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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

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Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

15.12.2021

G20 Entschuldungsinitiativen: Höchste Zeit zu handeln!

In vielen Ländern des globalen Südens droht ein wirtschaftliches und soziales Desaster, wenn die Entschuldungsinitiativen der G20 nicht schnell...


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Tausende von bunten Kunststoffkappen werden zum Recycling gestapelt.
02.12.2021

Sustainable Finance: Geld hat immer eine Wirkung

Plastik und Banken? Die Verknüpfung drängt sich nicht auf den ersten Blick auf. Silke Stremlau, Mitglied des Sustainable Finance-Beirates, spricht im...


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Yvonne Bartmann

Das gleiche System im neuen Gewand

UNCITRAL vertrödelt Zeit bei der Reform der Investor-Staats-Schiedsgerichtsbarkeit (ISDS).


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01.09.2021

Zu Tisch!

Der IWF attestiert vielen der ärmsten Länder längst eine untragbare Gesamtverschuldung. Über Fehler und Möglichkeiten der G20 sprach Annette Schlicht...


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18.08.2021

5 Mythen über soziale Sicherheit

Welche falschen Vorstellungen das Verständnis über Soziale Sicherung behindern und wie sie entkräftet werden können.


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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 03.01.22 bis Sonntag, 30.01.22 - München, EineWeltHaus München e.V.

Ausstellung Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen

Selten war unsere Gesellschaft so »gefordert« wie jetzt. Rechtsextremismus, Populismus, Rassismus setzen ihr zu. Die Corona-Pandemie mit globalen Unsicherheiten und unkalkulierbaren Folgekrisen,...


Montag, 10.01.22 bis Freitag, 21.01.22 - Naumburg

Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen

Die Freie Schule "Jan Hus" in Naumburg zeigt vom 10.01. bis zum 21.01.2022 die Neuauflage der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen".


Dienstag, 18.01.22 - Online

TRAUMaLAND. Wer wir sind und sein könnten. Soziale Gerechtigkeit und die Potenziale Ostdeutschlands

Livestream aus dem Literaturhaus Leipzig: https://youtu.be/1CVtF5oezO4


Wie hat uns die Geschichte in Ost und West geprägt und wie können wir uns darüber erzählen? Wie gestalten wir gutes Leben vor Ort,...


Dienstag, 18.01.22 - Online

Online-Workshop: 'Fake News' und Falschmeldungen erkennen

Falsche Meldungen, die teilweise landesweit selbst in etablierten Medien Bekanntheit erlangen, verbreiten sich immer häufiger. Jede_r kann im Internet Nachrichten verfassen und verbreiten. Dabei...


Publikationen

Andrade, Rocío; Saball, Paulina

Participación de la sociedad civil en gobiernos descentralizados

Revisión de algunas experiencias internacionales
SantiagodeChile, 2021

Publikation herunterladen (540 KB, PDF-File)


Nega, Fredu; Ageba, Gebrehiwot; Seid, Edris H.

Regional integration and poverty reduction in the Horn of Africa

The AfCFTA perspective
AddisAbaba, 2021

Publikation herunterladen (450 KB, PDF-File)


Beeri Kasser-Tee, Clara K.

Civil societies' input for reform of social protection in Ghana

Accra, 2021

Publikation herunterladen (13,7 MB, PDF-File)


Adaro, Cristian; Mangas, Martin

Presupuesto participativo en pandemia

Contribuciones desde municipios y universidades
BuenosAires, 2021

Publikation herunterladen (2,8 MB PDF-File)


Gbédé Gogri, Jonathan

Étude de base du projet: Une meilleure gouvernance de la gestion grâce à une plus grande participation des femmes

Rapport final
Abidjan, 2021

Publikation herunterladen (1,9 MB, PDF-File)



Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

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