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buch|essenz – prägnante Buchzusammenfassungen mit politischer Einordnung

Mit der buch|essenz stellt die Akademie für Soziale Demokratie Sachbücher von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Diskurs als Buchzusammenfassungen für dich bereit.  Sowohl in schriftlicher Form als auch als Audio-Version bieten wir unseren Leser_innen kostenfrei prägnante Zusammenfassungen mit hohem inhaltlichem Anspruch und sozialdemokratischer Einordnung.

Das Beste an der buch|essenz: Du musst Sachbücher mit mehreren hundert oder gar tausend Seiten nicht gänzlich lesen, um die Kernaussagen und Argumente der Autoren zu verstehen – denn genau dies decken unsere kompakten Buchessenzen ab. Du kannst dir mithilfe der Buchzusammenfassungen in nur 10 bis 15 Minuten einen fundierten Eindruck von den Inhalten wichtiger Werke machen und erhältst zugleich eine thematische Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie. Anhand dessen kannst du leicht entscheiden, ob ein Sachbuch für dich besonders relevant ist und ob du dich noch intensiver damit beschäftigen möchtest.

Unsere Buchzusammenfassungen kommen in zwei Versionen: Wenn du gerade mal keine Zeit zum Lesen hast, kannst du die gesprochene Buchessenz über unsere Website überall abrufen und direktanhören. Jeden Monat kommen neue Buchzusammenfassungen dazu – lass dich einfach von unserem  Kurznachrichten-Dienst „Der Rote Faden" über neue Buchessenzen informieren.

Entdecke jetzt unsere Buchessenzen!


21.05.2021

Andreas Reckwitz (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten.

Die Gesellschaft der Singularitäten von Andreas Reckwitz bietet eine umfassende Analyse der spätmodernen, also gegenwärtigen Gesellschaft in ihrem Streben nach Singularisierung.

Er zeigt, wie das Besondere gerade für die Mittelschicht zum neuen Maßstab wurde. Wie wir wohnen, essen, arbeiten, wohin und wie wir reisen, unser Körper, unser Konsum, unsere Freunde, selbst die Politik: Alles soll individuell, besonders, wertvoll sein; Selbstverwirklichung ist das vorherrschende Ziel.

Das Problem: Denjenigen Menschen, die ihr Leben nicht im Dauerwettbewerb performen können oder wollen, wird der gesellschaftliche Respekt oft aberkannt – unabhängig von ihrer Arbeit, ihrer Leistung, ganz zu schweigen von ihrer Würde als Mensch.

Reckwitz Buch macht klar: Es braucht (wieder) ein gemeinsames gesamtgesellschaftliches Interesse an der Wertschätzung des Beitrags jedes Individuums für die Gesellschaft, materiell und sozial.

 

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14.05.2021

Andreas Kossert (2020): Flucht – Eine Menschheitsgeschichte

Flüchtlinge haben ein Gesicht, einen Namen und eine persönliche Geschichte. Der Historiker Andreas Kossert schildert anhand von vielen biographischen Schilderungen ein großes Panorama von Fluchtschicksalen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts.

Er macht deutlich, dass Flucht ein schwerer Lebenseinschnitt ist. Das Verlassen der Heimat und die Aufgabe seines bisherigen Lebens; die Ankunft und das Zurechtfinden an einem Ort, an dem man eigentlich gar nicht sein wollte, das ist eine Herausforderung, die ohne Solidarität und das Verständnis für diese Situation seitens der Aufnahmegesellschaften nicht gelingen wird.

Das Buch ist für die FES „Das politische Buch“ des Jahres 2021. Aus dem Urteil der Jury: "Ein großes Plädoyer für Empathie und Mitmenschlichkeit. Eine Pflichtlektüre für alle, die heute Flüchtlings-und Integrationspolitik gestalten."

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03.05.2021

Björn Hacker (2018): Weniger Markt, mehr Politik. Europa rehabilitieren

Wie kann Europa gestärkt werden? Für Björn Hacker ist die Antwort klar: Einseitige Marktgläubigkeit und zu wenig Politik haben Europa in die Krise geführt. Die Märkte müssen politisch wieder eingehegt werden. Dazu liefert Hacker eine überzeugende Analyse und konkrete Vorschläge – für neuen Wohlstand und Zukunftsvertrauen.

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03.05.2021

Ulrike Guérot (2020): Nichts wird so bleiben, wie es war? Europa nach der Krise. Eine Zeitreise.

Die Pandemie hat zwei Dinge deutlich gemacht: Wie wichtig funktionierende Staaten sind und wo die Grenzen ihrer Schutzmöglichkeiten liegen. Europa hat in der Not neue Kompetenzen erhalten - eine dahinterliegende Vision fehlt aber. Ulrike Guérot liefert sie und inspiriert: Mit der Vision einer europäischen Republik mit parlamentarisch kontrollierter Exekutive und starken Kompetenzen in der Fiskal-, Industrie- und Außenpolitik.

