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Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Gewissheiten verschwinden schneller, als neue entstehen. Der Druck zur Veränderung ist gewaltig – ökonomisch, sozial und politisch – und er wird weiter zunehmen. Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle verändern, sondern wie wir diesen Wandel gestalten wollen: defensiv und reaktiv oder mutig, solidarisch und zukunftsgerichtet.
Wir möchten diese Herausforderung annehmen und gemeinsam mit Ihnen auf dem Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik diskutieren: erstens, wie Deutschland und Europa mit den geoökonomischen Umbrüchen infolge der veränderten US-Politik, neuer Handelskonflikte sowie der Instrumentalisierung von Rohstoffen und Technologien umgehen sollten; zweitens, wie wir den Sozialstaat angesichts wachsender Unsicherheit, des demografischen Wandels und steigender Kosten weiterentwickeln müssen; und drittens, wie ein neues progressives wirtschaftspolitisches Leitbild aussehen kann, das einen nachhaltigen „Wohlstand für alle“ ermöglicht.
Melden Sie sich jetzt für den Kongress am 22. April 2026 in Berlin an. Sollten Sie nicht vor Ort teilnehmen können, bieten wir einen Livestream via Zoom an.
Prof. Dr. Maja Göpel
Lars Klingbeil
Prof. Dr. Adam Posen
mit Sabine Fandrych, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung
Interview
Adam Posen, Präsident des Peterson Institut für International Economics
Diskussion
Matthias Ecke, Mitglied des Europäischen Parlaments
Anke Hassel, Professorin für Public Policy an der Hertie School
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Maurice Höfgen, Ökonom, Autor und YouTuber
Tim Klüssendorf, Mitglied des Bundestags und Generalsekretär der SPD
Parallele Foren
Forum I
Seit Mario Draghi seinen Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit vorgelegt hat, prägt er die Agenda der Kommission – doch der Begriff bleibt unscharf. Statt externer Konkurrenz steht bei Draghi Produktivität im Fokus, zuvor sprach die Kommission von „wettbewerbsfähiger Nachhaltigkeit“. Zugleich dient der Begriff zur Rechtfertigung von Deregulierung und europäischen Champions. Nötig ist daher eine Klärung von Wettbewerbsfähigkeit und den Zielen europäischer Industriepolitik.
Forum II
Moderation: Yvonne Blos, Referentin für Globale Zusammenarbeit und Klimagerechtigkeit bei der Friedrich-Ebert-Stiftung
Die EU sieht sich als Vorreiter im Klimaschutz, doch ihre Klima- und Industriepolitik bleibt stark von den USA geprägt. Trump 2.0 verschärft das Dilemma: Wie lassen sich ambitionierte Ziele halten, wenn der wichtigste Partner unzuverlässig wird? Kann die EU eine eigenständige Führungsrolle übernehmen – oder folgt sie weiter US-Zyklen? Und kann sie mit Chinas Elektrifizierungsstrategie Schritt halten?
Forum III
Moderation: Lukas Scholle, Gründer und Chefredakteur des Magazins Surplus sowie geschäftsführender Gesellschafter des Brumaire Verlags
Die EU will ihre Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben deutlich erhöhen, viele Staaten ziehen nach. Deutschland plant bis 2029 über ein Viertel des Bundeshaushalts für militärische Verteidigung – mehr als für Infrastruktur und Klimaschutz, überwiegend kreditfinanziert. Diese Weichenstellung erfolgt ohne breite Debatte. Während zivile Investitionen Bedarfen folgen, orientieren sich Militärausgaben an politischen Quoten wie dem Nato-Ziel – das verlangt nach einem faktenbasierten Diskurs.
Forum IV
Deutschland gilt als Innovationsstandort – doch was bedeutet Innovation heute? Lange beruhte die Stärke Deutschlands auf inkrementellen Verbesserungen statt auf radikalen Durchbrüchen. Angesichts technologischer Umbrüche, geopolitischer Risiken und wachsender Konkurrenz stellt sich die Frage, wie Innovation neu gedacht und politisch gefördert werden muss, um Resilienz sowie nachhaltiges und sozial gerechtes Wachstum zu sichern.
Forum V
Moderation: Carl Mühlbach, Geschäftsführer von Fiscal Future
Kurz nach Antritt der neuen Bundesregierung, hat sie Unternehmenssteuersenkungen in historischem Ausmaß beschlossen. Währenddessen lassen spürbare Entlastungen für geringere und mittlere Einkommen auf sich warten und der Sozialstaat hat den Rückwärtsgang eingelegt. Darf von dieser Regierung noch eine progressive Finanzpolitik erwartet werden und was wären die Voraussetzungen dafür?
Forum VI
Moderation: Claudia Detsch, Leiterin des FES-Kompetenzzentrum für Klima und soziale Gerechtigkeit
Europa muss widerstandsfähiger werden und seine Anfälligkeit für wirtschaftlichen Druck verringern. Eine starke Industrie und der Ausbau sauberer Technologien sind zentrale Schritte. Zugleich braucht es robuste, glaubwürdige Partnerschaften. Rhetorik über „Augenhöhe“ reicht nicht – gefragt sind konkrete Angebote, Investitionen und gemeinsame Wertschöpfung. Wie gelingt der Spagat zwischen Schutz nach innen und fairer Kooperation nach außen?
Abschlusspanel
Begrüßung durch
Martin Schulz, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung
Keynote Speech von
Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler, Parteivorsitzender der SPD
anschließende Diskussion mit
Francesca Bria, Honorarprofessorin am Institute for Innovation and Public Purpose am University College London und Beiratsmitglied des Europäischen Innovationsrats
Maja Göpel, Politökonomin, Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitsexpertin
mit Nicolas Schmit, Präsident von FEPS und ehemaliger EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte (tbc)
Die gesamte Aufzeichnung vom Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik am 9. April 2025 in Berlin finden Sie in diesem Video.
Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik 2025
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Jahrzehntelang wurde behauptet: Niedrigere Unternehmenssteuern bringen mehr Investitionen und Jobs – doch die Daten sprechen dagegen.
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