Frieden und Sicherheit | Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft North South Futures Forum: Ein globales Netzwerk für einen progressiven Multilateralismus 30.04.2026 Das North South Futures Forum bringt internationale Entscheidungsträger:innen und Expert:innen aus dem Globalen Süden und Norden zusammen, um einen progressiven Multilateralismus in Zeiten geopolitischer Fragmentierung voranzutreiben. Bild: Urheber: FES/ Joel Sheakoski Warum die Zukunft des Multilateralismus neue Allianzen braucht In einer Zeit geopolitischer Fragmentierung, multipler Krisen und wachsendem Druck auf multilaterale Institutionen stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob globale Zusammenarbeit reformiert werden muss – sondern wie. Genau hier setzt das North South Futures Forum (NSFF) der Friedrich-Ebert-Stiftung an. Das NSFF ist ein neues internationales Netzwerk, das politische Entscheidungsträger:innen, Strateg:innen und progressive Denker:innen aus dem Globalen Norden und Süden zusammenbringt, um eine gerechtere Vision von Multilateralismus zu entwickeln. Es geht nicht nur um Dialog, sondern um die konkrete Frage, wie internationale Zusammenarbeit jenseits klassischer Geber-Nehmer-Logiken neugestaltet werden kann. Denn die bestehende multilaterale Ordnung spiegelt die heutigen globalen Machtverhältnisse und Ungleichheiten immer weniger wider. Während Klimakrise, Schuldenkrisen und geopolitische Spannungen zunehmen, verlieren viele internationale Institutionen an Legitimität und Handlungsfähigkeit. Bild: Urheber: FES / Joel Sheakoski Bild: Urheber: FES/ Joel Sheakoski Beim ersten Treffen des NSFF im Dezember 2025 in New York wurden zentrale Herausforderungen und politische Ansatzpunkte diskutiert. Vier Erkenntnisse standen dabei besonders im Mittelpunkt:Die alte Weltordnung bröckelt – doch eine neue ist noch nicht entstanden. Gefragt sind flexiblere, themenbezogene Koalitionen statt starrer Blocklogiken.Mittelmächte, Süd-Süd-Kooperation und neue strategische Allianzen werden künftig eine entscheidendere Rolle für globale Governance spielen.Strukturelle Reformen – von Schulden- und Steuergerechtigkeit über Klimafinanzierung bis hin zur internationalen Finanzarchitektur – sind Voraussetzung dafür, dass Multilateralismus wieder für gesellschaftliche Mehrheiten funktioniert.Progressive Politik braucht nicht nur bessere Lösungen, sondern auch stärkere gemeinsame Narrative, um Polarisierung, Ungleichheit und demokratischem Vertrauensverlust etwas entgegenzusetzen.Vor allem aber hat das North South Futures Forum den Grundstein für eine langfristige politische Gemeinschaft gelegt: ein Netzwerk, das nicht bei der Diagnose globaler Krisen stehen bleibt, sondern gemeinsame progressive Antworten entwickelt. Bild: Urheber: FES / Joel Sheakoski Bild: Urheber: FES / Joel Sheakoski Das nächste Treffen findet im Juni 2026 in Brasilien statt. Dort werden die Gespräche fortgesetzt – mit dem Ziel, konkrete Wege für gerechtere globale Zusammenarbeit weiter auszuarbeiten und neue politische Allianzen zwischen Nord und Süd zu stärken. Bis dahin begleiten wir das NSFF mit einer kleinen Artikelserie aus Beiträgen, Interviews und Think Pieces von Teilnehmenden des Forums. Beiträge zum North South Futures Forum Publikation Frieden und Sicherheit Der „vierte Weg“ Zwischen USA, China und Fragmentierung sucht Europa seine alternative Rolle in einer multipolaren Welt. In unserer neuen Publikation analysieren Moeed Yusuf und Ejaz Haider, warum Europa mit Mittelmächten einen „vierten Weg“ gestalten... Bild: Urheber: picture alliance / Hans Lucas | POOL UNION EUROPEENNE / AGENCE HANS LUCAS Kontakt Referat Globale und Europäische Politik Matthias Jobelius matthias.jobelius(at)fes.de Projektverantwortlich Merle Rutz merle.rutz(at)fes.de Das könnte Sie auch interessieren... Bild: Urheber: foraus Mittwoch, 29.04.2026 Interview Demokratie und Gesellschaft Frieden und Sicherheit GenSouth 2026: Neue Stimmen aus dem Globalen Süden zur Zukunft des Multilateralismus Was braucht ein inklusiver Multilateralismus? Mit GenSouth-Teilnehmerin Fatima Zohra Dahmani sprachen wir über die Perspektiven des Globalen Südens und die Notwendigkeit einer Reform. Bild: Urheber: picture alliance / Anadolu | Selcuk Acar Mittwoch, 01.04.2026 Interview Gender Weltweit Wir müssen uns organisieren! Die diesjährige Sitzung der UN-Frauenrechtskommission stand unter dem Motto „Zugang zu Recht für alle Frauen und Mädchen“. Machris Cabreros von der Progressive Alliance teilt ihre Beobachtungen zum aktuellen Stand der Demokratie und der... Newsletter FES International Bleiben Sie international informiert - mit unserem Newsletter!
Publikation Frieden und Sicherheit Der „vierte Weg“ Zwischen USA, China und Fragmentierung sucht Europa seine alternative Rolle in einer multipolaren Welt. In unserer neuen Publikation analysieren Moeed Yusuf und Ejaz Haider, warum Europa mit Mittelmächten einen „vierten Weg“ gestalten... Bild: Urheber: picture alliance / Hans Lucas | POOL UNION EUROPEENNE / AGENCE HANS LUCAS