Jugend- und Schulangebote

Diskutierende Jugendliche im Klassenzimmer
Urheber: picture alliance / SZ Photo | Johannes Simon

Demokratie braucht Demokratinnen und Demokraten! Junge Menschen für Politik zu begeistern und ihre demokratische Teilhabe zu stärken, ist Ziel unserer Arbeit. Dafür entwickeln wir innovative Angebote der politischen Jugendbildung wie Planspiele, interaktive Workshops, Online-Formate, Filmschauen und Ausstellungen. Sowohl einzelne Jugendliche als auch ganze Schulklassen und Jugendgruppen sind bei uns herzlich willkommen.

Zeitzeug_innengespräche bieten eine einzigartige Möglichkeit, sich der Geschichte auf persönliche Weise zu nähern. Sie eröffnen Einblicke in historische Ereignisse aus der Perspektive derjenigen, die sie unmittelbar erlebt haben. Die FES bietet Gespräche mit Holocaustüberlebenden in regelmäßigen Abständen für Schulklassen an. Unser Online-Portal beinhaltet Zeitzeug_innenvideos sowie Leitfäden zu Vor- und Nachbereitung, so dass Lehrkräften sie jederzeit für den Unterricht nutzen können. 

Mehr als 35 Jahre sind seit der Wiedervereinigung vergangen. Die FES blickt in Zeitzeugengesprächen auf eine kleine Gruppe Engagierter, die bisher nicht im Fokus der Aufmerksamkeit standen: Die Geschichte der Umweltbewegung der DDR.  Wie sah Jugendprotest in der Zeit der DDR aus? Welchen Beitrag haben die Umweltaktivist_innen für die Friedliche Revolution geleistet? Welche Themen haben sie in den Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands eingebracht und was ist davon geblieben? Tim Eisenlohr, Zeitzeuge der Friedlichen Revolution und damals aktiv in der DDR-Umweltbibliothek, spricht als Zeitzeuge über die Chancen von politischem Engagement und sein Leben. 

Digitale Angebote zur Wiedervereinigung und "Friedlichen Revolution" bietet die FES unter https://www.fes.de/news/zeitzeug-innengespraeche-friedliche-revolution

Auschwitz ist ein Ort, der sich ewig ins Gedächtnis der Welt eingebrannt hat. Mehr als eine Million Menschen wurden dort von den Nationalsozialisten ermordet. Die Künstlerin Monika Mendat beschäftigt sich in ihren Werken mit Gedenken und Verantwortung. Sie arbeitet eng mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau zusammen. In Kooperation mit Monika Mendat zeigt die FES regelmäßig Ausstellungen für Interessierte und Schulklassen. Kostenlose Unterrichtmaterialien für Lehrkräfte sowie Informationen zur Ausstellung können Sie bei uns erhalten.

Die Debatte um Asyl und Migration steht im Zentrum vieler politischer Debatten. Der Dokumentarfilm “Wir sind jetzt hier - Geschichten über das Ankommen in Deutschland” ist ein Projekt der FES und der Filmschaffenden Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas von Wurmb-Seibel. Der Film porträtiert sieben junge Männer, die als Geflüchtete allein nach Deutschland kamen. Sie sprechen über heitere und beglückende Momente und von Momenten tiefster Verzweiflung, ihre Ängste und wie sie damit umgehen. Die Filmschau mit anschließendem Gespräch mit den Filmemacher_innen und Geflüchteten ist auch für Schulen geeignet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter “Wir sind jetzt hier”.

Die Wanderausstellung „Menschen in Bewegung" der FES Bayern beleuchtet Ursachen und Formen von Migration und Flucht aus historischer und globaler Perspektive. Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Diese Kernfrage wird auf sieben Tafeln behandelt. Ziel ist es, zu einer Versachlichung der öffentlichen Diskussion beizutragen und verschiedene Blickwinkel abzubilden. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Begleitprogramm (Workshops, Vorträge) finden Sie auf der Seite “Ausstellungen". 

