Friedrichs Bildungsblog

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    Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt Bildungsexpert_innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft ein.

    • Bundes- und landespolitische Themen werden in Veranstaltungen miteinander diskutiert.
    • thematisch-analytische Publikationen folgen hieraus.
    • übergeordnete Fragestellungen werden als Studien bei Experten in Auftrag gegeben.

6 Kommentare

  • Gladis Maritza Calderón Ysmodes, 02.04.2020 16:41:27
    Ich habe meine Tochter in klasse7d und benötige ich Hilfe damit meine 12Jahrige Tochter besser untertūtzen kann. Es wäre super wenn die Kinder Virtuelle Unterrich hätten damit am Ball bleiben können.
  • Aaron Schmidt, 27.03.2020 16:47:03
    Betonen möchte ich in diesem Kontext noch einmal das Engagement der Schulfördervereine: Diese fördern insbesondere Schüler*innen, die geringere Teilhabechancen aufweisen. Unterstützt werden sie dabei zum Beispiel von der Stiftung Bildung, die bundesweit unbürokratisch Tandemprojekte an Kitas und Schulen aktuell insbesondere im Bereich Digitalisierung fördert, vgl.: https://www.stiftungbildung.com/patenschaften/
  • Thomas Isensee, 23.03.2020 22:29:52
    Schön, dass Frau Lasic sich des alten sozialdemokratischen Themas der soziale Gerechtigkeit in der Bildung engagiert annimmt. Weniger schön ist, dass sie dabei einer ebenso alten sozialdemokratischen Tradition folgt: wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass! wir lösen das Problem der sozial selektiven Schulstruktur, indem wir behaupten, wir hätten sie geändert. Einen Satz weiter räumen wir ein, dass es das Gymnasium noch gibt, wir uns darum aber nicht kümmern müssen, weil es sowieso segregiert ist. Stattdessen sollen die Integrierten Sekunbdarschulen das Problem der sozialen Ungerechtigkeit gefälligst alleine lösen, indem sie die ihnen angeblich zur Vefügung stehenden üppigen Mittel nur richtig einsetzen.... Hat Frau Lasic nun endlich die sozialdemokratische Zauberformel gefunden, wie man soziale Gerechtigkeit herstellt, ohne dass die Privilegierten etwas von ihren - und wenn es das eingebildete Privleg Gymnasium ist - Privilegien abgeben müssen? Ich glaube das nicht, und die Wahlergebnisse zeigen deutlich, dass ich nicht alleine bin.
    Thomas Isensee
  • Cordula Grätz, 15.02.2020 10:52:02
    ich bin da ganz bei Ihnen, dass es einen guten Ganztag braucht um gerechtere Bildungschancen zu ermöglichen. Es gibt immer einzelne Leuchttürme (bspw. Brüder-Grimm-Schule) und diese sollten als Beispiel genommen werden um in die Fläche zu gehen. Es sollte grundsätzlich berücksichtigt werden, das auch Ganztagskinder Raum für Rückzug, bauen, Rollenspiel, toben und klettern, spielen und bewegen, lesen und chillen, explorieren...benötigen. Diesen finden Kinder - besonders in Einzugsgebieten mit Herausforderungen (KESS 1/ 23+) - an Ganztagsgrundschulen selten. Gerade Kinder aus diesen Familien benötigen den familienergänzenden Umgang und nicht nur den curricularen, bspw. gemeinsames lesen in der Comic Ecke. Dies geht in der geführten Bildungsdebatte verloren, da immer nur auf Unterricht und Förderung fokussiert wird, und selten die familiäre Ursache betrachtet wird, nämlich die Herkunft der Kinder. Es sollte mal geprüft werden, was fehlt diesen Kindern. Jede Studie stellt fest: es ist die Herkunft. Also sollte doch auch dort angesetzt werden. Erziehungs-/ und Familienergänzend. Räume schaffen in denen Kinder auch spielerisch und ohne Curriculum lesen, Lesen, Schreiben, MINT entdecken. Dazu braucht es Räume und Personal. Mit Aufgabe der Horte in Hamburg, ist hier viel verloren gegangen. Natürlich sind jetzt mehr Kinder im System, aber die Erfolge bleiben offensichtlich noch aus, bzw. sind gering. Zudem wird in Hamburg Inklusion nicht ausreichend berücksichtgt. Es braucht Heilerzieher auch an Schulen und nicht nur in Kitas. Der Anfang ist gemacht, jetzt muss es konzeptionell, personell und strukturell weiter gehen. Nur gesicherte und gute Rahmenbedingungen können die Prozessqualität für die Familien, insbesondere die Kinder, verbessern und somit für gerechtere Bildungschancen sorgen.
  • Florian, 18.12.2019 10:28:03
    Die immer gleichen "linken" Reflexe Richtung Schulstruktur werden leider nicht richtiger, denn die Probleme im Alltag liegen nur zum Teil in den Strukturen. Insofern bringt das ewige Herumschrauben dort auch seit 20 Jahren nichts (siehe Pisa).

