100 Jahre FES! Mehr erfahren
- Digital
freie Plätze

Feminism & Bookmarks "Toxische Weiblichkeit"

Veranstaltungsnummer: 286964als .ics herunterladen

Welche Rolle spielen Frauen selbst beim Fortbestehen patriarchaler Strukturen? Sophia Fritz kritisiert, dass Gleichberechtigungsforderungen oft nur an Männer gerichtet sind, während wenig hinterfragt wird, wie Frauen und nichtbinäre Personen ihre eigene Emanzipation hemmen. Mit dem Begriff der „toxischen Weiblichkeit“ zeigt Fritz, wie internalisierte Misogynie Frauen dazu bringt, sich selbst und andere zu beschränken. Sie beschreibt typische Rollenbilder im Patriarchat: vom braven „guten Mädchen“ über die leistungsorientierte „Powerfrau“ und die aufopfernde „Mutti“ bis zur bemitleidenswerten Frau, die als „Opfer“ wahrgenommen wird. Nur die „Bitch“ wagt es, gesellschaftliche Erwartungen bewusst zu verletzen – doch viele meiden dieses Rollenbild und bleiben lieber unzufrieden in anerkannten Mustern. Ziel von Fritz ist es, diese blockierenden Mechanismen aufzudecken und die bisher unterdrückten kreativen Potenziale weiblicher Prägung sichtbar zu machen. So soll ein neues Werteverständnis entstehen, das Belohnung und Bestrafung jenseits traditioneller Geschlechterrollen definiert.

Im Rahmen unserer Online-Lesereihe „Feminism and Bookmarks“ diskutieren wir über die spannenden Denkansätze aus dem Buch „Toxische Weiblichkeit“ mit der Autorin Sophia Fritz sowie mit Dr. Dorothea Kliche-Behnke, Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, moderiert von Johannah Illgner.

Die Autorin: Sophia Fritz, geboren 1997, ist Autorin und Drehbuchautorin. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München und arbeitet an literarischen Projekten zwischen Körper, Sprache und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Ihre Arbeit wurde unter anderem durch Stipendien der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Nürnberger Autorenstipendiums, der NRW Kunststiftung und das Baden-Württembergische Jahresstipendium gefördert. Neben dem Schreiben absolvierte sie Ausbildungen als Jugendguide für Gedenkstätten, als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Hospiz und als Tantramasseurin.

Detailliertes Programm folgt in Kürze.

Termin

Montag, 27.04.26
18:00-19:30 Uhr

Registrierung möglich
bis Montag, 27.04.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Digital

Ansprechpartner_in

Sarah Nooren

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Baden-Württemberg
Werastr. 24
70182 Stuttgart
Tel. 0711-248394-40
www.fes.de/landesbuero-bawue

nach oben