Zukunft gerecht & Zukunft gerecht Talk

Cartoonstil einer Wage, auf der auf der linken Seite eine stilisierte Weltkugel ist, auf der rechten Seite legt eine Hand eine rote Kugel auf die Waage.
Urheber: FES

Auf dieser Seite findest du das Archiv unserer Podcast-Reihen "Zukunft gerecht" und "Zukunft gerecht Talk".

Die Podcast-Reihe “Zukunft gerecht” geht der Frage nach: Wie können wir unsere Zukunft für alle gerecht gestalten? Auf Grundlage von FES-Studien erforschen wir, welche Zukunft sich die Bürger:innen in Deutschland wünschen – und unsere Expert:innen entwerfen Ideen zu Themen, die alle betreffen: Nachhaltigkeit, Integration, Gleichstellung, Digitalisierung und die Zukunft der Demokratie und Europas.

In der Podcast-Reihe "Zukunft gerecht Talk" führt unser Moderator Christian Krell unter dem Motto "Ein Gespräch unter Freund:innen" mit wechselnden Gästen aus Politik und Gesellschaft persönliche Gespräche zu ihrem Engagement. Wir möchten in Erfahrung bringen, was die Personen zu ihrem politischen und gesellschaftlichen Engagement geführt hat, wie es sich gestaltet und wie ihre Vision für eine sozial gerechte Zukunft aussieht.

Neugierig geworden? Dann hör doch mal rein!

Podcast-Reihe "Zukunft gerecht"

Die neue Mitte-Studie der FES zeigt, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland demokratisch eingestellt ist. Gleichzeitig äußern die Befragten Sorgen wegen des zunehmenden Rechtsextremismus. In der neuen Studie mit dem Titel "Die angespannte Mitte" wird die Verbreitung rechtsextremer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland untersucht. Unsere Expert:innen zeichnen die Entwicklung der letzten Jahre nach und geben ihre Einschätzung zu den neuesten Ergebnissen.

Mit: Prof. Dr. Beate Küpper (HS Niederrhein), Prof. Dr. Andreas Zick (Uni Bielefeld), Franziska Schröter (FES). Moderation: Katharina Schohl

Mitte-Studie 2025

"Nicht weniger Mensch" ist der Leitspruch von Nora Imlau, Autorin für Familienthemen, wenn es um die Partizipation von Kindern geht. Kinder lernen idealerweise schon früh, dass ihre Stimme Gewicht hat und sie mitentscheiden dürfen. Und doch ist Familie keine Demokratie. Wie Demokratieerziehung hingegen in Kita und Schule gelingt, erfahren wir durch unseren Experten Sven Teuber, Bildungsminister von Rheinland-Pfalz, der erfolgreiche Projekte wie Kinderparlamente und die "Schule der Zukunft" vorstellt.

Mit: Nora Imlau (Autorin), Sven Teuber (Bildungsminister RLP), Ellen Diehl (FES), Jana und Eleni (AWO-Kita). Moderation: Katharina Schohl

Mehr im Demokratie-Handbuch

Eltern stehen unter Druck: Berufstätigkeit und Care-Arbeit führen zu hohen Belastungen, besonders wenn die Kinder noch klein sind. Trotz Verbesserungen in der Gleichstellung führt die Geburt von Kindern in heterosexuellen Partnerschaften oftmals zu einem Rückfall in traditionelle Rollen - der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter Teilzeit. Hier setzt das Modell der "Dynamischen Familienarbeitszeit" an. Im Zusammenspiel mit Elterngeld und Kinderbetreuung wird ein finanzieller Anreiz gesetzt, die Sorgearbeit in den ersten Lebensjahren des Kindes unter Müttern und Vätern gerechter aufzuteilen.

Mit: Martin Bujard (BiB), Leonie Kleinschrot (ehem. BiB), Nathalie Klüver (Journalistin und Autorin). Moderation: Katharina Schohl.

Zur Studie “Dynamische Familienarbeitszeit”

Trump tritt seine zweite Amtszeit als US-Präsident an. Wie wird sich seine Politik auf Europa auswirken? Und wie können sich die EU-Staaten gegen seine herausfordernde Außenpolitik wappnen? Unsere Expert:innen geben ihre Einschätzung, wie Donald Trump sich zum Krieg in der Ukraine, zur NATO und zum Konkurrenten China verhalten wird. Die Umfrageergebnisse des aktuellen Security Radar 2025 zeigen, inwieweit sich die Erwartungen der Wähler:innen mit Trumps Politik decken.

Mit: Annika Brockschmidt (Journalistin), Prof. Michael Kimmage (Historiker), Christos Katsioulis (FES). Moderation: Kerstin Pelster

Mehr über den Security Radar 2025

Zeitdruck, ein unsicherer Arbeitsplatz und körperliche Anstrengung können Menschen im Berufsleben stark belasten. In der Studie „Eine Frage des Geschlechts – Arbeitsbedingungen von Männern und Frauen“ fällt auf, dass Frauen ohne Kinder häufig hohe Belastungswerte aufweisen. Woran liegt das? Im Podcast geben unsere Expert:innen Antworten darauf, welche Berufsbilder unter den Arbeiter:innen besonders betroffen sind und wie neue Arbeitsmodelle die Situation der stark Belasteten entschärfen könnten. 

Mit: Dr. Eileen Peters (Hans-Böckler-Stiftung), Alice Greschkow (Politikberaterin), Jan Niklas Engels (FES). Moderation: Kerstin Pelster

Studie Eine Frage des Geschlechts?

