Gender Matters – Geschlechtergerechtigkeit zählt!

Zentrale Genderkoordinatorin

Vanessa Kiesel

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Vanessa.Kiesel(at)fes.de

 

Redaktion

Dorina Spahn

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dorina.spahn(at)fes.de

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Geschlecht ist auf vielfältige Weise in unser Leben und unsere Gesellschaft eingewoben: Gender matters!
Doch es wird auch dazu benutzt, um auf verschiedene Art und Weise in der Gesellschaft Differenz, Ungleichheit, Hierarchien, Benachteiligungen und Unterdrückung zu schaffen. Das ist ungerecht. Das zu ändern und individuelles wie gesellschaftliches Leben zu gestalten, ist daher ein zentraler Aspekt von Gerechtigkeit - der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Geschlechtergerechtigkeit zählt! - als zentraler Wert einer gerechten Gesellschaft, als Kernelement der Sozialen Demokratie und als politisches Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Deutschland und weltweit. Mehr Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit als Ziel und Geschlechterpolitik als Weg.

 


Themen

Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

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Antidiskriminierung, Vielfalt, Zusammenhalt

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Feminismus International

Hier geht es zur internationalen geschlechterpolitischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. weiter

Internationaler Frauentag

Unter dem diesjährigen Slogan "Demokratie braucht Demokrat*innen – weltweit!" finden die FES-Aktivitäten zum Frauentag 2025 statt. weiter


Fokus

Banner mit den Worten "1325 - Frauen, Frieden und Sicherheit" bei einer Fotoausstellung zu Frauen, Frieden und Sicherheit in der Ukraine anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Verabschiedung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates.

Grundnüchtern: 25 Jahre UN-Sicherheitsratsresolution 1325 und die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“

Gender Weltweit, Frieden und Sicherheit
Warum die Bundesregierung gerade jetzt die Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ als langfristige Investition in nachhaltige Friedens- und Sicherheitspolitik vorantreiben sollte.
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Wir erwarten mehr: Zeit für eine entschlossene Gleichstellungspolitik!

Publikation, Gender, Soziales
Deutschland hat ein zeitpolitisches Gleichstellungsproblem: Umso wichtiger ist es, dass in zeitpolitischen Debatten Geschlechterperspektiven mitgedacht werden.
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Gemälde mit einem Mann zu Pferd und einem darunter stehenden Dienstmädchen auf der Straße

„Nicht viel dabei“ – Die Verharmlosung von Gewalt am Arbeitsplatz Privathaushalt im 19. und 20. Jahrhundert

Arbeit, Gender, Denkanstoß Geschichte
Übergriffe gegen Hausangestellte gehörten lange zum Alltag. Verbale und körperliche Gewalt galten häufig als legitim, sexualisierte Übergriffe blieben oft folgenlos. Strukturelle Ungleichheit machte Gegenwehr nahezu unmöglich.
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Eine leere Wiege steht vorm deutschen Bundestag.

Baustelle Familienpolitik: Warum der gestaffelte Mutterschutz nur ein guter Anfang sein darf

Publikation, Podcast, Gender, Soziales
Seit dem 1.6.2025 gilt in Deutschland ein gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten ab der 13. Schwangerschaftswoche – er kann aber nur ein erster Schritt sein. Darüber spricht Natascha Sagorski auch im Podcast „Zukunft gerecht Talk“
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Die Polarisierung der Geschlechter: Der moderne Gender-Gap im Wahlverhalten bis 2025

Publikation, Gender, Parteien und Wahlen, Soziales, Sozial- und Trendforschung
Mit der Bundestagswahl 2025 verdichtet sich der Trend zum modernen Gender-Gap: Die Geschlechterunterschiede im Wahlverhalten verlaufen zunehmend entlang der politischen Links-rechts-Achse
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Im Fokus

Gender Glossar

Wir haben 100 Begriffe gesammelt und verständlich erklärt, um Klarheit in den Dschungel der Begriffe, Ansätze und Fremdworte zu bringen. Das Glossar steht als frei zugängliches und kostenloses Nachschlagewerk online und als Broschüre zur Verfügung: Gender für zwischendurch, Gender to Go, Gender als Snack. weiter

News

  • 2019 - Das Jubiläum geht weiter...

