Geschlechtergerechtigkeit

Feministische Protestbewegungen gegen Sexismus, Gewalt, politische Diskriminierung und wirtschaftliche Ausbeutung haben in den letzten Jahren der Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit auf dem afrikanischen Kontinent eine größere Aufmerksamkeit verliehen. Frauenbewegungen setzen sich vielerorts mit Menschenrechtsverteidiger_innen und Gewerkschaften für eine inklusive demokratische Teilhabe, friedliche Konfliktregelung und gerechte wirtschaftliche Entwicklung ein.

Doch trotz geschlechterpolitischen Fortschritten in einigen afrikanischen Ländern schneidet der Kontinent im Index für Geschlechterungleichheit des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen im Vergleich am schlechtesten ab (2023 GII). Die Rechte und Freiheiten von Frauen und Minderheiten werden vielerorts durch soziale, religiöse und rechtliche Normen eingeschränkt. Die Klimakrise, gewaltsame Konflikte, der rasante Wandel der Arbeitswelt und ungleiche globale Arbeitsteilung sowie ausgrenzende Verstädterung spitzen soziale und geschlechterbezogene Ungleichheiten weiter zu. Der Einsatz für soziale Demokratie und Teilhabe ist auch auf dem afrikanischen Kontinent deshalb untrennbar mit dem Eintreten für Geschlechtergerechtigkeit verbunden.

Die FES unterstützt in diesem Kontext die Vernetzung von feministischen Akteuren untereinander und mit politischen Parteien und Gewerkschaften. Sie bietet Austauschräume, um gemeinsame Anliegen zu entwickeln und stärkt Allianzen, die diese im politischen Raum vertreten können. Das Kompetenzzentrum Geschlechtergerechtigkeit in Maputo/Mosambik trägt außerdem gemeinsam mit seinen Partner_innen durch Publikationen, Initiativen und Projekte zur Weiterentwicklung geschlechterpolitischer Debatten auf regionaler und internationaler Ebene bei.

Hier finden sie weiterführende Informationen zum Thema Gender Matters und der internationalen Arbeit der FES zu Geschlechtergerechtigkeit.

Publikationen zum Thema

Alaga, Ecoma

Gender and security policy in West Africa

a working paper

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Tsanga, Amy S.

Towards a democratic and inclusive constitution for Zimbabwe

the scope for addressing gender equality

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Tsikata, Dzodzi

Affirmative action and the prospects for gender equality in Ghanaian politics

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Démocratie où es-tu?

campagne du Conseil Sénégalaise des Femmes ; législatives '98

Zum Download (EPUB)


Zur Publikation


Klemp, Ludgera

Women textile workers demand justice

on the situation of the textile and garment industry in the countries of the South

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Referat Afrika

Kontakt Inland

Manuela Mattheß

Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin

+49 30-269 35-74 08

E-Mail


Kontakt Ausland

Ursula Bitzegeio

Friedrich-Ebert-Stiftung
Caixa Postal 3694
Maputo
Mosambik

+258-21-49 12 31

E-Mail-Kontakt

Competence Center for Gender Justice

Referat Afrika

Ansprechpartner

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns in den Austausch treten.

Hier finden Sie unsere thematischen Ansprechpartner_innen.

Aktuelle Meldungen

  • Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz überwinden

    20.09.2022 Gender Weltweit
    Frauen feiern den Feminismus
    Geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz ist immer noch ein viel zu großes Problem. Wie afrikanische Gewerkschaften dagegen vorgehen wollen – und wie sie dafür auch ihre eigenen Strukturen ändern müssen.

    weitere Informationen

  • Frauen überwinden Grenzen

    17.02.2025 News, Gender Weltweit
    Boda-Boda-Fahrerin in Kampala, Uganda
    Majo ist eine von wenigen Motorradtaxifahrerinnen in Ugandas Hauptstadt Kampala und erzählt uns von ihrem Kampf für mehr Gleichberechtigung im Männer-dominierten Vekehrssektor.

    weitere Informationen

  • Geschlechtergerechte Machtverhältnisse, Land und Pflege neu denken

    14.01.2026 News, Internationale Gemeinschaft und Zivilgesellschaft, Gender Weltweit
    gemaltes Bild von vier nebeneinander schwebendes, sich an den Händen haltenden Frauen in bunten Kleidern
    Sozial gerechte Wohn-, Land- und Eigentumsrechte sind keine utopischen Ideale, sondern das Fundament einer feministischen Zukunft.

    weitere Informationen

nach oben