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Museum Karl-Marx-Haus in Trier

Mit Rücksicht auf ihre ei­gene Gesundheit, die Ge­sundheit der anderen Gäste sowie der Gesund­heit des Teams des Karl-Marx-Hauses bitten wir Sie, in den Ausstellungs­räumen wei­terhin eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Vielen Dank!

Am Dienstag, den 11.10.2022 öffnet das Karl-Marx-Haus wegen einer internen Besprechung erst um 13.30 Uhr!


Literaturtipps

Karl Marx war ein Mensch der Wörter und der Bücher. Grundlage all seiner theoretischen Tätigkeit war die Auseinandersetzung mit dem geschriebenen Wort. Seine Arbeitsweise war dabei oft akribisch, denn er wusste, wie wichtig es ist, sich gründlich zu informieren und Quellen gegeneinander abzuwägen. Genauso hat er aber auch die Literatur als Kunst geschätzt. Karl Marx wusste, dass es Bücher gibt, die ihre Zeit prägen können.

Aus diesem Grund stellen wir im Karl-Marx-Haus regelmäßig in unserer Veranstaltungsreihe „Klasse Buch“ Publikationen vor. Dabei spielt der Titel der Reihe mit der Mehrdeutigkeit des Begriffs „Klasse“. Zum einen kennzeichnet er ein Buch, von dem man tief beeindruckt ist, zum anderen ist er als Anspielung auf Marx‘ Klassenbegriff zu verstehen.“

Julia Friedrichs: Working Class. Warum wir Arbeit brauchen von der wir leben können.

Gewinner und Verlierer im Ungleichland – eine schonungslose Analyse der sozialen Ungerechtigkeit in Deutschland 

Journalistin und Autorin Julia Friedrichs hinterfragt mit ihrem beeindruckenden und aufrüttelnden Sachbuch „Working Class: Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können“ die Wohlstandsillusion.  

In Zeiten der prekären Arbeitsverhältnisse und des Lohndumpings ist der Vermögensaufbau aus eigener Kraft für die meisten Bundesbürger unmöglich. Soziale Durchlässigkeit für die Mitglieder der Working Class und damit ein Aufstieg in höhere Gesellschaftsschichten hat sich ebenfalls deutlich erschwert. Der reiche Teil der Bevölkerung hält an einem Großteil des Vermögens fest und hat Mittel und Wege, diesen Reichtum schnell und einfach zu vervielfachen. Ärmeren Gesellschaftsschichten bleibt währenddessen gerade noch genug zum Leben.  

„Ihr werdet es einmal schlechter haben!“

Die Generation nach den Babyboomern ist die erste nach dem Zweiten Weltkrieg, die ihre Eltern mehrheitlich nicht wirtschaftlich übertreffen wird. Obwohl die Wirtschaft ein Jahrzehnt lang wuchs, besitzt die Mehrheit in diesem Land kaum Kapital, kein Vermögen. Doch sich Wohlstand aus eigener Kraft zu erarbeiten ist schwieriger geworden, insbesondere für die, die heute unter 45 sind. Die Hälfte von ihnen fürchtet, im Alter arm zu sein. 


Olga Shparaga: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht

Minsk im Sommer 2020. Eine junge Frau im ärmellosen weißen Hemd tänzelt vor einer schwarzen Mauer aus martialisch vermummten Sondereinsatzkräften: Bilder wie diese gingen um die Welt. Der Brutalität des Regimes setzen Hunderttausende mutige Bürgerinnen und Bürger aller gesellschaftlicher Schichten Gewaltfreiheit, kreative Vielfalt und dezentrale Selbstorganisation entgegen. Was sich seit den Präsidentschaftswahlen am 9. August 2020 in Belarus abspielt, geht über eine regionale Protestbewegung gegen gefälschte Wahlen weit hinaus. In Minsk und vielen anderen Städten des weithin unbekannten Landes zwischen Russland und der EU wird Geschichte geschrieben. Weiblich, friedlich, postnational – so charakterisiert die Autorin die Umwälzung in ihrem Land und stellt die Ereignisse in den Kontext europäischer und globaler Emanzipationsbewegungen.


J. u. R. Tesch: Der Deiwel soll die ganze Politik holen. Ein Briefwechsel aus Deutschlands erster parlamentarischer Demokratie 1919 – 1925

Ein Briefwechsel aus Deutschlands erster parlamentarischer Demokratie 1919 – 1925

Der Briefwechsel Johanna Teschs in den Jahren 1919 bis 1925 ist ein einzigartiges Zeitdokument der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation vor 100 Jahren. Bei den Wahlen zur Verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung 1919 gewann Johanna Tesch für die SPD ein Mandat im Wahlkreis Hessen-Nassau. Sie gehörte damit zu den ersten 37 weiblichen Parlamentarierinnen der Weimarer Republik und wurde 1920 auch in den Reichstag gewählt.

Durch ihre Abgeordnetentätigkeit war Johanna Tesch oft lange von Frankfurt abwesend. Deshalb hielt sie von Weimar und Berlin aus, aber auch von ihren Reisen zu Parteitagen und Parteiversammlungen in ganz Deutschland brieflichen Kontakt nach Hause. Eine Auswahl aus den über 300 Briefen und Postkarten, die sie vor allem mit ihrem Mann Richard wechselte, ist in diesem Band dokumentiert und mit zeitgeschichtlichen Anmerkungen versehen. Es geht darin um die politischen Entwicklungen dieser Jahre, um die Auseinandersetzungen um das Betriebsrätegesetz und den Kapp-Putsch, die Haltung der SPD-Fraktion und die Konflikte mit der USPD. Andererseits erfährt man sehr konkret, welche praktischen Probleme zu bewältigen waren. Die Briefe berichten von den Zugfahrten nach Berlin, den Agitationsreisen im Land, der Beschaffung von Lebensmitteln und Kleidung, den Auswirkungen der Inflation, der Sorge um die Entwicklung der Söhne, dem täglichen Haushalt und der Bewirtschaftung des Gartens.


