpolitisches Instrument. Wie es dazu kam,...


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Donnerstag, 20.06.24 – Online

In 5 Fragen um die Welt. Georgien

In unserer Reihe „In 5 Fragen um die Welt“ nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise in ein anderes Land, dessen aktueller Zustand uns alle bewegen sollte. Wir fragen, was Gesellschaft und Politik…


Donnerstag, 20.06.24 – Köln

Zukunft. Sicherheit. Arbeit. Der Transformationskongress 2024.

Großen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft begegnen wir derzeit überall: Digitaler Wandel & KI, Energiewende, Antriebswende im Automobilsektor, demographischer Druck, Zuwanderung und nicht…


Donnerstag, 20.06.24 – Halle (Saale)

40. Sicherheitspolitisches Forum Sachsen-Anhalt: Zeitenwende in der Sicherheitspolitik – Folgen für Gesellschaft, Streitkräfte und Bevölkerungsschutz

Am 27. Februar 2022 hatte Bundeskanzler Olaf Scholz als Reaktion auf den brutalen, völkerrechtswidrigen Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine die "Zeitenwende" ausgerufen. Putins Krieg…


Donnerstag, 20.06.24 – Konzerthalle in St. Georg, Bad Freienwalde

Gemeinsam für unsere Demokratie! Wie wir antidemokratischen Tendenzen begegnen können

Die Akzeptanz antidemokratischen Gedankenguts in der Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Auch die neue Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt: die Zahl der…


Publikationen

Baumann, Max-Otto; Haug, Sebastian

Financing the United Nations

Status quo, challenges and reform options
Bonn, 2024

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Kommunen: Kernstück deutscher China-Politik

Entwicklungen und Zukunftsperspektiven
Bonn, 2024

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Ribeiro Hoffmann, Andrea

What to expect from Brazil's G20 presidency?

Opportunities for strategic North-South cooperation amidst geopolitical turmoil
Berlin, 2024

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Davlikanova, Olena; Lylyk, Iryna; Savytska, Natalia

Civil society influence on corporate behavior in relation to Russia's full-scale invasion of Ukraine

Kyiv, 2023

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Davlikanova, Olena; Lylyk, Iryna; Savyc'ka, Natalijua

Vplyv hromadjans'koho suspil'stva na povedinku kompanij u zv'jazku z počatkom povnomasštabnoho vtorhnennja RF v Ukraïnu

Kyiv, 2023

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Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

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