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Brüssel bietet als „Hauptstadt“ der EU ein spannendes Arbeitsumfeld für Journalist:innen. Ob intensive Verhandlungen zwischen Mitgliedstaaten, Entscheidungsprozesse in den europäischen Institutionen oder wegweisende Gesetzesinitiativen – es gibt täglich neue Anlässe für journalistische Berichterstattung. Doch wie schaffen es Journalist:innen, den Überblick zu behalten und die verschiedenen Interessen, die im komplexen System der EU aufeinandertreffen, ausreichend in ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen? Wie berichten sie nah an den Lebensrealitäten der europäischen Bürger:innen und machen ihnen die Bedeutung der EU für ihr tägliches Leben bewusst? Wie können Journalist:innen in der Hauptstadt Fuß fassen und die wirklich wichtigen Kontakte knüpfen?
Das EU-Hospitanzprogramm der Journalist:innen-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung liefert Antworten und bietet exklusive Einblicke in EU-Politik und -Berichterstattung! Es fand 2026 vom 11. bis 17. April in Brüssel statt. Nähere Informationen findest Du weiter unten auf dieser Seite.
Warum Brüssel ein zentraler Ort für Journalist:innen ist
So viel von dem was wir zuhause kennen, kommt aus Brüssel
Länge: 1:33 Minuten
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Dr. Katarina Barley zum Verhältnis zwischen Politik und Medien
Es ist wichtig, dass Journalist:innen verstehen wie die EU funktioniert.
Zweifelsohne: Europa ist kompliziert. In der Berichterstattung über die Europäische Union hat das Folgen. Private TV-Sender berichten nur sporadisch aus Brüssel, während sich andere Medien darauf beschränken, „EU-Bashing“ zu betreiben – ein pauschales Einschlagen auf alles, was aus Brüssel kommt. Das Einführungsseminar zeigt Alternativen auf. Du erhältst unerlässliches Wissen über die Europäische Union, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Bedeutung für das Leben von 500 Millionen Europäer:innen.
Die Seminargruppe dringt in Brüssel tief in den EU-Dschungel vor – der gar nicht so unübersichtlich ist, wie viele meinen. Aus journalistischer, fragender Perspektive lernen die Teilnehmenden die EU in ihren unterschiedlichsten Facetten kennen: Du besuchst das Parlament, das im Mittelpunkt der Woche steht, und kommst mit Abgeordneten, ihren Mitarbeiter:innen und Pressereferent:innen ins Gespräch. Es gibt wissenschaftliche Vorträge zur EU-Berichterstattung, Einblicke in das politische System der Gemeinschaft und Ausblicke auf Themen, über die berichtet werden kann. Auch in Seminarteilen, die sich kreativen Ansätzen für Deine journalistische Berichterstattung und wenig genutzten, aber ergiebigen Quellen für Deine Recherche widmen, kannst du praktische Erkenntnisse für Deine journalistische Arbeit gewinnen. Außerdem erwarten Dich Besuche in einer europäischen Redaktion, Fachvorträge bei der EU-Kommission, Gespräche mit Korrespondent:innen und Einblicke in die Arbeit der EU-Vertretung eines deutschen Bundeslandes sowie einer Lobbyorganisation.
Das Hospitanzprogramm "Einblicke in EU-Politik und -Berichterstattung" wird 2027 gemeinsam mit einem Einführungsseminar in Brüssel erneut angeboten.
Nähere Informationen folgen im Herbst 2026.
„Die Zeit in Brüssel hat mir gezeigt, wie greifbar Europa werden kann. Innerhalb einer Woche bekommt man Einblicke, die man sonst nie bekäme – in politische Prozesse, Institutionen und die Menschen dahinter.“
„Oft hört man: Das hat Brüssel so entschieden. Doch ,Brüssel‘ ist nicht eine Behörde, sondern das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen EU-Institutionen. Wie das funktioniert, habe ich während des Hospitanzprogramms gelernt.“
„Wer verstehen will, was Lobbyismus in Brüssel wirklich bedeutet, sollte sich für das hervorragend organisierte Hospitanzprogramm bewerben. Besonders wertvoll war auch der Austausch mit den anderen engagierten Teilnehmenden.“
„Das Programm hat mir dabei geholfen, das undurchsichtige System der EU besser verstehen zu können. Dabei war besonders der Austausch mit verschiedenen Akteur:innen spannend.“
#InsideBundestag und #InsideEU enden nicht mit der Hospitanz. Du hast in der Vergangenheit an einem der Programme teilgenommen? Dann komm in unsere LinkedIn-Gruppe und zum nächsten Netzwerkwerktreffen.
Marcus Hammes
Julia Möltgen
Lisa-Marie Rückwardt