Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung

Preisträger:innen 1994 bis heute

Der Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde im Jahr 1994 zum ersten Mal verliehen. Er geht auf das Vermächtnis des Hamburger Ehepaares Karl und Ida Feist zurück. Die Stifter hatten in ihrem Testament festgelegt, dass die Stiftung ihr Erbe verwalten und daraus jährlich einen Menschenrechtspreis vergeben soll. Dieser soll an Einzelpersonen oder Organisationen verliehen werden, die sich in besonderer Weise um die Menschenrechte in verschiedenen Teilen der Welt verdient gemacht haben.

Karl und Ida Feist waren viele Jahre lang in der Arbeiter:innenbewegung aktiv. Ihre eigenen bitteren Erfahrungen mit Krieg und Zerstörung brachten sie zu einem entschiedenen Eintreten für Frieden und Gewaltlosigkeit.

Reem Alabali Radovan, Hayat Akbari, Carolina Gottardo, Martin Schulz, Asma Hedi Nairi und Sabine Fandrych bei der Verleihung des Menschenrechtspreises 2025
Urheber: FES

Menschenrechtspreis 2025 für International Detention Coalition

Mit unserem Menschenrechtspreis würdigen wir das international agierende Netzwerk IDC, das sich seit Jahren mutig und erfolgreich für die Rechte aller Menschen einsetzt, die von Migrationshaft betroffen sind.

Reporter_innen stehen vor einer Ansammlung von Polizisten, die mit erhobenen Schutzschildern auf die Reporter zulaufen.
Urheber: Fotografía / Artikel 66

Menschenrechtspreis 2024 an PCIN

Gewürdigt wird der unermüdliche und persönlich riskante Einsatz der Organisation Periodistas y Comunicadores Independientes de Nicaragua (PCIN) für die Meinungsfreiheit und Menschenrechte im repressiven politischen Kontext Nicaraguas.

Veranstaltungsgrafik mit einem Portrait von der Menschenrechtsaktivistin Shaharzad Akbar. Text: FES-Menschenrechtspreis 2023. Shaharzad Akbar
Urheber: FES

Menschenrechtspreis 2023 an Shaharzad Akbar

Gewürdigt wird das unerschrockene Engagement der afghanischen Menschenrechtsaktivistin Shaharzad Akbar und insbesondere ihr mutiger Einsatz als letzte Vorsitzende der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechts-kommission (AIHRC) von 2019 bis 2021.

Urheber: FES/Ahmed Makram

Menschenrechtspreis 2022 an Rifaat Makkawi

Gewürdigt wird der Anwalt und Aktivist Rifaat Makkawi für sein beharrliches Engagement für marginalisierte Opfer von Gewalt und Vertreibung im Sudan und die Unterstützung von Opfern staatlicher Übergriffe durch Rechtsberatung.

Portrait Alice Mogwe vor dem Umriss des afrikanischen Kontinents
Urheber: facts&fiction|Thabo Keorapetse

Menschenrechtspreis 2021 an Alice Mogwe

Gewürdigt wird Alice Mogwes Schaffen und Engagement in Botswana und im südlichen Afrika sowie die Arbeit ihrer Organisation „DITSHWANELO“. Sie ist eine führende Menschenrechtsaktivistin des afrikanischen Kontinents und im südlichen Afrika.

Zoran Zaev
Urheber: SDSM

Menschenrechtspreis 2020 an Zoran Zaev

Gewürdigt wird der ehemalige Premierminister Nordmazedoniens, Zoran Zaev, für seinen Einsatz für die Bürger:innenrechte in Nordmazedonien und sein Engagement für friedliche Neuwahlen während der sogenannten „Bunten Revolution“.

Miriam Miranda
Urheber: Martín Cálix

Menschenrechtspreis 2019 an Miriam Miranda

Gewürdigt wird Miriam Mirandas Einsatz für die Rechte der Garífuna, einer diskriminierten Volksgruppe in Honduras sowie für die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels und gegen die Enteignung von Bodenschätzen.

Die Verleihung des Menschenrechtspreises 2018 wurde ausgesetzt. Zur Begründung lesen Sie bitte unsere Pressemitteilung.

