Innovations- management in NPOs

Symbolbild Innovationsmanagement: Holz-Sortierbrett mit bunten Kugeln und Pinzette – Montessori-Spielzeug zur Förderung der Feinmotorik und logischen Fähigkeiten.
Urheber: picture alliance / Zoonar | Olena Vasylieva

Innovationsmanagement in Non-Profit-Organisationen

Von Petra Keller und Sarah Gräf

Gesellschaftliche Umbrüche, Krisen oder die Gefährdung unserer Demokratie: Non-Profit-Organisationen spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Innovatives Arbeiten und Flexibilität sind dabei wichtig, auch wenn prekäre Bedingungen, wie begrenzte Ressourcen, Projektzwänge und Förderlogiken die Arbeit vieler Organisationen erschweren. Und zusätzlich: Scheitert eine neue Idee, trifft das nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Zielgruppe und den Auftrag, dem sich die Organisation verpflichtet hat. Dieses Spannungsfeld beeinflusst, wie mutig oder zögerlich Organisationen das Thema Innovationsmanagement angehen. Wie können NPOs ihre Routinen durchbrechen, Raum für Neues schaffen und Impulse setzen? Wie lassen sich kleine Veränderungen umsetzen, um innovatives Arbeiten zu ermöglichen?

 

In diesem Thema im Fokus beschäftigen wir uns mit dem Feld Innovationen und Innovationsmanagement. Was bedeutet es, innovativ zu arbeiten? Und wie beeinflussen Machtasymmetrien oder fehlende Teilhabe die Frage, was als innovativ gilt?

Was bedeutet...

…Innovation bedeutet, Strukturen, Prozesse, Produkte, Angebote oder Denkweisen gezielt zu erneuern, um spürbaren Mehrwert zu schaffen. Sie erfordert eine Haltung, die Offenheit und Anpassungsfähigkeit vereint. 

…Innovationsmanagement steuert und fördert bewusst den gesamten Innovationsprozess in einer Organisation, von der Idee bis zur Umsetzung. Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen neue Lösungen entstehen, erprobt und dauerhaft etabliert werden. Es verbindet Ressourcen, Zeit und eine Organisationskultur, die Fehler zulässt, Offenheit fördert und Beteiligung ermöglicht.

…soziale und gesellschaftliche Innovation: In NPOs bedeutet Innovation nicht nur technologische Neuerungen, sondern auch soziale, strukturelle oder wertebasierte Veränderungen. Dazu zählen etwa neue Partizipationsformate, Ansätze für Inklusion oder eine erweiterte Arbeit mit Zielgruppen. Der Begriff "social innovation" (gesellschaftliche Innovation) steht für neue Ideen, die darauf abzielen, neue Lösungen für gesellschaftliche Ungerechtigkeit und Problemlagen zu schaffen. 

…Gender Innovation: Steht für ein feministisches und intersektionales Verständnis von Innovation. Es hinterfragt Machtstrukturen in der Gesellschaft und strebt Geschlechtergerechtigkeit, soziale Teilhabe und Nachhaltigkeit an. Innovation bedeutet hier, das Gemeinwohl durch gesellschaftlichen Wandel zu fördern. Ein Beispiel ist das 9-Euro-Ticket: Es ermöglichte für kurze Zeit einen bundesweit günstigen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Besonders Menschen mit geringem Einkommen – überdurchschnittlich viele Frauen, Alleinerziehende und Beschäftigte in prekären Jobs – profitierten davon. 

…Kreativität bedeutet, neue, originelle und nützliche Ideen zu entwickeln – allein oder im Team. Sie bildet oft den Ausgangspunkt für Innovation, folgt aber keiner festen Steuerung. In Organisationen gilt Kreativität als Ressource, aus der Innovationen entstehen. Damit sie Wirkung zeigt, braucht sie Struktur und Freiraum. 
 

Eine innovative Haltung entwickeln

– am Beispiel von Design Thinking

Erste Schritte zur innovativen Organisationskultur

Wenn Veränderung wirklich angestrebt wird, bergen innovatives Arbeiten und auch das Mindset aus agilen Methoden wie Design Thinking großes Potential. Damit Innovation nicht zur Zusatzbelastung wird, sondern als Teil der Organisationsentwicklung wirken kann, braucht es jedoch passende strukturelle, personelle und kulturelle Rahmenbedingungen. Im Alltag von Non-Profit-Organisationen sind diese Voraussetzungen nicht immer gegeben. Wie können wir mit den bestehenden Ressourcen gesellschaftliche Veränderungen anstoßen? Welche ersten Schritte fördern innovativeres Arbeiten?

