Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung

Das Gemeinwohl im Blick

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Weltwirtschafts-, Handel- und Steuerpolitik dienen übergeordneten Zielen. Allen voran sind sie Instrumente, um die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten, dem Globalen Norden und Süden abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem dient dem Gemeinwohl. Es löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für so eine Wirtschaft der Zukunft verfasst, der auch für unsere Arbeit wegweisend ist.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns weltweit dafür ein, dass das Weltwirtschaftssystem gemeinwohlorientiert gestaltet und die Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden. Schwerpunkte legen wir dabei auf Handels- und Steuerpolitik sowie auf die Verantwortung von Unternehmen und Investoren.

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Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung aktuell

15.03.2019

Wirtschaftliche Ungleichheit und Besteuerung sind feministische Fragen

Wenn Unternehmen nicht ihren gerechten Anteil der Steuerlast tragen, steht für die Investition in die Gleichstellung der Geschlechter weniger Geld zur...


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Freiwillig = gar nicht

Konzerne tragen Verantwortung. Dafür braucht es endlich verbindliche Regelungen. IPG-Artikel zum Thema Unternehmensverantwortung von Frederike Boll.


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05.11.2018

Nicht alles Banane - Plantagenarbeiter_innen ziehen gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse vor das Verfassungsgericht

Standpunkt

von Kathrin Meißner, Leiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ecuador

 

Ecuador ist weltweit für seine Bananenexporte bekannt. Doch der...


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15.08.2018

Junge Zeitarbeiter_innen in Lateinamerika - ein unschönes Gesicht der »Arbeit der Zukunft«

Zeit- und Leiharbeit wird auch von lateinamerikanischen Gewerkschaften als problematisch angesehen – aus gutem Grund, wie das folgende Interview...


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Uta Dirksen

Die Zukunft der Arbeit beginnt jetzt! Wie der Wandel in Lateinamerika gestaltet werden kann

Die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung zur Zukunft der Arbeit steht

in Lateinamerika noch am Anfang. Die Parameter dieser Zukunft...


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25.04.2018

Ein Gesetz am Ende des Tunnels?

In zwei Jahren entscheidet die Bundesregierung, ob sie Unternehmen zum Menschenrechtsschutz verpflichtet – der Weg dahin ist kritisch.


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Wirtschaft und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Wirtschaft und Soziale Demokratie

In welchem Verhältnis stehen Staat und Markt zueinander? Wie kann eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung aussehen? Die FES Akademie für Soziale Demokratie bietet dazu ein regelmäßiges Wochenendseminar, Lese- und Hörbuch an. weiter

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können
Hintergrund

Wie die Finanzmärkte kontrolliert werden können

Die FES-Onlineakademie präsentiert Vorschläge zur stärkeren Regulierung des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Gustav Horn. weiter

Globalisierung und Soziale Demokratie
Weiterbildung

Globalisierung und Soziale Demokratie

Wie können die Weltmärkte sozial und ökologisch gestaltet, die Finanzmärkte politisch kontrolliert und Arbeitnehmerrechte global gestärkt werden? Das Wochenendseminar und Lesebuch der FES Akademie für Soziale Demokratie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. weiter


Schwerpunkte

Steuergerechtigkeit

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Fairplay im Welthandel

Fairplay im Welthandel

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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

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Veranstaltungen in Deutschland

Montag, 25.03.19 - Berlin

Rohstoffhunger - Rohstofffluch?

Computer, Smartphones oder Autos - täglich nutzen wir Produkte, in denen eine Vielzahl an mineralischen Rohstoffen steckt. Unser steigender Konsum und der "Rohstoffhunger" der Industrie bedingen...


Donnerstag, 28.03.19 - Augsburg, vhs (Raum 103/I)

Zehn Jahre Finanzkrise - Ein Weltenbeben und seine Folgen bis heute

+++ANMELDUNG ÜBER DEN KOOPERATIONSPARTNER+++

Die Finanzkrise von 2008/2009 gilt schon jetzt als epochales Ereignis des 21. Jahrhunderts und: der Aufstieg der Rechtspopulisten begann nach neuen Studien...