    Die erste Wahl mit Frauen als Wählende und Gewählte, die am 19. Januar 1919 stattfand, nimmt die FES zum Anlass für weitere Veranstaltungen. Daneben sind 2019 Publikationen und Veranstaltungen zum Thema Geschlechterparität in der Politik geplant.

    weitere Informationen

  • Frauen im Aufbruch: Download-Ausstellung des Archivs der Sozialen Demokratie

    Plakatausstellung zur politischen Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts

    weitere Informationen

  • "... die Hälfte der Welt! 100 Jahre Frauenwahlrecht"

    Blog
    Eine ganze Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte" mit historischen und aktuellen Analysen zum Frauenwahlrecht

    weitere Informationen

  • Gender Matters Newsletter No. 7

    Publikation
    Stand Up For Women's Rights

    weitere Informationen

  • FES in London: 100 Years of Suffrage - Our Vote, Our Voice

    Blog
    To mark the 100th anniversary of the Representation of the People Act 1918, which gave millions of British women the right to vote, FES London and the Fabian Society hosted the Women's Conference “100 Years of Suffrage: Our Vote, Our Voice”.

    weitere Informationen

  • FES-Publikation "Triumph der Frauen? The Female Face of the Far and Populist Right in Europe"

    Blog
    Lange Zeit galten Wählerinnen als relativ immun gegenüber den Wahlangeboten rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien. Doch das hat sich geändert.

    weitere Informationen

  • Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe

    Publikation, Veranstaltung

    weitere Informationen


Veranstaltungen

Freitag, 06.11.26 – Hotel Markgraf, Kloster Lehnin

Female Empowerment: Sprache und Macht - Argumentationstraining

Sie möchten mit mehr Selbstvertrauen und Überzeugungskraft auftreten? Sie wollen Ihr Anliegen klar und gelassen vortragen und andere für Ihre Sache einnehmen?
Unser Training richtet sich an politisch…


Donnerstag, 12.11.26 – online

Female Empowerment: Zeitmanagement und Resilienz

Im Alltag sind wir vielfältigem Stress ausgesetzt. Familie, Job und Ehrenamt immer unter einen Hut bringen, gelingt uns meist nur zu unseren Lasten. Der Umgang mit Druck und Beanspruchung Belastungen…


Samstag, 14.11.26 – Ludwigsgymnasium, Saarbrücken

Feministisches BarCamp 2026

Das neunte Feministische Barcamp Saar – sei dabei! Alle Interessierten sind eingeladen zum Kennenlernen und zum Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen. Ein Barcamp ist ein Debattenforum, bei dem…


Dienstag, 17.11.26 – Online

Auftakt: Feminism and Bookmarks — Unser Bücherschrank mit Teresa Bücker, Josephine Ortleb und Nicole Seifert

Endlich wieder Herbst, endlich wieder Feminism and Bookmarks. Auch in dieser Saison wollen wir wieder gemeinsam mit euch feministische Bücher und Autor*innen kennenlernen und diskutieren.

Zum Auftakt…


Dienstag, 17.11.26 – delphi LUX, Berlin

Feminism and Popcorn: Wer kann frei sein, wenn andere es nicht sind? "Filhas da Liberdade" (2025)

Einlass: 18:00 Uhr | Beginn: 18:30 Uhr | Ende ca. 20:15 Uhr

Wer kann frei sein, wenn andere es nicht sind? Was bedeutet Freiheit – besonders für Frauen? Wie frei ist das Leben in Mosambik 50 Jahre nach…


Donnerstag, 19.11.26 – digital

Frauen, Frieden, Sicherheit: Die UN-Resolution 1325 und die Bedeutung von Geschlechterperspektiven in Krisen und Kriegen

In bewaffneten Konflikten sind Frauen in besonderem Maße gefährdet: Sie werden häufig Opfer sexualisierter Gewalt und Ausbeutung und sind überproportional von Vertreibung und deren Folgen betroffen.…


Publikationen

Gaborone democracy lab

des idées pour créer des outils démocratiques qui font à nouveau leurs preuves

Zum Download (PDF)


Weitere Informationen


Gaborone democracy lab

ideas for making democratic institutions deliver again!