  • In einem Design Thinking-Prozess erforschen Teams gemeinsam mit ihren Zielgruppen deren Lebenswirklichkeiten und nehmen deren Bedürfnisse von Anfang an ernst.
  • Durch das Prinzip „Design with the user“ werden Lösungen entwickelt, die direkt auf die Erfahrungen der Zielgruppen abgestimmt sind. Dieser Fokus erhöht die Relevanz und Akzeptanz von Angeboten. Beispielsweise können in der Sozialen Arbeit partizipative Konzepte entwickelt werden, in denen etwa Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung von Schutzkonzepten miteinbezogen werden oder Anwohner*innen in die Gestaltung des Viertels.
  • Die beteiligten Nutzer*innen / Zielgruppen prüfen früh im Prozess, ob die entwickelten Ideen tatsächlich für sie passen oder noch einmal verändert werden müssen.

  • Statt auf Perfektion zu bestehen werden im Design Thinking-Prozess neue Ideen und Ansätze früh in kleinem Rahmen ausprobiert und in Feedbackschleifen fortlaufend verbessert.
  • Regelmäßige Reflexionsrunden verwandeln Fehler in Lernchancen für das Team und ersetzen starre, lineare Planungsphasen durch einen Prozess mit dynamischen Anpassungen.

  • Design Thinking setzt bewusst auf interdisziplinäre Teams und bindet neben internen Fachkräften auch externe Perspektiven ein. Lebensweltliche Erfahrungen etwa von Ehrenamtlichen oder Menschen aus der Zielgruppe werden gleichwertig berücksichtigt.
  • So werden Verständnis und Akzeptanz zwischen unterschiedlichen Beteiligten, wie Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und den Communities oder Zielgruppen gefördert.

  • Eine zentrale Herangehensweise ist dabei das explorative Fragen: Bestehende Annahmen werden kontinuierlich hinterfragt, und Teams lernen, Ungewissheit auszuhalten und unerwartete Erkenntnisse zu nutzen.
  • Nutzer*innen / die Zielgruppe werden hierfür schon im Entwicklungsprozess durch explorative Interviews miteinbezogen und neue Ideen und Ansätze mit ihnen reflektiert.

  • Der Design Thinking-Prozess folgt einem wiederkehrenden Zyklus aus Verstehen, Beobachten, Ideen entwickeln, Testen, Reflektieren und Anpassen.
  • Diese Kreisläufe können NPOs dabei unterstützen, flexibel auf sich ändernde gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. 

MuP-Interview mit Miriam Yasbay

"Es muss nicht immer kompliziert sein"

Interview

Im MuP-Interview spricht Miriam Yasbay mit uns über Innovationsmanagement in Non-Profit-Organisationen und wie Raum für innovatives Arbeiten geschaffen werden kann. Miriam Yasbay ist Innovations-Designerin, Zukunftsforscherin und Entrepreneurin. Sie begleitet Organisationen weltweit dabei, Produkte, Serviceangebote, Leadership-Kompetenzen und Teams zu entwickeln. 
weitere Informationen

Good Practice: Innovativ und zukunftsgerichtet

Progressive Democracy Lab

Das Progressive Democracy Lab der Friedrich-Ebert-Stiftung hat junge, engagierte Menschen aus vielen Ländern eingeladen, ihre Zukunftsideen für eine starke Demokratie und eine solidarische Gesellschaft zu teilen, weiterzuentwickeln und umzusetzen. Die jungen Ideengeber*innen wurden dabei über fünf Monate von Innovationscoaches unterstützt. Es wurden Ideen ausgewählt, die zur Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Der zusätzlich verliehene Zukunftspreis der Demokratie ging an die Kampagne „Social Media Pop Culture – Bisagra“ aus Chile. Weitere Infos

Futures Literacy for Civil Society

Mit welchen Werkzeugen können zivilgesellschaftliche Organisationen kritisch über Zukünfte nachdenken? Dieser Frage widmete sich Futures Probes gemeinsam mit ihrer Projektpartnerin SUPERRR Lab. In einer dreiteiligen Lernreise beschäftigten sich 15 Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen mit Futures Literacy. Im Fokus standen die Fragen, wie Futures Literacy dabei unterstützen kann, den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen, Narrative zu hinterfragen und alternative Szenarien und Visionen zu entwickeln. Weitere Infos

Was bedeutet...

