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  • Denkanstoß Geschichte

Ungleichheiten und Umbrüche in ländlichen Gesellschaften

Terminexport im ICS-Format

Donnerstag, 25. Juni 2026, 18 Uhr, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. Mit Heinrich Becker, Ewald Frie, Lilly Schnell und Kirsten Heinsohn (Moderation)

Ländliche Gesellschaften werden gern als harmonische Gegenentwürfe zum städtischen Leben idealisiert oder als sozial abgehängt und politisch rückständig klassifiziert. Tatsächlich waren und sind ländliche Räumen jedoch höchst dynamisch und von spezifischen Ungleichheiten durchzogen. 

Wie erlebten und gestalteten Menschen auf dem Land die (ökonomischen) Transformationsprozesse in der Moderne, etwa die Umbrüche in der Agrarwirtschaft, technologische Innovationen sowie kulturelle und lebensweltliche Veränderungen? Welche Kontinuitäten prägten das Zusammenleben, wie organisierten sich Dorfgesellschaften und kleine Kommunen, welche Selbstbilder wurden entworfen? Und wie werden gegenwärtige Herausforderungen wie Migration, Klimawandel oder Digitalisierung verhandelt?

Wir möchten auf unserer Podiumsdiskussion Menschen ins Gespräch bringen, die sich intensiv mit diesen Ungleichheiten und Umbrüchen in ländlichen Gesellschaften befassen. Die öffentliche Abendveranstaltung findet im Rahmen einer Fachtagung über Ländliche Gesellschaften im Wandel statt, die von der Zeitschrift Archiv für Sozialgeschichte ausgerichtet wird.

Auf dem Podium

Dr. Heinrich Becker (ehem. Thünen-Institut, Braunschweig)

Prof. Dr. Ewald Frie (Universität Tübingen) 

Lilly Schnell (Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin)

Moderation: 

Prof. Dr. Kirsten Heinsohn (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)

Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:00–19:30 Uhr

Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn, Elisabeth-Selbert-Saal

Unsere Podiumsgäste

Heinrich Becker

Heinrich Becker war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen des Thünen-Instituts in Braunschweig. Er leitete dort die Langzeitstudie „Ländliche Lebensverhältnisse im Wandel“, in der Alltagswelt und Entwicklung ausgewählter kleinbäuerlicher Dörfer in längerer Perspektive untersucht wurden.

Ewald Frie

Ewald Frie ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Buch „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben in Deutschland“, das den Wandel ländlicher Lebensformen am Beispiel der eigenen Familie beschreibt, war ein Bestseller und gewann u.a. 2023 den „Deutschen Sachbuchpreis“.

Lilly Schnell

Lilly Schnell ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin (Difu). Im Rahmen der Studie „So wirkt Digitalisierung in der Daseinsvorsorge: Praxiserfahrungen aus dem ländlichen Raum“ erforschte sie mit qualitativen Ansätzen, wie Digitalisierung Wirkung für Menschen in ländlichen Räumen entfalten kann.

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