Gender Matters – Geschlechtergerechtigkeit zählt!

Zentrale Genderkoordinatorin

Vanessa Kiesel

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Vanessa.Kiesel(at)fes.de

 

Redaktion

Dorina Spahn

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Geschlecht ist auf vielfältige Weise in unser Leben und unsere Gesellschaft eingewoben: Gender matters!
Doch es wird auch dazu benutzt, um auf verschiedene Art und Weise in der Gesellschaft Differenz, Ungleichheit, Hierarchien, Benachteiligungen und Unterdrückung zu schaffen. Das ist ungerecht. Das zu ändern und individuelles wie gesellschaftliches Leben zu gestalten, ist daher ein zentraler Aspekt von Gerechtigkeit - der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Geschlechtergerechtigkeit zählt! - als zentraler Wert einer gerechten Gesellschaft, als Kernelement der Sozialen Demokratie und als politisches Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Deutschland und weltweit. Mehr Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit als Ziel und Geschlechterpolitik als Weg.

 


Themen

Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

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Antidiskriminierung, Vielfalt, Zusammenhalt

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Feminismus International

Hier geht es zur internationalen geschlechterpolitischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. weiter

Internationaler Frauentag

Unter dem diesjährigen Slogan "Demokratie braucht Demokrat*innen – weltweit!" finden die FES-Aktivitäten zum Frauentag 2025 statt. weiter


Fokus

Boda-Boda-Fahrerin in Kampala, Uganda

Frauen überwinden Grenzen

News, Gender Weltweit
Majo ist eine von wenigen Motorradtaxifahrerinnen in Ugandas Hauptstadt Kampala und erzählt uns von ihrem Kampf für mehr Gleichberechtigung im Männer-dominierten Vekehrssektor.
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Teilnehmer_innen des Feminist Forum on Migration & Displacement 2024 bearbeiten ein Wandposter.

Teure Fürsorgearbeit: Das Elend migrantischer Hausarbeiter_innen

Flucht, Migration, Integration, Migrationspolitik, Gender Weltweit
Es braucht eine intersektionale feministische Politik und gemeinsames Handeln, um die Lage migrantischer Hausarbeiter_innen zu verbessern. Ein Beitrag zum Feminist Forum on Migration & Displacement 2024.
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Symbolbild mit Frau und Mann und verschiedenen Diagrammbalken

Die progressive Macht der Frauen. Eine geschlechterspezifische Analyse gesellschaftspolitischer Umfragedaten

Gender Gender
Unterscheiden sich Frauen und Männer in ihren Einstellungen zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Migration, Klimaschutz oder Finanzpolitik? Wir haben die Daten aus sieben verschiedenen Umfrageprojekten analysiert.
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Jargal Avirmed, eine mongolische Hirtin trägt einen traditionellen „Saalitai Enger"-Mantel und posiert in der Steppe vor einer Herde Yaks in die Kamera

Saalitai Enger: Der Mantel der mongolischen Hirtin

Gender Weltweit
Folge dem Duft der Milch und lerne das harte Leben Jargal Avirmeds, einer Hirtin im Altai-Gebirge kennen. Denn Hirtinnen nehmen in der mongolischen Gesellschaft eine wichtige Stellung ein. Sie versorgen die Bevölkerung mit Fleisch und Milch und geben...
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Symbolhafte Figuren in der Seitenansicht in bunten Farben. Männer und Frauen gemischt in verschiedenen Berufskleidungen

Für mehr Geschlechtergerechtigkeit: Gewerkschaften als treibende Kräfte des Wandels stärken

Gender Weltweit, Gewerkschaften international
Gewerkschaften sind treibende Kräfte des gesellschaftlichen Wandels. Wandel kann aber nur dann nachhaltig gelingen, wenn er geschlechtergerecht ist. Deshalb müssen auch Gewerkschaften geschlechtergerechte Organisationen werden.
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Im Fokus

Gender Glossar

Wir haben 100 Begriffe gesammelt und verständlich erklärt, um Klarheit in den Dschungel der Begriffe, Ansätze und Fremdworte zu bringen. Das Glossar steht als frei zugängliches und kostenloses Nachschlagewerk online und als Broschüre zur Verfügung: Gender für zwischendurch, Gender to Go, Gender als Snack. weiter

News

  • 2019 - Das Jubiläum geht weiter...

