Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Der Gipfel der Zwanzig im arbeits- und sozialpolitischen Blindflug?

22.10.2019 Gewerkschaften international, Starke Gewerkschaften
Labour 20 fordert einen neuen Multilateralismus und eine Gestaltung der Arbeit der Zukunft.
weitere Informationen
 

Convulsiones sociales en el continente de la desigualdad

23.10.2019
Zitate von Valeska Hesse, Leiterin des Referats Lateinamerika und Karibik der FES in Berlin, im Interview der DW
weitere Informationen
 

Das Erbe der frühen SPD-Parteibibliothek

Denkanstoß Geschichte
#AdsD50-Blogbeitrag zum Tag der Bibliotheken über die Geschichte der Bibliothek der FES. Sowohl Archiv als auch Bibliothek stehen in direkter Tradition zur Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten sozialdemokratischen Parteibibliothek.
weitere Informationen
 

Wie können wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken?

23.10.2019 Interview, Flucht, Migration, Integration, Migrationspolitik
Ein Interview aus der Praxis mit Dr. Umeswaran Arunagirinathan, Herzchirurg in Bremen.
weitere Informationen
 
Publikum und ein Sprecher am Podium bei einer Veranstaltung

Der gescheiterte Antifaschismus der DDR. Folgen und aktuelle Anforderungen für eine emanzipatorische Politik 30 Jahre nach dem Mauerfall

23.10.2019 Rückblick
Volles Haus: Gut 170 Menschen haben am 23. Oktober 2019 unsere Veranstaltung über den "gescheiterten Antifaschismus der DDR" besucht. Organisiert und durchgeführt haben wir die Veranstaltung in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungszentrum...
weitere Informationen
 

Planspiel: Gesucht, geduldet, ausgegrenzt?

24.10.2019 Rückblick
Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Planspiel zur Gesetzgebung in der Bundesrepublik
weitere Informationen
 

100 Jahre Trennung von Staat und Kirche in Deutschland. Visionen für das nächste Jahrhundert

24.10.2019 Veranstaltung, News, Rückblick, Religion
 
FES

Genossenschaften in der Plattformökonomie

Donnerstag, 24.10.19 18:00 Westfälischer Industrieklub, Dortmund HA, Rückblick, Digitalisierung, Wirtschaft
Für mehr Solidarität im digitalen Kapitalismus.
weitere Informationen
 

Fescol: Congreso de Seguridad Incluyente y Sostenible

25.10.2019
Kolumne über die Arbeit der FES in Kolumbien und speziell ihren Konkgress zu inklusiver und nachhaltiger Sicherheit im EL ESPECTADOR
weitere Informationen
 
Rede von Julieta Núñez

Uruguay: Von welcher Angst reden wir?

25.10.2019 Interview, Frieden und Sicherheit
Zehntausende Uruguayer_innen protestieren gegen ein Referendum zur Sicherheitspolitik und fordern Alternativen zur Politik der »harten Hand«.
weitere Informationen
 
nach oben