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Neue Dimensionen der Weltinnenpolitik

Ringvorlesung aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bundeskanzler Willy Brandt

Mit der Ringvorlesung und dem ersten Willy-Brandt-Vortrag am 7. Dezember 2021 werden die von Willy Brandt ausgehenden Impulse einer internationalen Politik mit Blick auf heutige Herausforderungen beleuchtet und die Kompetenz einer intellektuell und wissenschaftlich basierten politischen Auseinandersetzung breit argumentativ aufgezeigt. Den politischen Referenzpunkt des 50-jährigen Jubiläums bildet die Veranstaltung „Friedenspolitik unserer Zeit“ am 8. Dezember 2021, die sich der Frage zuwendet, wie die Soziale Demokratie den europäischen Friedensauftrag in einer unübersichtlicheren Welt neu beleben kann.

Armutsbekämpfung und globale Solidarität (in und) nach der Pandemie

25. Januar 2022 – 18.00 bis 19.30 Uhr

Willy Brandts Vorstellung einer globalen Ethik war immer mit der sozialen Frage verbunden. Er forderte eine Verankerung der sozialen und gesundheitlichen Sicherheit in den Völker- und Menschenrechten und fasste dies als Ziel der Sicherheit und damit des Friedens auf.

Die Vereinten Nationen setzten mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung Zeichen globaler Solidarität und etablierten die Argumentation, dass für Verbesserungen im Süden auch in den Industrienationen Wandel eintreten muss. Die Covid-19-Pandemie fördert politisch und medial die Armutskrise, die Ungleichheitskrise und die Krise der Ökosysteme in besonderer Form zutage und verstärkt sie. Berechtigt scheint hier die Frage, ob die globalen Krisen bereits jetzt die 17 Ziele überholt erscheinen lassen. Wie flexibel muss die multilaterale Entwicklungspolitik sein, um die Auswirkungen der Pandemie im globalen Süden zu mildern? Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Anna-Katharina HornidgeThorsten Schäfer-Gümbel und Prof. Dr. Eva Gerharz.

 

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge ist Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Professorin für Globale Nachhaltige Entwicklung an der Universität Bonn. Die habilitierte Entwicklungs- und Wissenssoziologin studierte in Bonn, Berlin, Singapur. Vor ihrem Wechsel nach Bonn war sie Professorin für Sozialwissenschaften in den marinen Tropen an der Universität Bremen und dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung.

In ihrer Forschung arbeitet sie zu Fragen von Wissen(-schaft) für Entwicklung und natürliche Ressourcen-Governance in den Landwirtschaften, der Fischerei Südost- und Zentralasiens, Ost- und Westafrikas. Auch berät sie politische Entscheidungsträger auf nationaler, EU- und UN-Ebene, u.a. als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), Ko-Vorsitzende (mit Gesine Schwan) des Sustainable Development Solutions Network Germany, sowie Vorsitzende des Fachausschuss Wissenschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

Thorsten Schäfer-Gümbel

Thorsten Schäfer-Gümbel

Nach dem Studium der Politikwissenschaften arbeitete Thorsten Schäfer-Gümbel zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am politikwissenschaftlichen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen und ab 1998 als Referent im Dezernat für Soziales, Schulen und Jugend der Stadt Gießen.

Von 2003 an war er Mitglied des Hessischen Landtags, seit 2009 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbandes Hessen. Schäfer-Gümbel wurde 2013 zu einem der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Im Parteivorstand war er u.a. für die Themen Steuern und Finanzen zuständig sowie für die Beziehungen zu den Ländern Asiens, insbesondere China.

Von Anfang Juni 2019 bis Ende September 2019 führte er die SPD als einer von drei kommissarischen Bundesvorsitzenden. Seit Oktober 2019 ist Thorsten Schäfer-Gümbel Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Prof. Dr. Eva Gerharz

Prof. Dr. Eva Gerharz

Dr. Eva Gerharz ist Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Globalisierung an der Hochschule Fulda und war zuvor als Juniorprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum und als Vertretungsprofessorin an der Universität Bayreuth für den Bereich Entwicklungssoziologie zuständig.

Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind Migration und Entwicklung, soziale Bewegungen und Aktivismus, Demokratie und Gewalt, Ethnizität und Indigenität. Der regionale Fokus ist Südasien, insbesondere Bangladesch und Sri Lanka.


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Die Ringvorlesung ist eine Kooperationsveranstaltung von:

 

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