Donnerstag, 04.04.19 - Leipzig

Steuern - Der große Bluff

Ort: Burgstraße 25, 04109 Leipzig

Steuern sind für die meisten ein Buch mit sieben Siegeln. Dieser mangelnde Durchblick der Vielen ist allerdings die Grundlage für enorme Profite der Wenigen - zulasten...


Freitag, 05.04.19 - Berlin

Verleihung des Hans-Matthöfer-Preises 2019

Der Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik "Wirtschaft.Weiter.Denken." wird in diesem Jahr erstmalig an zwei Preisträger_innen vergeben: Adam Tooze erhält den Preis für sein Buch „"Crashed –-...


Dienstag, 09.04.19 - Wolfsburg

Brexit: ja, nein, vielleicht? Und nun?

Der 29. März 2019 markiert das Ende der 46-jährigen Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Union (EU). Wie aber der Brexit tatsächlich ablaufen soll, ist immer noch völlig offen. Nicht nur...


Publikationen

Pasha, Hafiz A.

Growth and inequality in Pakistan

Agenda for reforms
Islamabad, 2019

Publikation herunterladen (7,5 MB PDF-File)


Pasha, Hafiz A.

The reform agenda

A comprehensive set of reforms' proposals derived from the author's book on "Growth and inequality in Pakistan"
Islamabad, 2019

Publikation herunterladen (3,7 MB PDF-File)


Rovira Kaltwasser, Cristóbal

Populism and the economy

An ambivalent relationship
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (1,6 MB PDF-File)


Ventura-Dias, Vivianne

Global capitalism and the challenges facing social-ecological transformation in Latin America

Mexiko, 2019

Publikation herunterladen (720 KB, PDF-File)


Kreimerman, Roberto

Economic context in Latin America

Outlook and trends for social-ecological transformation
Mexiko, 2019

Publikation herunterladen (620 KB, PDF-File)



Weltwirtschaft, Unternehmensverantwortung und Soziale Demokratie

Aus der Perspektive der Sozialen Demokratie ist klar: Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten abzubauen. Ein gutes Weltwirtschaftssystem löst die soziale Frage, statt sie zu verschärfen.

Das bedeutet zuallererst: Der gesellschaftliche Nutzen wirtschaftlichen Handelns hat stets im Vordergrund zu stehen. So dürfen die Interessen mächtiger, gut organisierter Akteure wie Investoren oder Unternehmen nicht zu Lasten des Gemeinwohls durchgesetzt werden. Genau wie die Bürgerinnen und Bürger eines Staates haben Wirtschaftsakteure Rechte und Pflichten: Sie genießen staatlichen Schutz, müssen sich aber auch an geltendes Recht halten, öffentliche Güter wie die Umwelt bewahren, Steuern zahlen und dafür haften, wenn sie Schäden verursachen.

Aber da zum Beispiel große, transnationale Konzerne diese Pflichten oft hintenan stellen, müssen Staaten und Parlamente regulierend eingreifen. Die Wirtschaft muss demokratisch kontrolliert werden – national wie international. Es braucht starke, demokratisch legitimierte Institutionen, die die Weltwirtschaft politisch ordnen und ein wirksames System der „Global Economic Governance“ etablieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und es ist die Voraussetzung dafür, dass weltweit nicht nur das „1 Prozent“, sondern alle Menschen von Wirtschaftswachstum profitieren können.

Agenda 2030: Leitfaden für die Wirtschaft von morgen

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Staatengemeinschaft selbst einen Leitfaden dafür gegeben, wie die Weltwirtschaft der Zukunft gestaltet werden muss: Der Wohlstand der einen darf nicht mehr zulasten der anderen gehen – auch nicht zulasten künftiger Generationen. Wirtschaftliches Handeln muss künftig auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausgerichtet werden. Nur so können die Staaten die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erreichen, bei denen es zum Beispiel darum geht, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und dem Klimawandel zu begegnen.

Für uns heißt das, dass wir uns in unserer Arbeit zu weltwirtschaftlichen Themen dafür einsetzen,

  • die internationalen Finanzmärkte politisch zu bändigen,
  • die internationale Handelspolitik zu reformieren,
  • das internationale Steuersystem grundlegend umzugestalten, und
  • transnationale Unternehmen zur Einhaltung von Arbeits, Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.
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