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Mit dem Format „Feminism & Bookmarks“ möchten die Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung feministische Themen aufgreifen, und reihum aktuelle Bücher online diskutieren. Wir laden die Autor*innen ein, ihr Buch vorzustellen, und freuen uns auf konstruktiven Austausch und Vernetzung miteinander.
Dabei wird es um Gerechtigkeit in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur gehen, um praktizierte Demokratie, um Freiheit und Revolution. Welche Zukunft wollen wir?
Wir laden herzlich dazu ein, sich zu unserer feministischen Lesereihe zuzuschalten.
18:00 Uhr | Feministisches literarisches "Duett" als Auftaktveranstaltung:
mit der Autorin Stefanie Lohaus "Stärker als Wut", Politiker*in aus Berlin.
Wut ist eine der Antriebskräfte des Menschen und lebt in uns allen, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Und Stefanie Lohaus ist wütend. Wütend über die alltäglichen Ressentiments gegen sie als Frau, über die Vorurteile, die ihr begegnen, und über die Stereotype, die in der Gesellschaft vorgelebt werden. Die Ungerechtigkeiten der Welt machen sie und andere Feministinnen wütend. Doch diese Wut kann auch gewaltige Veränderungen erzeugen. Kollektiv gebündelt erzeugt sie eine gesellschaftliche Kraft von enormer Tragweite, die positive Veränderungen herbeigeführt hat und weiter herbeiführen kann.
Ist es als Feministin angebracht, wütend zu sein angesichts der Erfolge, die von der Frauenbewegung in der Vergangenheit erzielt wurden? Welche gesellschaftlichen Veränderungen hin zu echter Gleichstellung kann die alltäglich empfundene Wut heutzutage angesichts global und europäisch unübersichtlicher Verhältnisse noch erzeugen? Und wie können Femist_innen Wut bündeln und daraus neue Kraft für gesellschaftliche Veränderungen schöpfen?
Über spannende Denkansätze aus dem Buch „Stärker als Wut“ diskutieren die Autorin Stefanie Lohaus mit Marie Scharfenberg, Co-Vorsitzende der SPD-Frauen Berlin, moderiert von Dr. Stefanie Elies (Friedrich-Ebert-Stiftung). Was bedeutet Feminismus heute und wie kann Feminismus eine Kraft erzeugen, die aus Wut etwas Produktives und Zukunftsgewandtes formt.
Die Autorin: Stefanie Lohaus ist Mitbegründerin und Mitherausgeberin des feministischen Missy Magazine. Seit 2022 ist sie Teil des Leitungsteams der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF Berlin), eines Forschungs- und Beratungsinstituts für mehr Frauen und Vielfalt in Verantwortungspositionen. In Ihrem Buch „Stärker als Wut. Wie wir feministisch wurden und warum das nicht reicht“ zeichnet sie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Feminismus aus deutscher Perspektive nach.
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19:00 - 20:30 Uhr
Wer gestaltet die Politik – und wessen Stimmen fehlen? In ihrem Buch „Mütter in die Politik!“ zeigt Sarah Zöllner, warum Frauen mit Kindern in politischen Ämtern noch immer selten sind und was sich ändern muss. Sie lässt 21 Mütter aus Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie aus zivilgesellschaftlichen Initiativen zu Wort kommen und beschreibt Wege, wie Vereinbarkeit, Netzwerke und neue Rollenbilder gelingen können. Nach einem kurzen Input diskutiert die Autorin online mit Dr. Katja Pähle, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, über Hindernisse und Chancen für mehr politische Teilhabe von Müttern. Die Veranstaltung lädt dazu ein, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam über Strukturen nachzudenken, die politische Verantwortung und Familienleben vereinbar machen.
Sarah Zöllner ist Politikwissenschaftlerin, Beraterin und Coachin für Frauen in Führung und Politik. Sie arbeitet zu den Themen Gleichstellung, politische Teilhabe und Vereinbarkeit und unterstützt Parteien, Verwaltungen und Organisationen dabei, Strukturen familienfreundlicher zu gestalten. Ihr Buch „Mütter in die Politik!“ (Ulrike Helmer Verlag, 2024) beleuchtet Erfahrungen und Strategien von Müttern, die politische Verantwortung übernehmen.
Dr. Katja Pähle ist Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt und Mitglied des SPD-Parteivorstands. Die promovierte Soziologin war zuvor Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und engagiert sich seit vielen Jahren für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Politik.
