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Politische und wirtschaftliche Macht verschiebt sich, geopolitische Rivalitäten nehmen zu, internationale Institutionen verlieren an Handlungsspielraum. Zugleich wachsen die Herausforderungen, die internationale Kooperation erfordern: Kriege, Aufrüstung und Eskalationsgefahren, Klimakrise und Energiesicherheit, die Entwicklung und Kontrolle von KI und Quantentechnologien, ein zunehmend fragmentierter Welthandel und wachsende wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Noch ist offen, welche Ordnung aus dieser Übergangsphase entsteht. Steuern wir auf eine von den USA und China geprägte „G2-Welt“ zu – oder werden regionale Machtzentren und Mittelmächte künftig stärker Einfluss nehmen? Europa ist von diesen Verschiebungen besonders betroffen: Wohlstand und Sicherheit beruhen hier auf verlässlichen Regeln, internationaler Kooperation und funktionierenden Institutionen.
Viele Staaten außerhalb Europas sehen diese Umbrüche jedoch nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance. Länder wie Brasilien, Indien, Indonesien, Kanada, Südafrika oder die Türkei wollen ihre Interessen selbstbewusster vertreten, ohne sich einem geopolitischen Block unterzuordnen. Flexible, themenbezogene Partnerschaften könnten neue Spielräume für Zusammenarbeit eröffnen.
Doch können solche Kooperationen mehr sein als punktuelle Zweckbündnisse?Wie können kleinere und mittlere Staaten bei Klimaschutz, Welthandel, neuen Technologien sowie Rüstungs- und Eskalationskontrolle wirksam zusammenarbeiten? Welche Rolle spielt Europa dabei und wie weit darf pragmatische Kooperation gehen, ohne Demokratie, Menschenrechte und eine regelbasierte Ordnung preiszugeben?
Auf der Tiergartenkonferenz 2026 diskutieren internationale Politiker:innen aus der sozialdemokratischen Familie und Expert:innen, wie progressive Politik internationale Kooperation stärken kann und welche Partnerschaften diese künftig tragen können.
Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist nur auf persönliche Einladung möglich.
Im Anschluss öffnen wir beim Tiergarten Talk „Wer hält die Welt zusammen? Kooperation statt geopolitischer Dominanz“ die Debatte für die Öffentlichkeit.
Reem Alabali Radovan
Lars Klingbeil
Olaf Scholz
Sabine Fandrych, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung
Interview mit Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz, Ko-Vorsitzender der entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission
Moderation: Matthias Jobelius, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in New York
Keynote: Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Laura Chinchilla, Frühere Präsidentin Costa Ricas, Ko-Vorsitzende der entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission
Amandeep Singh Gill, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für Technologie
Bambang Brodjonegoro, Ehemaliger Minister der Finanzen Indonesiens, Direktor des Asia Development Bank Institute (online zugeschaltet)
Keynote: Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung
Roland Paris, Professor für Internationale Beziehungen, Universität Ottawa und früherer Berater für Globale Fragen und Verteidigung beim Kanadischen Premierminister
Moeed Yusuf, Vizepräsident der Beaconhouse National University, Pakistan, Mitglied im Netzwerk North South Futures Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Waheguru Pal Singh Sidhu, Professor Center for Global Affairs, New York University
Moderation: Almut Wieland-Karimi, Mitglied der Advisory Group of the UN Peacebuilding Fund und Frühere Direktorin des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF), Berlin
Keynote: Siemtje Möller, Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion
Emily Roper, Botschafterin und stellv. ständige Vertreterin Australiens bei den Vereinten Nationen in Genf
Stewart Patrick, Senior Fellow und Direktor des Global Order and Institutions Program beim Carnegie Endowment for International Peace, USA, Mitglied im Netzwerk North South Futures Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Dino Patti Djalal, Gründer und Vorsitzender der Foreign Policy Community of Indonesia und Ehemaliger Botschafter von Indonesien in den Vereinigten Staaten
Moderation: Franziska Schmidtke, Referentin für Souveränes Europa und regelbasierte Welt, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
Armand Zorn, Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im Netzwerk North South Futures Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Ebrahim Patel, Ehemaliger Minister für Handel, Industrie und Wettbewerb in Südafrika
Nathalie Bernasconi-Osterwalder, Vizepräsidentin des International Institute for Sustainable Development
Moderation: Matthias Pesch, Referent für Handel, Entwicklung und Menschenrechte, Friedrich-Ebert-Stiftung Genf
Isabella Wilkinson, Forscherin im Programmbereich Digitale Gesellschaft, Chatham House, UK
Jakob Hensing, Leiter Political Economy, Global Public Policy Institute, Berlin
Moderation: Jonathan Menge, Referent für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin
Jennifer Morgan, Senior Fellow am Center for International Environment and Resource Policy und ehemalige Staatsekretärin im Auswärtigen Amt
Adriana Abdenur, Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Plataforma CIPÓ, Brasilien
Bengisu Özenç, Direktorin der Sustainable Economics and Finance Association, Türkei
Moderation: Jakob Blankenburg, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD-Fraktion
Halime Kaakour, Mitglied des Libanesischen Parlaments
Una Aleksandra Bērziņa-Čerenkova, Direktorin des Lettischen Instituts für Internationale Angelegenheiten und Leiterin des Zentrums für Chinastudien an der Rīga-Stradiņš-Universität
Amr Hamzawy, Leiter des Nahost-Programms beim Carnegie Endowment for International Peace, USA
Moderation: Sidonie Wetzig, Referentin für Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung Brüssel
In Zeiten geopolitischer Rivalitäten und nationaler Machtpolitik, wirkt das Streben nach gleichberechtigter Kooperation wie aus der Zeit gefallen. Wie sieht eine progressive Idee für die Zukunft der internationalen Zusammenarbeit aus? Diskutieren Sie...
Die Veranstaltung findet in großen Teilen ebenerdig statt und ist rollstuhlgerecht. Es gibt einen barrierefreien Zugang zu den Veranstaltungsräumen. Bitte melden Sie uns spezielle Anforderungen, wie Gebärdensprachdolmetschung, Unterstützung für blinde oder sehbehinderte Menschen oder die Notwendigkeit von Assistenz.
Peer Teschendorf
Irène Sabarly
Die Tiergartenkonferenz ist die internationale außen- und sicherheitspolitische Jahrestagung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit 2012 kommen im Rahmen von Fachgesprächen und öffentlichen Veranstaltungen jedes Jahr internationale Expert:innen und politische Entscheidungsträger:innen zusammen, um strategische Fragen zu analysieren und progressive Handlungsoptionen zu entwickeln. Mit ihren öffentlichen Veranstaltungen macht die Tiergartenkonferenz die Ergebnisse dieser Gespräche einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und trägt damit zu einer differenzierten außen- und sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland bei. Der Tiergarten – ein Ort der internationalen Beziehungen und Sitz der internationalen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung.
How can the EU respond to growing geopolitical pressures while maintaining its long-standing role in promoting sustainable peace and stability? Join us on 29 September for this FES-EKD cooperation!
Die internationale Ordnung verändert sich schneller als ihre Institutionen. Das North South Futures Forum bündelt progressive Stimmen aus Nord und Süd und gibt Impulse - auch für die deutsche Debatte.
Die NATO ist stark wie lange nicht! Aber auch geeint? Unsere neue Studie analysiert Debatten zur NATO in 14 Mitglieds- und ausgewählten Nicht-Mitgliedsstaaten.