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Medienpolitik – Rundfunk in Europa

Wie steht es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Europa?

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) gerät in verschiedenen europäischen Ländern zunehmend unter politischen Druck und wird finanziell eingeschränkt. Auch in Deutschland werden immer wieder grundsätzliche Rechtfertigungen vom ÖRR verlangt; gleichzeitig nehmen Ansprüche an die Rundfunkanstalten nicht ab. Es werden z.B. eine zügige Umstrukturierung der Medienhäuser, Verschiebung der linearen Inhalte auf moderne Digitalangebote sowie weiterhin die Erreichung einer breiten, heterogenen Öffentlichkeit erwartet.

Um zu verstehen, welchen Stellenwert der ÖRR hat und dass dieser zum Wohl der Demokratie geschützt werden muss, lohnt sich ein Blick in andere europäische Länder. Die Friedrich-Ebert-Stiftung bringt in loser Folge eine Reihe von „Länderberichten“ zum Stand des ÖRR heraus. Weitere Impulspapiere sind in Planung und werden hier ergänzt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Herausforderungen über die Ländergrenzen hinaus ähneln. Lösungen und Handlungsempfehlungen aus den Beiträgen werden wir in Deutschland und auf europäischer Ebene weiter diskutieren.

 

Großbritannien

Verlorene Ausstrahlung? Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Großbritannien

von Des Freedman

Der britische Autor Des Freedman untersucht die Entwicklungen der Public Service Broadcasting (PSB) in Großbritannien. Seiner Diagnose nach haben es die Sender versäumt, ihre Zukunft in einem Umfeld abzusichern, das u.a. von technologischem Wandel, einer feindlich gesinnten Regierung und einem zunehmend skeptischen Publikum geprägt ist. In diesem ersten Impulspapier werden einige der aktuellen Entwicklungen und Dilemmata untersucht, die für die großen Medienunternehmen wie BBC und ITV von Bedeutung sind und ein Plan zur radikalen Reformierung und Modernisierung vorgestellt. Des Freedman empfiehlt u.a. mehr Ressourcen für digitale Inhalte frei zu machen, sich stärker um Diversität sowohl vor als auch hinter den Kameras zu bemühen und grundsätzlich demokratischer zu werden.

In Zusammenarbeit mit unserem FES-Büro in London; erschienen in Deutsch und Englisch.
 

Dänemark

Zick-Zack-Kurs. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Dänemark

von David Nicolas Hopmann

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Dänemark erreicht noch regelmäßig die große Mehrheit der Dän_innen - die wiederum dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in hohem Maße vertrauen. Aber auch er steht inmitten großer Umwälzungen, vor allen Dingen durch die voranschreitende Digitalisierung und der mit ihr einhergehenden Abwendung von linearem Fernsehen und Radio hin zu Streamingangeboten. Der dänische Autor David Nicolas Hopmann beschreibt die historische Entwicklung und den aktuellen Stand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Dänemark. Er zeigt dabei eine Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten auf, die das Ziel haben, die wichtige gesellschaftliche Rolle des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks in einer Zeit voller Umbrüche zu bewahren.

Die zweite Publikation in unserer Reihe ist in Zusammenarbeit mit dem FES-Büro für die Nordischen Länder entstanden.

Tschechische Republik

Unersetzlich und umkämpft. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Tschechischen Republik

von Milan Šmíd

Das dritte Impulspapier aus der Reihe zum Stand des „Öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Europa“ des Medienanalytikers Milan Šmíd zeigt deutlich die Chancen und Risiken sowohl politischer als auch technischer Entwicklungen auf. In der tschechischen Republik nimmt der politische Druck auf die öffentlich-rechtlichen Medien, insbesondere die Unabhängigkeit des tschechischen Fernsehens, zu. Verhandlungen zwischen Staat und öffentlich-rechtlichen Medien über Aufgaben, Leistungen und Ressourcen könnten den Weg in die Zukunft weisen. Denn die Angebote müssen innovativer werden und die Finanzierung gesichert. Der Kampf um die demokratisch notwendige Medienvielfalt und das Vertrauen der Bevölkerung ist in diesem interessanten Grenzfall noch lange nicht verloren.

In Zusammenarbeit mit unserem FES-Büro in Prag entstanden.

Fragen zum Projekt? Ansprechperson in der FES: Katrin D. Dapp  medienpolitik(at)fes.de

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