Revolution hat ein weibliches Gesicht. Shila Behjats Buch „Frauen und Revolution“ vermittelt, was die Welt vom Mut der Frauen lernen kann. Es ist Plädoyer für einen Feminismus der Stärke, für ein neues Frauenbild und vor allem für weibliche Solidarität. Vom Iran bis Belarus, von Fridays for Future bis zu den großen Diskriminierungsdebatten – Revolutionen und gesellschaftliche Wandlungsprozesse haben heute oft ein weibliches Gesicht. Ausgehend von den mutigen Frauen im Iran fragt die vielfach ausgezeichnete Journalistin Shila Behjat nach den Besonderheiten weiblichen Protests. Denn Frauen sind schon lange nicht mehr nur Opfer, sondern Protagonistinnen der Geschichte.
Ob das weibliche Zeitalter angebrochen ist, das werden wir erfragen und diskutieren.
Wir freuen uns auf euch!
Shila Behjat,
1982 geboren, ist Journalistin, Publizistin und Moderatorin mit deutschiranischen Wurzeln. Sie studierte Jura in Hamburg und Paris, war Korrespondentin in London, lebte als freie Journalistin in Indien und berichtete für das Frauenportal Aufeminin.com über Gleichstellung in der EU. Als Kulturredakteurin bei ARTE verantwortet sie Dokumentationen und neue Formate. 2024 erschien ihr vieldiskutiertes Debüt „Söhne großziehen als Feministin“.
diskutiert mit Ye-One Rhie
Ye-One Rhie wurde 1987 in Aachen geboren. Sie studierte Politische Wissenschaft sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaft an der RWTH Aachen. Sie arbeitete als Referentin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Für ihr kommunalpolitisches Engagement wurde sie 2015 mit dem Helene Weber-Preis ausgezeichnet. Von 2021 bis 2025 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. 2022 war sie die erste Abgeordnete, die nach Beginn der "Woman-Life-Freedom"-Revolution eine politische Patenschaft übernahm - für den Rapper Toomaj Salehi. Ihr folgten alleine in Deutschland über 400 weitere Abgeordnete.
18:00 bis 19:30 Uhr
Moderation: Sophie Frühwald, stellv. Vorsitzende SPD Hessen
Die Berater Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer sind oft in reinen Männerrunden unterwegs. Immer wieder fällt ihnen auf, wie engagiert viele Männer gegen Gleichstellung argumentieren und welche patriarchalen Denk- und Argumentationsmuster vorherrschen. In ihrem Buch berichten sie aus erster Hand, wie Männer unter sich über Sexismus, Gendern und Quoten sprechen. Weil sie keine persönliche Erfahrung mit Diskriminierung haben, unterschätzen die meisten Männer die Problemlage maßlos und wittern Übertreibung oder gar Ausnutzung, wenn Frauen Veränderung einfordern. Das Buch liefert eine ehrliche Analyse der männlichen Gedanken- und Sorgenwelt – und einen Plan, wie wir sie zu Verbündeten im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit machen können.
18:00 bis 19.30 Uhr
In aller Munde und doch kaum greifbar: Das Patriarchat. Die Autorin Rebekka Endler hat sich in ihrem Buch „Witches, Bitches, It-Girls. Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen“daran gemacht, die Mythen und Geschlechterbilder dahinter aufzudecken. Sie führt unterhaltsam durch die Menschheitsgeschichte und klärt auf, über das Patriarchat und seine Wirkmechanismen von Kunst bis Politik.
Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls? Antworten auf diese Fragen gibt es in der Lesung und dem Gespräch mit ihr – und natürlich handfeste Tipps, wie wir das Patriarchat verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
Rebekka Endler ist freie Autorin (u.a. Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nicht passt, 2021) Journalistin und Podcasterin (Feminist Shelf Control).
Moderation: Christine Strotmann, Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Nord
Frauenhass ist kein Randphänomen, sondern fest in unserer Gesellschaft verankert. Er ist so weit verbreitet und alltäglich, dass er kaum wahrgenommen wird. Frauenhass trifft manche härter als andere, doch keine bleibt unberührt. Er begegnet Frauen täglich: In der Sprache, im Netz, in der Medizin, im Beruf und selbst in der Altersversorgung. Warum wird Frauenhass in unserer Gesellschaft, in Justiz und Politik noch immer verharmlost?Antworten auf diese Fragen gibt Christina Clemm in ihrem Buch "Gegen Frauenhass". Sie ist Fachanwältin für Straf- und Familienrecht in Berlin. Seit fast dreißig Jahren vertritt sie Opfer geschlechtsbezogener, sexualisierter oder in anderer Weise menschenverachtender Gewalt. Ihre Diagnose: Frauenverachtung wird anerzogen und früh erprobt. Die Justiz weigert sich, das Problem zu verstehen und etwas an den Strukturen zu ändern. Und die Politik weigert sich, mehr Geld und Ideen in Prävention, Kampagnen sowie in Täterarbeit und Unterstützung der Betroffenen zu investieren.Die Lesung und das Gespräch mit Christina Clemm laden dazu ein, Antworten darauf zu finden, was sich jetzt konkret ändern muss, damit Frauen wirklich geschützt und echte Gleichstellung erreicht werden.Moderiert wird die Veranstaltung von Johannah Illgner, Geschäftsführerin von Plan W – Agentur für strategische Kommunikation, Heidelberg
Bis März ists noch so lang hin? Um sich bis dahin die Zeit ein wenig zu vertreiben, hör' oder les' doch gern in die buch|essenz zu "Gegen Frauenhass" rein!