Zum Download (PDF)


Weitere Informationen


Begum, Hafiza ; Imam, Mehedi

Dynamic mapping of informal workers in Bangladesh

challenges, opportunities, and policy implications

Zum Download (PDF)


Weitere Informationen


Diallo, Halima ; Sall, Tikam Liese

Quelle place pour les (jeunes) femmes dans les partis politiques?

constats, enjeux et leveirs d'action

Zum Download (PDF)


Weitere Informationen


Sironi, Francesca

Taboo

domande, ricerche e dati sulla salute riproduttiva in Italia

Zum Download (PDF)


Weitere Informationen



Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterpolitik und Feminismus

Das Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit ist die "Freiheit zu unterschiedlichen und nicht nach Geschlecht vorgezeichneten Seins- und Lebensweisen auf der Basis von Gleichheit und in der Verteilung von Ressourcen, Einflussmöglichkeiten und Wertschätzung". So heißt es in der FES-Publikation "Geschlechtergerechtigkeit - Ein Orientierungsrahmen für emanzipatorische Geschlechterpolitik" (Pimminger 2014: 53). An diesem Maßstab orientiert sich die geschlechter- und familienpolitische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unsere Überzeugung ist: Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Noch viele weitere Argumente sprechen für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft.

Aktuelle Studien geben Auskunft über den Wunsch junger Frauen nach Geschlechtergerechtigkeit, um ihre  Lebensentwürfe umsetzen zu können. Was Frauen in aller Welt davon abhält, ist die Geschlechterungerechtigkeit. In Südosteuropa beispielsweise zeigt sich diese besonders beim Einkommen, auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- und Bildungsystem, kurzum: hinsichtlich der sozioökonomischen Situation von Frauen.

Der Weg: Geschlechterpolitik

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Im internationalen Kontext gibt es etwa mit der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) ein internationales Vertragswerk für die Durchsetzung von Gleichberechtigung, bezüglich dessen die Vertragsstaaten in regelmäßigen Abständen Bericht erstatten müssen.

Unter anderem aus diesen Grundsätzen ergeben sich verschiedene Aufgaben und Handlungsfelder für Geschlechterpolitik, die ganz unterschiedliche Maßnahmen umfasst. Sie ist ein eigenes Politikfeld, jedoch mit der Besonderheit, als Querschnittsaufgabe auch für alle anderen Politikfelder relevant zu sein. Das bedeutet einerseits: Alle Politikmachenden sind für Geschlechterpolitik zuständig. Andererseits gibt es eigenständige Akteur_innen für Geschlechterpolitik. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist der Königsweg einer verbindlichen, systematischen und umfassenden Querschnittspolitik.

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung macht Geschlechterpolitik: zum einen in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Inlands- und Auslandsarbeit, zum anderen stiftungsweit. Geschlechterpolitische Arbeit der FES zum Weiterlesen.

Dafür oder dagegen? Feminismus und Antifeminismus

Für oder gegen Gender und Vielfalt zu sein, wird immer mehr zur zentralen Chiffre für progressive (und feministische) Politik einerseits, oder konservativ-reaktionäre (und antifeministische) Politik andererseits. Den einen Feminismus gibt es nicht, sondern vielfältige Feminismen. Dabei gibt es einiges, was die Geschlechterpolitik hierzulande von Feministinnen aus dem Globalen Süden lernen kann.

Rechtspopulistische Positionen verfolgen dagegen eine rückwärtsgewandte und damit antifeministische Geschlechter- und Familienpolitik, die in Anti-Gender Campaigns oder unter dem Label des "Maskulismus" verbreitet werden.

FES-Publikationen zum Weiterlesen.

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