    Die erste Wahl mit Frauen als Wählende und Gewählte, die am 19. Januar 1919 stattfand, nimmt die FES zum Anlass für weitere Veranstaltungen. Daneben sind 2019 Publikationen und Veranstaltungen zum Thema Geschlechterparität in der Politik geplant.

    weitere Informationen

  • Frauen im Aufbruch: Download-Ausstellung des Archivs der Sozialen Demokratie

    Plakatausstellung zur politischen Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts

    weitere Informationen

  • "... die Hälfte der Welt! 100 Jahre Frauenwahlrecht"

    Blog
    Eine ganze Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte" mit historischen und aktuellen Analysen zum Frauenwahlrecht

    weitere Informationen

  • Gender Matters Newsletter No. 7

    Publikation
    Stand Up For Women's Rights

    weitere Informationen

  • FES in London: 100 Years of Suffrage - Our Vote, Our Voice

    Blog
    To mark the 100th anniversary of the Representation of the People Act 1918, which gave millions of British women the right to vote, FES London and the Fabian Society hosted the Women's Conference “100 Years of Suffrage: Our Vote, Our Voice”.

    weitere Informationen

  • FES-Publikation "Triumph der Frauen? The Female Face of the Far and Populist Right in Europe"

    Blog
    Lange Zeit galten Wählerinnen als relativ immun gegenüber den Wahlangeboten rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien. Doch das hat sich geändert.

    weitere Informationen

  • Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe

    Publikation, Veranstaltung

    weitere Informationen


Veranstaltungen

Freitag, 19.06.26 – Gustav-Stresemann-Institut, Bonn

Seminar für Frauen: Stimmtraining

Sprache ist ein wesentlicher Teil der Kommunikation, und die Stimme ein Werkzeug.
Es reicht nicht aus, etwas zu sagen zu haben! Wir müssen unsere Stimme auch entsprechend einsetzen, um gehört zu…


Mittwoch, 24.06.26 – BrilliantSpaces Haus Trinitatis, Speyer

Lesung: Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen

Rund 2,5 Millionen Russlanddeutsche leben heute in Deutschland. Über sie gibt es viele Vorurteile: Sie seien politisch rechts, sprächen nur Russisch oder verehrten Putin. Die russlanddeutsche…


Sonntag, 28.06.26 – Neuffen

Gewalt gegen Frauen: Alltag in Deutschland

Themen werden komplexer, Informationen verbreiten sich immer schneller, die zunehmende Vernetzung ist Segen und Fluch zugleich: Menschen, die sich gesellschaftspolitisch engagieren, fehlt zunehmend…


Montag, 29.06.26 – Alabama Kino, Hamburg

Film und Fragen: 15 Liebesbeweise

„Paris, 2014. Die Tontechnikerin und DJ Céline erwartet ihr erstes Kind – doch schwanger ist sie nicht. In wenigen Monaten wird ihre Frau Nadia eine Tochter zur Welt bringen. Während Nadia zwischen…


Montag, 29.06.26 – Willy-Brandt-Haus Lübeck, Lübeck

Jung, politisch, gespalten? Warum junge Männer und Frauen zunehmend unterschiedlich wählen.

