buch|essenz — Prägnante Buchzusammenfassungen mit politischer Einordnung

Mit der buch|essenz stellt die Akademie für Soziale Demokratie Sachbücher von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Diskurs als Buchzusammenfassungen für dich bereit.  Sowohl in schriftlicher Form als auch als Audio-Version bieten wir unseren Leser_innen kostenfrei prägnante Zusammenfassungen mit hohem inhaltlichem Anspruch und einer Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie.

Das Beste an der buch|essenz: Du musst Sachbücher mit mehreren hundert oder gar tausend Seiten nicht gänzlich lesen, um die Kernaussagen und Argumente der Autor_innen zu verstehen – denn genau dies decken unsere kompakten buch|essenzen ab. Du kannst dir mithilfe der Buchzusammenfassungen in nur 10 bis 15 Minuten einen fundierten Eindruck von den Inhalten wichtiger Werke machen und erhältst zugleich eine thematische Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie. Anhand dessen kannst du leicht entscheiden, ob ein Sachbuch für dich besonders relevant ist und ob du dich noch intensiver damit beschäftigen möchtest.

Unsere Buchzusammenfassungen kommen in zwei Versionen: Wenn du gerade mal keine Zeit zum Lesen hast, kannst du die gesprochene Buchessenz über unsere Website überall abrufen und direktanhören. Jeden Monat kommen neue Buchzusammenfassungen dazu – lass dich einfach von unserem  Kurznachrichten-Dienst „Der Rote Faden" über neue buch|essenzen informieren.

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Isabella M. Weber (2023): Das Gespenst der Inflation. Wie China der Schocktherapie entkam

Inflation gilt als eine Gefahr für Wohlstand und politische Stabilität. Ein häufig von liberalen Wirtschaftswissenschaftlern empfohlenes Gegenmittel ist die Schocktherapie. Die Grundidee: Wenn eine zu große Geldmenge die Preise in die Höhe treibt, dann besteht die Lösung in einer Verknappung der Geldmenge, auch wenn dies negative Folgen haben kann, z.B. hohe Arbeitslosigkeit. Vielen Ländern wurde nach Wirtschaftskrisen oder beim Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft eine solche Schocktherapie verordnet. Allerdings ist der Ansatz weniger effektiv als oft behauptet und zudem führt er nicht selten zu politischer Instabilität. Mit ihrer Analyse der chinesischen Preiskontrollen zeigt Isabella M. Weber neue Gestaltungswege auf. Dafür wurde das Buch ausgezeichnet mit dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik 2024.

Stefanie Lohaus (2023): Stärker als Wut. Wie wir feministisch wurden und warum es nicht reicht

Das Wort „Feminismus“ ist mittlerweile fest in unserem Alltag verankert. Eine Selbstverständlichkeit die von Feminist_innen über viele Jahrzehnte hart erkämpft wurde. Und trotzdem: Die faktische Gleichstellung ist längst nicht erreicht. Ein wesentlicher Treiber der feministischen Bewegung(en): Wut auf die bestehenden Verhältnisse. Doch auch wenn diese Wut berechtigt ist, verstellt sie immer wieder den Blick auf die vielen Erfolge. Eine solche Erinnerungskultur ist aber wichtig, um Kraft und Zuversicht für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu schöpfen.

Steffen Mau, Thomas Lux & Linus Westheuser (2023): Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft

Die Analyse der Einstellungen und Stimmungen in der Gesellschaft beeinflusst öffentliche Diskussionen und politisches Handeln. Dabei erfreut sich die These einer immer weiter zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft großer Popularität – aber trifft die Spaltungsdiagnose überhaupt zu? „Triggerpunkte“ zeigt: In Deutschland ist das bislang nur bedingt der Fall. Die Autoren untersuchen vier zentrale Ungleichheitsarenen: Oben-Unten (Sozioökonomie), Innen-Außen (Nationenzugehörigkeit), Wir-Sie (Identitätsdebatte), Heute-Morgen (Klimadiskussion). Der Befund: In allen Bereichen lässt sich keine klare Polarisierung feststellen, vielmehr besteht ein Grundkonsens in der Mitte der Gesellschaft. Doch es gibt auch Triggerpunkte auf die Menschen besonders heftig und emotional reagieren und an denen sich Konflikte schnell intensivieren können. Ein wichtiger, empirisch fundierter Beitrag zum politischen Diskurs in Deutschland, von uns ausgezeichnet mit dem Preis "Das Politische Buch“ 2024.

Susan Neiman (2023): Links ist nicht woke

Identitätspolitik ist ein Reizthema: Wokeness und Cancel Culture sind Kampfbegriffe der neuen Rechten geworden. Aber auch innerhalb der politischen Linken sorgen sie für Auseinandersetzungen. Susan Neiman argumentiert, dass zeitgenössische woke Stimmen zentrale linke Überzeugungen aufgegeben haben: Das Bekenntnis zum Universalismus, die klare Unterscheidung zwischen Macht und Gerechtigkeit sowie den Glauben an die Möglichkeit von gesellschaftlichem Fortschritt. Dabei richtet sie den Blick auf die theoretischen Wurzeln dieser Entwicklung.

Volker M. Heins & Frank Wolff (2023): Hinter Mauern. Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft

Europa befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach globaler Anziehungskraft und der Furcht vor Zuwanderung. Die ursprüngliche Idee der EU-Freizügigkeit sollte zur Schaffung von Frieden beitragen. Mit dem Schengen-Abkommen wurden dann auch die europäischen Außengrenzen geschaffen, die heute hauptsächlich der Abwehr von Migration im Namen der Sicherheit dienen. Die Idee von „sicheren Außengrenzen“ verdrängt zunehmend die Vision eines weltoffenen Europas. Es braucht Alternativen. Ein Vorschlag der Autoren: die „Demokratisierung der Grenzen“.

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