Projekt Kartographie der Arbeiter:innenklasse

Wie schaffen wir es, die starke Demokratie in Deutschland zu erhalten? Die gute Nachricht: 80 % der deutschen Bevölkerung können demokratisches und undemokratisches Verhalten von Politiker:innen gut erkennen. Doch je nach Parteibindung bestrafen Wähler:innen undemokratisches Verhalten weniger stark. Unsere Expert:innen zeigen: Autokratische Tendenzen, wie wir sie schon in Polen und Ungarn gesehen haben, sind auch in Westeuropa möglich. Was wir tun können, diese zu verhindern, erörtern wird in dieser Folge. 

Mit: Johanna Lutz (FES), Filip Milačić (FES), Andreas Schedler (CEU), Dominika Tronina (HU Berlin). Moderation: Kerstin Pelster

Mehr zur Studie: Identität, Parteibindung, Polarisierung

Erst eine Wohnung, dann alles andere – warum dieser Ansatz zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit erfolgreich sein könnte, untersuchen wir in diesem Podcast. Viele obdachlose oder wohnungslose Menschen haben mit einer Vielzahl an Problemen zu kämpfen. Bisher war die Vermittlung einer Wohnung an einige Bedingungen geknüpft. Das "Housing First – Zuerst eine Wohnung"-Modell kehrt diese Reihenfolge um. Mit einer festen Bleibe einen Neuanfang zu starten, bietet viele Chancen. Deshalb ist "Housing First", ein in anderen Ländern erfolgreich erprobtes Modell, nun auch Teil des deutschen "Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit".

Mit: Brian Nickholz (SPD), Janita-Marja Juvonen (Aktivistin), Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema (GISS), Karen Holzinger (Berliner Stadtmission). Moderation: Kerstin Pelster

Mehr zum Thema: FES impuls | Housing First

Klimaschutz ja, aber nicht auf meinem Rücken – das denken sich viele. Trotzdem ist das Problembewusstsein für die Gefahren des Klimawandels vorhanden und in der Folge auch der Wunsch geeignete Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Große Teile der Bevölkerung erwarten ein schnelles und effizientes Handeln von der Politik und sind bereit Einschränkungen mitzutragen, wenn dabei die Entlastung von benachteiligten Menschen mitgedacht wird. Warum nun eine klare Kommunikation von ambitionierter Klimapolitik und deren Auswirkungen nötig ist, beleuchten wir mit unseren Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Aktivismus.

Mit: Matthias Miersch (SPD), Rainer Faus (Pollytix), Darya Sotoodeh (Fridays for Future). Moderation: Kerstin Pelster

Mehr zum Thema: Vertrauensfrage Klimaschutz

Bezahlbare Energie, würdevolle Care-Arbeit oder ein ausreichender Mindestlohn sind Themen, die fast alle in Deutschland betreffen. Diese Fragen lassen sich nicht nur nationalstaatlich beantworten, denn Deutschland ist eingebettet in die Europäische Union – eine wichtige Akteurin, um für die Bürger:innen genau diese Probleme zu lösen. Die "12 Missionen für ein progressives Europa" der FES setzen dort an: Sie zeigen auf, dass die EU das Alltagsleben der Europäer:innen verbessert und ein sicheres und soziales Europa flächendeckend möglich ist. Denn Krisen wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben gezeigt, dass Herausforderungen nur gemeinsam lösbar sind.  

Mit: Delara Burkhardt (SPD), Dr. Linn Selle (EBD), Christos Katsioulis (FES). Moderation: Kerstin Pelster 

Mehr zum Thema "Zwölf Missionen für ein progressives Europa"

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin". So steht es im Artikel 3 des Grundgesetzes. Nicht nur in Bereichen wie Care-Arbeit und Entlohnung, auch in den deutschen Parlamenten sind wir von Gleichberechtigung noch weit entfernt. Oder warum sind nur 35 % der Abgeordneten im Bundestag Frauen? Mit einem Paritätsgesetz, das den gleichen Anteil an weiblichen wie männlichen Abgeordneten entsprechend ihres Anteils in der Bevölkerung vorsieht, könnte ein Schritt zu mehr Gleichstellung erreicht werden. Unsere Expertinnen entwerfen ein Modell, das für Chancengleichheit im politischen System sorgt und zeigen auf, wieso Parteien der Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung sind.

Mit: Prof. Dr. Silke Laskowski (Uni Kassel), Dr. Helga Lukoschat (EAF Berlin), Dr. Nora Langenbacher (FES), Moderation: Katharina Schohl

Mehr zum Thema Parität

2024 dürfen Jugendliche ab 16 Jahren das erste Mal bei einer Europawahl ihre Stimme abgeben. Aber wissen sie auch, wen sie wählen wollen? Unsere Studie "Krisenerwachsen" zeigt, dass junge Menschen sich oft nicht von der Politik gesehen fühlen und ihre Interessen nicht in den Parteiprogrammen widergespiegelt finden. Auf der anderen Seite sind sie insgesamt zufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie. Was Politiker:innen nun tun sollten, damit diese Zufriedenheit nicht kippt, verdeutlichen unsere Expert:innen im Podcast.

