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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

17.02.2021

Über Armut sprechen: Ein Gegenentwurf

Ein Video der UN zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit zeigt, wieso es wichtig ist, Armut sichtbar zu machen.


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09.02.2021

Geschlechtergerechtigkeit in der Digitalwirtschaft – ein dringendes Problem

In der Debatte über die Auswirkungen der Digitalisierung in einer globalisierten Welt wurde eine Gruppe bislang weitgehend vergessen: Frauen. Die EU...


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Kosovo – Ein Drama in fünf Akten

Eine neue Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung, Prishtina Office schaut auf die Entwicklung der letzten Monate in Kosovo, die von anfänglich...


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Elisabeth Bollrich

Fenster zur Entschuldung

Die Corona-Pandemie verursacht weltweit hohe Staatsschulden. Vorschläge zum politischen Umgang damit bietet Jürgen Kaiser in einer neuen Studie der...


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08.12.2020

Hörbare Lösungen für eine gerechte Welt nach Corona

Corona wirft ein Schlaglicht auf Ungerechtigkeiten. Welche Lösungen sich für eine gerechte Welt ergeben, hat die FES Genf in einem Podcast...


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Social Protection Floor Index
Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Spotlight 2030
Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 03.05.21 bis Montag, 10.05.21 - Online

Vergesst mich nicht - Texte aus dem Gefängnis

Ein musikalisch-literarisches Plädoyer für Presse- und Redefreiheit mit Texten türkischer Journalist_innen und Autor_innen, ausgewählt und vorgetragen von BR-Sprecherin Julia Cortis und musikalisch...


Montag, 03.05.21 - Online

Planspiel Europapolitik

Politische Prozesse auf der Ebene der Europäischen Union werden oft als zu kompliziert und weit entfernt von den Bürger_innen in den Mitgliedstaaten wahrgenommen. Der
Brexit und das Erstarken...


Dienstag, 04.05.21 - Online

Politik-Talk am Mittag - Italien: Neue Regierung und die Beziehungen zu Deutschland

Die Pandemie hat wenige europäische Staaten so hart getroffen wie Italien. Mitten in dieser Gesundheitskrise spitzte sich ein politisches Drama zu, das den Rücktritt der Regierung forderte. Der...


Mittwoch, 05.05.21 - Online

Vertiefungskurs: Techniken zur Enttarnung von 'Fake News' und Verschwörungstheorien

Falsche Meldungen, die teilweise landesweit selbst in etablierten Medien Bekanntheit erlangen, verbreiten sich immer häufiger. Jede_r kann im Internet Nachrichten verfassen und verbreiten. Dabei...


Publikationen

Golosa graždan v nacional'nych klimatičeskich planach

Točka zrenija graždanskogo obščestva Kenii, Kyrgyzskoj Respubliki, Marokko i Filippin
Bishkek, 2021

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Aliyev, Nurlan

Russia's Arctic Council chairmanship in 2021-2023

Moskau, 2021

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People's voices in national climate plans

Civil society perspectives from Kenya, the Kyrgyz Republic, Morocco and the Philippines
Berlin, 2021

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Billard Schachter, Clémence; Mingrone, Francesca

A UN special rapporteur on human rights & climate change?

Regional perspectives
Berlin, 2021

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Okumu, Wafula

Conflict prevention from the ground

Opportunities and challenges for closer cooperation between AU, RECs and civil society on conflict prevention in Eastern Africa
AddisAbaba, 2020

Publikation herunterladen (1 MB, PDF-File)



Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

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