Preisträgerin: Organisationskomitee der Kerzenlicht-Demonstrationen, gegründet 2016 in Seoul, Südkorea

Für seinen Einsatz für Versammlungsfreiheit und Demokratie in Südkorea und die historische Massenmobilisierung von Bürger:innen gegen Machtmissbrauch, Korruption und Autoritarismus 2016-2017, die zur Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun-Hye und Neuwahlen führte

Preisträgerin: La Ruta Pacífica de las Mujeres, Kolumbien

In Anerkennung ihres unermüdlichen Einsatzes für ein Ende des bewaffneten Konflikts in Kolumbien, für dessen Aufarbeitung und für die Rechte und selbstbestimmte Teilhabe von Frauen am kolumbianischen Friedensprozess

Preisträger:

  • Ilan Sadeh, Bürgermeister des Menashe Regional Council, Israel
  • Hasan Atamna, Bürgermeister von Kafr Qara, Israel

In Würdigung ihres Engagements für innergesellschaftlichen Ausgleich und friedliches Zusammenleben in Israel und für eine von Araber:innen und Jüd:innen gemeinsam gestaltete inklusive Gesellschaft, stellvertretend für die sieben teilnehmenden Ortsvorsteher der Shared Communities Initiative der Bildungs- und Begegnungstätte Givat Haviva.

Preisträgerin: Fartuun Adan, Direktorin des Elman Peace and Human Rights Center in Somalia

Für ihr langjähriges und beharrliches Engagement für Frauenrechte in einem von Krieg und Gewalt geprägten Kontext in Somalia.

Preisträger: Center for Democracy and Reconciliation in Southeast Europe (CDRSEE), gegründet 1998 in Griechenland

Für die Verdienste des CDRSEE um die Stärkung demokratischer und pluralistischer Gesellschaften und die Verständigung zwischen den Völkern der Westbalkan-Region, insbesondere mithilfe eines gemeinsamen Geschichtsprojektes für Schüler:innen und Lehrer:innen.

Preisträger: Tribal Union of Journalists (TUJ), gegründet 1987 in den Federally Administered Tribal Areas (FATA) in Pakistan

Für ihre Verdienste um die Stärkung der Medienfreiheit und des Meinungspluralismus in Pakistan, ihre Unterstützung von verfolgten Journalist:innen und unterdrückten Medien in den FATA und ihre besondere demokratische Organisationskultur

Preisträger: 

  • Slim Amamou, tunesischer Informatiker, Blogger und Internetaktivist, Kämpfer für die Meinungsfreiheit in Tunesien
  • Khaled Said (posthum), ägyptischer Internetaktivist und Blogger, wurde 2010 von zwei Polizisten zu Tode geprügelt und zur Symbolfigur für die demokratische Revolution in Ägypten

Für ihren Einsatz in der Demokratiebewegung in Tunesien und Ägypten im arabischen Frühling

Preisträgerin: Marcelina Bautista, Generalsekretärin der Konföderation der Hausangestellten in Lateinamerika und der Karibik (CONLACTRAHO) und Gründerin eines Beratungszentrums für Hausangestellte in Mexiko (CACEH)

Für ihren Kampf für gerechte und menschenwürdige Arbeitsbedingungen von Hausangestellten in Mexiko und Lateinamerika

Preisträgerin: Treatment Action Campaign (TAC), gegründet 1998 in Kapstadt, Südafrika

In Anerkennung ihres Einsatzes für HIV-infizierte Menschen in Südafrika, ihren gleichberechtigten Zugang zu einem leistungsfähigen Gesundheitssystem und das Menschenrecht auf Gesundheit 

Preisträgerin: Zhanna Litvina, Journalistin, Vorsitzende des belarussischen Journalistenverbandes

Für ihren mehrjährigen mutigen Einsatz für Medienfreiheit und Meinungspluralismus in Belarus

Preisträger: Dr. Jevgenij Zhovtis, Rechtsanwalt, Leiter des kasachischen Internationalen Menschenrechtsbüros, ehemaliger Bergbauingenieur und Gewerkschafter

Für seinen langjährigen mutigen Einsatz für die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Werte in Kasachstan und in Zentralasien

Preisträger: Somsak Kosaisuuk, Lokomotivführer und Vorsitzender der Gewerkschaft der thailändischen staatlichen Eisenbahn

In Anerkennung seines langjährigen und unnachgiebigen Einsatzes für Menschenrechte und die Demokratisierung Thailands

Preisträger:innen: Wahrheitskommissionen von Chile und Peru sowie ihre Vorsitzenden María Luisa Sepúlveda Edwards und Dr. Salomón Lerner Febres

Für ihre Verdienste zur Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen in Chile während der Pinochet-Militärdiktatur und in Peru während des Bürgerkrieges zwischen Militär und der maoistischen Guerilla “Leuchtender Pfad”.