Mit: Nicole Loew (FES), Philipp Siewert (DGB), Christian Lüders (Jugend-Experte), Kerstin Ott (FES), Moderation: Katharina Schohl

Zur Studie "Krisenerwachsen"

Rechtsextreme Einstellungen sind bei jeder 12. Person in Deutschland verankert. Wie kommt es, dass rechtes Gedankengut vom Rand in die Mitte der Gesellschaft sickert? Die aktuelle Mitte-Studie begibt sich auf die Suche nach den Gründen. Eine Erkenntnis: Die vielfältigen Krisen der letzten Jahre führen verstärkt zu Nationalismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und demokratiegefährdenden Positionen. Wie wir den Weg zurück in eine wertgeschätzte und stabile Demokratie finden, erläutern unsere Expert:innen im Podcast.

Mit: Souad Lamroubal (Autorin), Prof. Andreas Zick (Universität Bielefeld), Franziska Schröter (FES). Moderation: Katharina Schohl

Zur Mitte-Studie 

Die Zufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie ist trotz vielfältiger Krisen stabil. Doch eine Befragung zeigt, dass sie sich mit knapp 50 Prozent auf niedrigem Niveau bewegt. Wir untersuchen, wie wirtschaftliche Ungleichheit, Unterschiede im Bildungsgrad und die regionale Herkunft damit zusammenhängen. Unsere Expert:innen teilen ihre Ideen zur Wiederherstellung des Vertrauens, sei es auf kommunaler Ebene oder durch eine transparentere Gesetzgebung.

Mit: Prof. Frank Decker (Universität Bonn), Alina Fuchs (FES), Gesine Schwan (SPD). Moderation: Katharina Schohl

Bis zu 88 Prozent der Firmenerbinnen und -erben müssen keine Erbschaftsteuer zahlen – Schlupflöcher im Erbschaftsteuerrecht machen es möglich. Für das Jahr 2022 wird dadurch mit Steuermindereinnahmen von 5 Mrd. Euro gerechnet. Geld, das durch die gegenwärtigen Krisen an anderer Stelle gebraucht wird. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte schon 2014, dass die Privilegien für Erbende von hohen Vermögen verfassungswidrig seien. Was sich ändern muss, damit vermögende Erbende nicht weiter bevorteilt werden, besprechen wir im Podcast mit unseren Expert*innen Norbert Walter-Borjans (ehemaliger NRW-Finanzminister), der Unternehmenserbin Stefanie Bremer (Taxmenow) und Julia Jirmann (Netzwerk Steuergerechtigkeit).

Mit: Norbert Walter-Borjans (ehemaliger NRW-Finanzminister), Stefanie Bremer (Taxmenow) und Julia Jirmann (Netzwerk Steuergerechtigkeit). Moderation: Katharina Schohl

12+2, 5+7 oder doch 7+7? Die Aufteilung der Elterngeldmonate kann ganz schön kompliziert sein. Wir gehen in diesem Podcast der Tatsache auf den Grund, warum Mütter auch im Jahr 2022 häufiger und länger Elterngeld beziehen als Väter. Klar ist, dass bestehende gesellschaftliche Strukturen wie der Gender Pay Gap mitverantwortlich sind. Auch die Beantragung könnte einfacher und digitaler sein. Unsere Expert:innen machen Lösungsvorschläge, von denen alle Eltern profitieren.

Mit: Svenja Pfahl (SowiTra), Lisa Sommer (Zukunftsforum Familie e.V.), Falk Becker (Blogger und Podcaster). Moderation: Katharina Schohl

Bildungserfolge hängen in Deutschland vor allem von der Herkunft und dem eigenen sozialen Umfeld ab. Davon betroffen sind insbesondere Kinder in Stadtvierteln mit schlechter Infrastruktur, hohem Migrationshintergrund sowie vielen finanziell schwachen und bildungsfernen Haushalten. Eine zentrale Rolle für den Bildungserfolg nehmen daher sogenannte "Schulen in herausfordernden Lagen" ein. Diese stoßen jedoch oft an ihre Grenzen, weshalb die FES in einer beauftragten Studie untersucht hat, welche Unterstützung auf politischer, personeller und struktureller Ebene benötigt wird. Im Podcast hören wir von Stimmen aus Praxis, Wissenschaft und Politik, was genau die Bedarfe sind und wie die Empfehlungen der Studie umgesetzt werden können, um für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen.

Mit: Dr. Gabi Elverich (Fritz Karsen-Schule Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Böttcher (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Burkhard Jungkamp (Moderator des Netzwerk Bildung der FES)
Moderation: Katharina Schohl

Die Corona-Pandemie hat Einfluss auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens genommen, so auch auf das Bildungssystem und die Jugend. Während die Schulen mit großer Anstrengung und Engagement versuchen, auf die radikale und sich schnell verändernde Situation zu reagieren, leidet vor allem die junge Generation unter den Folgen der Pandemie. Welche Auswirkungen die Krise auf die Lebenswirklichkeit unserer Kinder und Jugendlichen hat und was sich in Zukunft ändern muss – diese und weitere Fragen beantworten Expert:innen aus Bildungspolitik und Jugendarbeit sowie die Jugendlichen selbst.

Mit: Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF), Prof. Dr. Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim), Judith Holle (beWirken), Dr. Martin Pfafferott (FES)
Moderation: Katharina Schohl

Fehlende Pandemiepläne, Hygienekonzepte und Schutzausrüstung. Corona hat die Altenpflege weitestgehend unvorbereitet getroffen, so die Ergebnisse einer FES-Studie. In Kooperation mit Partnerorganisationen wurden die Arbeitsbedingungen der Altenpflegekräfte in neun EU-Ländern untersucht. Wir richten den Blick auf Deutschland und hören von Stimmen aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Praxis, wie prekär die Lage auch bei uns ist und was sich zukünftig ändern muss.

