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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) steht in vielen europäischen Ländern zunehmend unter politischem Druck und wird finanziell eingeschränkt. Auch in Deutschland werden immer wieder weitreichende Rechtfertigungen verlangt, während die Erwartungen an die Rundfunkanstalten weiter steigen. Gefordert werden unter anderem eine schnelle Modernisierung der Strukturen, die konsequente Verlagerung linearer Inhalte in digitale Angebote sowie die verlässliche Ansprache einer breiten und vielfältigen Öffentlichkeit.
Zusätzlich verschärft sich die Situation durch die wachsende Bedeutung digitaler Plattformen und Streaminganbieter, die Mediennutzung und öffentliche Debatten nachhaltig verändern. Um den Stellenwert des ÖRR besser einzuordnen und zu zeigen, warum er als demokratische Infrastruktur geschützt werden muss, lohnt der Blick in andere europäische Länder. Die Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht dazu in loser Folge Länderberichte zum Zustand des ÖRR. Dabei wird deutlich, dass sich zentrale Herausforderungen über Ländergrenzen hinweg ähneln. Die Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen fallen jedoch unterschiedlich aus und sollten in Deutschland sowie auf europäischer Ebene weiter diskutiert werden.
von Tom Chivers
Der Impuls untersucht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Vereinigten Königreich. Die BBC und andere öffentliche Sender haben massiv an Relevanz verloren, während kommerzielle Streaming-Dienste dominieren und das System immer fragiler wird. Als Ursache sieht der Autor jahrzehntelange Finanzierungskürzungen, politische Einmischung und fehlende demokratische Kontrolle. Er plädiert für eine grundlegende Neugestaltung mit echter öffentlicher Mitsprache, um die öffentlichen Medien zu retten.
Chivers, Tom
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von Luca Bagnariol
Die Rai ist zentral für Italiens kulturelle und sprachliche Entwicklung, jedoch durch parteipolitische Aufteilung stark politisch beeinflussbar. In Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Italien ist in einem zunehmend konkurrenzgeprägten Markt mit privaten Sendern und Streamingplattformen bedeutend, doch die Reformpläne der Regierung Meloni könnten den politischen Einfluss weiter verstärken. Ihre Zukunft hängt davon ab, nationale Strukturen mit den EU-Vorgaben zur Medienunabhängigkeit in Einklang zu bringen.
Bagnariol, Luca
von Anne Kaun und Michele Madeleine Biendara
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Schweden (SR, SVT, UR) ist ein gesellschaftlich gut verankertes und breit genutztes System mit hohen Vertrauenswerten. Gleichzeitig wachsen politischer Druck und regulatorische Einschränkungen bei real sinkenden Budgets. Weitere Digitalisierung und KI bieten neue Chancen, bringen aber auch Risiken für Reichweite und Glaubwürdigkeit mit sich. Besonders umstritten sind geplante Finanzkürzungen sowie Debatten über Unparteilichkeit und die Rolle der Sender in Krisenzeiten.
Kaun, Anne ; Biendara, Michele Madeleine
von Maren Beaufort
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich ist historisch stark verankert und erfüllt trotz politischer Einflussversuche, struktureller Reformbedarfe und wachsender Konkurrenz durch private und globale Plattformen weiterhin eine zentrale demokratische Funktion. Seine besonderen Stärken liegen in der vergleichsweise hohen Vertrauenswürdigkeit, der regionalen Verankerung, der journalistischen Unabhängigkeit sowie in einem breiten Informationsangebot über alle Ausspielkanäle hinweg. Zugleich steht der ORF vor großen Herausforderungen: politisch geprägte Gremienstrukturen, finanzielle Einschränkungen durch die neue Haushaltsabgabe, ein deutliches Altersstrukturproblem im Publikum und ein Auftrag, der stärker auf digitale, partizipative und pluralistische Öffentlichkeiten ausgerichtet werden muss, um auch künftig demokratische Meinungsbildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.
Bitte beachten Sie auch unser Büro in Österreich.
Beaufort, Maren
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von Sonia Horonziak
Die neue von der Bürgerlichen Koalition geführte Regierung in Polen versuchte unmittelbar nach ihrem Amtsantritt 2023, die Kontrolle über die öffentlichen Medien zurückzuerlangen – allerdings mit rechtlich umstrittenen Mitteln, darunter der Austausch von Führungspersonal und die Einleitung der Liquidation von TVP und Polskie Radio. Eine umfassende Reform, etwa die Abschaffung des Nationalen Medienrats und eine stabile, entpolitisierte Finanzierung, ist angekündigt, bleibt jedoch politisch unsicher. Insgesamt zeigt der Befund, dass ohne tiefgreifende strukturelle Änderungen die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Polen weiterhin gefährdet bleibt.
Horonziak, Sonia
von Sebastien Poulain
Erscheint in Kürze.
Wie kann digitale Kommunikation zivil(er) gestaltet werden? Plattform-Badges setzen auf Anreize statt Verbote: Wer sich zu Sorgfalt und deliberativen Standards verpflichtet, erhält mehr Sichtbarkeit und stärkt so die demokratische Öffentlichkeit.
Digitale Plattformen prägen heute die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation. Sie entscheiden über Sichtbarkeit, Reichweite und Auffindbarkeit von Informationen und beeinflussen damit maßgeblich demokratische Meinungsbildungsprozesse. Dr. Jan...
öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Dänemark
Hopmann, David Nicolas
öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Tschechischen Republik
Šmíd, Milan
Team Medienpolitik