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23.04.2021

Emmanuel Saez & Gabriel Zucman (2020): Der Triumph der Ungerechtigkeit

Emmanuel Saez und Gabriel Zucman räumen mit einem hartnäckigem Narrativ auf: das Ungleichheit unvermeidbar sei und die niedrige Besteuerung hoher Vermögen alternativlos. Sie stützen sich dabei auf eine brillante historische Analyse der US-Verteilungspolitik. Sie zeigen, wie es dazu kommen konnte, dass Einkommen wie Vermögen so dramatisch auseinandergedriftet sind – und warum dies das Ergebnis bewusster Politik ist. Zudem zeigen die beiden, dass die Steuervermeidungsstrategien international tätiger Unternehmen weder zu rechtfertigen, noch unabänderbar sind. Das Buch liefert eine wichtige Vorlage dafür, zu diskutieren, welchen Beitrag Besteuerung leisten kann, um die Spaltung von Gesellschaften zu stoppen. Emmanuel Saez und Gabriel Zucman haben mit ihrem Buch den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik 2021 gewonnen.

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26.03.2021

Naika Foroutan & Jana Hensel (2020): Die Gesellschaft der Anderen

Foroutan und Hensel analysieren und bewerten zentrale gesellschaftliche und politische Ereignisse der vergangenen 30 Jahre. Sie zeigen, dass das zutiefst demokratische Versprechen von Gleichheit, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit für weite Teile der deutschen Gesellschaft noch immer nicht verwirklicht ist. Im Zentrum vieler gesellschaftlicher Debatten stehen immer wieder zwei Gruppen: Menschen mit Migrationsgeschichte und Ostdeutsche. Um gesellschaftliche Phänomene wie Rechtsextremismus, Rassismus und soziale Ungleichheit wirklich verstehen zu können, braucht es die Perspektiven von Menschen mit Migrationsgeschichte und die der Ostdeutschen – also die der „Gesellschaft der Anderen“.

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29.01.2021

Matthias Quent (2019): Deutschland rechts außen. Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können

Was ist Rechtsradikalismus, warum ist er erfolgreich und wie kann man ihn bekämpfen? Angesichts der hohen Wahlergebnisse der Alternative für Deutschland (AfD) und der Zunahme rechtsextremer Gewalttaten sind diese Fragen eindringlicher denn je. Matthias Quent liefert detaillierte Einsichten zur Strategie der Rechtsradikalen und zu den Strukturen, von denen sie profitieren.

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29.01.2021

Maja Göpel (2020): Unsere Welt neu denken

Klimawandel, Ungleichheit und der digitale Fortschritt verlangen von allen, unsere Welt neu zu denken. Maja Göpel analysiert, warum wir es zu den ökologischen und sozialen Problemen haben kommen lassen. Das Hauptproblem besteht in unserem gegenwärtigen Verständnis von Wachstum. Es ist nicht vereinbar mit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Dabei führt Konsumverzicht nicht zwingend zu Wohlstandsverlusten und technologischer Fortschritt nicht zwangsläufig zu mehr Nachhaltigkeit.
Für einen Wandel zu einer besseren Welt muss der Staat die Richtung vorgeben, in die sich der Markt entwickeln soll.

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18.12.2020

Thomas Piketty (2020): Kapital und Ideologie

Ungleichheiten – jede Gesellschaft muss sie rechtfertigen. Das tatsächliche Maß an Ungleichheit lässt sich nicht mehr rechtfertigen und hinnehmen. Eine Koalition für mehr Gleichheit braucht neue Ideen, eine bessere Ideologie, eine alternative  Erzählung.

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15.12.2020

Lisa Herzog (2019): Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf

Die digitale Transformation wird unser Verständnis von Arbeit grundlegend verändern. In Gesellschaften mit Arbeitsteilung sind alle, die am Arbeitsprozess teilnehmen, voneinander abhängig. Der Prozess der digitalen Transformation muss deswegen aktiv gestaltet werden, sodass der Effizienzgewinn nicht einseitig zugunsten großer Digitalkonzerne ausfällt.

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07.12.2020

Foundational Economy Collective (2019): Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik

Preisträger_innen 2020 des Hans-Matthöfer-Preises für Wirtschaftspublizistik

Digitaler Kapitalismus und Finanzmärkte erscheinen heute als natürliche, unumstößliche Ordnung. Nur: Sie sind es nicht. Die Perspektive der Fundamentalökonomie erinnert daran, dass sie politisch gemacht sind, formbar bleiben, trotz allem. Sie zeigt, dass Unternehmen eingebettet sind in gesellschaftliche Netze. Ohne Arbeiter_innen und staatliche Vorleistungen gehen sie ein wie Blumen ohne Wasser. Progressive Kräfte wissen das – vergessen es aber bisweilen. Sie sollten mit diesem Argument die Machtfrage neu stellen: Wessen Unternehmung die öffentliche Sache berührt, hat besondere Pflichten. Eine neue, demokratisch ausgehandelte Wirtschaftsverfassung für den digitalisierten Finanzkapitalismus – das wäre was.

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26.11.2020

Staab, Philipp (2019): Digitaler Kapitalismus. Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit

Im digitalen Kapitalismus gibt es keine freien, neutralen Märkte. Vielmehr gehören die Märkte selbst den privaten digitalen Plattformen. Gewinner_innen im digitalen Kapitalismus sind aber nicht nur die digitalen Plattformen, sondern zum Teil auch die Konsument_innen. Verlierer_innen sind alle, die die digitalen Güter und Dienstleistungen produzieren.

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