Mit: Prof. Dr. Hildegard Theobald (Universität Vechta), Dietmar Erdmeier (Ver.di). Moderation: Katharina Schohl

Friedrich Ebert wäre am 4. Februar 150 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass die Geschichte und Vision unseres Namensgebers zu beleuchten – wie wurde der spätere Reichspräsident politisiert und was war ausschlaggebend die Friedrich-Ebert-Stiftung zu gründen? Wie seine Idee Arbeiterkindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen heute noch gelebt wird, diskutieren wir mit dem Ebert-Experten Walter Mühlhausen und FES-Stipendiat:innen.

Mit: Christina Kampmann, Martin Schulz und Prof. Dr. Walter Mühlhausen. Moderation: Claudia Knoppke

Joe Biden wird der neue Präsident der USA. Er löst Donald Trump ab, der die amerikanische Gesellschaft in den letzten Jahren immer mehr polarisiert hat. Gleichzeitig hat die Corona-Krise bestehende Ungleichheiten in den USA offengelegt. Welche Wählergruppen sich für den Demokraten Biden entschieden haben und warum, analysieren wir in diesem Podcast. Außerdem untersuchen wir, was die US-Wahl für Europa bedeutet und welche Lehren wir daraus ziehen sollten. Unsere Expert:innen sind sich einig: Das europäische Wohlfahrtssystem muss gestärkt werden.

Mit: Dr. Rolf Mützenich (SPD), Katharina Hofmann de Moura (FES). Moderation: Claudia Knoppke

Die Bilder aus den Flüchtlingslagern in Griechenland schockieren. Kann Deutschland mehr Geflüchtete aufnehmen? Hilfsorganisationen wie die Seebrücke sagen deutlich: Ja. Eine gesamteuropäische Lösung ist nicht in Sicht – laut Lars Castellucci (SPD) aber auch nicht zwingend nötig, wenn sich genug Länder zusammenschließen. Denn Deutschland habe gemeinsam mit den zugezogenen Geflüchteten schon viel erreicht. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der FES, die aufzeigt, dass die Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt bisher gut gelungen ist. Die Corona-Krise könnte diesen positiven Trend allerdings gefährden oder sogar zum Stillstand bringen.

Mit: Dr. Lars Castellucci (SPD), Sascha Schießl (Seebrücke), Susan Javad (FES). Moderation: Claudia Knoppke

Die Regionen Europas driften auseinander. Bestehende Ungleichheiten werden in der Corona-Krise weiter verstärkt. Regional- und Strukturfonds sollen helfen die Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Union abzubauen – doch die Beantragung von Fördermitteln ist kompliziert. Um eine solidarische EU-Förderung zu ermöglichen, muss sich die Förderpolitik ändern. Auch der geplante Corona-Wiederaufbaufonds soll die Regionen unterstützen, aber wer wird davon profitieren? Mit unseren Expert:innen haben wir darüber gesprochen, wie der Zugang zu EU-Fördermitteln gerechter gestaltet werden kann.

Mit: Lina Furch, Prof. Dr. Jens Südekum, Nico Steinbach, Dr. Lutz Trümper. Moderation: Claudia Knoppke

Die Corona-Krise verändert die Arbeitswelt und beschleunigt die Digitalisierung in allen Bereichen. Sie wirkt sich positiv wie negativ auf unsere Arbeitsplätze aus. Damit Errungenschaften wie geregelte Arbeitszeiten und Absicherungen für Arbeitnehmer:innen auch in Zeiten der Digitalisierung nicht verloren gehen, müssen wir uns auch heute dafür einsetzen. Was wir aus vergangenen Krisen lernen und wie wir eine gerechte Transformation der Arbeitswelt verwirklichen können, klären wir mit unseren Expert:innen aus Forschung und Gewerkschaft.

Mit: Christiane Benner, Prof. Dr. Ralf Roth, Prof. Dr. Stefan Kirchner. Moderation: Claudia Knoppke

Digitale Plattformen wie Facebook und Amazon gehören zum Alltag. Sie prägen nicht nur große Teile des kommerziellen Internets, sondern ordnen auch traditionelle Märkte und Branchen neu. Damit geht eine starke Konzentration von Marktmacht einher. Damit auch kleine Unternehmen auf dem Markt eine Chance haben und die Verbraucher:innen geschützt werden, wird der Ruf nach Regulierung lauter. Auf europäischer Ebene wäre dies in Form eines "digitalen Humanismus" möglich. Thomas Gegenhuber spricht im Podcast über seine "Vision für das digitale Europa".

Mit: Prof. Dr. Thomas Gegenhuber, Saskia Esken, Stefanie Moser. Moderation: Claudia Knoppke

Für Alleinerziehende ist Zeitmanagement essenziell. Doch scheitert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oftmals an schlecht bezahlten Jobs und unflexiblen Arbeitszeiten. Wie wir Mütter mit geringen Einkommen unterstützen können und warum wir die gesamte Gesellschaft dafür brauchen, diskutieren wir in dieser Folge des Podcasts „Zukunft gerecht“ mit unseren Expertinnen Christine Finke und Uta Kletzing.

Mit: Dr. Christine Finke, Dr. Uta Kletzing, Moderation: Claudia Knoppke

Klimaschutz ist teuer? Im Interview mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellen wir Maßnahmen vor, die Geringverdienende nicht zusätzlich belasten. Wie wirksam das Klimapaket und die CO2-Steuer der Bundesregierung sind, ordnet unser Experte Christof Arens ein. Und die Bürger:innen in unserer Straßenumfrage sind sich einig: Wir müssen alle mehr tun, um das Klima zu schützen.