…Futures Literacy beschreibt die Fähigkeit, sich verschiedene Zukünfte vorzustellen, sie zu entwerfen und daraus Handlungsoptionen für die Gegenwart abzuleiten. Anders als klassische Prognosen zielt sie nicht auf Vorhersagen, sondern auf den bewussten Umgang mit Unsicherheit, um fundiertere Entscheidungen im Heute zu treffen. Sie befähigt Menschen und Organisationen, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges kritisch zu hinterfragen und alternative, wünschenswerte Szenarien zu entwickeln, für die sie eintreten und die sie aktiv gestalten. Im Rahmen von Innovationsmanagement lenkt Futures Literacy den Blick von reiner Problemlösung hin zur aktiven Gestaltung der Zukunft. Während Innovationsmanagement oft neue Produkte oder Dienstleistungen entwickelt, hinterfragt Futures Literacy die Annahmen hinter diesen Prozessen.

  • Am Ende jedes Agenda-Punktes sollte geklärt werden: Wer soll was genau bis wann machen?
  • Die den Inhalten zugeordneten Personen sollen ihr Thema knapp vorstellen und formulieren, was der Zweck der Vorstellung ist bzw. was sie von den anderen Teilnehmer*innen brauchen.
  • Es ist hilfreich die Kernpunkte nach jedem Abschnitt zusammenzufassen. Ausufernde Punkte müssen ausgelagert werden.
  • Statt „Wir“ oder „Man sollte/müsste“ kann die Moderation fragen „Was brauchst du noch zu diesem Punkt“?
  • Um echte Updates zu bekommen, können die Fragen helfen: „Was hat sich verändert? Welche Hindernisse gibt es? Wobei braucht wer Unterstützung?
  • Diskussionen sollten immer wieder dazu zurückgeführt werden, was passiert ist und nicht, was NICHT passiert ist. Dadurch wird vermieden, dass einzelne Personen in einen Rechtfertigungsmodus verfallen.
  • Unterschiedliche Methoden abseits klassischer Diskussionsrunden, wie etwa stille Diskussionen oder schriftliche Abfragen mit Moderationskarten, können zu größerer Perspektivenvielfalt beitragen.

  • Innovationsprozesse profitieren von Vielfalt. Je mehr Perspektiven einfließen, desto reicher und durchdachter werden neue Ideen. Fehlen bestimmte Blickwinkel, lassen sie sich gezielt einholen, etwa durch Befragungen, Expert*innengespräche oder Workshops. 
  • Partizipation treibt Veränderung voran. Angebote, Programme oder Produkte können mit der Zielgruppe in einem co-kreativen Prozess gemeinsam entwickelt werden. Keine Angst davor, mit nicht fertigen Angeboten auf die Zielgruppe zuzugehen! 
  • Die Zusammenarbeit in Netzwerken und Allianzen, auch mit staatlichen und privaten Akteur*innen, können neue Ressourcen und Perspektiven eröffnen.
  • Schon im Bewerbungsverfahren kann signalisiert werden, dass die Organisation Innovation schätzt. So werden Personen angesprochen, die gerne kreativ denken und Neues gestalten wollen. 

  • Bei regelmäßigen Treffen, wie Teamsitzungen, kann ein festes Zeitfenster für Reflexion und „Scanning“ dabei unterstützen, Raum für Innovation in den Arbeitsalltag zu integrieren. „Scanning“ bezeichnet die systematische Beobachtung relevanter Trends, Bedürfnisse und Risiken, um Prozesse frühzeitig auszurichten und anzupassen.
  • Prinzipien wie Fehlerfreundlichkeit, das Arbeiten in mehreren Schleifen und Nutzer*innenzentrierung lassen sich auch dann umsetzen, wenn die Kapazitäten für einen Innovationsprozess begrenzt sind. 
  • Orte außerhalb des üblichen Arbeitsplatzes fördern kreatives Denken. Mobiles Arbeiten bringt zusätzliche Abwechslung in den Arbeitsalltag.
  • Schon bei der Projektantragsstellung lässt sich Zeit für innovatives Arbeiten einplanen. So entstehen strukturell verankerte Räume und Prozesse für Innovation.

  • Um nicht nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern die Zukunft aktiv zu gestalten, kann es hilfreich sein, im Planungsprozess alternative Szenarien zu entwerfen. Künstliche Intelligenz kann dabei unterstützen, muss jedoch kritisch hinterfragt werden. Sie neigt dazu, Verzerrungen zu erzeugen und bestehende Diskriminierungen sowie Machtstrukturen zu verstärken. 
  • Organisationen können gezielt wünschenswerte Zukunftsbilder entwickeln und daraus konkrete Handlungsfelder für ihre Arbeit ableiten, statt sich nur an Vergangenem zu orientieren. Hierbei kann es hilfreich sein, regelmäßig Expert*innen oder Stakeholder durch Workshops, Befragungen und ähnliche Formate zu beteiligen. 

