Montag, 17.02.20 17:00 bis Donnerstag, 20.02.20 18:15 - Online

NEU: Journalistische Recherche im Darknet


Terminexport im ICS-Format

Bild: Bokeh von Umberto lizenziert unter Unsplash License

Das Darknet gilt als einer der letzten Orte, an denen Recht und Moral nicht zählen: Drogendealer_innen und Waffenhändler_innen bieten unverhohlen ihre Ware an, Hacker_innen handeln mit Überwachungswerkzeugen. Das "finstere Netz" hat einen schlechten Ruf, obwohl es in vielen Ländern auch als Mittel dient, Zensur und Überwachung zu umgehen. Journalist_innen in Deutschland berichten bisher meist über das Darknet, wenn Ermittler_innen ein Schlag gegen illegale Foren- und Handelsplätze gelungen ist. Regelmäßig
müssen Redaktionen 1:1 die Versionen der Behörden wiedergeben, weil sie selbst kein Know-how zum Darknet besitzen. Dass Journalist_innen dort selbst recherchieren, ist die absolute Ausnahme. In diesem Webinar sollen die Teilnehmer_innen lernen, nicht nur über, sondern auch aus dem Darknet zu berichten. Im Zentrum stehen grundsätzliche Fragen: Wie komme ich ins Darknet? Welche Tools benötige ich? Wo lohnt es sich, zu recherchieren und wo verschwende ich eher meine Zeit? Und: Wie sehen erfolgversprechende
Recherchestrategien aus in einem Umfeld, in dem Menschen eigentlich nichts über sich preisgeben wollen?

Methoden

  • Multimediale Präsentation
  • Besprechung von Best-Practices aus dem Journalismus
  • Rechercheaufgaben und anschließende Evaluation in der Gruppe
  • Interview mit einem Journalisten/einer Journalistin, der/die das Darknet als Tool zur Zensurumgehung kennt

Kompetenzgewinn

  • Sie verstehen die technischen Grundlagen von Verschlüsselung und Anonymisierung.
  • Sie nutzen Tools, die im Darknet gebraucht werden oder auf der Technologie basieren.
  • Sie eignen sich Recherchestrategien für das Darknet an.

Zielgruppe

Berufseinsteigende sowie journalistische Profis, die innovative Tools für journalistische Arbeit kennenlernen wollen, die in Digital-Ressorts arbeiten und/oder sich für investigative Arbeit interessieren. Sie müssen kein IT-Profi sein, die Themen werden allgemeinverständlich erklärt.

Seminarleitung

Daniel Moßbrucker, Journalist und Trainer, Berlin

17.2. bis 20.2.20; je von 17.00 bis 18:15 Uhr - Online

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) nutzt für ihre Webinarangebote die leistungsfähige Software der US-Firma www.Zoom.us. (Die technische Infrastruktur von Zoom ist auf US-Servern hinterlegt.) Die FES legt selbst im Zoom-System keine Daten von Webinarteilnehmenden an. Im Sinne von Datensparsamkeit ist es möglich, den Webinarraum mit abgewandelter Namensgebung (z.B. Erika Mustermann) zu betreten. Eine Verpflichtung, Audio- und Webcam-Verbindung und Chatfunktion zu nutzen, besteht nicht.

Ich willige ein, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung bei Bedarf das Webinar aufzeichnet und allen Teilnehmenden zur individuellen Nachbereitung passwortgeschützt zur Verfügung stellt.

zoom.us/de-de/privacy.html

Arbeitseinheit: Journalisten Akademie | Digitaler Journalismus

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