Mit: Christof Arens, Max Ostermayer, Svenja Schulze, Moderation: Claudia Knoppke

Wie wir das Klima schützen können, wird heiß diskutiert. Viele Menschen gehen von Falschbehauptungen aus. Wie die Mythen um den Klimawandel entkräftet werden können und warum Deutschland als Vorbild im Klimaschutz vorangehen sollte, ist Thema der zweiten Folge unseres Podcasts "Zukunft gerecht".

Mit: Franziska Wessel, Anja Bierwirth, Oliver Wagner, Moderation: Claudia Knoppke

Kaum noch bezahlbarer Wohnraum, geringe Renten, zu niedrige Steuern für Vermögende – der Staat sollte nachbessern. Dafür sprach sich die Mehrheit der Befragten in der Studie "Vertrauen in Demokratie" aus. Was die Unzufriedenheit der Bürger:innen mit dem Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie zu tun hat, das erfahrt Ihr in unserer ersten Podcast-Folge.

Mit: Lena Abstiens, Prof. Dr. Frank Decker, Moderation: Claudia Knoppke

 

Podcast-Reihe "Zukunft gerecht Talk"

Die Wurzeln von Tim Klüssendorfs Begeisterung für die Sozialdemokratie wurden früh gelegt: Ein Lehrer vermittelte ihm eindrücklich die Bedeutung einer funktionierenden Demokratie. Klüssendorfs politisches Interesse führte schließlich dazu, dass er bereits mit 15 Jahren in die SPD eintrat. Sein Weg vom Mitglied der Lübecker Bürgerschaft bis hin zum Generalsekretär der Partei war stets vom Ziel der sozialen Gerechtigkeit geprägt. Mit einem neuen Grundsatzprogramm für die SPD möchte er eine positive Vision für unsere Gesellschaft entwickeln.

Wie schafft man es Demokratie in Videospielen zu vermitteln? Jörg Friedrich entwickelt Spiele, die Gamer:innen zum Nachdenken anregen. Die Spiele machen Spaß und vermitteln zugleich Geschichtswissen. Mit seinen Serious Games führt er den Spieler:innen vor Augen, wie das Untergraben des Rechtsstaates und der Zerfall der Demokratie im Nationalsozialismus endeten. Politisch interessiert war er schon früh, doch erst die Umbrüche der letzten Jahre bewegten ihn dazu, sein Handwerk – die Spieleentwicklung – in den Dienst der politischen Bildung zu stellen.

Natascha Sagorski hat mit viel Engagement erreicht, dass das Mutterschutzgesetz angepasst wird. Seit dem 1. Juni 2025 umfasst es den gestaffelten Mutterschutz, der greift, wenn eine Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endet. Sagorski verlor selbst ein Kind durch eine Fehlgeburt. Der unangemessene Umgang einer Ärztin damit bewegte sie dazu, das Thema politisch aufzugreifen. Dabei konnte sie auf ihre Erfahrungen aus der Hochschulpolitik zurückgreifen – und auf die Überzeugung, dass Veränderungen möglich sind. Sagorskis Aktivismus überzeugte die demokratischen Parteien schließlich den gestaffelten Mutterschutz im Gesetz zu verankern.

Pia Lamberty beschäftigt sich mit Verschwörungserzählungen. Mit analytischer Genauigkeit untersucht sie, was Menschen dazu bewegt, an "Querdenken"-Protesten teilzunehmen, und warum rechtsextreme Ideologien insbesondere auf junge Menschen eine starke Anziehungskraft ausüben. Als Psychologin verfolgt sie einen Präventionsansatz und zeigt auf, wie Menschen vor Fake News geschützt werden können.

Navid Kermani beherrscht alle literarischen Gattungen vom Roman über das Sachbuch bis zur Reiseliteratur. In seinen Texten und Reden setzt er sich mit gesellschaftspolitischen Fragen zu Migration, Flucht und Kultur auseinander. Politisch engagierte er sich schon früh in der Friedens- und Umweltbewegung. Er stammt aus einer Arztfamilie, konnte aber als jüngster Sohn einen Berufsweg einschlagen, der seinen Interessen entsprach. Häufige Schulwechsel hinderten ihn nicht daran ein Studium der Orientalistik aufzunehmen. Durch den Arztberuf des Vaters wuchs er, anders als viele andere Migrant:innen seiner Generation, privilegiert auf. Heute setzt er seine politischen Hoffnungen auf die jüngere Generation.

Patricia Cammarata hat den Begriff "Mental Load" in Deutschland bekannt gemacht. Im Interview mit Christian Krell erzählt sie, was für sie der Schlüsselmoment war, die psychische Belastung durch Care-Arbeit zu erkennen und wie sie gegengesteuert hat. Als besonders wichtig bewertet sie ehrliche Gespräche mit dem Partner – am besten bevor Kinder geboren werden, um die Sorge-Arbeit möglichst fair aufzuteilen. Denn tief verwurzelte traditionelle Geschlechterrollen prägen uns bis heute. Dennoch hat sie Hoffnung, dass ein "Dranbleiben" am Thema zu positiven Veränderungen führen kann.

Gewerkschaften haben viel erreicht – das vergessen wir manchmal, sagt die Autorin Sara Weber. Auch heute sieht sie noch viele Baustellen in der Arbeitswelt und plädiert für eine 4-Tage-Woche. Zur Umsetzung dieser Forderungen schreckt sie vor KI-Tools zur Entlastung des Arbeitsalltags nicht zurück. Allerdings müssen diese gut überwacht und in richtigem Maße eingesetzt werden. Wie ihre Kindheit auf dem Dorf und ihr erster Job in der Zeit der Finanzkrise sie geprägt haben, erzählt sie im Podcast.

