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FES / AdsD

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) ist die zentrale Aufbewahrungsstätte für Quellen aller Art zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, der aus ihr hervorgegangenen Organisationen wie Parteien und Gewerkschaften und der in diesen tätigen Personen.
Auch für die Erforschung der Sozialgeschichte allgemein und die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland sind die Quellenbestände des AdsD unverzichtbar.
Das AdsD steht in der Tradition des ehemaligen Parteiarchivs der SPD, dessen Wurzeln in die Anfänge der deutschen Sozialdemokratie zurückreichen, es ist aufgrund historischer Ereignisse aber nicht mit diesem identisch und reicht in seinen Sammelgebieten weit über das alte Parteiarchiv hinaus.

Blick in das Archiv, Koffer von August BebelAls öffentlich geförderte Einrichtung steht das AdsD nach Maßgabe der Benutzungsordnung allen Interessierten offen.

 

 

Zum Tode von Horst Seefeld

Am 10. Januar 2018 verstarb Horst Seefeld im Alter von 87 Jahren. Mit ihm verliert die deutsche Sozialdemokratie einen prägenden und zeitlebens aktiven Europapolitiker.
Geboren am 21. November 1930 in Berlin als Sohn eines Werkmeisters, entwickelte Horst Seefeld schon früh den Wunsch sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren. Bereits 1947 trat er der SPD bei. Nach ersten beruflichen Jahren als Speditionskaufmann, entschloss sich Horst Seefeld, sich zukünftig der Politik zu widmen.
Mit seinem Umzug nach Baden-Württemberg im Jahr 1955 setzte er sein in Berlin begonnenes regional-politisches Wirken fort, vorerst als Unterbezirkssekretär der SPD Karlsruhe, dann als Sekretär für Betriebs- und Gewerkschaftsfragen des SPD-Landesverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart, dessen 2. Landesvorsitzender er alsbald werden sollte. Seinen Anfängen der sozialistischen Jugendarbeit bei den Falken entsprechend übernahm Horst Seefeld zudem eine führende Rolle innerhalb der baden-württembergischen Jungsozialisten, wie auch später als Mitglied des Bundesvorstandes der Jungsozialisten.
Schon bald wurden Horst Seefeld in der damaligen Bundeshauptstadt erste zentrale Aufgaben übertragen. 1961 wurde Horst Seefeld beim SPD-Parteivorstand in Bonn von Herbert Wehner mit Sonderaufgaben für die Organisation des Bundestagswahlkampfes betraut. Nach zwei anschließenden Jahren als Bundessekretär der Jungsozialisten übernahm er schließlich in den Jahren 1969 bis 1980 die Position des Pressereferenten des von Georg Leber geführten Bundesverkehrsministeriums.
Im Rahmen seiner Abgeordnetentätigkeit im Deutschen Bundestag, dessen Mitglied er von 1969 bis 1980 war, gehörte er u.a. dem Ausschuss für Verkehr-, Post und Fernmeldewesen an sowie von 1975 bis 1980 dem SPD-Fraktionsvorstand. Das Mitwirken an den Anfängen der Entspannungspolitik, die Erfahrung der Geschehnisse um Brandts Kniefall in Warschau wie auch die Zusammenarbeit mit Fraktionschef Herbert Wehner haben seine Zeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages besonders geprägt.


Portraitfoto Horst Seefeld Vor allem aber in seinen 20 Jahren als Mitglied des Europäischen Parlamentes konnte Horst Seefeld seine herausragenden persönlichen Fähigkeiten besonders unter Beweis stellen. Bereits seit 1970 als Abgeordneter entsandt, wurde Horst Seefeld 1973 Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland und übernahm 1976 auch das Amt des Präsidenten des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung.  Dem 1979 auch bei den ersten europäischen Direktwahlen  erhaltenen Mandat in Brüssel, folgte bald der Vorsitz des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments, den er bis 1984 innehatte.
Hier war er unter anderem maßgeblich an einer Untätigkeitsklage  beteiligt, um den Rat der Europäischen Gemeinschaften in Richtung gezielter gemeinsamer Verkehrspolitik in die Pflicht zu nehmen und sich somit auf lange Sicht auch für stärkere Rechte des Europäischen Parlaments gegenüber dem Rat einzusetzen. Nicht zuletzt durch seine Wahl zum Vizepräsidenten 1984 und der Ernennung zum Ehrenmitglied des Europäischen Parlamentes anlässlich seines Mandatsendes 1989 wurden Horst Seefelds Verdienste für ein geeintes, starkes Europa besonders gewürdigt.
Neben und nach seiner Zeit im Europäischen Parlament fungierte Horst Seefeld auch als Berater von zahlreichen Organisationen und Unternehmen in Bezug auf europapolitische Fragestellungen. So hielt er unter anderem im Rahmen einer Informationstagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 11. und 12. Dezember 1987 in Bretten einen europapolitisch ausgerichteten Vortrag zum Thema „Kommunalwahlrecht für Ausländer“.

