Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft

Gemeinsam die Welt verändern

Wir setzen uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Zivilgesellschaft muss mitreden können, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und Regeln für alle zu entwickeln. Denn auch auf der globalen Ebene muss das Gemeinwohl im Vordergrund stehen, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Internationale Organisationen, die das Wohl aller Menschen berücksichtigen, können wesentlich dazu beitragen, Ungleichheit weltweit abzubauen und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen - mit gemeinsamer Politik, Verpflichtungen und Zusammenarbeit.

In der globalen politischen Ordnung, für die wir uns gemeinsam mit unseren Partnern weltweit einsetzen, arbeiten gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammen. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen.

Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus: Die Weiterentwicklung der Welt ist eine globale Aufgabe.   

weitere Informationen

FES-Menschenrechtspreis 2024

an die Organisation Periodistas y Comunicadores Independientes de Nicaragua (PCIN) weiter


Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft aktuell

Bildschirm mit der Ankündigung des North South Futures Forum in New York, Dezember 2025.

North South Futures Forum: Ein globales Netzwerk für einen progressiven Multilateralismus

30.04.2026 Frieden und Sicherheit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
Das North South Futures Forum bringt internationale Entscheidungsträger:innen und Expert:innen aus dem Globalen Süden und Norden zusammen, um einen progressiven Multilateralismus in Zeiten geopolitischer Fragmentierung voranzutreiben.
weitere Informationen
 
Zwei Teilnehmer:innen des GenSouth-Programms 2026 bei der Gruppenarbeit. Plakate liegen auf dem Tisch vor ihnen.

GenSouth 2026: Neue Stimmen aus dem Globalen Süden zur Zukunft des Multilateralismus

29.04.2026 Interview, Demokratie und Gesellschaft, Frieden und Sicherheit
Was braucht ein inklusiver Multilateralismus? Mit GenSouth-Teilnehmerin Fatima Zohra Dahmani sprachen wir über die Perspektiven des Globalen Südens und die Notwendigkeit einer Reform.
weitere Informationen
 
Handschlag vor Europaflagge und Grafik einer Weltkarte.

Der „vierte Weg“

10.04.2026 Publikation, Frieden und Sicherheit
Zwischen USA, China und Fragmentierung sucht Europa seine alternative Rolle in einer multipolaren Welt. In unserer neuen Publikation analysieren Moeed Yusuf und Ejaz Haider, warum Europa mit Mittelmächten einen „vierten Weg“ gestalten sollte. Ein...
weitere Informationen
 
Illustration eines Kindes, das inhaftiert ist. Man betrachtet es durch ein imaginäres Loch im Bild.

Migrationshaft: Mythen entlarven, Alternativen aufzeigen

01.10.2025 Flucht, Migration, Integration, Migrationspolitik
Unser Menschenrechtspreis 2025 geht an International Detention Coalition. Zeit, gängige Mythen über Haftpraktiken im Migrationskontext zu entlarven und Alternativen aufzuzeigen!
weitere Informationen
 
Zingiswa Losi von COSATU beim  L20/Treffen der Arbeitsgruppe der Beschäftigten der G20

Gewerkschaften in der G20 – anerkannt, aber ohne Durchschlagskraft

04.09.2025 Gewerkschaften und gute Arbeit, Gewerkschaften international
Die südafrikanische G20-Präsidentschaft setzt die richtigen Themen – doch es fehlt ihr an Mitteln, um die Forderungen des Labour-20-Gipfels zu erfüllen.
weitere Informationen
 

Weitere Beiträge finden Sie hier.

Publikation

Social Protection Floor Index

Millionen von Menschen erfahren im Corona Virus eine Bedrohung für ihre Gesundheit und ihren Job. Eine grundlegende soziale Absicherung kann das Schlimmste verhindern. Welches Land wie aufgestellt ist und was noch getan werden muss, zeigt eine interaktive Karte der FES. weiter

Publikation

Spotlight 2030

Wie nah ist die Weltgemeinschaft den nachhaltigen Entwicklungszielen schon gekommen? Der jährlich erscheinende Bericht zu Hürden und Widersprüchen bei der Umsetzung der Agenda 2030. weiter


Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 04.05.26 – Gießhaus der Universität Kassel, Kassel

Die angespannte Mitte - Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25

Die „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht alle zwei Jahre demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland. Wir sprechen mit Prof. Dr. Claudia Neu, Lehrstuhl für Soziologie…


Dienstag, 05.05.26 – online

FES Weltweit – Leben zwischen Kriegen: Libanon

Der Libanon ist inzwischen eine zentrale Front des sich ausweitenden regionalen Konflikts zwischen Israel, den USA, dem Iran und deren jeweiligen Verbündeten. Das Land befindet sich in einer…


Mittwoch, 06.05.26 – Online

Demokratie durchgespielt: Gaming als Tool in der Politischen Bildung

Das dreitägige Webseminar bietet einen umfassenden Einblick in die Welt des (Serious) Gamings, in Gaming-Communitys als Zielgruppe sowie in den Einsatz von Games in der politischen Bildung.

