Medien und Netzpolitik

Marcus Hammes

0228 883-7149
Marcus.Hammes(at)fes.de

Medien und Netzpolitik

Durch die Digitalisierung ist Medien- und Netzpolitik zu einer Querschnittsaufgabe geworden. Sie muss heute den Rahmen setzen für Vielfalt und Informationsfreiheit – gleichzeitig aber einer Verletzung von Persönlichkeitsrechten im Netz entgegenwirken. Es geht darum, den Schutz der Einzelnen als Nutzer:innen und zugleich ihre Freiheit als Produzent:innen von Informationen zu gewährleisten.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich verändert. Aber eine freie und überlebensfähige private Presse ist ein wesentlicher Bestandteil für den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft. Eine weitere wichtige Grundlage stellt speziell in Deutschland die Balance zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk dar. Es gilt deshalb dafür Sorge zu tragen, dass auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Anforderungen der digitalen Gesellschaft gerecht werden kann.

Politische Bildung und Beratung muss deshalb den für die Demokratie unersetzlichen Wert der Medien im Blick haben. Ziele sind der Erhalt und die Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit, der Medienvielfalt und des Qualitätsjournalismus, auch in den an Bedeutung zunehmenden Online-Formaten.

Vor diesem Hintergrund leistet die FES-Medienpolitik mit ihren Studien, Publikationen und Veranstaltungen Beiträge zur Verständigung über die weitere Entwicklung des Mediensystems in seiner inhaltlichen und technischen Vielfalt. Daran sind Medienverantwortliche, Beschäftigte in der Medienwirtschaft, Politiker:innen, zivilgesellschaftliche Akteuren und Wissenschaftler:innen beteiligt.

Die Anforderungen an Berufsbilder im Journalismus steigen. Journalistinnen und Journalisten arbeiten in einer Medienlandschaft, die stetige Veränderungsprozesse durchläuft. Unsere Demokratie braucht einen unabhängigen Journalismus, der die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beobachtet, darüber informiert, kommentiert, mahnt, zweifelt und entlarvt. Die Journalist:innen-Akademie unterstützt die Journalistinnen und Journalisten bei dieser Aufgabe.


Beiträge zu Medien und Netzpolitik

Bücherstapel und ein Laptop mit Sprechblasen

Medien- und Informationskompetenz in Finnland

01.06.2026 Publikation, Medien und Netzpolitik
Dieses Papier zeigt, wie lebenslanges Lernen zur Grundlage für den Kampf gegen Desinformation und Propaganda werden kann.
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Illustration Menschenkopf mit Gedankenwusel

Resiliente Informationsräume

24.03.2026 Publikation, Medien und Netzpolitik
Falschinformationen zerstören die demokratische Öffentlichkeit. Die EU reagiert mit Maßnahmen, doch Umsetzung bleibt national. Die Analyse untersucht, wie wir ein transparentes, vielfältiges digitales Gemeinwesen fördern können.
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Personen, die Daten mithilfe digitaler Technologien analysieren, stilisierte Abzeichen, Badges

Plattform-Badges für zivile Kommunikation

12.02.2026 Publikation, Digitalisierung, Medien und Netzpolitik
Wie kann digitale Kommunikation zivil(er) gestaltet werden? Plattform-Badges setzen auf Anreize statt Verbote: Wer sich zu Sorgfalt und deliberativen Standards verpflichtet, erhält mehr Sichtbarkeit und stärkt so die demokratische Öffentlichkeit.
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Weitere Beiträge finden Sie hier.

Veranstaltungen

freie Plätze
Mittwoch, 08.07.26 – Berlin, Berlin

Grundlagen der Investigativ- und Darknetrecherche

Zeit und Ort
Mittwoch bis Freitag
08. Juli 2026, 11:00 Uhr bis 10. Juli 2026, 15:30 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
Teilnahmepauschale: 300 Euro (inkl. Übernachtung im EZ, Frühstück und…


freie Plätze
Dienstag, 18.08.26 – Online

Erfolgreiche Social Media-Strategie für Fortgeschrittene

Social Media ist heutzutage weder aus unserem persönlichen Leben noch aus der politischen Öffentlichkeitsarbeit wegzudenken. Vielmehr noch hat es sich im letzten Jahrzehnt zum wichtigsten Werkzeug in…