Dirk Kurbjuweit: Die Freiheit der Emma Herwegh

Emma Herweghs bedingungsloser Kampf für die Freiheit – Dirk Kurbjuweit erzählt die packende Geschichte einer Revolutionärin.


Alles, was Emma tut, tut sie ganz. Ihre Heirat mit dem revolutionären Dichter Georg Herwegh ist ein Skandal. Sie, die Tochter aus gutem Hause, geht ins Paris von Marx und Heine. Sie reiht sich 1848 als einzige Frau in den bewaffneten Trupp, der die Revolution von Frankreich in die Heimat tragen soll. Doch als Herwegh sich unsterblich in Natalie verliebt, die Frau seines Genossen Alexander Herzen, wird das Programm der freien Liebe zu einem Kampf um Treue und Verrat. Packend, aus größter Nähe erzählt Dirk Kurbjuweit von einer Frau, die sich den Vorurteilen ihrer Zeit nicht beugt. Er macht uns Emma zu unserer Zeitgenossin, eine Frau, die beides will, die ganze Freiheit und das ganz persönliche Glück.


Britta Marzi (Hg.): Ein Bild von Karl Marx… entwerfen. Kunst_historische Perspektiven

Der Tagungsband mit acht Aufsätzen renommierter Wissenschaftler_innen dokumentiert das Symposium „Ein Bild von Karl Marx… entwerfen. Kunst_historische Perspektiven“, das am 7. Mai 2016 in Trier stattfand. Anlass für das Symposium war die Enthüllung einer Marx-Büste des französischen Bildhauers und Marx-Urenkels Karl-Jean Longuet im Innenhof des Karl-Marx-Hauses.

Die Texte befassen sich mit Geschichte und Politik im Werk von Karl-Jean Longuet, mit der Bildnisbüste als Medium des Nachruhms, mit politischen Bildnissen der 1920er- bis 1950er Jahre, mit Darstellungen von Karl Marx in der Bildhauerei der DDR, mit der chinesischen Engels-Statue für Wuppertal, mit Marx als Erinnerungsort in Karlsbad und Prag und mit Marx im öffentlichen (Erinnerungs-)Raum.

Mit Beiträgen von Anne Longuet Marx, Frank Matthias Kammel, Ursel Berger, Arie Hartog, Eberhard Illner, Karl Schawelka, Stanislav Holubec und Winfried Speitkamp.

Die Herausgeberin:

Die Historikerin Dr. Britta Marzi erforschte in ihrer Dissertation an der Freien Universität Berlin das Theater in der Provinz vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Parallel arbeitete sie am Jüdischen Museum Berlin und bei der Architekturausstellung „MIES 1:1 Das Golfclub Projekt“ über Ludwig Mies van der Rohe. Seit 2015 ist sie im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung im Projekt „Marx 2018“ tätig.

Britta Marzi (Hg.): Ein Bild von Karl Marx… entwerfen. Kunst_historische Perspektiven. Dokumentation des Symposiums am 7. Mai 2016 im Karl-Marx-Haus in Trier, Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2018.

Ankündigung zum Herunterladen

104 Seiten, Broschur, kostenlos zu beziehen beim Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, E-Mail: Public.History(at)fes.de.
Die Onlinefassung ist bereits in der Digitalen Bibliothek erschienen und steht hier zum kostenlosen Download bereit.

ISBN 978-3-96250-204-1


Von Trier in die Welt - Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute

Wir freuen uns, Ihnen das frisch publizierte Begleitbuch zu unserer Ausstellung im Karl-Marx-Haus „Von Trier in die Welt - Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ vorstellen zu können. Dieser hochwertig gestaltete Band richtet sich an alle, die – auch wenn sie Trier vielleicht gerade nicht besuchen können –, sich über die Biografie von Karl Marx, seine Werke und seine Wirkungsgeschichte informieren möchten. Die Themen der Ausstellung wurden von renommierten Wissenschaftler_innen wie Jan Claas Behrends, Peter Brandt, Gerald Hubmann, Thomas Kroll, Christina Morina, Susan Zimmermann und vielen weiteren in spannenden Essays vertieft. Viele schöne Bilder aus der Ausstellung und der wechselhaften Geschichte von Karl Marx und seinen Ideen runden das Buch ab. Mit diesem Band können Sie sich auf einen geplanten Besuch des Museums vorbereiten oder auch sich an einen bereits erfolgten Besuch erinnern.

Den Begleitband können Sie ab 15. März in unserem Museumsshop für 25 € erwerben oder auch bei uns per Email (karl-marx-haus(at)fes.de) bestellen.

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Karl Marx: Weltgericht. Dichtungen aus dem Jahre 1837

Der große politische Philosoph hat auch literarische Schöpfungen hinterlassen, die er einst als 18-Jähriger, in der Hochzeit der Spätromantik, seinem Vater widmete. Neben Liebeslyrik und anderen Gedichten enthält dieser einzigartige, der Originalkladde von Marx nachgestaltete Band sechs kritische Epigramme im Geiste des Idealismus, den 1. Akt des phantastischen Dramas »Oulanem« und einige Kapitel des humoristischen Romans »Skorpion und Felix«. So haben Sie Marx noch nie gelesen!

372 Seiten, Hardcover, Halbband mit Banderole
36,00 Euro
ISBN 978-3-8012-0520-1

Erschienen: Januar 2018

Verlagsankündigung zum Herunterladen 

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 Link zum Verlag J. H. W. Dietz Nachf.

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