Südafrika

Als Regionalmacht ist Südafrika nicht nur im südlichen Afrika und auf dem afrikanischen Kontinent ein wichtiger Akteur, sondern gemeinsam mit den Schwellenländern Brasilien, Indien, China und Russland (BRICS) auch auf der internationalen Bühne. Weltweit gilt Südafrika als positives Beispiel für den friedlichen Übergang von einem Unrechtsstaat in eine Demokratie. Seit den ersten demokratisch durchgeführten Wahlen 1994 hat das Land große Konsolidierungsfortschritte gemacht.

Dennoch bleibt die politische, wirtschaftliche und soziale Transformation schwierig: Regierungsdefizite und eine zu enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft fördern Patronage und Korruption. Das hohe Wohlstandsgefälle, soziale Ungleichheit und Massenarbeitslosigkeit gehen zu Lasten der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Frauen und Jugendliche. Gleichzeitig ist die ehemalige Befreiungsbewegung, der African National Congress (ANC), der das Land in einer Allianz mit den Gewerkschaften und der kommunistischen Partei seit 1994 regiert, von inneren Machtkämpfen zerrissen. So stellt sich zunehmend die Frage, wie demokratisch die wohl auch in absehbarer Zukunft dominierende Partei bei der Lösung der massiven internen und externen Probleme vorgehen wird.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) leistet seit den 1980er Jahren gemeinsam mit ihren Partnern in Südafrika einen Beitrag zum demokratischen Transformationsprozess, indem sie den öffentlichen Dialog über Demokratie, nachhaltige soziale Marktwirtschaft und eine verantwortungsbewusste Außenpolitik fördert. Hierzu arbeitet sie zu Themen wie gute Regierungsführung, Geschlechtergleichheit, Entwicklungsstaat, alternative nachhaltige Wirtschaftsmodelle, gerechtere Einkommensverteilung und Arbeitsmarkt- sowie zu Klima- und Energiepolitik. Ein weiterer Themenbereich ist die außenpolitische Rolle Südafrikas. Zielgruppen der FES-Aktivitäten sind Entscheidungs- und Funktionsträger_innen sowie Multiplikatoren_innen im zivilgesellschaftlichen Bereich, in Politik und Gewerkschaften.

Ebenfalls in Johannesburg ansässig ist das FES-Kompetenzzentrum Gewerkschaften für Subsahara-Afrika zur Stärkung der Rolle der Gewerkschaften.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Südafrika auf der Website des Landesprojektes. 

Publikationen zu Südafrika

African media barometer

the first home grown analysis of the media landscape in Africa : South Africa 2018
Windhoek, 2019

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Daniel, Marie

Coopération multinationale Sud-Africaine en Afrique

Négocier avec les multinationales
Johannesburg, 2018

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Awater, Markus

Der ANC im Umbruch

Zumas schwieriges Erbe und Ramaphosas Neuanfang
Berlin, 2018

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Monaisa, Chere

Trade unions in transformation

Towads a powerful value chains trade union: South Africa NUMSA's expanded scope
Berlin, 2018

Publikation herunterladen (310 KB, PDF-File)


Di Paola, Miriam

Trade unions in transformation

An assessment of NUMSA's attempt to develop its political and organisational independence, 2012-2016
Berlin, 2017

Publikation herunterladen (280 KB, PDF-File)


Aktuelle Meldungen

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