Geschichte

Ausstellungen

Die Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet regelmäßig Ausstellungen zu historischen Themen und nutzt dabei ihre umfangreichen, im Archiv der sozialen Demokratie liegenden Quellenbestände. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie. Aber auch Genderfragen oder die Geschichte der Migration werden mit Ausstellungen aufgegriffen. Wie bei den anderen historisch-politischen Vermittlungsformaten der FES werden die Themen durch Gegenwartsdebatten angeregt.

Die Ausleihe, der Transport sowie der Auf- und Abbau der Ausstellungen sind kostenlos. Bei Interesse nutzen Sie bitte unser Bestellformular.


Geschichte der Sozialdemokratie

Von der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins durch Ferdinand Lassalle im Jahr 1863, der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei durch August Bebel und Wilhelm Liebknecht 1869, dem Wiedererstarken nach dem Verbot durch das „Sozialistengesetz“ (1878–1890), im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime, über den Aufbau der Bundesrepublik bis hin zur Neuen Ostpolitik Willy Brandts, dem Atomausstieg und der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns: Die deutsche Sozialdemokratie hat stets politische Akzente gesetzt.
Zunächst soziale Bewegung, dann auch Partei, erkämpfte sie die Demokratie und trieb den Aufbau des Sozialstaats voran. Angesichts der Verfolgung durch Nationalsozialisten und SED-Regime blieb sie ihren Grundwerten treu. Die Wanderausstellung zur Geschichte der Sozialdemokratie des AdsD zeichnet diese Entwicklung nach.

Willy Brandt

Willy Brandt (1913–1992) zählt zu den bedeutendsten Politikern der Bundesrepublik Deutschland. Als Regierender Bürgermeister von Berlin, Außenminister und schließlich Bundeskanzler hat der Vorsitzende und Ehrenvorsitzende der SPD die politische Entwicklung Deutschlands nachhaltig geprägt.
Die Festigung der Demokratie und die friedliche Koexistenz der Völker waren dabei stetes Ziel seines politischen Wirkens.
Durch seine Neue Ostpolitik trug er in der sozial-liberalen Koalition wesentlich zur Entspannung der Beziehungen zu den Warschauer-Pakt-Staaten des deutsch-polnischen Verhältnisses bei und wurde für seinen leidenschaftlichen Einsatz zur Einigung Europas mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Wanderausstellung erinnert auf sieben Tafeln an die wichtigsten Stationen seines Lebens und Wirkens.

Friedrich Ebert (1871–1925). Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten

Am 11. Februar 1919 wurde Friedrich Ebert von der Nationalversammlung zum Reichspräsidenten gewählt. Ebert stellt als das erste demokratisch nominierte Staatsoberhaupt und als Sozialdemokrat in diesem Amt bis heute eine Schlüsselperson der deutschen Geschichte dar.
2015 wurde durch die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte eine Wanderausstellung über das Leben und Wirken Friedrich Eberts sowie über die Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie erarbeitet. Die Lebensstationen Eberts werden anhand von vielfältigem Quellenmaterial – Fotografien, Briefen, Zeitungen, Urkunden, Plakaten – anschaulich portraitiert und in die deutsche Geschichte eingebettet.

Solidarität und Widerstand. Deutsch-griechische Beziehungen während der grichischen Militärdiktatur

Im April 1967 übernahm in Griechenland eine Obristenjunta durch einen Militärputsch die Macht. Das Regime hielt sich trotz europaweiten Widerstands sieben Jahre lang. Neben den Niederlanden und Skandinavien bildete die Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Zentrum der Oppositionsbewegungen gegen die Obristendiktatur. Dabei spielten Parteien, Gewerkschaften und politische Stiftungen eine zentrale Rolle.
Die Ausstellung wurde in deutsch-griechischer Kooperation erarbeitet und vom Auswärtigen Amt großzügig gefördert. Über die politisch-historische Würdigung der Widerstandsaktivitäten hinaus führt sie die überragende Bedeutung des gemeinsamen Bekenntnisses zu Demokratie und Solidarität in Europa auch im aktuellen politischen Kontext deutlich vor Augen.

Download-Ausstellung: Frauen im Aufbruch – Politische Plakate

Diese Plakatausstellung zeigt die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen.
Das Archiv der sozialen Demokratie stellt eine Auswahl von Plakaten zum Thema Frauen im Aufbruch 1918/19, 1945/49 und 1989/90 zur Verfügung. Da unser Angebot kostenfrei ist, wären wir sehr dankbar zu erfahren, wo und für welches Projekt unsere Vorlagen benutzt werden.

Sie können die Plakate für die Erstellung einer Ausstellung direkt hier downloaden. Eine kommerzielle Nutzung dieser Ausstellung ist nicht erlaubt.

Anleitung

Module

Modul 1: Frauen im Aufbruch. Politische Plakate 1918/19: Die Einführung des Frauenwahlrechts

Modul 2: Frauen im Aufbruch Politische Plakate 1945/49 Trauer und Neuanfang

Modul 3: Frauen im Aufbruch Politische Plakate 1989/90 Umbruch und Verstetigung

Das deutsche Wirtschaftswunder – Bilder aus der Bonner Republik – Fotografiert von Jupp Darchinger

„Wirtschaftswunder“ – dieser Begriff bezeichnet allgemein den Zeitraum von 1948 bis 1967 in Westdeutschland. Der Fotojournalist Josef Heinrich „Jupp“ Darchinger erstellte mit seinen sorgfältig komponierten Abbildungen ein Kaleidoskop aus Alltagszenen dieser Zeit.
Die überwiegende Anzahl der Aufnahmen hatte Darchinger in Farbe erstellt, wodurch der Blick auf die Vergangenheit in seiner Erlebbarkeit deutlich gesteigert wird. Viele seiner Aufnahmen gelten heute bereits als Ikonen jener Zeit.
Die Zeitgenossen werden sich erinnern, die Nachgeborenen hingegen sicherlich kaum glauben, wie das Leben in der Bundesrepublik vor einigen Jahrzehnten ausgesehen hat.

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