Gleichbehandlung

Was bedeutet Gleichbehandlung?

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ So steht es in Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz. Dem Gleichheitsgrundsatz liegt das Prinzip der Gerechtigkeit zugrunde. Mangelnde Gleichbehandlung wird als ungerecht empfunden.

 

Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz formuliert ein Verbot von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, Glauben, religiöser oder politischer Anschauung. Auch Behinderung zählt dazu. Studien zu Intersektionalität haben gezeigt, dass Diskriminierungsformen häufig miteinander verwoben sind und von den Betroffenen als komplex erlebt werden.

 

Das Diskriminierungsverbot wegen des Geschlechts schützt sowohl Frauen als auch Männer, genauso wie trans-, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen. Schon länger besteht die Forderung, den Grundgesetzartikel durch den Begriff „sexuelle Identität“ zu erweitern, damit lesbische, schwule oder bisexuelle Personen genauso vom Diskriminierungsverbot erfasst sind.

 

Bei der Gesetzgebung ist der Gleichheitsgrundsatz zu beachten. Eine Ungleichbehandlung ist erlaubt, wenn dies sachlich erfordert ist. Werden Unterschiede gemacht, muss dies nachvollziehbar und begründbar sein. Sie dürfen nicht willkürlich erfolgen. Da lange Zeit die rechtliche Handhabe gegen Ungleichbehandlungen unzureichend war, wurde 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschaffen, nach langwierigen Diskussionen im politischen Raum. Der Impuls dazu kam von der EU: 1999 hatten sich die europäischen Regierungen auf zwei Gleichstellungsrichtlinien geeinigt, die in nationales Recht umgesetzt werden mussten. Das AGG ermöglicht, im Arbeitsleben und bei Alltagsgeschäften fehlende Gleichbehandlung einzuklagen.

 




Weitere Beiträge zum Thema Gender und Geschlechtergerechtigkeit:

Nachbericht | Barcamp Gender NRW 2021 - Vielfalt, Zusammenhalt, Offenheit

Samstag, 13.11.21 10:00 bis 15:00 GE, Rückblick, Barcamp, Gender
 
Vor einem hellen Hintergrund steht eine gezeichnete Person auf einem Surfbrett und reitet auf einer stilisierten Welle.

Ein feministischer Aktionsrahmen für unsere digitale Zukunft: Erkennen wir die Zeichen der Zeit?

03.09.2021 Gender Weltweit
 
Auf zwei Balkonen stehen Menschen und halten weiße Tücher in den Händen.

Bitte kein Genderwashing

20.08.2021 Gender Weltweit
 
Illustration von mehreren Personen, die mit verschiedenen Werkzeugen, wie einer Steinschleuder und einem Hammer, gegen einen großen, in der Luft schwebenden Spiegel kämpfen, der das Symbol für das weibliche Geschlecht darstellt. Eine Person sitzt oben auf dem Spiegel und hält ein Schild mit einem Hashtag. Im Hintergrund ist eine gepanzerte Figur mit Schild und Schlagstock. Der Spiegel ist  durch die Steinschleuder gesprungen.

Patriarchat zerschlagen & Co.

04.08.2021 Gender Weltweit
 

Corona & Care

Fokus
 
Eine lächende Frau sitzt vor einem Wandkunstwerk, auf dem eine Frau mit BLumen im Gesicht abgebildet ist. Neben ihr arbeitet eine Person an einem weiteren Kunstwerk.

Frauenrechte sind Menschenrechte – weltweit

22.06.2021 Publikation, Gender Weltweit, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft
 

(F)Empowerment - Diskussion und Austausch

Freitag, 25.06.21 16:00 bis 18:00 +++ONLINE+++ KG, Rückblick, Online-Diskussion, Gender, Feminismus, Gleichberechtigung, Jugend (NICHT anklicken, Unterkategorie wählen), Gender
 
Grafik von zwei Frauen, die auf dem Boden sitzen und mit ihren Händen eine große Weltkugel berühren.

Eine feministische Syrienpolitik der EU

02.06.2021 Gender Weltweit Gender Weltweit
 

Nicht vergessen - Menschen mit Demenz in unserer Gesellschaft

Montag, 21.06.21 17:30 bis 19:30 +++ ONLINE +++ KG, Gender, Feminismus, Gleichberechtigung, Jugend (NICHT anklicken, Unterkategorie wählen), Gender
 
Porträt einer Person mit geometrischen Mustern auf dem Gesicht, einer großen runden Sonnenbrille und Kopfbedeckung. Die Lippen sind betont, und die Person trägt lange Ohrringe. Der Hintergrund besteht aus abstrakten Formen.

Solidarität „walten lassen“. Hegemoniale Denkmuster im transnationalen Feminismus

20.05.2021 Interview, Gender Weltweit
 
nach oben