Als "Berufsbehinderten" möchte sich Raul Krauthausen nicht bezeichnen. Dennoch ist er einer der bekanntesten Aktivisten für Behinderten-Rechte in Deutschland. Im Gespräch zerlegt er die Vorstellung einer vermeintlich gesunden, nicht-behinderten Gesellschaft. Warum die Teilhabe von Menschen mit Behinderung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und mit Kompromissen einhergeht, erzählt er am Beispiel von Inklusion an Schulen. Ein "Bullerbü" werden wir nicht erreichen – aber eine inklusive Gesellschaft ist möglich.

Saskia Esken und Bob Blume knöpfen sich eines der großen Themen vor: Das Bildungssystem in Deutschland. Dreigliedrig und föderal? Oder bundesweit organisiert als Einheitsschule? In einer spannenden Debatte erörtern sie Möglichkeiten für eine Reform des Schulsystems. Die Mängel sind schon lange bekannt, aber eine Beseitigung des Lehrkräftemangels, Verbesserung der Lehrendenausbildung und die Erhöhung finanzieller Mittel gehen nur schleppend voran. Doch sind sie essenziell, um Bildungsgerechtigkeit für eine diverse Gesellschaft herzustellen. Was Hoffnung macht, zeigen Blume und Esken im Podcast.

Matthias Ecke ist den Weg vom Arbeiterkind zum Studenten und EU-Abgeordneten gegangen. Das BAföG und die Motivation Studiengebühren zu verhindern, haben ihn dabei begleitet. Im letzten Europawahlkampf wurde er körperlich angegriffen. Mit Christian Krell analysiert er politische Gewalt und erklärt, warum er die Forderung nach härteren Strafen für Gewalttaten nicht unterstützt. Auch in Zukunft möchte er nah an den Bürger:innen sein und sieht dafür besonders in den sozialen Medien ein großes Potenzial.

Harald Krassnitzer war Bergdoktor und ist aktuell Tatort-Kommissar – und seit vielen Jahren Sozialdemokrat. Er erzählt uns von seinem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus in Österreich und wie ihn ein Schulkamerad zur Schauspielerei brachte. Bis heute prägt ihn sein Aufwachsen ohne "Luxusartikel" wie Bücher, Musikinstrumente und Eis im Sommer. Er verrät uns seine Einschätzung zum Kanzlerkandidaten der SPÖ und warum er selbst nicht geeignet ist Olaf Scholz zu spielen. Nachdenklich machen ihn aktuelle politische Entwicklungen: Autoritäre Regierungen gilt es zu verhindern.

Was hilft, um sich politisch nicht alleingelassen zu fühlen? Sally Lisa Starken plädiert dafür sich eine Gemeinschaft zu suchen: sei es in einer Partei, im Ehrenamt oder bei Demonstrationen auf der Straße. Denn aus dem Gefühl der Wut und Hilfslosigkeit entstehen oftmals Innovationen und starke Projekte. Sie hat es selbst erlebt, mit der Aktion #Stattblumen und dem feministischen Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl "Wahltraut". Als Influencerin und Nachrichtenjournalistin "Die Informantin" erklärt sie auf ihren Kanälen die tagesaktuelle Politik und gibt Hilfestellung bei der Einordnung.

Minh Thu Tran nimmt uns mit ihren Arbeitsalltag – als Nachrichtenjournalistin, die mitten in der Nacht aufsteht, um die neuesten Entwicklungen für die Menschen am Morgen aufzubereiten. Und zwar mit dem Anspruch, dass die Hörer*innen nicht von „Politik, Ausland, traurig“ überwältigt werden. Sie arbeitet für „0630 - der News-Podcast“ des WDR und verrät was ihre Strategie gegen News Fatigue ist. Daneben betrieb sie viele Jahre den Podcast „Rice and Shine“ für und über die vietdeutsche Community und erzählt, was sie motiviert hat diesen Podcast zu starten.

Das antifaschistische Engagement zieht sich durchs Leben von Natascha Strobl. Sei es die Verteidigung der Wiener Hofburg gegen rechtsextreme Burschenschaften oder die Erforschung der Neuen Rechten. Als #NatsAnalysen ist sie auf Social Media eine Institution und beschreibt dort die Mechanismen von rechtspopulistischen und faschistischen Bewegungen. Welche Auswirkungen ihr politisches Engagement auf ihr Leben hat und warum sie trotz Bedrohungen weitermacht, erfahren wir im Gespräch mit Christian Krell.

Ausgelöst durch die feministischen Proteste im Iran änderte sich auch der Umgang mit der eigenen Familiengeschichte für Delara Burkhardt. Welche Bedeutung die Proteste gegen das iranische Regime für die weltweiten feministischen Kämpfe haben, erzählt die 30-jährige Europaabgeordnete im Podcast. Ihre Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit zeigte sich nicht nur bei den Schulstreiks gegen das G8-Abitur sondern auch bei ihrer aktuellen Tätigkeit im Europäischen Parlament. Ihr Ziel: Die Folgen des Klimawandels sollen benachteiligte Menschen nicht noch härter treffen – dafür braucht es eine Politik der Wassermelone, außen grün und innen rot.