freie Plätze
Dienstag, 08.09.26 – Hamburg

Sicherheitspolitische Themen fundiert bearbeiten und einordnen

Dienstag bis Donnerstag
08. September 2026, 11.00 Uhr bis 09 September 2026, 16.00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hamburg
Teilnahmepauschale: 210,00 Euro (inkl. Übernachtung im EZ+Frühstück und…


freie Plätze
Samstag, 12.09.26 – Berlin

Netzwerk-Event für Alumni der EU- und Bundestagshospitanzprogramme

Zeit und Ort
Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September 2026
Berlin
Teilnahmepauschale: 50,00 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück sowie – nach vorheriger Absprache – Übernahme der Reisekosten…


keine Plätze frei
Montag, 14.09.26 – Hamburg

Fit fürs Volo: Grundlagenmodul II

Du möchtest als Journalist:in durchstarten und Dich auf ein Volontariat bewerben? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um den ersten Schritt zu machen. Mit unserer Seminarreihe „Fit fürs Volo“…


freie Plätze
Mittwoch, 23.09.26 – online

Journalistisches Schreiben fürs Netz

Zeit und Ort
Mittwoch, 23. September 2026 und Donenrstag, 24. September 2026
jeweils 9:00-10:30 Uhr, 11:00-12:30 Uhr, 13:30-15:00 Uhr
online
Teilnahmepauschale: 80 €

Inhalt
Der erste Teil des Seminars…


Freitag, 02.10.26 – Bonn

Journalismus und Medienpolitik auf dem b° future festival 2026

Zeit und Ort
Donnerstag, 1. Oktober 2026 bis Samstag, 3. Oktober 2026
Bonn

Inhalt
Zum b° future festival kommen all diejenigen zusammen, die sich in Europa für zukunftsorientierten Journalismus…


freie Plätze
Dienstag, 13.10.26 – online

Wer fragt, führt: Das politische Interview

Zeit und Ort
Dienstag, 13. Oktober 2026 und Mittwoch,14. Oktober 2026
jeweils von 9:45-11:30 Uhr, 11:45-13:15 Uhr, 14:15-16:15 Uhr sowie 09:00 - 10:30 Uhr, 10:45-12:15 Uhr, 12:30-14:00 Uhr
online


Freitag, 16.10.26 – Berlin, Berlin

#InsideBundestag: Hauptstadtjournalismus und Bundespolitik live erleben

Zeit und Ort
Vorseminar:
16. bis 18. Oktober 2026 in Berlin

Hospitanzprogramm:
2. bis 13. November 2026 in Berlin

Teilnahmepauschale:
Für das Einführungsseminar bezahlst Du 200 Euro (inkl. Übernachtung im…


freie Plätze
Dienstag, 20.10.26 – online

Aufbauseminar: Update zum Einsatz von KI in der redaktionellen Praxis

Zeit und Ort
Dienstag und Mittwoch
20. Oktober 2026 und 21. Oktober 2026
jeweils 10:30 – 12;00 Uhr, 13:00 – 14:30 Uhr, 14:45 – 16:15 Uhr, online
Teilnahmepauschale: 80,00€

Inhalt
Künstliche Intelligenz…


Publikationen

Stratmann, Magdalena

Wettbewerb und digitale Transformation

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Stratmann, Magdalena

Politische Unabhängigkeit: Einflussmechanismen und Gegenkräfte

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Stratmann, Magdalena

Institutionelle Grundlagen

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Stratmann, Magdalena

Finanzierungsmodelle und ökonomische Herausforderungen

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Stratmann, Magdalena

Herausforderungen und Chancen: Der deutsche ÖRR in Zeiten von Plattformen und KI

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Poulain, Sébastien

Frankreich - eine Utopie im Widerstand

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Kalbhenn, Jan Christopher ; Batura, Olga

Resiliente Informationsräume

nationale Strategien gegen Desinformation im europäischen Mehrebenensystem

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Bagnariol, Luca

Italien - eine Analyse der Rai zwischen Tradition und Reformbedarf

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Beaufort, Maren

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Wandel

Herausforderungen und Perspektiven : ein Blick nach Österreich

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Rasi-Heikkinen, Päivi

Medien- und Informationskompetenz in Finnland

wie lebenslanges Lernen zur Grundlage für den Kampf gegen Desinformation und Propaganda werden kann

Zum Download (PDF)


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Medien und Netzpolitik im Fokus

Medien und Gesellschaft im Wandel

Wir leben in einer von Medien durchdrungenen Gesellschaft. Nie waren die Möglichkeiten, Informationen zu verbreiten und aufzunehmen, zahlreicher und vielfältiger als heute. Die großen Aufgaben einer Mediengesellschaft liegen in der Sortierung, Aufbereitung, Weitergabe und Analyse von Inhalten. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, bedarf es bei der großen Bandbreite medialer Angebote und auch digitaler Gestaltungsmechanismen Regeln und Organisationsrahmen, fundierte Ausbildungen und erweiterte Medienkompetenzen.

