Gender Matters – Geschlechtergerechtigkeit zählt!

Zentrale Genderkoordinatorin

Vanessa Kiesel

030 26935-7138
Vanessa.Kiesel(at)fes.de

 

Redaktion

Dorina Spahn

030 26935-7305
dorina.spahn(at)fes.de

Besuchen Sie uns auch auf Facebook und Instagram @gendermatters_fes

 

Geschlecht ist auf vielfältige Weise in unser Leben und unsere Gesellschaft eingewoben: Gender matters!
Doch es wird auch dazu benutzt, um auf verschiedene Art und Weise in der Gesellschaft Differenz, Ungleichheit, Hierarchien, Benachteiligungen und Unterdrückung zu schaffen. Das ist ungerecht. Das zu ändern und individuelles wie gesellschaftliches Leben zu gestalten, ist daher ein zentraler Aspekt von Gerechtigkeit - der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Geschlechtergerechtigkeit zählt! - als zentraler Wert einer gerechten Gesellschaft, als Kernelement der Sozialen Demokratie und als politisches Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Deutschland und weltweit. Mehr Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit als Ziel und Geschlechterpolitik als Weg.

 


Themen

Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

weiter

Antidiskriminierung, Vielfalt, Zusammenhalt

weiter

Feminismus International

Hier geht es zur internationalen geschlechterpolitischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. weiter

Internationaler Frauentag

Unter dem diesjährigen Slogan "Demokratie braucht Demokrat*innen – weltweit!" finden die FES-Aktivitäten zum Frauentag 2025 statt. weiter


Fokus

gemaltes Bild von vier nebeneinander schwebendes, sich an den Händen haltenden Frauen in bunten Kleidern

Geschlechtergerechte Machtverhältnisse, Land und Pflege neu denken

News, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft, Gender Weltweit
Sozial gerechte Wohn-, Land- und Eigentumsrechte sind keine utopischen Ideale, sondern das Fundament einer feministischen Zukunft.
weitere Informationen
 
Eine pakistanische Heimarbeiterin in traditioneller Kleidung sitzt auf der Erde und flechtet Körbe

Der Weg einer Heimarbeiterin in Pakistan

Gender Weltweit, Gewerkschaften international
„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einmal die Stimme der Heimwerkerinnen sein würde“, sagt Fozia Hanif, eine stille, aber entschlossene Frau aus einem kleinen Dorf im Norden der Provinz Sindh in Pakistan. Heute ist sie eine der...
weitere Informationen
 
Grafik einer Weltkugel mit diversen menschlichen Icons

Ein Schritt vor, zwei zurück?

Gender Weltweit
Wie geht es mit Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Außenpolitik nach der Abschaffung der Feministischen Leitlinien weiter?
weitere Informationen
 
Das Bild zeigt einen jungen Mann und eine junge Frau

Der Gender Gap unter Europas junger Generation: Macht, Werte und Beziehungen im Wandel

Gender Weltweit
Warum driften junge Männer und Frauen in Südosteuropa auseinander? Der Gender Gap Report der FES-Jugendstudie 2024 zeigt: In Politik, Beruf und Alltag öffnet sich die Wertekluft zwischen den Geschlechtern – mit Folgen für Demokratie und...
weitere Informationen
 
Abstraktes Bild in Rottönen: Feine helle Linien verlaufen gleichmäßig von links unten nach rechts oben, darüber verzweigen sich netzartige Strukturen

Security Radar 2025: Geschlechtsspezifische Perspektiven auf Sicherheit

Gender Weltweit
Europas Sicherheitslage verändert sich rasant – geprägt von Krieg, Klimakrise und wirtschaftlicher Unsicherheit. Doch wie sehr Menschen sich bedroht fühlen, hängt stark vom Geschlecht ab. Eine neue Analyse des Regionalbüro Wien zeigt, wie...
weitere Informationen
 
Im Fokus

Gender Glossar

Wir haben 100 Begriffe gesammelt und verständlich erklärt, um Klarheit in den Dschungel der Begriffe, Ansätze und Fremdworte zu bringen. Das Glossar steht als frei zugängliches und kostenloses Nachschlagewerk online und als Broschüre zur Verfügung: Gender für zwischendurch, Gender to Go, Gender als Snack. weiter

News

  • 2019 - Das Jubiläum geht weiter...

