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Am 9. Dezember 1977 trat die von Willy Brandt geleitete Nord-Süd-Kommission zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Sie sollte Wege für eine gerechtere und zukunftsfähige Gestaltung der internationalen Beziehungen aufzeigen. Knapp 50 Jahre später stellt sich die Frage nach einer neuen Nord-Süd-Zusammenarbeit unter grundlegend veränderten Bedingungen: Geopolitische Spannungen, der relative Aufstieg des Globalen Südens und der Klimawandel stellen die internationale Zusammenarbeit vor neue Aufgaben.
Im diesjährigen Willy-Brandt-Vortrag skizziert Bundeskanzler a. D. Olaf Scholz, Co-Chair der neuen Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission (ENSK), Perspektiven für eine zukunftsfähige Zusammenarbeit zwischen Globalem Norden und Süden. Im Anschluss diskutiert er mit internationalen Partner:innen der Friedrich-Ebert-Stiftung über die Herausforderungen und Chancen einer neuen Nord-Süd-Partnerschaft.
Der diesjährige Willy-Brandt-Vortrag fragt, wie Nord-Süd-Zusammenarbeit heute aussehen kann. Bundeskanzler a. D. Olaf Scholz skizziert Perspektiven und diskutiert mit internationalen Partner:innen der FES.
Olaf Scholz
Kholood Khair
Rasmus Chaikowski
Dr. Sabine FandrychGeschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung
Prof. Dr. Ulrich SchölerVorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Prof. Dr. Stephan ConermannDekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn
Olaf ScholzBundeskanzler a. D., Co-Chair der neuen entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission
Kholood Khair Gründerin und Direktorin von Confluence Advisory und Mitglied des North-South Futures Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Rasmus ChaikowskiMitglied des FES-Nachwuchsnetzwerks „The Next Partnership“
Moderation: Yvonne BlosReferat Globale und Europäische Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn
Der Willy-Brandt-Vortrag wird in Kooperation zwischen der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Universität Bonn und der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung durchgeführt. Seit 2021 nimmt die Reihe alljährlich im Dezember Willy Brandts Wirken für Demokratie und Frieden – national wie international – in den Blick. Prominente Gäste aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren Brandts Errungenschaften und seine Einflüsse auf unsere heutige Gesellschaft – aktuell und retrospektiv. Was bleibt? Wovon können wir heute wieder profitieren? Aber auch: Was ist neu einzuordnen?
Dr. Anja Kruke
Dr. Peter Beule
Dr. Scott H. Krause
Joana Neumann
Macht verschiebt sich, Rivalitäten wachsen, internationale Institutionen verlieren Spielraum. Gleichzeitig erfordern Kriege, Aufrüstung, Klimakrise, Energiesicherheit, KI, Quantentechnologien und fragmentierter Welthandel mehr Kooperation.
Die internationale Ordnung verändert sich schneller als ihre Institutionen. Das North South Futures Forum bündelt progressive Stimmen aus Nord und Süd und gibt Impulse - auch für die deutsche Debatte.