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Wir laden euch herzlich zu einer Online-Lesung mit Emilia Roig ein.
In ihrer Lesung aus dem Buch „Lieber Sohn: Wie du die Welt rettest“ richtet sich Emilia Roig direkt an die nächste Generation – und an uns alle. Persönlich, politisch und berührend spricht sie über Männlichkeit, Verantwortung, Feminismus, Care-Arbeit und die Frage, wie ein gerechteres Zusammenleben gelingen kann.
Emilia Roig liest online ausgewählte Passagen aus ihrem Buch und geht anschließend auf zentrale Fragen ein, unter anderem:
Welche Rollenbilder geben wir an Kinder und Jugendliche weiter?
Wie können Jungen zu Verbündeten für Gleichberechtigung werden?
Was bedeutet Feminismus im Alltag – jenseits von Theorie?
Wie können wir heute Verantwortung für eine gerechtere Zukunft übernehmen?
Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam mit Emilia Roig und dem Publikum.
Datum: 20. April
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Online (Link nach Anmeldung)
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend und eure Teilnahme.
Zum Buch:
Trumps menschenverachtender Turbokapitalismus und die faschistischen Politiken von AfD, Le Pen, Meloni zielen darauf ab, dass wir uns gegenseitig ausbeuten und unterdrücken. Aber was können wir dagegen tun? In einem Brief an ihren Sohn entwirft Emilia Roig eine kühne neue Ethik des Seins in Krisenzeiten. Sie plädiert dafür, in die Mitte unseres Selbstverständnisses und Wertesystems eine radikale Fürsorge zu rücken – physisch, intellektuell, spirituell und emotional.Es braucht keine Helden, um die Welt zu retten. Es braucht eine Umwertung unserer Werte. 80 Seiten raus aus der Komfortzone und auf in die Freiheit.
Zur Autorin:
EMILIA ROIG, 1983 geboren, ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Autorin der Bestseller Why We Matter und Das Ende der Ehe. 2020 war sie Mitglied der Jury zum Sachbuchdes Jahres. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet.
Wir stellen das Buch „Toxische Weiblichkeit“ von Sophia Fritz vor.
Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam mit Sophia Fritz, Dorothea Kliche-Behnke, Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, und dem Publikum.
Moderieren wird Johanna Illgner
Beschreibung der Veranstaltung:
Welche Rolle spielen Frauen selbst beim Fortbestehen patriarchaler Strukturen? Sophia Fritz kritisiert, dass Gleichberechtigungsforderungen oft nur an Männer gerichtet sind, während wenig hinterfragt wird, wie Frauen und nichtbinäre Personen ihre eigene Emanzipation hemmen.
Mit dem Begriff der „toxischen Weiblichkeit“ zeigt Fritz, wie internalisierte Misogynie Frauen dazu bringt, sich selbst und andere zu beschränken. Sie beschreibt typische Rollenbilder im Patriarchat: vom braven „guten Mädchen“ über die leistungsorientierte „Powerfrau“ und die aufopfernde „Mutti“ bis zur bemitleidenswerten Frau, die als „Opfer“ wahrgenommen wird. Nur die „Bitch“ wagt es, gesellschaftliche Erwartungen bewusst zu verletzen – doch viele meiden dieses Rollenbild und bleiben lieber unzufrieden in anerkannten Mustern.
Ziel von Fritz ist es, diese blockierenden Mechanismen aufzudecken und die bisher unterdrückten kreativen Potenziale weiblicher Prägung sichtbar zu machen. So soll ein neues Werteverständnis entstehen, das Belohnung und Bestrafung jenseits traditioneller Geschlechterrollen definiert.
Sophia Fritz, geboren 1997, ist Autorin und Drehbuchautorin. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München und arbeitet an literarischen Projekten zwischen Körper, Sprache und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Ihre Arbeit wurde unter anderem durch Stipendien der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Nürnberger Autorenstipendiums, der NRW Kunststiftung und das Baden-Württembergische Jahresstipendium gefördert. Neben dem Schreiben absolvierte sie Ausbildungen als Jugendguide für Gedenkstätten, als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Hospiz und als Tantramasseurin.
Jeanette Rußbült
0228 883-7210
Jeanette.Russbuelt(at)fes.de