Ein Jahr nach Kriegsbeginn fragen wir: Wo steht die Zeitenwende jetzt? Wie blicken die Ukrainer:innen auf die Debatten in Deutschland? Im Gespräch mit Felix Hett (FES Ukraine) und Peer Teschendorf (FES-Projekt Zeitenwende) wird deutlich, dass es nötig ist, deutsche Interessen zu formulieren – und auch zu vertreten. Denn der Blick auf alte Bündnisse und wirtschaftliche Verflechtungen zeigt, dass das bestehende Gefüge ins Wanken geraten ist. Die Zeitenwende bietet also die Chance, neue Allianzen zu schmieden und die Ukraine im Kampf gegen Russland weiter zu unterstützen.

Viele Orte haben Martin Schulz geprägt: Sein Elternhaus, die Aula seiner Schule, die Juso-Versammlungen in Würselen, das Europäische Parlament und zuletzt die FES selbst. Martin Schulz setzt sich schon lange für den Dialog auf weltpolitischer Ebene ein, verliert aber nicht den Bezug zum Lokalen. Welche Erlebnisse dazu führten, dass sich der „Geburtseuropäer“ für eine Stärkung internationaler, linker Allianzen und für Respekt und Toleranz über das Trennende hinweg engagiert, erfahren wir im Gespräch mit Christian Krell.

Mit 17 führte er 2.500 seiner Mitschüler:innen zu einem Bildungsstreik an, mit 31 setzt sich Robin Mesarosch weiterhin, nun aber im Bundestag, für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Im Gespräch mit Christian Krell auf der re:publica spricht der ehemalige Poetry Slammer über seine politischen Anfänge und das Gefühl bei seiner ersten Rede im Parlament. Sein politisches Ziel: Der digitale Staat. Der Weg dorthin ist „unsexy“ aber wirksam: Lieber viele schnelle kleine Schritte, als einen langsamen großen.

Lena Werner ist mit 27 Jahren eine der jüngsten Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Auf der re:publica erzählt sie Christian Krell, wie sie schon am Küchentisch ihrer Eltern das politische Debattieren lernte und benennt die Ziele ihres heutigen Engagements: Politik in Deutschland jünger und weiblicher machen, die Abschaffung von §219a und das Fördern betrieblicher Mitbestimmung in Start-Ups. Wie das gelingen kann und was Gewerkschaften tun können, um ihr verstaubtes Image abzulegen, erfahrt ihr im Podcast!

Als Digital Native der „Generation Admin“ hat Jens Zimmermann digitale Entwicklungen vom C64 bis zum Smartphone so stark geprägt, dass er noch heute von Zeit zu Zeit das Internet für seine fast 70-jährige Mutter repariert. Weil fehlende Digitalkompetenz aber auch ein großes Problem für unsere Demokratie darstellt, fordert der Digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Podcast auf der re:publica digitale Trimm-dich-Pfade für die Bevölkerung. Außerdem erklärt er im Gespräch mit Christian Krell, warum Chatkontrollen für ihn der direkte Weg in den Überwachungsstaat wären, die EU sich aber zugleich mehr digitale Souveränität erkämpfen sollte.

Früher singend für Frieden demonstrieren, heute für Freiheit im Netz debattieren: Die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken spricht mit Christian Krell live auf der re:publica über die Anfänge ihres Engagements und erklärt, wie wichtig ein freies Internet für unsere Demokratie ist. Zwar wissen wir noch nicht, wie Arbeit in Zukunft aussehen wird, klar ist aber, dass die Digitalisierung uns alle zunehmend betrifft. Ob Saskia Esken nach ihrer politischen Karriere das Amt als Päpstin in Erwägung zieht? Die Antwort gibt’s im Podcast!

Was hat das Internet mit Eisdielen zu tun? Und warum spielen Kaninchen für die Erklärung von sozialer Gerechtigkeit eine Rolle? Diese und weitere Geheimnisse lüftet das stolze Dorfkind Anna Kassautzki in einem Gespräch mit Christian Krell. Darin erfahren wir auch, wie die Schattseiten des sonst idyllischen Landlebens sie zu ihrem Engagement gegen Rechts motivierte und wie sie schließlich als „Nachfolgerin Angela Merkels“ für die SPD in den Bundestag einzog. Dort verteidigt die stellvertretende Sprecherin des Ausschusses für Digitales heute nicht nur die Grundrechte im Netz, sondern kämpft auch für die Sicherheit unserer Daten, die Wiedervernässung von Mooren und die Zukunft der Fischerei in der Ostsee.

Tschechisches Bier ist für Fabian Funke nur einer der vielen Vorteile grenzübergreifender Beziehungen. Mit dem Zusammenhalt von Menschen aus aller Welt begann auch sein Bedürfnis nach parteipolitischem Engagement: So inspirierte ihn 2015 die bürgerliche Solidarität mit Geflüchteten in seiner sächsischen Heimat und deutschlandweit zum Eintritt in die SPD mit Schwerpunkt auf EU- und Außenpolitik. Der Bundestagsabgeordnete spricht mit Christian Krell über seinen Erfolg als junger Sozialdemokrat in einem von der AfD dominierten Wahlkreis, dem für ihn spürbaren Bedürfnis nach politischem Wandel sowie über die Gestaltung von Politik für die junge Generation in Deutschland und Europa.

