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Die Region des südlichen Afrikas umfasst die zwölf Länder Angola, Botswana, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. Gemeinsam mit der DR Kongo, Tansania und den Seychellen bilden sie die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC (Southern African Development Community). Die Gemeinschaft hat sich dem Ziel verschrieben, Frieden und Sicherheit zu garantieren, Armut zu mindern sowie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in den Mitgliedsländern zu verwirklichen.
Mit der Verabschiedung einer Vielzahl von Deklarationen und Vereinbarungen hat die SADC in den vergangenen 20 Jahren insbesondere auf der Ebene der normensetzenden Integration Fortschritte gemacht. Dadurch konnten die formalen Voraussetzungen für eine vertiefte ökonomische Integration, die Formierung einer Sicherheitsgemeinschaft und einer demokratischen Wertegemeinschaft geschaffen werden. Viele der gemeinsam vereinbarten Standards werden auf der nationalen Ebene jedoch nicht umgesetzt.
Dies hat zwei Gründe: Zum einen kennzeichnet die Vorherrschaft einer alles dominierenden Partei, zumeist einer ehemaligen Befreiungs- und Unabhängigkeitsbewegung, die politischen Systeme der Region. Oppositionsparteien, die mehr Demokratie einfordern könnten, finden in der Folge keinen Platz. Zum anderen haben Bürger und zivilgesellschaftliche Akteure kaum Möglichkeiten der politischen Partizipation.
Mangelnde Partizipations- und Einflussmöglichkeiten gehen im südlichen Afrika einher mit sozialer Exklusion und gravierender Armut. Obwohl in der Region mit Südafrika die stärkste Wirtschaftsmacht auf dem afrikanischen Kontinent angesiedelt ist, können die Nachbarstaaten von den Möglichkeiten der diversifizierten Ökonomie Südafrikas nicht profitieren. Die Volkswirtschaften der Region werden überwiegend von Rohstoffexporten bestimmt. Eine Herauslösung aus dieser einseitigen Abhängigkeit ist nicht gelungen. Darüber hinaus sind die Bemühungen, der Arbeitslosigkeit und der Armut Einhalt zu gebieten, in fast allen Ländern der Region erfolglos geblieben.
Hilmar Ruminski
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