Akademie für Soziale Demokratie

buch|essenz — Prägnante Buchzusammenfassungen mit politischer Einordnung

Mit der buch|essenz stellt die Akademie für Soziale Demokratie Sachbücher von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Diskurs als Buchzusammenfassungen für dich bereit.  Sowohl in schriftlicher Form als auch als Audio-Version bieten wir unseren Leser_innen kostenfrei prägnante Zusammenfassungen mit hohem inhaltlichem Anspruch und einer Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie.

Das Beste an der buch|essenz: Du musst Sachbücher mit mehreren hundert oder gar tausend Seiten nicht gänzlich lesen, um die Kernaussagen und Argumente der Autor_innen zu verstehen – denn genau dies decken unsere kompakten buch|essenzen ab. Du kannst dir mithilfe der Buchzusammenfassungen in nur 10 bis 15 Minuten einen fundierten Eindruck von den Inhalten wichtiger Werke machen und erhältst zugleich eine thematische Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie. Anhand dessen kannst du leicht entscheiden, ob ein Sachbuch für dich besonders relevant ist und ob du dich noch intensiver damit beschäftigen möchtest.

Unsere Buchzusammenfassungen kommen in zwei Versionen: Wenn du gerade mal keine Zeit zum Lesen hast, kannst du die gesprochene Buchessenz über unsere Website überall abrufen und direktanhören. Jeden Monat kommen neue Buchzusammenfassungen dazu – lass dich einfach von unserem  Kurznachrichten-Dienst „Der Rote Faden" über neue buch|essenzen informieren.

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Eva von Redecker (2023): Bleibefreiheit

Freiheit wird zumeist vor allem räumlich verstanden, etwa als Reisefreiheit des Individuums. Dagegen plädiert Eva von Recker dafür, Freiheit stärker in ihrer zeitlichen Dimension zu verstehen – als Bleibefreiheit. Der negative und antisoziale Freiheitsbegriff der liberalen Tradition stößt angesichts der Krisen und bedrohten Lebensgrundlagen an seine Grenzen: Die räumliche Bewegungsfreiheit kann nichtmehr ohne die zeitliche Dimension des Bleibens gedacht werden. Freiheit gibt es also nur dort, wo auch das Bleiben möglich ist.

Marlen Hobrack (2022): Klassenbeste. Wie Herkunft unsere Gesellschaft spaltet

In Diskussionen um die „Arbeiterklasse“ steht häufig das Bild des männlichen Arbeiters im Vordergrund. Arbeiterinnen kommen meist nur am Rande vor oder werden allein als Opfer der Verhältnisse gezeigt. Warum das falsch ist, zeigt Marlen Hobrack anhand der Lebensgeschichte ihrer Mutter. Sie zeichnet ihren den Aufstieg aus der Arbeiterklasse in die Mittelschicht nach, der allerdings nie ganz gelingen kann. Dabei dekonstruiert die Autorin bestehende Klassenaufstiegsmythen und macht die Lebensleistung von ostdeutschen Arbeiterinnen sichtbar.

Jürgen Habermas (2022): Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik

Das Funktionieren öffentlicher Debatte ist für eine intakte Demokratie essenziell. Mit Blick auf die aktuelle Mediensituation treiben Habermas dabei nicht die Entwicklungen neuer Medien als an sich schlecht oder fragwürdig um, sondern die Frage, wie man mit der Einkapselung in eigene Diskurswelten umgehen kann. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte darüber, wie die Strukturen demokratischer Öffentlichkeit im deutschen und internationalen Kontext weiterentwickelt werden müssen, um zur Legitimation demokratischer Entscheidungen beitragen zu können.

Mariana Mazzucato, Rosie H. Collington (2023): Die große Consulting-Show

Die Beratungsbranche ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Staaten und Unternehmen haben sich zunehmend auf ihre Dienste verlassen, statt eigenständige Kompetenzen und Innovationen zu entwickeln. Aber ein handlungsfähiger Staat ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Demokratie. Machen sich Regierungen zu sehr von privaten Beratungsleistungen abhängig, drohen gesellschaftliche Entwicklungen, die weniger dem Gemeinwohl als mächtigen Wirtschaftsinteressen dienen. Es ist das Verdienst des Buches, diese gefährliche Tendenz herausgearbeitet und mit vielen Beispielen belegt zu haben. Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer für einen selbständigen, kompetenten Staat, der über die Fähigkeiten, Informationen und Ressourcen verfügt, um gesellschaftliche Herausforderungen wie die Klimakrise, die Digitalisierung und den demografischen Wandel zu bewältigen.

Michael Sandel (2023): Das Unbehagen in der Demokratie

Gehen Kapitalismus und Demokratie noch zusammen? Unsere Gesellschaften sind so gespalten wie nie zuvor. Befeuert durch die sozialen Medien treiben uns Populismus, soziale Ungleichheit und die Auswirkungen der Corona-Pandemie in die Vereinzelung. Auch hat die globalisierte Wirtschaft der Politik den Rang abgelaufen. Seit 40 Jahren macht der Neoliberalismus aus Bürger_innen Gewinner bzw. Verlierer des globalen Kapitalismus – mit verheerenden Folgen für unsere Demokratie. Daraus ergeben sich zwei Fragen: Wie können wir die Wirtschaft so gestalten, dass sie demokratischer Kontrolle zugänglich ist? Und wie müssen wir unser gesellschaftliches Leben gestalten, damit die Polarisierung wieder abgeschwächt wird?

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