    Das zentrale Problem ist der Unterricht und die Arbeitsbedingungen der Lehrer. In diesem Job ist unter den aktuellen keine Bedingungen schlicht keine Zeit dafür vorhanden, den Beruf gut und professionell auszuführen. Keine Zeit für gute Unterrichtsvorbereitung, keine Zeit, Material und Räume für Differenzierung, keine Zeit für Schülergespräche, keine Zeit für Schul- und Unterrichtsentwicklung, keine Zeit zum Korrigieren etc. 30% der Arbeit finden defakto als Überstunden statt und das obwohl die Arbeitszeit auf dem Papier bereits bei ca 46 Stunden/Woche liegt.
    Dieser Artikel bringt dazu alles auf den Punkte:
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/von-der-uni-in-den-burnout-warum-junge-lehrer-scheitern-16512510.html?GEPC=s3&premium=0x1fdd17dd2b0a9e172135b9cae599eaf4&fbclid=IwAR2Cz6H5HYbWLsV4ANnLnpmVeiT5UvT_kCF0OuTuE9KDc_1HaCJ4q97ad5g

    1. Baustelle muss der Unterricht als Kern von Schule sein. Auf den Lehrer kommt es an, zeigte schon Hattie - sprich deutlich geringere Deputate (ca 20 U-Stunden/Woche) für mehr Qualität und Zeit. Personalmangel + Mangel an Professionalität durch Mangel an Zeit, das ist aktuell das Problem.

    Vom Faktor Räumlichkeiten ganz zu schweigen, die für Differenzierung auch völlig anders gestaltet sein müssten.

    Insofern bringt auch die ewige Forderung "mehr Ganztag" nichts, denn mehr vom Bestehenden ändert schlicht nichts. Das zeigen auch sämtliche Studien zu Thema: der Effekt ist gleich Null.

    Wenn man den Betreuungsschlüssel Schüler/Lehrer massiv verbessert und Zeit und Strukturen für Binnendifferenzierung geschaffen werden (nach Vorbild der IGS), dann kann man darüber nachdenken Gymis abzuschaffen, ansonsten ist niemandem geholfen und die Leistungen werden noch weiter absinken...denn das Unterrichtstempo an Stadtteilschulen/Gesamtschulen in Hamburg oder Niedersachen ist ca 1/3 dessen am Gymnasium aufgrund der vielfältigen Probleme der SuS.
  • Dea Heibel, 05.12.2019 09:19:03
    Schluss mit der Inklusion als Sparmodell. Schulen brauchen Therapieräume, damit Heilmittelerbringer*innen in guten räumlichen Bedingungen mit entsprechender Materialausstattung vor Ort arbeiten können. So ist das nur eine Katastrophe für Kinder mit Behinderung. Ausbau der flächendeckenden Frühförderung. 175.000 Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren bekommen keine Sprachtherapie, obwohl sie es brauchen. 80 Prozent der Kinder, die Ergotherapie benötigen erhalten sie nicht. Es wächst sich nichts aus. Verbindliche Fortbildung und Ausbildung der Kinderärzte. Streichung des HMR § 11 mit Vorgabe an eine Mindestausstattung für die Behandlung in Einrichtungen auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Flächendeckende Sprachstandserhebung der 4 Jährigen Kinder bundesweit mit standardisierten Testverfahren. wie Srceemik und Sysmik, auch in den Herkunftssprachen durch die Gesundheitsämter. Beratung und Unterstützung der Kitas im Bereich Bewegung und Wahrnehmung. Screenings durch das Gesundheitsamt, damit Kinder mit besonderen Bedürfnissen frühzeitig erfasst werden. Die Schuleingangsuntersuchungen sind da zu spät. Die Hirnreifungsprozesse bereits abgeschlossen. Bildung kostet Geld. Gesundheit kostet Geld. Damit lassen sich keine Gewinne im Moment erzielen, aber es spart Folgekosten. 1 € Sprachtherapie bei 3-6 Jährigen zahlt sich mit 50 € aus. In den Schulen anzusetzen ist 3-6 Jahre zu spät. Die Betreuung in Kellerräumen und schrecklichen Klassenzimmern mal noch gar nicht berücksichtigt.

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