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Landesbüro Nordrhein-Westfalen

03.05.2018

Revolution des digitalen Kapitalismus?

Am 5. Mai jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Sein Buch „Das Kapital“, in dem Marx die prekären Arbeitsverhältnisse der frühen Industrialisierung beschreibt, erschien vor 150 Jahren. Der deutsche Gesellschaftstheoretiker beobachtete nicht nur die Klasse der Arbeiter, sondern auch die der Fabrikbesitzer und der Kapitalisten. Er charakterisiert die Kapitalisten als Ausbeuter und die Proletarier als Ausgebeutete.

Die Gegenwart wird durch die Digitalisierung bestimmt. Weltweit operierende Computernetzwerke, in denen Dienstleitungen und Waren angeboten werden, sind zur Schlüsseltechnologie dieser Entwicklung geworden. Die Strukturen des Digitalen Kapitalismus haben die Arbeit und den Status von Arbeit verändert. Technologiekonzerne betreiben eine sogenannte Plattformökonomie mit monopolistischer Wertschöpfung und gestalten den Markt nach Ihren Vorstellungen. Dies hat auch Auswirkungen für  die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Sauerland. Viele befürchten eine Abhängigkeit von einigen wenigen Tech-Riesen und eine Zunahme prekärer Arbeitsbedingungen.

Im Rahmen unserer Reihe ,,Hochsauerlandgespräche“ wollen wir uns mit Ihnen und unseren Podiumsgästen mit den Potenzialen und Herausforderungen des digitalen Kapitalismus auseinandersetzen. Wir wollen der Frage nachgehen, ob Kapitalismus heute fundamental anders zu bewerten ist, als zu Marx’ Zeiten? Revolutioniert die Digitalisierung tatsächlich unsere Marktwirtschaft? Was muss die Politik tun, um den digitalen Kapitalismus so zu gestalten, dass er sozialen Fortschritt bringt?

Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich an der Debatte zu beteiligen.


Friedrich-Ebert-Stiftung
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