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Neue Dimensionen der Weltinnenpolitik

Ringvorlesung aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bundeskanzler Willy Brandt

Mit der Ringvorlesung und dem ersten Willy-Brandt-Vortrag am 7. Dezember 2021 werden die von Willy Brandt ausgehenden Impulse einer internationalen Politik mit Blick auf heutige Herausforderungen beleuchtet und die Kompetenz einer intellektuell und wissenschaftlich basierten politischen Auseinandersetzung breit argumentativ aufgezeigt. Den politischen Referenzpunkt des 50-jährigen Jubiläums bildet die Veranstaltung „Friedenspolitik unserer Zeit“ am 8. Dezember 2021, die sich der Frage zuwendet, wie die Soziale Demokratie den europäischen Friedensauftrag in einer unübersichtlicheren Welt neu beleben kann.

Die Weltinnenpolitik der Wirtschaft: von G7 zu G20 – und zurück?

14. Dezember 2021 – 18.00 bis 19.30 Uhr

„Wandel durch Handel“ war zu Beginn der 1970er-Jahre ein Baustein der Entspannungspolitik, ohne den Willy Brandts Ostpolitik deutlich höhere Hürden hätte nehmen müssen. Als Reaktion auf die Ölkrise traten die führenden Wirtschaftsmächte des Westens 1975 zu einem ersten Weltwirtschaftsgipfel zusammen. Aus ihm ging die „Gruppe der Sieben“ hervor, die sich seit den späten 1970er-Jahren als G7 etablierte. Zwischenzeitlich zu G8 um Russland erweitert, hat sich das Gipfeltreffen zu einem Ort des permanenten Austauschs über finanz- und wirtschaftspolitische Fragen hinaus entwickelt, das ergänzt wird um das G20-Treffen mit den Wirtschaftsmächten des globalen Südens.

Dieser, ursprünglich zum Krisenmanagement erdachte Zusammenhang ist in den letzten Jahren zu einem Symbol der ungehemmten Globalisierung geworden. Insbesondere Handelspolitik bleibt ein Feld heftiger Auseinandersetzungen, die zum Beispiel durch Behinderungen des freien Warenverkehrs oder durch Schutzzölle tief in die Arbeitsgesellschaften eingreifen können. In der Vorlesung greifen Prof. Dr. Quinn Slobodian und Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern die Perspektiven auf eine institutionelle und rechtliche Regulierung der Weltwirtschaft auf.

Prof. Dr. Quinn Slobodian

Prof. Dr. Quinn Slobodian

Quinn Slobodian ist Autor des preisgekrönten Buches Globalists: The End of Empire and the Birth of Neoliberalism (Harvard University Press, 2018), dessen Übersetzungen in acht Sprachen veröffentlicht wurden oder demnächst erscheinen. Er schreibt regelmäßig für The Guardian, Foreign Policy, Dissent, The Nation, New Statesman und New York Times und ist Marion Butler MacLean Associate Professor of the History of Ideas am Wellesley College und Associate Fellow am Chatham House. Sein nächstes Buch wird bei Metropolitan in den USA und Penguin in Großbritannien erscheinen. Er lebt in Cambridge, MA.

Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern

Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern

Katja Patzel-Mattern ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und seit Oktober 2020 Dekanin der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg. Sie forscht und lehrt zur Geschichte der Arbeit sowie zur Geschichte der frühen Kindheit und elterlichen Sorge. Dabei widmet sie der Bedeutung von Differenzkategorien besondere Aufmerksamkeit.


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Die Ringvorlesung ist eine Kooperationsveranstaltung von:             

 

 

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