Medienpolitik muss den Rahmen setzen für möglichst viel Informationsfreiheit, gleichzeitig aber einer zunehmenden Verletzung von Persönlichkeitsrechten im Netz entgegen wirken. Sie muss den Schutz des Einzelnen als Nutzerin und Nutzer, aber zugleich als Produzierende von Informationen betonen und verteidigen. Zum Beispiel sind es Fragen zur Internet Governance oder dem veränderten Mediennutzungsverhalten, die von der Medienpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung verfolgt werden.

In dem Referat Beratung der Abteilung Analyse, Planung und Beratung werden in der Arbeitslinie Medienpolitik Publikationen und Veranstaltungen für Verantwortliche und Beschäftigte in der Medienwirtschaft, Entscheidungsträger_innen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, Akteure der Zivilgesellschaft sowie Interessentierten an Medien und Kommunikation erstellt. Grundsätzlich steht der Wert freier Medien für die Demokratie und als Raum gesellschaftlicher Selbstverständigung im Mittelpunkt einer sozialen, demokratischen Medienpolitik, wie sie von der FES diskutiert und vermittelt wird.

Die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten in einer neuen Medienlandschaft

Journalistinnen und Journalisten arbeiten in einer Medienlandschaft, die stetige Veränderungsprozesse durchläuft. Ökonomische, gesellschaftliche und auch kulturelle Entwicklungen prägen nicht nur die Arbeitswelt der Journalistinnen und Journalisten. Sie formen auch den inhaltlichen Diskurs sowie Kommunikationswege.

Dadurch erweitert sich das Aufgabengebiet des Journalisten und der Journalistin: Sie sind Produzentinnen und Produzenten, Storyteller, Filmschaffende, Faktenfinder u.v.m. Die Anforderungen an das Berufsbild Journalist/Journalistin steigen. Ihre Aufgabe wächst mit ihren Kompetenzen. Unsere Demokratie braucht einen unabhängigen Journalismus, der die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beobachtet, darüber informiert, kommentiert, mahnt, zweifelt und entlarvt. Die JournalistenAkademie unterstützt die Journalistinnen und Journalisten bei dieser Aufgabe.

Glaubwürdigkeit ist heute von zentraler Bedeutung. Das ist der Anspruch von Qualitätsjournalismus. Beides wird derzeit auf die Probe gestellt. Antidemokratische Tendenzen in unserer Gesellschaft greifen die Glaubwürdigkeit des Journalismus an. Alternative Fakten, Fake News und bewusste Falschberichterstattung verzerren den Blick auf die Arbeit und Qualität der journalistischen Recherche und Aufbereitung. Das ist eine Gefahr für die Demokratie schützende Funktion des Journalismus.

Klassische Massenmedien und Neue Medien

Konventionelle Massenmedien, wie das Radio und das Fernsehen, stehen vor einer Herausforderung. Sie müssen Formate finden, damit Sie mit neueren Medienformen mithalten können. Zugleich müssen Sie für alle Menschen erreichbar und zugänglich bleiben.

Medien werden durch die Digitalisierung und das Internet verändert. Die ständige verfügbare Konnektivität hat Einfluss auf die Nutzung von Medien und Entwicklung medialer Angebote. Der Benutzer oder die Benutzerin bezieht seine oder ihre Nachrichten mehr und mehr aus sozialen Netzwerken. Nachrichten werden durch neue Medien verfügbarer und unmittelbarer. Zugleich stehen die medialen Angebote in einem Wettbewerb. Inhalte auf Twitter, Facebook, Instagram und anderen Netzwerken buhlen um die Aufmerksamkeit ihrer User. Die Akteurinnen und Akteure stehen zwischen den klassischen und neuen Medien.

Die neue Medienwelt stellt die Nutzer_innen in ihrer Rolle als Produzentinnen und Produzenten heraus. Sie können auf verschiedene Wege mit medialen Inhalten interagieren und kommentieren. Auch hier braucht es Regeln, damit ein integratives Miteinander aufrechterhalten werden kann.

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