Zum Nachlass Horst Seefeld ... 

Neu: GESCHICHTE DER SOZIALEN DEMOKRATIE - am laufenden Meter

Der Zollstock "Geschichte der Sozialen Demokratie - am laufenden Meter" ist ein ungewöhnlicher Geschichtsträger. Er vermittelt Wissen und macht gleichzeitig Lust, tiefer einzusteigen. Aber wie es sich für die Arbeiterbewegung mit stolzer Handwerkstradition gehört, kann man ihn auch ganz praktisch benutzen.
Die Datenseite umfasst 150 Einträge inklusive sieben Abbildungen. Dort finden sich bekannte, aber auch ungewöhnliche Einträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung - etwa der Weg der Traditionsfahne von der Fertigstellung, über diverse Verstecke in Zeiten des Sozialistengesetzes und des nationalsozialistischen Terrors bis in einen Spezialraum im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn.
Zu beziehen ist der Zollstock über die Akademie Soziale Demokratie, mit der das AdsD dieses Projekt umgesetzt hat.

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Baumaßnahmen - Einschränkungen im Archivbetrieb

Aufgrund von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Bonner Gebäude der Friedrich-Ebert-Stiftung wird auch der Betrieb des Archivs in den nächsten Monaten von Veränderungen und Einschränkungen betroffen sein.

Seit dem 16. März 2017 bis voraussichtlich Oktober 2018 sind die Lesesaalkapazitäten der Bibliothek stark eingeschränkt; in dieser Zeit steht leider nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsplätzen zur Verfügung. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, falls Sie in dieser Zeit einen längeren Aufenthalt im Archiv planen oder allgemeine Fragen zur räumlichen Situation haben.

Auch während der Baumaßnahmen bleibt das Archiv zu den üblichen Zeiten für Sie geöffnet, leider kann es jedoch immer wieder zu kurzfristigen Störungen im Archivbetrieb kommen. Wir bitten Sie, die mit den Sanierungsarbeiten einhergehenden Einschränkungen und Störungen zu entschuldigen.

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wirkt auch 2018 im Masterstudiengang Politisch-Historische Studien der Universität Bonn mit

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wirkt seit 2016 im neuen weiterbildenden Masterstudiengang Politisch-Historische Studien am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn mit. Der berufsbegleitende, praxisorientierte und interdisziplinäre Masterstudiengang richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Bildung und Vermittlung von Politik und Zeitgeschichte.

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In Verbindung mit dem Archiv der sozialen Demokratie
präsentiert die Hans-Böckler-Stiftung die Geschichte der Gewerkschaften

Geschichte der Gewerschaften

Das von der Hans-Böckler-Stiftung bereitgestellte Angebot enthält eine umfassende Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Es ist in Zusammenarbeit mit dem AdsD entstanden.

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150 Jahre deutsche Sozialdemokratie online entdecken

Das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat ein neues Online-Portal zur Geschichte der Sozialdemokratie entwickelt.
Es können dort die Chronik der Sozialdemokratie, sowie Hinweise zur Wanderausstellung zum 150. Geburtstag der SPD abgerufen werden. Ergänzt wird das Portal durch die neue Seite zu den Erinnerungsorten der Sozialdemokratie.

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Bilder vom Festakt am 23. Mai 2013 in Leipzig


Gesichter der Gewerkschaften
Interviews mit gewerkschaftlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im AdsD

Zwischen 2012 und 2014 führte das AdsD durch Förderung der Hans-Böckler-Stiftung das Projekt "Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität" durch.
Das Projekt erhebt und sichert Zeitzeugeninterviews mit vormaligen Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern des Deutschen Gewerkschaftsbunds, seiner Einzelgewerkschaften und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft.
Auf einer eigens entwickelten Internetseite präsentiert das AdsD Auszüge aus den Interviews. Das Projekt wird derzeit um weitere Interviews ergänzt.

mehr auf www.zeitzeugen.fes.de


Online-Recherche im Bestand des AdsD

Datenbank

Das derzeitige Angebot an Recherchemöglichkeiten wird ständig erweitert. Sollten während Ihrer Recherche Fragen auftreten, benutzen Sie bitte die angebotene Online-Hilfe.
Weitere FAUST- Datenbanken sowie Findbücher stehen Ihnen, sofern sie öffentlich zugänglich sind, im Lesesaal des AdsD der FES zu Verfügung.

 


Ausstellung "Nein zu Hitler"
Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 - 1945

Die Wanderausstellung nahm im Jahr 2008 die 75-jährige Wiederkehr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 zum Anlass, an den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstand und auch an die Verfolgungen zu erinnern, denen Mitglieder beider Organisationen im Dritten Reich ausgesetzt waren.

Daten und mehr zur Wanderausstellung "Nein zu Hitler"