Preisträger: 

  • Abel Alier, sudanesischer Vizepräsident 1971-1982, Präsident des Hohen Exekutivrats der Autonomen Region Südsudan 1972-1978, Menschenrechtsanwalt, Aktivist für christliche Rechte im Sudan, Richter am Ständigen Internationalen Schiedshof in Den Haag
  • Mahjoub Mohamed Salih, sudanesischer Journalist, 1958 Gründer der ältesten unabhängigen sudanesischen Zeitung “Al Ayam”, Kriegsberichterstatter im Darfur-Krieg, Aktivist für Pressefreiheit

Für ihren Einsatz für Menschenrechte und Frieden im Sudan

Preisträger: Internationaler Strafgerichtshof für Ruanda, gegründet am 8. November 1994 auf Beschluss des UN-Sicherheitsrates in Arusha, Tansania

In Anerkennung seiner Arbeit zur Durchsetzung des humanitären Völkerrechts, seines Beitrags zur Fortentwicklung des internationalen Völkerstrafrechts und seiner Unterstützung eines Friedens- und Verständigungsprozesses in Ruanda und der Region in Folge des ruandischen Völkermords 1994

Preisträgerin: Israelisch-palästinensische Koalition für den Frieden (IPPC)

In Anerkennung ihrer Arbeit für einen israelisch-palästinensischen Friedensprozess auf Basis der Zwei-Staaten-Lösung mit den Grenzen von 1967 und für die Beendigung von Terror und Gewalt

Preisträgerin: Serbische Widerstandsbewegung OTPOR, gegründet 1998

In Würdigung ihrer Massenmobilisierung für Menschenrechte, Demokratie und Frieden in Serbien sowie ihres Einsatzes für den gewaltlosen Sturz des Diktators Slobodan Milošević 1999-2000

Preisträger: Verband der Komitees der Soldatenmütter Russlands

Für seinen Einsatz für Menschenrechte in der russischen Armee, die Rechte von Soldaten und ihren Angehörigen und Menschenrechte im Tschetschenienkrieg

Preisträger: Kailash Satyarthi, Generalsekretär der Bonded Labour Liberation Front, Mitbegründer und Vorsitzender der South Asian Coalition on Child Servitude (SACCS)

Für seinen unermüdlichen Einsatz gegen Kindersklaverei in Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesh, Bhutan und Sri Lanka

Preisträger: Omar Belhouchet, Journalist, Mitbegründer und Herausgeber der algerischen Zeitung “El Watan”, Mitbegründer der Algerischen Journalistenbewegung (MJA) 1987, Gründungsmitglied der Algerischen Journalistenvereinigung (AJA)

Für seinen persönlichen und mutigen Einsatz für eine unabhängige Berichterstattung und die Interessenvertretung von Journalisten

Preisträger: Pater Petar Anđelović, Provinzial der Franziskaner der Provinz Bosnien

In Anerkennung seiner langjährigen Arbeit für die Verständigung zwischen den Völkern und Religionen in der Region, für interreligiösen Dialog, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit

Preisträger: Olusegun Obasanjo, Präsident von Nigeria 1976-1979, 1999-2007

Für seinen Einsatz für den Demokratisierungsprozess und die friedliche Verständigung zwischen unterschiedlichen Volksgruppen in Nigeria

Preisträgerin: Ewa Łętowska, Juraprofessorin, polnische Beauftragte für Bürgerrechte 1988-1992, Richterin am Obersten Verwaltungsgericht 1999-2002, Verfassungsrichterin 2002-2011

In Anerkennung ihres Engagements für die Durchsetzung der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Polen

Preisträger: Marie-Schlei-Verein e.V., gegründet 1984 in Deutschland

In Würdigung seines Einsatzes für Frauen-Empowerment in der Entwicklungszusammenarbeit.

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