Erwacht die Europäische Union durch den Krieg in der Ukraine zu einem außenpolitischen Akteur? Unter dieser Leitfrage haben wir Expert:innen aus der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem Gespräch eingeladen. Gemeinsam mit Christian Krell diskutieren diese, welche Hindernisse die EU und ihre Mitgliedsstaaten dafür auf institutioneller und struktureller Ebene überwinden müssen, wie sie dies bewerkstelligen können sowie mit welchem (neuen) Selbstverständnis die bisherige Friedens- und Wirtschaftsmacht in Zukunft womöglich auftritt.

Gäste: Eva Ellereit (FES Berlin), Renate Tenbusch (FES Brüssel), Christos Katsioulis (FES Wien); Moderation: Christian Krell

Mira – die Friedliche – so lautet der hoffnungsvolle Name des auf der Flucht geborenen Kindes einer ukrainischen FES-Mitarbeiterin. Marcel Röthig, Leiter unseres Auslandsbüros in Kiew erzählt diese und andere ergreifende Erlebnisse, die sich unmittelbar nach Kriegsausbruch und der Büro-Evakuierung vor Ort abspielten. Sein Pendant aus Moskau, Peer Teschendorf, ergänzt die Eindrücke aus russischer Sicht und beschreibt, dass seither eine Art surrealer Filter über dem alltäglichen Leben zu liegen scheint. Neben individuellen Schicksalen richten wir den Blick auch auf die gesellschaftliche und politische Ebene. Im gemeinsamen Gespräch erfährt Christian Krell aus erster Hand, wie die aktuelle Lage in den jeweiligen Ländern ist, wie eine "Roadmap" zu möglichen Friedensszenarien und die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine und Russland zukünftig aussehen könnten.

Stehen wir vor einer Zeitenwende? Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine herrscht nach langer Zeit des Friedens wieder Krieg in Europa und Angst vor einer Ausweitung des Konflikts ist überall zu spüren. In einer historischen Rede kündigt Bundeskanzler Scholz die dauerhafte Erhöhung des Verteidigungshaushalts sowie 100 Mrd. € Sondervermögen für die Bundeswehr an. Doch was bedeuten die aktuellen Ereignisse für die künftige Ausrichtung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und wie gestalten wir sie aus? Diese Fragen diskutiert Christian Krell mit Expert:innen aus der FES und richtet dabei den Blick auf sicherheitspolitische Aspekte innerhalb Deutschlands, stellt aber auch Bezüge zur europäischen Ebene und zwischen äußerer und innerer Sicherheit her.

Gäste: Eva Ellereit, Christos Katsioulis, Marius Müller-Hennig; Moderation: Christian Krell

In einem alten Alfa Romeo erlebte der damals dreijährige Manuel Gava den Umzug seiner Familie von Italien nach Deutschland. Bereits im Geschichtsunterricht begann seine Leidenschaft für politische Themen - mit der eindrücklichen Rede von Otto Wels zum Ermächtigungsgesetz. Als einer von wenigen Bundestagsabgeordneten mit nichtakademischem Hintergrund und Berufserfahrung im Niedriglohnsektor vertritt Manuel Gava heute einen Großteil der Gesellschaft. Im Gespräch teilt er seine Vorstellungen von transparenter Lobby-Arbeit und erklärt, wie Betriebsräte auch in Kleinstunternehmen funktionieren.

Als Tochter politisch verfolgter irakischer Eltern gelangt Reem Alabali-Radovan als Kind in eine deutsche Erstaufnahme-Einrichtung für Geflüchtete. Auf engstem Raum lernte sie dort verschiedene Kulturen kennen und fand Wege, sich ganz ohne Worte mit anderssprachigen Kindern zu verstehen. Im Gespräch erzählt die heutige Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration, wie diese Erfahrungen sie zu ihrem politischen Engagement führten, wie Deutschland als Einwanderungsstaat attraktiv bleibt und warum sie erst 2021 in die SPD eintrat, aber prompt das Direktmandat ihres Wahlkreises gewann.

Umgeben von einer aktivistisch geprägten Hippie-Kultur ganz im Geiste des roten Wiens, setzte sich Robert Misik bereits in seiner Jugend für mehr soziale Gerechtigkeit in seiner Heimatstadt Wien ein. Im Interview mit Christian Krell erzählt er von seiner frühen Laufbahn als Redakteur des Zentralorgans der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und wie er die gesellschaftspolitischen Veränderung in Wien um die Jahrhundertwende erlebt hat. Dabei geht er auch auf den Bedeutungsverlust der Sozialdemokratie in Europa ein und wagt einen Blick in die Zukunft der Sozialdemokratie Österreichs.

Katarina Barley setzte sich schon früh mit viel Empathie für ausgegrenzte Menschen und gegen Ungerechtigkeit ein. Aufgrund ihres offenen Ohres für die Probleme ihrer Mitmenschen wurde ihr sogar eine Chippendale Couch für ihre eigene "Psychotherapeutenpraxis" versprochen. Im Gespräch mit Christian Krell erzählt sie, wie sie zu ihrer "zweiten Familie" SPD fand, spricht über die Wichtigkeit eines sozialen Europas und über die Konjunktur der Solidarität während der Corona-Pandemie.

Schon früh stritt Daniela Kolbe mit ihrem Vater am Abendbrottisch, dass Ungerechtigkeiten wie Kinderarmut nicht vom Markt geregelt werden können. Das Thema Verteilungsgerechtigkeit zieht sich durch ihren Lebenslauf. Wie sie sich als "rote Socke" innerhalb ihrer Familie profilierte und ihr politisches Engagement bis hin zur SPD-Bundestagsabgeordneten vorantrieb (aber auch bereit ist, das Mandat wieder loszulassen), erfahren wir im Gespräch mit Christian Krell.

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