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Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

Redaktion

Dr. Stefanie Elies

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Stefanie.Elies(at)fes.de

 

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Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts sowie der geschlechtlichen oder sexuellen Identität sind in Deutschland und weltweit ein zentrales Problem. Diesem gilt es, entschlossen entgegenzutreten. Durch unsere nationale und internationale geschlechterpolitische Arbeit wollen wir das Ideal einer diskriminierungsfreien, geschlechtergerechten und vielfältigen Gesellschaft befördern.

Gender als Gegenstand von Analysen

Wohin wir in diesen Zeiten auch blicken, es herrscht „Krise“: In jedem Fall erleben viele Gesellschaften gravierende und zumeist kritische Umbrüche. Diese Umbrüche, wie beispielsweise der Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, unterscheiden an sich zwar nicht zwischen Männern und Frauen und anderen Geschlechteridentitäten. Ihre konkreten ökonomischen wie politischen Auswirkungen jedoch sowie die politischen Antworten darauf, treffen die Geschlechter häufig in sehr unterschiedlicher Weise. Diese geschlechterdifferenzierenden Auswirkungen von bestimmten gesellschaftlichen Zuständen oder Phänomenen zu analysieren, um auf dieser Wissensgrundlage auch die politischen Antworten entsprechend geschlechtergerecht ausgestalten zu können – das leisten Gender-Analysen.

Gender als Perspektive von Analysen

Gender-Analysen können jedoch auch eine aufschlussreiche Perspektive bei der Analyse der Ursachen von Krisen, Konflikten bzw. kritischen gesellschaftlichen Zuständen und Phänomenen beitragen. Schon lange machen Feministinnen darauf aufmerksam, dass Krisen, insbesondere die Sorge- bzw. Care-Krise, die EU-Krise, die Klimakrise und die in vielen Teilen der Welt akute Nahrungsmittelkrise, zumindest anteilig auch ein Symptom bzw. eine Folge der Geschlechterverhältnisse sind und deshalb auch nur unter Einbezug von geschlechterpolitischen Maßnahmen gelöst werden können. Hier zeigt sich die querschnittliche Bedeutung von Geschlechterpolitik in besonderem Maße.

Die bei der Analyse von Geschlechterverhältnissen gewonnenen Erkenntnisse dienen also unmittelbar der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit. Darüber hinaus können sie auch dazu dienen, gesellschaftliche Missstände aufzudecken und zu beheben, wo die Geschlechterverhältnisse lediglich die (sichtbare) Spitze des Eisbergs darstellen.

Geschlechterpolitische Strategien und Instrumente

Gender-Analysen sind ein zentrales und übergreifendes geschlechterpolitisches Instrument – wie auch die Strategien Gender Mainstreaming und Gender Budgeting. Gleichzeitig bilden die Erkenntnisse von Gender-Analysen die Grundlage, um die zum jeweiligen geschlechterpolitischen Ziel und Kontext passenden geschlechterpolitischen Strategien und Instrumente zu definieren.

Generell umfasst Geschlechterpolitik ganz unterschiedliche Maßnahmen: von Gesetzen, beispielsweise Gleichstellungsgesetzen auf der Ebene des Bundes bzw. der Bundesländer sowie der EU, über Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen bis hin zu Projekten, die Frauen fördern oder einzelne und entscheidende Handlungsfelder, zum Beispiel die Zeitpolitik oder Vereinbarkeitspolitik, ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Auch öffentlicher Protest wie beispielsweise der Women's March kann ein geschlechterpolitisch wirksames Mittel sein.

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Eine Studienreihe der FES zum Thema Frauen und Rechtspopulismus und -extremismus in ausgewählten Ländern.


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Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück

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