Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Gender Matters Newsletter No. 7

24.06.2018 Publikation
Stand Up For Women's Rights
weitere Informationen
 

Gewalt, Flucht und Hoffnung – Filmabend und Diskussion über Afghanistan

Montag, 09.07.18 19:00 Berlin
Am 9. Juli zeigen wir "Return to Afghanistan" und "True Warriors". Im Anschluss kommen die Filmemacher_innen der Dokumentationen zu Wort. Außerdem berichtet der Leiter des FES-Büros in Afghanistan, Mirco Günter, über die Situation im Land.
weitere Informationen
 

"Dieser Krieg ist militärisch nicht zu gewinnen"

26.06.2018 Interview
Mirco Günther über die neue Afghanistan-Strategie der US-Administration.
weitere Informationen
 

Europa weiterdenken in NRW: Poetry Slam

Dienstag, 26.06.18 20:00 Gelsenkirchen RP, Rückblick
 

Das Märchen von der Gender-Verschwörung

27.06.2018
 

López Obrador: Eine neue Politik für Mexiko oder die neue PRI?

27.06.2018
Gelingt es Lopéz Obrador, nach der Wahl am 01.07. in Mexiko inmitten von wachsender Gewalt, Korruption und stagnierenden Einkommen neue Politik-Rezepte zu finden, die dem Land Wohlstand und Sicherheit bringen?
weitere Informationen
 
PoetrySlam Europaweiterdenken in NRW

Poetry Slam: Europa weiterdenken in NRW

28.06.2018 Video
Die Veranstaltungsreihe "Europa weiterdenken in NRW: Poetry Slam" gab Jugendlichen in zehn Städten eine Stimme. Zentrales Thema: die Zukunft Europas, verbunden mit den Fragen: Was bedeutet Europa für mich? Welches Europa wünsche ich mir? Wie sieht...
weitere Informationen
 

Karla Lara: Widerständige Musik aus Honduras

Donnerstag, 28.06.18 21:00 Berlin, Konferenzsaal Haus 1 der FES Franziska Richter, News, Rückblick, Kultur als Brücke
Konzert und Gespräch am 28. Juni 2018 im Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung.
weitere Informationen
 

Die FES-Mitte-Studie 2016

 

Wie haben junge Deutsche 2017 gewählt?

28.06.2018 Pressemitteilung
Wahlverhalten junger Wähler_innen zur Bundestagswahl 2017. Empirische Analyse der Friedrich-Ebert-Stiftung
weitere Informationen
 
nach oben