    Die erste Wahl mit Frauen als Wählende und Gewählte, die am 19. Januar 1919 stattfand, nimmt die FES zum Anlass für weitere Veranstaltungen. Daneben sind 2019 Publikationen und Veranstaltungen zum Thema Geschlechterparität in der Politik geplant.

    weitere Informationen

  • Frauen im Aufbruch: Download-Ausstellung des Archivs der Sozialen Demokratie

    Plakatausstellung zur politischen Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts

    weitere Informationen

  • "... die Hälfte der Welt! 100 Jahre Frauenwahlrecht"

    Blog
    Eine ganze Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte" mit historischen und aktuellen Analysen zum Frauenwahlrecht

    weitere Informationen

  • Gender Matters Newsletter No. 7

    Publikation
    Stand Up For Women's Rights

    weitere Informationen

  • FES in London: 100 Years of Suffrage - Our Vote, Our Voice

    Blog
    To mark the 100th anniversary of the Representation of the People Act 1918, which gave millions of British women the right to vote, FES London and the Fabian Society hosted the Women's Conference “100 Years of Suffrage: Our Vote, Our Voice”.

    weitere Informationen

  • FES-Publikation "Triumph der Frauen? The Female Face of the Far and Populist Right in Europe"

    Blog
    Lange Zeit galten Wählerinnen als relativ immun gegenüber den Wahlangeboten rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien. Doch das hat sich geändert.

    weitere Informationen

  • Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe

    Publikation, Veranstaltung

    weitere Informationen


Veranstaltungen

Donnerstag, 11.06.26 – Musiksaal am Besenbinderhof, Hamburg

Fachtag: „Demokratiefeindlichkeit und Antifeminismus im Betrieb“

+++Dieser Fachtag richtet sich insbesondere an Personal- und Betriebsratsmitglieder und Arbeitnehmer*innen.+++

„Wir sind doch alle längst gleichberechtigt“ – so oder ähnlich harmlos können Sprüche…


Donnerstag, 11.06.26 – Besenbinderhof Musiksaal, Hamburg

Anti-Antifeminismus! – Von der Reaktion in die Aktion. Fair und solidarisch

Die letzten Jahrzehnte schienen in vielerlei Hinsicht progressiv, was Frauenrechte und Feminismus anging. Gemeinsam erkämpften Feminismus und Gewerkschaften wichtige Rechte in Politik, Gesellschaft…


Donnerstag, 11.06.26 – Kulturkirche St. Jacobi, Stralsund

Ein Land ohne Frauen - Film und Gespräch

Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu…


Donnerstag, 11.06.26 – Gutenberg Digital Hub , Mainz

Emotionen, die bewegen – wie können Hoffnung und Mut Zukunft gestalten? Fishbowl-Diskussion

Emotionen prägen unser Denken, unser Handeln und unsere Gesellschaft. Sie beeinflussen, wie wir Informationen wahrnehmen, Entscheidungen treffen und miteinander in Beziehung treten.…


Freitag, 12.06.26 – Dithmarscher Landesmuseum, Meldorf

Rechtsextremismus und Antifeminismus - Bedrohung in der Mitte der Gesellschaft

Seit 2006 gibt die Friedrich-Ebert-Stiftung etwa alle zwei Jahre eine neue Ausgabe der „FES-Mitte-Studie“ heraus. In dieser Studie werden die Verbreitung, Entwicklung und Hintergründe rechtsextremer,…


Freitag, 19.06.26 – Gustav-Stresemann-Institut, Bonn

Seminar für Frauen: Stimmtraining

Sprache ist ein wesentlicher Teil der Kommunikation, und die Stimme ein Werkzeug.
Es reicht nicht aus, etwas zu sagen zu haben! Wir müssen unsere Stimme auch entsprechend einsetzen, um gehört zu…


Publikationen

Ramírez Guzmán, Dangela ; Santana Nina, Patricia M.