Die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ ist ein interaktives Bildungsangebot der FES Bayern. Sie weist auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenrechte ausgehen. Die Ausstellung richtet sich vor allem an Jugendliche ab 14 Jahren und eignet sich hervorragend für die Einbindung in den Unterricht oder schulische Projekte.

Die FES bietet in Zusammenarbeit mit erfahrenen Trainern Online-Workshops an, die Sie für Ihre Schulklasse buchen können. Die Angebote fördern Wertbewusstsein, Teamarbeit und demokratisches Denken durch kreative Zusammenarbeit, individuelle Beteiligung und kritisches Hinterfragen von Vorurteilen. Dauer: 45 bis 90 Minuten.

Die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" setzt sich mit den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds in den Jahren 1999 bis 2011 auseinander. Die in Zusammenarbeit mit Birgit Mair vom ISFBB (Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung) konzipierte Ausstellung gedenkt der Mordopfer und thematisiert das Versagen der Ermittlungsbehörden sowie die gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe.  Zur Ausstellung bieten wir Begleitveranstaltungen wie Vorträge und Führungen an. Dauer: 1,5 Stunden. 

Im Workshop „Mission possible!“ geht es darum, wie wir Klimapolitik gerecht gestalten und Klimaschutzprojekte vor der eigenen Haustür entstehen können. Wer kann welchen Beitrag leisten und wer braucht welche Unterstützung für einen klimafreundlichen Alltag? Diesen Fragen gehen wir in einem ein- oder zweitägigen Workshop jugendgerecht und mit interaktiven, kurzweiligen Programmmodulen wie Quizrunden und Simulationsspielen nach. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Weitere Informationen können Sie dem Fyler entnehmen. 

In einem dreitägigen Planspiel werden Jugendliche zu Kommunalpolitiker_innen ihrer Stadt. Sie besuchen eine Ratssitzung, bilden Fraktionen und erarbeiten mit echten Kommunalpolitiker_innen Anträge zu ihren eigenen Themen, die am Ende unter Leitung der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters in einer fiktiven Ratssitzung verhandelt werden. So erleben die Jugendlichen Kommunalpolitik und erfahren, wie sie auf dieser Ebene mitbestimmen können.
Weitere Informationen auf der Website “Planspiel Kommunalpolitik”. 

Wer die Wahl hat, sollte gut vorbereitet sein! Wen oder was wählt man da nun aber konkret? Warum ist es eigentlich wichtig, in einer Demokratie das Wahlrecht zu nutzen? Wie sieht so ein Wahlzettel aus? Warum gehen gerade in letzter Zeit so viele Menschen nicht mehr zur Wahl? Was bedeutet das für die Demokratie insgesamt? Welche Themen sind für junge Erwachsene und Jugendliche besonders wichtig? Wie stehen die Parteien zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen?

Mit dem Workshop "Rettet die Wahlen" kommen unsere Teamenden mit den Schüler_innen über Demokratie und deren Grundwerte ins Gespräch. Zielgruppe sind Jugendliche ab der Klassenstufe 10 an (auch für berufliche Schulen, FOS/BOS und Jugendgruppen geeignet).

Der Workshop kann in Wahljahren angefragt werden.

Die Schüler_innenvertretungsarbeit (SV) oder Schüler_innen-Mitverantwort (SMV) an Schulen ist oft die erste Gelegenheit für Jugendliche, eine Interessenvertretung kennen zu lernen und sich zu engagieren. Diese ersten Mitbestimmungserfahrungen prägen junge Menschen dauerhaft in ihrem Engagement. Ist die Arbeit erfolgreich, macht Spaß und findet Anerkennung, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich auch nach der Schulzeit weiter engagiert. Mit Workshops für SV, zur Klassensprecher_innenwahl, Fortbildungen für SV-Begleiter_innen unterstützen wir Mitbestimmung an der Schule, bieten leicht verständliche Informationen und gut umsetzbare Praxistipps. Durchgeführt werden die Workshops mit Teamenden des Vereins “Schule ein Gesicht geben”.

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