**Dieses Angebot richtet sich an junge Menschen bis 30 Jahre**

Anmeldung über unseren Kooperationspartner:…


Samstag, 12.09.26 – Köln-Riehl

Seminar für Frauen*: Verhandlungstraining – Selbstsicher und erfolgreich verhandeln

Trotz guter Ausbildung stehen Frauen* im Beruf oder Ehrenamt oft im Schatten. Jedes Jahr im März zeigt der Gender Pay Day zudem die Lücke im Einkommen zwischen Frauen* und Männern. Zeit, mehr zu…


Publikationen

Kos Mottlová, Markéta ; Šprincová, Veronika ; Štička, Barbora

Genderově podmíněné násilí v PSP ČR

prevence a řešení

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Malik, Maria

Women's roles in countering extremism

integrating gender security into Pakistan's National Security Policy

Zum Download (PDF)


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Stafecka, Līga

Kuram ir (nav) vieta Latvijas Saeimā?

Nevienlīdzīgās Demokrātijas

Zum Download (PDF)


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Stafecka, Līga

Kas Latvijā (ne)balso?

Nevienlīdzīgās Demokrātijas

Zum Download (PDF)


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Stafecka, Līga

Who does (not) vote in Latvia?

Unequal democracies

Zum Download (PDF)


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Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterpolitik und Feminismus

Das Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit ist die "Freiheit zu unterschiedlichen und nicht nach Geschlecht vorgezeichneten Seins- und Lebensweisen auf der Basis von Gleichheit und in der Verteilung von Ressourcen, Einflussmöglichkeiten und Wertschätzung". So heißt es in der FES-Publikation "Geschlechtergerechtigkeit - Ein Orientierungsrahmen für emanzipatorische Geschlechterpolitik" (Pimminger 2014: 53). An diesem Maßstab orientiert sich die geschlechter- und familienpolitische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unsere Überzeugung ist: Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Noch viele weitere Argumente sprechen für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft.

Aktuelle Studien geben Auskunft über den Wunsch junger Frauen nach Geschlechtergerechtigkeit, um ihre  Lebensentwürfe umsetzen zu können. Was Frauen in aller Welt davon abhält, ist die Geschlechterungerechtigkeit. In Südosteuropa beispielsweise zeigt sich diese besonders beim Einkommen, auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- und Bildungsystem, kurzum: hinsichtlich der sozioökonomischen Situation von Frauen.

Der Weg: Geschlechterpolitik

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Im internationalen Kontext gibt es etwa mit der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) ein internationales Vertragswerk für die Durchsetzung von Gleichberechtigung, bezüglich dessen die Vertragsstaaten in regelmäßigen Abständen Bericht erstatten müssen.

Unter anderem aus diesen Grundsätzen ergeben sich verschiedene Aufgaben und Handlungsfelder für Geschlechterpolitik, die ganz unterschiedliche Maßnahmen umfasst. Sie ist ein eigenes Politikfeld, jedoch mit der Besonderheit, als Querschnittsaufgabe auch für alle anderen Politikfelder relevant zu sein. Das bedeutet einerseits: Alle Politikmachenden sind für Geschlechterpolitik zuständig. Andererseits gibt es eigenständige Akteur_innen für Geschlechterpolitik. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist der Königsweg einer verbindlichen, systematischen und umfassenden Querschnittspolitik.

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung macht Geschlechterpolitik: zum einen in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Inlands- und Auslandsarbeit, zum anderen stiftungsweit. Geschlechterpolitische Arbeit der FES zum Weiterlesen.

Dafür oder dagegen? Feminismus und Antifeminismus

Für oder gegen Gender und Vielfalt zu sein, wird immer mehr zur zentralen Chiffre für progressive (und feministische) Politik einerseits, oder konservativ-reaktionäre (und antifeministische) Politik andererseits. Den einen Feminismus gibt es nicht, sondern vielfältige Feminismen. Dabei gibt es einiges, was die Geschlechterpolitik hierzulande von Feministinnen aus dem Globalen Süden lernen kann.

Rechtspopulistische Positionen verfolgen dagegen eine rückwärtsgewandte und damit antifeministische Geschlechter- und Familienpolitik, die in Anti-Gender Campaigns oder unter dem Label des "Maskulismus" verbreitet werden.

FES-Publikationen zum Weiterlesen.

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