Hacia una democracia paritaria

el impacto del precedente TC/0620/23 en el proceso electoral 2024

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Bitzegeio, Ursula ; Calla, Cécile

Les dirigeantes d'extrême droite en Italie, en France et en Allemagne

une analyse comparative du charisme

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


McEwen, Haley

Anti-gender world building

reflections from CSW70

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Sarkohi, Arash

Vom Zentrum zum Rand

über den Zustand der iranischen Linken in der Diaspora

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Alexander, Amy ; Avramovska, Elena ; Charron, Nicholas ; Dressler, Matteo ; Gronenberg, Lea ; Off, Gefjon ; Spöri, Tobias

Equalize

gender differences in political opinion and voting among generation Z

Zum Download (PDF)


Zur Publikation



Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterpolitik und Feminismus

Das Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit ist die "Freiheit zu unterschiedlichen und nicht nach Geschlecht vorgezeichneten Seins- und Lebensweisen auf der Basis von Gleichheit und in der Verteilung von Ressourcen, Einflussmöglichkeiten und Wertschätzung". So heißt es in der FES-Publikation "Geschlechtergerechtigkeit - Ein Orientierungsrahmen für emanzipatorische Geschlechterpolitik" (Pimminger 2014: 53). An diesem Maßstab orientiert sich die geschlechter- und familienpolitische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unsere Überzeugung ist: Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Noch viele weitere Argumente sprechen für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft.

Aktuelle Studien geben Auskunft über den Wunsch junger Frauen nach Geschlechtergerechtigkeit, um ihre  Lebensentwürfe umsetzen zu können. Was Frauen in aller Welt davon abhält, ist die Geschlechterungerechtigkeit. In Südosteuropa beispielsweise zeigt sich diese besonders beim Einkommen, auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- und Bildungsystem, kurzum: hinsichtlich der sozioökonomischen Situation von Frauen.

Der Weg: Geschlechterpolitik

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Im internationalen Kontext gibt es etwa mit der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) ein internationales Vertragswerk für die Durchsetzung von Gleichberechtigung, bezüglich dessen die Vertragsstaaten in regelmäßigen Abständen Bericht erstatten müssen.

Unter anderem aus diesen Grundsätzen ergeben sich verschiedene Aufgaben und Handlungsfelder für Geschlechterpolitik, die ganz unterschiedliche Maßnahmen umfasst. Sie ist ein eigenes Politikfeld, jedoch mit der Besonderheit, als Querschnittsaufgabe auch für alle anderen Politikfelder relevant zu sein. Das bedeutet einerseits: Alle Politikmachenden sind für Geschlechterpolitik zuständig. Andererseits gibt es eigenständige Akteur_innen für Geschlechterpolitik. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist der Königsweg einer verbindlichen, systematischen und umfassenden Querschnittspolitik.

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung macht Geschlechterpolitik: zum einen in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Inlands- und Auslandsarbeit, zum anderen stiftungsweit. Geschlechterpolitische Arbeit der FES zum Weiterlesen.

Dafür oder dagegen? Feminismus und Antifeminismus

Für oder gegen Gender und Vielfalt zu sein, wird immer mehr zur zentralen Chiffre für progressive (und feministische) Politik einerseits, oder konservativ-reaktionäre (und antifeministische) Politik andererseits. Den einen Feminismus gibt es nicht, sondern vielfältige Feminismen. Dabei gibt es einiges, was die Geschlechterpolitik hierzulande von Feministinnen aus dem Globalen Süden lernen kann.

Rechtspopulistische Positionen verfolgen dagegen eine rückwärtsgewandte und damit antifeministische Geschlechter- und Familienpolitik, die in Anti-Gender Campaigns oder unter dem Label des "Maskulismus" verbreitet werden.

FES-Publikationen zum Weiterlesen.

nach oben