  • Bei regelmäßigen Treffen, wie Teamsitzungen, kann ein festes Zeitfenster für Reflexion und „Scanning“ dabei unterstützen, Raum für Innovation in den Arbeitsalltag zu integrieren. „Scanning“ bezeichnet die systematische Beobachtung relevanter Trends, Bedürfnisse und Risiken, um Prozesse frühzeitig auszurichten und anzupassen.
  • Prinzipien wie Fehlerfreundlichkeit, das Arbeiten in mehreren Schleifen und Nutzer*innenzentrierung lassen sich auch dann umsetzen, wenn die Kapazitäten für einen Innovationsprozess begrenzt sind. 
  • Orte außerhalb des üblichen Arbeitsplatzes fördern kreatives Denken. Mobiles Arbeiten bringt zusätzliche Abwechslung in den Arbeitsalltag.
  • Schon bei der Projektantragsstellung lässt sich Zeit für innovatives Arbeiten einplanen. So entstehen strukturell verankerte Räume und Prozesse für Innovation.

Innovation, Macht und Teilhabe

Feministische und intersektionale Perspektiven auf soziale Ungleichheiten können Innovationen vorantreiben: Indem Benachteiligungen, etwa anhand von Geschlecht, Herkunft oder sozioökonomischer Status, analysiert werden, lassen sich passgenaue Lösungen entwickeln, die an den Schnittmengen dieser Herausforderungen ansetzen. Innovation ist jedoch nicht neutral und Innovationsfähigkeit auch eine Frage von Machtverhältnissen. Eine machtkritische Perspektive fragt nicht nur, wie Innovation gelingt, sondern wer überhaupt als innovativ gelten darf. Und wessen Wissen, Zeit und Perspektiven systematisch ausgeschlossen werden.

Viele Innovationsansätze (z. B. Design Thinking) basieren auf akademisiertem, westlich geprägtem Innovationswissen. Alternative Wissensformen, etwa aus aktivistischen, migrantischen, indigenen Kontexten, werden nicht oder kaum einbezogen. Auch ist die finanzielle Förderung von Innovationen häufig an Standards geknüpft, die große Organisationen begünstigen. Damit bremsen Förderlogiken oft genau die Initiativen aus, die Innovation für marginalisierte Gruppen denken.
 

Reflexionsfragen für NPOs: 

  • Wer darf bei uns Innovationen einbringen und für wen? Welche Stimmen fehlen im Innovationsprozess?
  • Wer bestimmt, was innovativ ist und was nicht?
  • Wer hat strukturell überhaupt die Möglichkeit, sich mit Innovationen zu befassen und wer nicht? Wer hat Zugriff auf Innovationsräume (Ressourcen, Zeit, Rollen)?
  • Wie wirken sich Machtverhältnisse wie hauptamtlich/ehrenamtlich, akademisch/nicht-akademisch oder gesellschaftliche Positionierungen auf die Beteiligung am Prozess aus? 
  • Wer „darf“ scheitern – und wer nicht?
  • Wird Beteiligung nur formalisiert oder haben marginalisierte Gruppen echte Gestaltungsmacht?
  • Hinterfragen wir regelmäßig, welche Wissensquellen wir gerade nutzen und welche wir ausschließen?

Auf den Punkt

  • Innovation braucht passende Rahmenbedingungen, wie Räume, Zeit und Offenheit. Organisationen mit knappen Ressourcen können durch kleine Schritte und gezielte Impulse Raum für innovativeres Arbeiten schaffen.  
  • Viele innovative Ansätze binden Zielgruppen und Nutzer*innen von Anfang an ein. Erste Ideen werden schnell in kleinem Rahmen getestet.
  • Fehlerfreundlichkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und regelmäßige Reflexionsschleifen fördern Innovation.
  • Feste Räume für kreatives Denken und geschützte Experimentierräume helfen, neue Ideen zu entwickeln.
  • Innovation ist keine Zusatztätigkeit, die an einzelnen Personen oder Rollen hängen sollte, sondern ein wichtiger Bestandteil der Organisationsentwicklung.
  • Innovation ist mit Gerechtigkeitsfragen verbunden: Wer hat welche Entscheidungsmacht und schafft das Angebot auch tatsächlich einen Mehrwert für die Zielgruppe?
  • Partizipatives Arbeiten erfordert Geduld und lässt sich nicht so konkret und ergebnisorientiert in Projektanträgen festhalten, wie eine feste, output-orientierte Planung. Es braucht Offenheit, flexible Budgets und die Möglichkeit, Projekte ohne bürokratische Hürden anzupassen.

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