Am ersten…


Mittwoch, 06.05.26 – Online

Stammtischparolen?!? Wie erkenne ich sie - und wie kann ich damit umgehen?

Diskriminierung und diskriminierende Aussagen begegnen uns im Alltag öfter, als es uns lieb ist. Diese Aussagen verstecken sich immer wieder hinter sogenannten Stammtischparolen. Diese werden jedoch…


Publikationen

Keine Publikationen gefunden

Internationale Gemeinschaft, Zivilgesellschaft und Soziale Demokratie

Immer mehr Akteure wenden sich von der Unterstützung internationaler Organisationen und dem Multilateralismus insgesamt ab. Wozu eigentlich multilateral handeln? Weil unsere Welt von Vernetzung, von geteilten Risiken und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist. Weil regelgebundene Entscheidungen, denen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Länder zugrunde liegt, auf globaler Ebene eine Errungenschaft sind. Weil globale Probleme koordinierte Lösungen erfordern.

In Zeiten multipler globaler Krisen benötigen wir eine neue Art der internationalen Kooperation. Deshalb setzen wir uns für internationale Solidarität und demokratische Teilhabe in der globalen Politik ein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Lösung von gesamtgesellschaftlichen Problemen darf kein abstraktes Ideal sein. Sie stellt sicher, dass auch auf der globalen Ebene das Gemeinwohl im Vordergrund steht, nicht die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Zudem stärkt es die Transparenz und Rechenschaftspflicht globaler Foren, wenn zivilgesellschaftliche Akteure intensiv eingebunden werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass multilaterale Organisationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Ungleichheit einnehmen – durch internationale Zusammenarbeit, globale Politiken und multilaterale Verpflichtungen. Nicht zuletzt müssen Staaten einander dabei unterstützen und gemeinsam daran arbeiten, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen, die das Herzstück unserer Vision einer globalen Ordnung darstellt.

Insgesamt betrachten wir „Entwicklung“ nicht allein als ein Thema des „Globalen Südens“, „armer Länder“ oder „Entwicklungsländer“. Vielmehr schwebt uns eine globale politische Ordnung vor, in dem gleichberechtigte Staaten partnerschaftlich und konsensorientiert zusammenarbeiten. Ziel ist ein multilaterales System, in dem alle Länder sich um eine langfristige, strukturelle, gesellschaftliche Transformation im Sinne der Agenda 2030 bemühen. Ein solches Vorhaben geht über die Entwicklungsanstrengungen einzelner Länder hinaus. „Entwicklung“ ist eine globale Aufgabe, bei der nichtstaatliche Akteure eine wichtige Rolle spielen.

Für solidarische Institutionen und eine starke Zivilgesellschaft: Unsere Arbeitsansätze

Wir ermöglichen es Vertreter_innen des Globalen Südens, darunter Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und sozialen Bewegungen, sich an internationalen Debatten zu beteiligen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen, Bretton Woods-Institutionen und in anderen relevanten weltpolitischen Foren. Außerdem machen wir einerseits beim Weltsozialforum, also jenseits formeller Institutionen, auf alternative Lösungsmöglichkeiten aufmerksam. Andererseits nehmen wir an offiziellen Konsultationen und sogenannten „Side Events“ teil.

Die Initiativen und Netzwerke, mit denen wir arbeiten, überprüfen die Umsetzung von internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und erinnern reiche Staaten an ihre Verpflichtungen. Dadurch können wir an einer gerechten Gestaltung internationaler Politik mitwirken. Die Weltpolitik bereichern unsere Partner dadurch, dass sie die Aufmerksamkeit beharrlich auf Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung lenken und die globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen.

Handlungsleitend für die gesamte internationale Arbeit der FES sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030. Dass es bei der Erreichung der Ziele kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem gibt, stellt der von der Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda verfasste „Spotlight Report" jedes Jahr erneut fest. Bislang scheitern die meisten Staaten daran, die transformativen Gedanken der 2030 Agenda in nationale Politiken zu übersetzen. Einen besonderen Fokus legt der Bericht immer wieder auf die Entwicklungsfinanzierung.

Um die Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) nicht nur in der Summe zu erhöhen, sondern auch effektiver im Sinne der Armutsbekämpfung zu machen, bedarf es eines verbesserten internationales Finanzsystems. Dazu organisiert das FES Büro in New York seit dem Jahr 2008 einen Austausch von Regierungsvertreter_innen, multilateralen Organisationen, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Parallel dazu unterstützen wir Strategietreffen der zivilgesellschaftlichen Plattform CSOs for FfD, die sich seit der Doha-Runde kritisch in die Debatten zur Entwicklungsfinanzierung einmischt. Mit vielen Mitgliedern der Plattform arbeitet die FES in ihren Projektländern zusammen. Das FES Büro in Genf organisiert mit der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) das Treffen der zwischenstaatlichen Expertengruppe zur Entwicklungsfinanzierung und lädt auch hierzu zivilgesellschaftliche Expert_innen ein. 

nach oben