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Veranstaltungsnummer: 290519 – als .ics herunterladen
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In bewaffneten Konflikten sind Frauen in besonderem Maße gefährdet: Sie werden häufig Opfer sexualisierter Gewalt und Ausbeutung und sind überproportional von Vertreibung und deren Folgen betroffen. Gleichzeitig zeigt die Forschung deutlich, dass die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an Konfliktprävention, Friedensverhandlungen und Wiederaufbauprozessen eine zentrale Voraussetzung für nachhaltigen Frieden und Sicherheit ist. Dennoch bleiben Frauen in vielen politischen und sicherheitspolitischen Entscheidungsprozessen weiterhin unterrepräsentiert. Vor diesem Hintergrund werden die Hintergründe, Ziele und Mechanismen der UN-Resolution 1325 beleuchtet, die erstmals die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für Frieden und Sicherheit international verankert hat. Darüber hinaus wird analysiert, wie Geschlechterbilder und -rollen Konfliktdynamiken prägen und welche Bedeutung unterschiedliche Geschlechterperspektiven für Friedensprozesse und deren langfristigen Erfolg haben. Referierende: Barbara Mittelhammer ist Politikberaterin und Analystin mit den Schwerpunkten Human Security, Feministische Außenpolitik sowie die Rolle von Geschlecht und Zivilgesellschaft in außenpolitischen Entscheidungsprozessen. Sie verfügt über Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Think Tanks, Stiftungen, internationalen Organisationen, Ministerien und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Leonie Stamm ist Research Fellow im Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und arbeitet zu Genderfragen sowie feministischen Ansätzen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Neben ihrer Forschung betreut sie mehrere hochrangige Studiengruppen zu strategischen Fragen deutscher und europäischer Politik. Moderation: Dr. Friederike Beier ist Politikwissenschaftler*in und wissenschaftliche Mitarbeiter*in (Postdoc) am Margherita-von-Brentano Zentrum für Geschlechterforschung. Zuständigkeiten sind die Forschungskoordination der Geschlechterforschung der FU Berlin und die Koordination des Masterstudiengangs Gender, Intersektionalität und Politik. Friederike Beier habilitiert zu Theorien und Politiken der Zeit aus einer intersektionaler Geschlechterperspektive.Die Online-Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global rückt globale Entwicklungen in den Fokus, die eines deutlich machen: Geschlechtergerechtigkeit ist kein Randthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, Frieden und wirtschaftliche Stabilität. Auch der aktuelle Reformplan des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekräftigt die feministische Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik. Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung wurden und werden vielerorts durch das Engagement von Frauen, feministischen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erkämpft. Gleichzeitig geraten diese Errungenschaften weltweit durch zunehmende antifeministische und autoritäre Gegenbewegungen unter Druck.
Donnerstag, 19.11.2612:00-13:30 Uhr
Registrierung möglich bis Donnerstag, 19.11.26
Teilnahmepauschale keine
digital
Nicola Roth nicola.roth@fes.de
Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro Baden-Württemberg Werastr. 2470182 StuttgartTel. 0711-248394-40www.fes.de/landesbuero-bawue