Mali

Mali galt lange Zeit als Vorzeigedemokratie in Westafrika. Die jüngste multidimensionale Krise hat jedoch die Instabilität des Landes offenbart. Die Erfahrung der, mit schwersten Menschenrechtsverletzungen einhergehenden Besatzung Nordmalis durch aufständische sowie dschihadistische Gruppierungen 2012/2013, sowie die Folgen des Militärputsches vom März 2012, beschäftigen weiterhin die malische Gesellschaft. Mit der Umsetzung eines im Mai bzw. Juni 2015 in Bamako unterzeichneten Friedensvertrags versucht Mali derzeit, seine Stabilität wiederzuerlangen und die Ursachen der jüngsten Krise aufzuarbeiten. Für den Erfolg des begonnen Friedens- und Versöhnungsprozess ist die zügige und glaubwürdige Umsetzung der, im Abkommen von Algier vereinbarten politischen und institutionellen Reformen von entscheidender Bedeutung. Bereits 2013 war Mali mit Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zur verfassungsgemäßen Ordnung zurückgekehrt. Trotz internationaler Interventionen und dem Aufbau einer UN-Friedensmission sind Teile des Landes auch weiterhin von Unsicherheit geprägt, wie Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen, kriminellen Organisationen sowie wiederholte terroristische Anschläge belegen.

In Mali, das zu den zehn ärmsten Ländern der Welt zählt, stellen die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Sicherung der Ernährung neben der Reform des Bildungs- und Justizsystems sowie der Bekämpfung von Korruption und Misswirtschaft die zentralen Herausforderungen dar.

Die seit 1968 in Mali aktive Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) versucht ihre Partner aus Politik, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Medien bei der Bearbeitung der zahlreichen Herausforderungen zu unterstützen. Das FES Landesbüro in Bamako setzt sich ein für eine Stärkung der malischen Demokratie und der politischen Teilhabe, die Förderung der Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Menschenrechte. Darüber hinaus arbeitet die FES in Mali zum Thema Armutsbekämpfung,  Wirtschafts- und Sicherheitspolitik, Reform des Staates sowie gute Regierungsführung.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Mali auf der Website des Landesprojektes.

Publikationen zu Mali

Idrissa, Rahmane

Un dialogue sur fond de divergence

L'impact de la politique migratoire européenne sur l'integration Ouest-Africaine : les cas du Nigeria, du Mali et du Niger
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (8 MB, PDF-File)


Idrissa, Rahmane

Dialog im Widerstreit

Folgewirkungen der EU-Migrationspolitik auf die westafrikanische Integration. Dargestellt anhand der Fallbeispiele Nigeria, Mali und Niger
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (11 MB, PDF-File)


Idrissa, Rahmane

Dialogue in divergence

The impact of EU migration policy on West African integration: The cases of Nigeria, Mali, and Niger
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (11 MB, PDF-File)


Mali-Mètre

Bamako, 2018

Zur Publikation


Dicko, Bréma Ely

La gouvernance de la migration malienne à l'épreuve des injonctions contradictoires de l'UE

Bamako, 2019

Publikation herunterladen (700 KB, PDF-File)


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