Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Proteste in Ecuador

Ecuador: Die katastrophalen Folgen eines IWF-Kredits

17.10.2019 Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung, Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales
Die massiven Unruhen waren möglicherweise nur ein Auftakt, denn die Unzufriedenheit angesichts des Rechtsrucks der Regierung Moreno wächst.
weitere Informationen
 

Politische Bildung an Schulen

Politische Bildung
Demokratie muss gelebt werden. Die Schule ist ein idealer Ort um zu lernen, wie das geht und was dazugehört.
weitere Informationen
 

70 Jahre DGB!

Denkanstoß Geschichte
Vor 70 Jahren wurde in München der DGB gegründet – lest in unserem heutigen #AdsD50-Beitrag alles über die genauen Hintergründe!
weitere Informationen
 

Wie geht´s weiter mit der EU? Ansichten aus Deutschland, Frankreich und Polen

Donnerstag, 17.10.19 18:00 bis 20:00 Duisburg SAh, Rückblick, Politik für Europa
Welchen Weg wird die EU mit ihren neuen Mehrheiten und Bündnissen gehen? Welche politischen Schwerpunktthemen der neuen EU-Kommissionspräsidentin zeichnen sich ab?
weitere Informationen
 

„Da traut man sich gar nicht mehr vor die Tür“ Über Fakten und Wahrnehmungen von Sicherheit

17.10.2019 Rückblick
24. 9. Stuttgart, 7.10., Mannheim, 10.10. Freiburg, 17.10.2019 Schwäbisch Gmünd
weitere Informationen
 

Globale Solidarität? 100 Jahre Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Donnerstag, 17.10.19 19:15 Bonn Denkanstoß Geschichte
 

Zur Orientierung von Schulausgaben an Sozialindizes - ein Bundesländervergleich

19.10.2019 Politische Bildung | Schulpolitik Publikation, News, Politische Bildung, Schulpolitik
Paper zur Fachkonferenz "Feuerwerk statt Brennpunkt" des Netzwerk Bildung
weitere Informationen
 

Wahl in Bolivien - Der ewige Evo?

21.10.2019
Zitate von Philipp Kauppert, Landesvertreter der FES in Bolivien, im Audio-Interview der ARD (Minuten 3:40-4:10 und 4:55-5:15)
weitere Informationen
 

Bolivien: Wie weiter mit Lithium-Produktion?

21.10.2019 Erklärfilme und Videos (NICHT anklicken, nur Unterkategorie auswählen!)
Zitate von Philipp Kauppert, Landesvertreter der FES in Bolivien, im Video-Interview der ARD (Minuten 0:20-0:35 und 1:45-2:15)
weitere Informationen
 

Ausnahmezustand in Chile – Hintergrund der Proteste

22.10.2019
Simone Reperger, Landesvertreterin der FES in Chile, im Audio-Interview von Deutschlandfunk Kultur
weitere Informationen
 
nach oben