Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

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FES-Menschenrechtspreis 2024

an die Organisation Periodistas y Comunicadores Independientes de Nicaragua (PCIN) weiter


Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

Panel des Tiergarten Talk 2026 mit Publikum, die an einer Abstimmung mit Handzetteln teilnehmen. Die Moderatorin Nina Netzer und Vizekanzler Lars Klingbeil schauen von der Bühne aus ins Publikum.

Tiergartenkonferenz 2026 #TGK26

Frieden und Sicherheit
Wer hält die Welt zusammen? Diese Frage stand bei unserer diesjährigen internationalen außen- und sicherheitspolitischen Jahrestagung im Mittelpunkt. Aber warum müssen wir diese Frage stellen und wie lauten mögliche Antworten?
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Ngozi Okonjo-Iweala, Laura Chinchilla, Olaf Scholz, Reem Alabali Radovan und ein Moderator auf einem Panel bei der Hamburg Sustainability Conference.

North South Futures Forum: Die Krise des Multilateralismus ist auch eine Chance

03.09.2026 Interview, Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Henrik Maihack, Leiter des Sekretariats der Nord-Süd-Kommission, über globale Machtverschiebungen, die Erwartungen des Globalen Südens die neue Weltordnung mitzugestalten und Deutschlands Rolle in einer multipolaren Welt.
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Gruppenfoto der Teilnehmenden des 2. North South Futures Forums in Brasilien vor einer großen Glasfassade. Die Stimmung ist freundlich.

North South Futures Forum: Ein internationaler Denkraum für die Zukunft des Multilateralismus

03.07.2026 Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Die internationale Ordnung verändert sich schneller als ihre Institutionen. Das North South Futures Forum bündelt progressive Stimmen aus Nord und Süd und gibt Impulse - auch für die deutsche Debatte.
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Armand Zorn bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen des North South Futures Forum in New York, Dezember 2025

Die Zukunft liegt in Partnerschaften auf Augenhöhe!

18.06.2026 Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Deutschland kann globale Herausforderungen nicht allein lösen. Warum neue Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens für wirtschaftliche Stärke, digitale Innovation und internationale Glaubwürdigkeit entscheidend sind, erklärt Armand Zorn im...
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Kholood Khair spricht mit einem anderen Teilnehmer beim North South Futures Forum in New York, Dezember 2025.

Jenseits alter Hierarchien: Süd-Süd-Kooperation neu denken

04.06.2026 Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Kann Zusammenarbeit im Globalen Süden bestehende Machtungleichheiten überwinden? Im Vorfeld des North South Futures Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung sprechen wir darüber mit Kholood Khair.
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Dienstag, 06.10.26 – DGB Bildungswerk, Hamburg

Umkämpfte Zeit – Die Geschichte vom Achtstundentag

Die Ausstellung kann bis zum 20. Oktober zu folgenden Zeiten im DGB Bildungswerk besichtigt werden (bitte klingeln)
Montag bis Donnerstag in der Zeit von 08.00-16.00 Uhr und Freitag von 08.00-14.00 Uhr

…


Samstag, 17.10.26 – Linden-Museum Stuttgart, Stuttgart

Nacht der Vielfalt - Afrofuturism: Wo sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treffen

Komm und begleite uns am 17.10.2026 ins Linden-Museum Stuttgart zu einer inspirierenden Nacht voller Literatur, Musik und afrodiasporischer Zukunftsvisionen.
Im Zentrum des Abends steht Afrofuturismus…


Dienstag, 20.10.26 – Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Klemperer-Saal, Dresden

Stadt, Raum, Frust?! Teil I. Wie wollen wir wohnen?

Räume bestimmen unseren Alltag, sie schaffen Begegnungen und beeinflussen, wie wir miteinander leben. Mit der Veranstaltungsreihe „Stadt, Raum, Frust?!“ möchten wir den Blick auf die Orte richten, die…


Mittwoch, 21.10.26 –

Machtverschiebungen: Was die Midterms für Amerika und Europa bedeuten

Am 03. November 2026 sind die Menschen in den USA zur Wahl bei den sogenannten „Midterm Elections“, kurz Midterms, aufgerufen.
Neben der Präsidentschaftswahl sind die Midterms die größte Wahl in den…


Publikationen

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Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

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