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Madagaskar

Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 hat Madagaskar drei politische Umbruchphasen und die Gründungen von vier Republiken erlebt und doch bis heute keinen dauerhaften Konsens über die Ausgestaltung der staatlichen Ordnung gefunden. Der Putsch von 2009 hat Madagaskar erneut in eine gesellschaftspolitische Krise gestürzt, die nur vordergründig 2013 durch die Wahl des jetzigen Staatspräsidenten Hery Rajaonarimampianina behoben wurde; denn die Polarisierung in verfeindete politische Lager besteht fort. Diese politische Instabilität hat weitreichende soziale Folgen, und es fehlt an gesellschaftlichen Träger_innen eines sozio-politischen Ausgleichsprozesses. Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen sind zu schwach, um Reformen voranzutreiben oder nutzen ihre Potentiale nicht aus.

Vor diesem Hintergrund setzt sich die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Madagaskar insbesondere dafür ein, die Gemeinwohlorientierung des politischen Handelns zu fördern, demokratische Institutionen und ihre Glaubwürdigkeit zu stärken und relevante Gesellschaftsgruppen in die politische Entscheidungsfindung einzubinden. Die FES ist mit Unterbrechung (1975-1988) seit 1964 in Madagaskar aktiv. Wesentliche Zielgruppen ihrer Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sind Repräsentant_innen politischer Institutionen, ausgewählte Nachwuchsführungskräfte, demokratisch gewählte Parlamentarier_innen sowie Multiplikator_innen aus zivilgesellschaftlichen Institutionen.

Die aktuelle Projektarbeit konzentriert sich darauf, ausgewählte junge und progressive Nachwuchskräfte in ihrem bürgerlichen Engagement zu stärken. Ziel der politischen Nachwuchsförderung ist es, langfristig die Gemeinwohlorientierung der politischen Klasse zu erhöhen und damit einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Ausgleich zu leisten. Durch die Förderung einer neuen Generation von demokratisch geprägten politischen Akteur_innen leistet die FES einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Konsolidierung demokratischer Institutionen und Prozesse in Madagaskar.

Das FES-Büro in Madagaskar koordiniert darüber hinaus den Themenbereich Nachhaltigkeit und Klima in Subsahara-Afrika.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Madagaskar auf der Website des Landesprojektes.

Publikationen zu Madagaskar

Telegrama - Ny podcast ho anʿi Madagasikara

Antananarivo, 2020-

Zur Publikation


Politika

Antananarivo, 2020

Zur Publikation


African media barometer

A home-grown analysis of the media landscape in Africa : Madagascar 2019
Windhoek, 2020

Publikation herunterladen (1,2 MB PDF-File)


Ramasy, Juvence F.

Les défis du parlementarisme à Madagascar

Antananarivo, 2019

Publikation herunterladen (3 MB, PDF-File)


Rabary-Rakotondravony, Lova

Les campagnes et pré-campagnes électorales à Madagascar

De mauvaises pratiques en pratiques malsaines : Contribution à une amélioration des pratiques politiques sur la Grande Île
Antananarivo, 2019

Publikation herunterladen (500 KB, PDF-File)


Aktuelle Meldungen

  • 06.07.2020 | Klimawandel, Energie und Umwelt | News | Interview | Erklärfilme, Videoclips & Co. (NICHT anklicken, nur Unterkategorie auswählen!)

    "Man vergisst die menschlichen Dramen dahinter"

    Die junge Klimaaktivistin Marie Christina Kolo aus Madagaskar im Interview mit Telegrama über ihre Erfahrungen mit Umweltschäden auf drei Kontinenten

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  • | News

    60 Jahre Unabhängigkeit - Ein Grund zum Feiern für Madagaskar?

    Constantin Grund, Leiter FES Madagaskar, im Interview mit der Deutschen Welle, über Armut, soziale Ungleichheit und fehlende Zukunftsperpektiven.

    weitere Informationen

  • 26.11.2018 | Ökologie | Rückblicke

    Afrikas grüne Zukunft? Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz auf dem afrikanischen Kontinent

    Deutscher Afrika-Preis 2018 an Clovis Razafimalala aus Madagaskar und Gerard Bigurube aus Tansania

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