08.11.2018

Menschenrechtspreis 2018 der Friedrich-Ebert-Stiftung

Der Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt zu seinem großen Bedauern bekannt, dass die für den 12. November 2018 vorgesehene Verleihung des Menschenrechtspreises ausgesetzt wird.

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Der Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt zu seinem großen Bedauern bekannt, dass die für den 12. November 2018 vorgesehene Verleihung des Menschenrechtspreises ausgesetzt wird.

Der Menschenrechtspreis wird von der Stiftung seit 1994 vergeben und ehrt Einzelpersonen oder Organisationen, die sich in besonderer Weise um die Menschenrechte in den verschiedenen Teilen der Welt verdient gemacht haben.

Die Jury hatte entschieden, den Preis in diesem Jahr der US-amerikanischen Organisation „Women‘s March“ zuzuerkennen. Für diese Entscheidung war insbesondere das herausragende Engagement und die Mobilisierungsfähigkeit des Women‘s March für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit von Menschen auf der ganzen Welt maßgeblich.

Mitglieder des stipendiatischen Arbeitskreises der FES „Kritik des Antisemitismus und jüdische Studien“ haben die Preisverleihung an den „Women’s March“ kritisiert und auf ein unzureichendes Antisemitismusverständnis verwiesen. Zionistinnen seien aus der Bewegung ausgeschlossen und Vorstandsmitglieder wiederholt in antisemitische Vorfälle verwickelt gewesen.

Women‘s March hat sich in einer Pressemitteilung ausdrücklich von Antisemitismus und Rassismus distanziert.

Die Stiftung, die sich in ihrer weltweiten Arbeit gegen Antisemitismus einsetzt und eng mit jüdischen Organisationen zusammenarbeitet, kann aufgrund der eingereichten Unterlagen nicht mit Sicherheit beurteilen, ob die erhobenen Vorwürfe gegen einzelne Mitglieder der Führung der Organisation zutreffen. 

Der Friedrich-Ebert-Stiftung ist wichtig, den Preisträgerinnen die faire Möglichkeit einzuräumen, sich angemessen zu den Vorwürfen zu äußern.

Nach sorgfältiger Überlegung hat der Vorstand deshalb entschieden, die Preisverleihung zunächst auszusetzen und den Sachverhalt von unabhängiger Seite untersuchen zu lassen.

Aus diesem Grunde entfällt die Preisverleihung am 12. November 2018.

Kurt Beck
Ministerpräsident a. D.
Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

Dr. Roland Schmidt
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

Ansprechpartnerin

Anja Papenfuß
Pressestelle Berlin
Friedrich-Ebert-Stiftung
 030–269 35-7038
anja.papenfuss(at)fes.de


Kontakt

Peter Donaiski

Hiroshimastr. 17
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030 269 35-7038
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